EU-EnergielabelSkala A–GThema: Energie und Lebensdauer

Die neuen Energieeffizienzklassen für Lampen (A–G) erklärt

Seit dem 1. September 2021 gilt für Lampen ein neues EU-Energielabel mit der Skala A bis G — die alten Klassen mit Plus (A++, A+) sind weggefallen. Die Klasse A ist bewusst sehr streng angesetzt: Viele sehr gute LED stehen heute bei D, E oder F. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern eine neue, strengere Messlatte.

Geprüft von der Leuchtmittelmarkt Fachredaktion Aktualisiert am 25. Juli 2026 Lesezeit ca. 7 Minuten

Kurz beantwortet

Seit dem 1. September 2021 gilt für Lampen das neue EU-Energielabel mit der Skala A bis G — die alten Klassen mit Plus (A++, A+) sind weggefallen (Stand: EU-Energielabel-Verordnung für Lichtquellen). Die Skala wurde dabei bewusst strenger angesetzt: Die Spitzenklasse A bleibt zunächst fast leer, damit künftige, noch effizientere Produkte Platz haben. Die Folge: Viele sehr gute LED-Lampen, die früher als „A++“ verkauft wurden, stehen auf dem neuen Label heute oft bei D, E oder F. Das ist kein Qualitätsmangel — die Messlatte wurde nur höher gelegt. Worauf es beim Kauf wirklich ankommt, ist nicht eine bestimmte Klasse, sondern das Verhältnis von Lumen pro Watt (Helligkeit zu Stromverbrauch).

„Warum ist meine neue LED nur Klasse F?“ — das ist die häufigste Frage zum Energielabel, und sie führt regelmäßig zu Verunsicherung. Die kurze Antwort: Seit 2021 misst die EU die Effizienz von Lampen mit einer neuen, deutlich strengeren Skala. Dieser Ratgeber erklärt, was sich 2021 geändert hat, warum eine gute LED heute selten ein A trägt, wie das Label aufgebaut ist und worauf Sie beim Kauf tatsächlich achten sollten. Alle Datums- und Skalen-Angaben sind belegt und mit Stand-Hinweis versehen; ein exaktes „Alt-Klasse wird zu Neu-Klasse“-Umrechnungsschema gibt es bewusst nicht, weil die Rückskalierung von Produkt zu Produkt verschieden ausfällt.

Was sich 2021 geändert hat

Bis 2021 reichte das Energielabel für Lampen von A++ (am besten) über A+, A, B bis hinunter zu E. Über die Jahre waren fast alle modernen Lampen in den obersten „Plus“-Klassen gelandet — A++ war zur Normalität geworden und sagte kaum noch etwas über den Unterschied zwischen zwei Produkten aus. Genau das wollte die EU ändern.

Seit dem 1. September 2021 gilt deshalb ein einheitliches, neues Label mit einer klaren Skala von A bis G — ganz ohne „Plus“-Klassen (Stand: EU-Energielabel-Verordnung für Lichtquellen). Im Handel durften Restbestände mit altem Label noch eine Weile begleitend gekennzeichnet sein; bis zum 28. Februar 2023 sollte die Umstellung in den Regalen abgeschlossen sein. Wichtig: Das neue A–G ist nicht einfach das alte A–E mit anderen Buchstaben. Die gesamte Skala wurde neu und strenger berechnet — ein Vorgang, den man als Rückskalierung bezeichnet.

„Warum ist meine gute LED nur Klasse F?“

Das ist der entscheidende Punkt zum Verständnis des neuen Labels. Die Spitzenklasse A wurde absichtlich sehr streng definiert und bleibt zunächst weitgehend leer. Der Gedanke dahinter: Es soll „nach oben Luft“ geben, damit künftige, noch sparsamere Lampen eine echte Bestklasse erreichen können — statt dass wie zuvor alles bei A++ landet und die Skala ihren Sinn verliert.

Für heute gängige Lampen heißt das: Eine LED, die unter dem alten Label noch stolz als A++ ausgezeichnet war, kann auf dem neuen Label mehrere Stufen tiefer stehen — qualitativ oft im Bereich D, E oder F. Das ist kein Rückschritt bei der Lampe selbst: Sie verbraucht genauso wenig Strom wie vorher, nur die Messlatte ist eine andere. „Nicht A“ bedeutet also ausdrücklich nicht „schlecht“ oder „ineffizient“.

Wie viele Stufen es im Einzelfall sind, lässt sich nicht pauschal umrechnen. Die Rückskalierung hängt vom konkreten Produkt und seiner gemessenen Effizienz ab — ein festes „A++ wird immer zu X“ gibt es nicht, und seriöse Quellen geben es bewusst nicht an. Maßgeblich ist immer die Angabe auf dem aktuellen Label des jeweiligen Produkts.

Aufbau des neuen Labels

Das EU-Energielabel ist genormt und enthält mehrere Informationen. Diese vier sind die wichtigsten:

  • Effizienzklasse (Pfeil A–G). Die farbige Skala von Grün (A) bis Rot (G) mit einem Pfeil auf der zugewiesenen Klasse. Sie zeigt, wie effizient die Lampe im Vergleich zu anderen ist — nach der seit 2021 strengeren Messung.
  • Energieverbrauch in kWh/1000 h. Der gewichtete Stromverbrauch über 1000 Betriebsstunden. Dieser Wert ist oft aussagekräftiger als die Klasse, weil er zwei Lampen direkt in Kilowattstunden vergleichbar macht.
  • QR-Code → EPREL-Datenbank. Jedes neue Label trägt einen QR-Code. Er führt in die EU-Produktdatenbank EPREL (European Product Registry for Energy Labelling), in der Hersteller die Produktdaten hinterlegen — praktisch zum Nachschlagen und Vergleichen.
  • Lichtquellen-Piktogramm und Modellangaben. Ein Symbol weist das Produkt als Lichtquelle aus; dazu kommen Hersteller- und Modellbezeichnung, sodass das Label eindeutig zum Produkt gehört.

Welcher Teil des Labels wofür steht, können Sie im Energielabel-Erklärer weiter unten Schritt für Schritt durchklicken.

Worauf Sie beim Kauf wirklich achten sollten

Die Effizienzklasse allein ist beim heutigen Label ein schwacher Ratgeber — schließlich stehen die meisten guten Lampen ohnehin bei D bis F. Aussagekräftiger ist die Lichtausbeute, also wie viel Licht (Lumen) eine Lampe pro Watt erzeugt. Zwei Werte zählen:

  • Lumen sagen, wie hell die Lampe ist. Wer früher eine 60-Watt-Glühbirne hatte, sucht heute nach der passenden Lumen-Zahl, nicht nach Watt. Die Umrechnung erklärt der Ratgeber Watt in Lumen umrechnen.
  • Lumen pro Watt (lm/W) sagen, wie sparsam sie das Licht erzeugt. Je höher dieser Wert, desto effizienter — unabhängig davon, welcher Buchstabe auf dem Label steht.

Wenn Sie gezielt eine besonders effiziente Lampe der Klasse A kaufen möchten, filtern Sie am besten direkt in den Produktkategorien nach der Energieeffizienzklasse — dort finden Sie die konkreten Modelle. Dieser Ratgeber erklärt das Label; die passenden Produkte stehen in den LED-Lampen-Kategorien. Welche Vorteile LED über die reine Effizienz hinaus bietet, fasst der Ratgeber Vorteile von LED-Lampen zusammen.

Energielabel-Erklärer

Wählen Sie aus, welchen Teil des Energielabels Sie verstehen möchten — die Erklärung erscheint sofort. So ordnen Sie Klasse, Verbrauch, QR-Code und die alten Plus-Klassen richtig ein.

Energielabel-Erklärer: Welchen Teil möchten Sie verstehen?

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Effizienzklasse (Pfeil A–G)

Die farbige Skala von Grün (A) bis Rot (G) mit dem Pfeil zeigt, wie effizient die Lampe ist — nach der seit 2021 strengeren Messung. A ist bewusst sehr streng angesetzt, sehr gute LED stehen heute oft bei D–F. Eine niedrigere Klasse ist deshalb kein Qualitätsmangel.

Erklärung nach diesem Ratgeber — belegte EU-Angaben mit Stand-Hinweis. Die konkrete Klasse, der kWh-Wert und die EPREL-Daten stehen auf dem Label bzw. im Datenblatt des jeweiligen Produkts.

Häufige Fragen zu den Energieeffizienzklassen bei Lampen

Was bedeutet die Energieeffizienzklasse bei Lampen?

Die Energieeffizienzklasse zeigt auf einer Skala von A bis G, wie sparsam eine Lampe Licht erzeugt. Seit dem neuen EU-Energielabel (Stand: gültig seit 2021) reicht die Skala von A (am effizientesten) bis G. Maßgeblich dahinter steht die Lichtausbeute, also wie viele Lumen die Lampe pro Watt liefert. Je höher die Lichtausbeute, desto besser die Einstufung. Die Klasse allein sagt aber wenig über die Helligkeit aus — dafür ist die Lumen-Zahl entscheidend.

Warum ist meine LED nur Klasse E oder F und nicht A?

Weil die Skala 2021 bewusst strenger gemacht wurde. Die Klasse A wurde absichtlich so hoch angesetzt, dass sie zunächst fast leer bleibt — damit künftige, noch effizientere Lampen Platz nach oben haben. Eine LED, die früher als A++ verkauft wurde, steht auf dem neuen Label deshalb oft bei D, E oder F. Das ist kein Qualitätsmangel: Die Lampe verbraucht genauso wenig Strom wie zuvor, nur die Messlatte ist eine andere. „Nicht A“ heißt also nicht „schlecht“.

Seit wann gilt das neue EU-Energielabel für Lampen?

Das neue Label mit der Skala A bis G gilt für Lampen und Lichtquellen seit dem 1. September 2021 (Stand: EU-Energielabel-Verordnung für Lichtquellen). Die alten Klassen mit Plus (A++, A+) sind damit weggefallen. Im Handel durften Produkte mit altem Label noch eine Übergangszeit begleitend gekennzeichnet sein; bis zum 28. Februar 2023 sollte die Umstellung in den Regalen abgeschlossen sein.

Was bedeutet der QR-Code auf dem Energielabel?

Der QR-Code auf dem neuen EU-Energielabel führt in die EU-Produktdatenbank EPREL (European Product Registry for Energy Labelling). Dort hinterlegen die Hersteller die offiziellen Produktdaten zum Energielabel. Sie können den Code mit dem Smartphone scannen, um die Angaben nachzuschlagen und verschiedene Produkte zu vergleichen.

Welche Energieeffizienzklasse sollte eine gute LED haben?

Es gibt keine feste „richtige“ Klasse. Weil A seit 2021 bewusst sehr streng angesetzt ist, stehen viele sehr gute LED bei D bis F. Achten Sie deshalb weniger auf den Buchstaben und mehr auf die Lichtausbeute in Lumen pro Watt sowie auf die Lumen-Zahl für die gewünschte Helligkeit — wie man das umrechnet, erklärt der Ratgeber Watt in Lumen umrechnen. Wenn Sie gezielt eine Lampe der Klasse A suchen, filtern Sie am besten direkt in den Produktkategorien nach der Energieeffizienzklasse.