Betriebsgeräte · EVG für T5, T8 & Dulux · 12-V-Halogentrafos · LED-Treiber

Vorschaltgeräte, Trafos & Treiber

Vorschaltgeräte, Trafos und LED-Treiber – zusammengefasst als Betriebsgeräte – sorgen dafür, dass Leuchtstoffröhren, Kompaktleuchtstofflampen, Halogen-Metalldampflampen, 12-V-Halogenspots und LED-Module sicher zünden, flimmerfrei leuchten und lange halten. Hier finden Sie elektronische Vorschaltgeräte (EVG) für T5, T8 und Dulux, Osram Halotronic-Trafos für 12 V und LED-Treiber wie Philips Xitanium und Osram OPTOTRONIC – überwiegend von Philips, Osram und LEDVANCE. Elektrobetriebe, Facility Management und Hausverwaltungen ersetzen damit defekte Geräte in Lichtbändern, Rasterleuchten, Hallen, Hotels, Praxen und Läden 1:1. Private Kunden bringen mit derselben Profi-Qualität die Unterbauleuchte in der Küche, die Spiegelleuchte im Badezimmer, die Wannenleuchte in Keller, Garage oder Hobbyraum und die Halogenspots im Wohnzimmer wieder zum Laufen.

Entscheidend für die Auswahl sind Lampentyp, Lampenleistung, Anzahl der Lampen und gegebenenfalls die Dimmschnittstelle. Die genaue Eignung nennt das Datenblatt des jeweiligen Geräts; Anschluss und Austausch fest installierter Geräte übernimmt eine Elektrofachkraft.

EVG · Trafo · TreiberDrei Gerätearten für Röhre, Halogen und LED
Philips · Osram · LEDVANCEMarkengeräte mit vollständigem Datenblatt
T5 · T8 · Dulux · LEDPassend für Röhren, Kompaktlampen und LED-Module
220–240 VNetzeingang der meisten Geräte

In dieser Kategorie

Unterkategorien

  • Große AuswahlViele Varianten
  • Technische Datenje Produkt angegeben
  • KompatibilitätLast & Leistung prüfen

Wichtig: Betriebsgeräte müssen zu Lampenart und -leistung passen. Prüfen Sie Leistungsbereich, Ausgangsspannung bzw. -strom und die Freigabe für Ihr Leuchtmittel. Im Zweifel eine Elektrofachkraft hinzuziehen.

Osram ET-PARROT 105/220-240 I

111 Wneutralweißdimmbar

Osram

Über 30 lagerndLieferzeit 1–2 Werktage
€23,80€20,00 exkl. MwSt.inkl. MwSt.zzgl. Versand

Philips HID-PV C 35 /S CDM

Philips

Über 30 lagerndLieferzeit 1–2 Werktage
€39,87€33,50 exkl. MwSt.inkl. MwSt.zzgl. Versand

Philips HID-PV C 70 /S CDM

Philips

13 Stück lagerndLieferzeit 1–2 Werktage
€40,33€33,89 exkl. MwSt.inkl. MwSt.zzgl. Versand

Osram ET-PARROT 70/220-240 I

74 Wneutralweißdimmbar

Osram

Über 30 lagerndLieferzeit 1–2 Werktage
€19,84€16,67 exkl. MwSt.inkl. MwSt.zzgl. Versand

Betriebsgeräte: kurz erklärt

Konstantstrom oder Konstantspannung?

Konstantspannung (CV) liefert eine feste Spannung, Konstantstrom (CC) einen festen Strom in mA. Die Angaben von Treiber und LED-Teil müssen zusammenpassen. Animation mit Musik, rund 125 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Das Leuchtmittel bestimmt das Gerät: Leuchtstoffröhren (T5, T8), Kompaktleuchtstofflampen (Dulux, PL) und Halogen-Metalldampflampen brauchen ein Vorschaltgerät, 12-V-Halogenspots einen Trafo, LED-Module, Panels und Downlights einen LED-Treiber mit Konstantstrom (mA) oder Konstantspannung (12/24 V).
  • EVG statt KVG: Elektronische Vorschaltgeräte arbeiten mit Hochfrequenz – flimmerfrei, ohne Brummen und ohne Starter. Eine 58-W-T8-Röhre benötigt als System am EVG typischerweise rund 55 W statt rund 70 W am konventionellen Vorschaltgerät.
  • Drei Angaben vom Typenschild: Lampentyp, Lampenleistung und Lampenzahl müssen passen – „2x58“ heißt zwei Röhren à 58 W, Multiwatt-Geräte wie Osram QTP-Optimal 1x54…58 decken mehrere Leistungen ab. T5-Röhren HE und HO laufen ausschließlich am EVG.
  • LED-Treiber nach Strom, Spannung und Leistung: Der Strom des Moduls (etwa 700 mA beim Osram OPTOTRONIC OTe 35/220-240/700), das Ausgangsspannungsfenster und die Nennleistung müssen zum LED-Teil passen; Philips Xitanium-Treiber mit Stromfenster, etwa 0,3–1,05 A, werden laut Datenblatt auf den Modulstrom eingestellt.
  • 12-V-Trafos und LED: Elektronische Halogentrafos wie der Osram Halotronic Mouse HTM 105 (Lastbereich 35–105 W) brauchen eine Mindestlast – für LED-Spots deshalb die Kompatibilitätsliste prüfen oder einen 12-V-LED-Treiber ohne Mindestlast wählen.
  • Profi-Qualität für Objekt und Zuhause: Markengeräte von Philips, Osram und LEDVANCE für Lichtbänder, Rasterleuchten, Hallen, Hotels, Gastronomie und Praxen – und ebenso für die Unterbauleuchte in der Küche, die Spiegelleuchte im Badezimmer, die Wannenleuchte in Keller, Garage und Hobbyraum oder die Halogenspots im Wohnzimmer. Die Lichtfarbe – warmweiß, neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K) oder tageslichtweiß – bestimmt dabei die Lampe, nicht das Gerät.

1. Leuchtmittel und Typenschild bestimmen

Notieren Sie, was in der Leuchte sitzt: bei Röhren Durchmesser (T5 = 16 mm, T8 = 26 mm), Länge und Watt, bei Kompaktlampen die Bauform (zum Beispiel Dulux D/E oder L) und die Stiftzahl, bei Spots die Spannung 12 V. Auf dem alten Gerät stehen Hersteller, Serie, Lampenleistung und Lampenzahl, etwa 2x36 W. Ein Starter in der Leuchte verrät ein KVG oder VVG, eine Typbezeichnung wie Osram QT, QTP oder QTi bzw. Philips HF ein elektronisches Vorschaltgerät.

Ratgeber: EVG, KVG, VVG & Starter

2. EVG für Röhren und Kompaktlampen wählen

Für T8-Röhren (bei Philips TL-D) passen zum Beispiel Osram QT-FIT8 und QTP-Optimal oder Philips HF-E, HF-S und HF-B, für T5 HE/HO Osram QTP5 und QTi oder Philips HF-Pi und HF-M Blue, für Dulux die Osram-Serien QT-M, QT-ECO und QTP-DL. Lampenleistung und Lampenzahl müssen exakt passen. Bei häufigem Schalten über Bewegungsmelder achten Sie auf Warmstart, bei Lichtmanagement auf eine Dimmschnittstelle wie DALI.

Vorschaltgeräte ansehen

3. LED-Treiber nach Strom, Spannung und Leistung

Lesen Sie am LED-Modul oder an der Leuchte ab, ob ein Strom (zum Beispiel 350, 500, 700 oder 1.050 mA) oder eine Spannung (12 oder 24 V) gefordert ist. Beim Konstantstrom-Treiber muss der Ausgangsspannungsbereich die Modulspannung abdecken und die Nennleistung reichen; einstellbare Treiber wie Philips Xitanium mit Stromfenster werden laut Datenblatt auf den Modulstrom eingestellt. Beim Ersatz in Bestandsleuchten zusätzlich Bauform, Abmessungen und Dimmschnittstelle übernehmen.

Ratgeber: LED-Trafo, Treiber & Netzteil

4. 12-V-Trafo prüfen und richtig dimensionieren

Für Halogenspots muss die Summe der Lampenleistungen im Lastbereich des Trafos liegen, beim Osram Halotronic Mouse HTM 105 also zwischen 35 und 105 W. Wer auf LED umsteigt, rechnet mit der echten LED-Leistung: Liegt sie unter der Mindestlast, wählen Sie einen Spot, der laut Kompatibilitätsliste für diesen Trafo freigegeben ist, oder einen 12-V-LED-Treiber. Kurze 12-V-Leitungen und freie Belüftung verlängern die Lebensdauer des Trafos.

Trafos ansehen

Vorschaltgerät, Trafo oder LED-Treiber: welches Betriebsgerät gehört zu welchem Leuchtmittel?

Jede Lampe, die nicht direkt an 230 V arbeitet, braucht ein Betriebsgerät, das die Netzspannung in die passende Strom- oder Spannungsform übersetzt. Welche Geräteart Sie benötigen, entscheidet allein das Leuchtmittel.

  • Elektronisches Vorschaltgerät (EVG): zündet und betreibt Leuchtstoffröhren (T5, T8), Kompaktleuchtstofflampen mit Stecksockel (Dulux, PL) und – in der HID-Ausführung – Halogen-Metalldampflampen. Es begrenzt den Lampenstrom, den eine Gasentladung sonst unkontrolliert ansteigen ließe.
  • Halogentrafo: setzt 230 V auf 12 V Niedervolt herunter, etwa für GU5.3-Halogenspots in Einbaustrahlern, Möbelleuchten und Seilsystemen.
  • LED-Treiber: versorgt LED-Module, Panels, Downlights und Lichtbänder mit geregeltem Konstantstrom (CC, Angabe in mA) oder geregelter Konstantspannung (CV, meist 12 oder 24 V).

In diesem Sortiment liegt der Schwerpunkt klar auf Philips mit mehr als 250 Geräten und Osram, ergänzt durch LEDVANCE sowie einzelne Geräte von Megaman und Aurora.

Das Betriebsgerät bestimmt übrigens nicht die Lichtfarbe – die legt allein die Lampe fest:

2.700–3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß6.000–6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

827/8302.700–3.000 K

warmweiß für Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Hotel und Restaurant.

Neutralweiß

8404.000 K

neutralweiß bzw. kaltweiß – beide Begriffe bezeichnen exakt dieselbe Lichtfarbe – für Küche, Badezimmer, Büro, Praxis und Werkstatt.

Tageslichtweiß

860/8656.000–6.500 K

tageslichtweiß für Prüfplätze, Garage und Hobbyraum.

KVG, VVG oder EVG: Effizienz, Flimmern und Lampenlebensdauer im Vergleich

Konventionelle (KVG) und verlustarme Vorschaltgeräte (VVG) sind Drosselspulen mit Kupferwicklung und Eisenkern. Sie arbeiten mit der Netzfrequenz von 50 Hz, benötigen zum Zünden einen Starter und oft einen Kompensationskondensator. Ein EVG arbeitet dagegen mit Hochfrequenz im Kilohertzbereich. Daraus ergeben sich handfeste Vorteile.

  • Weniger Energie: Eine T8-Röhre mit 58 W braucht als System am KVG typischerweise rund 70 W, am EVG rund 55 W – bei Lichtbändern im Dauerbetrieb in Lager, Produktion und Supermarkt summiert sich das schnell.
  • Flimmerfreies Licht ohne Brummen: kein 100-Hz-Flimmern und kein Stroboskopeffekt an rotierenden Maschinen – wichtig für die Arbeitssicherheit in Werkstatt und Produktion, angenehm im Büro und am Schreibtisch im Homeoffice.
  • Schonender Start: Geräte mit Warmstart heizen die Elektroden vor dem Zünden vor und verlängern so die Lebensdauer der Röhre, gerade bei häufigem Schalten über Bewegungsmelder im Treppenhaus oder Hausflur.
  • Sicherheitsabschaltung: Ein EVG schaltet defekte oder verbrauchte Lampen ab, statt sie endlos flackern zu lassen.

Seit der dritten Stufe der EU-Ökodesign-Vorgaben im Jahr 2017 werden für Leuchtstofflampen praktisch nur noch elektronische Vorschaltgeräte neu angeboten. Wer eine alte KVG-Leuchte modernisiert, rüstet deshalb entweder auf ein EVG um oder direkt auf LED-Röhren – beides ist Arbeit für eine Elektrofachkraft.

EVG richtig auswählen: Lampentyp, Leistung, Lampenzahl und Multiwatt

Die Bezeichnung im Artikelnamen verrät bereits das Wichtigste. Die Zahl vor dem x nennt die Anzahl der Lampen, die Zahl danach die Lampenleistung: 2x58 steht für zwei Röhren à 58 W, 3x/4x18 für drei oder vier Röhren à 18 W – typisch für 600 × 600 mm große Rasterleuchten in Büro und Praxis.

Bei Multiwatt-Geräten wie Osram QTP-Optimal 1x54…58, Osram QTi 1x28/54/35/49 oder Philips HF-Pi 2 28/35/49/54 deckt ein Gerät mehrere Leistungen ab, was die Lagerhaltung in Facility Management und Elektrohandwerk deutlich vereinfacht.

EVG-Auswahl je Lampenfamilie
LampenfamiliePassende GerätePraxis
T8 · G13 T8-Leuchtstoffröhren (26 mm, Sockel G13, bei Philips TL-D)Osram QT-FIT8 und QTP-Optimal, Philips HF-E, HF-S und HF-BLichtbänder in Lager, Werkstatt und Supermarkt ebenso wie die Feuchtraum-Wannenleuchte in Keller, Garage oder Hobbyraum
T5 · G5 T5-Röhren HE und HO (16 mm, Sockel G5, bei Philips TL5)Laufen ausschließlich am EVG, etwa an Osram QTP5 (früher QT-FH für HE und QT-FQ für HO) und QTi oder Philips HF-PiDie kompakten Philips HF-M Blue sind für Leuchten mit wenig Einbauraum gedacht, etwa für Unterbauleuchten in der Küche oder Spiegelleuchten im Badezimmer
Dulux · PL Kompaktleuchtstofflampen (Dulux, PL)Osram QT-M für Dulux T/E und D/E, QTP-DL für Dulux L und F sowie QT-ECO für kleine LeistungenAm EVG laufen nur 4-Stift-Lampen; 2-Stift-Ausführungen mit eingebautem Starter sind für das KVG gebaut
HID · CDM Halogen-MetalldampflampenElektronische HID-Geräte wie das Philips HID-PV C 70 für 70-W-CDM-LampenShop-, Hotel- und Fassadenbeleuchtung

Ein Gerät für zwei Lampen ist in der Regel für den Betrieb mit beiden Röhren ausgelegt. T5- und T8-Röhren dürfen nur dann am selben Gerät laufen, wenn es – wie das Osram QT-FIT 5/8 – ausdrücklich für beide freigegeben ist. Die exakten Lampentypen stehen in der Lampenliste des Datenblatts.

LED-Treiber: Konstantstrom, Spannungsfenster und Leistung richtig berechnen

Ein LED-Treiber muss elektrisch exakt zum LED-Teil passen – eine ungefähre Auswahl wie bei Glühlampen gibt es hier nicht.

CC · mA

Konstantstrom

Bei Konstantstrom (CC) liefert der Treiber einen festen Strom, typisch 350, 500, 700 oder 1.050 mA, und stellt die Spannung selbsttätig auf die Flussspannung des Moduls ein.

Drei Werte sind zu prüfen: Der Strom muss dem Modul entsprechen, die Modulspannung muss im Ausgangsspannungsbereich des Treibers liegen, und die Leistung aus Strom mal Spannung darf die Nennleistung nicht überschreiten.

→ Strom, Spannungsfenster und Leistung abgleichen

CV · 12/24 V

Konstantspannung

Bei Konstantspannung (CV) liefert das Netzteil 12 oder 24 V, die Verbraucher – etwa LED-Strips für die indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer oder unter dem Küchenoberschrank – hängen parallel daran.

→ Nennleistung rund 10 bis 20 % über der Summe der Last

Ein Rechenbeispiel: Ein Modul mit 700 mA und 36 V nimmt 25,2 W auf und passt damit leistungsmäßig zum Osram OPTOTRONIC OTe 35/220-240/700 mit 700 mA und maximal 35 W – sofern 36 V laut Datenblatt im Spannungsfenster liegen. Treiber mit Stromfenster wie die Philips Xitanium-Modelle mit 0,3–1,05 A oder 0,7–1,5 A werden auf den benötigten Modulstrom eingestellt; wie das geht, beschreibt das Datenblatt.

Im Objekt geht es meist um Ersatz: Fällt in einem Panel, Downlight oder Lichtband in Büro, Hotel oder Lager der Treiber aus, übernehmen Sie Strom, Spannungsbereich, Leistung, Dimmschnittstelle und Abmessungen vom Typenschild. LED-Röhren und LED-Lampen mit Schraub- oder Stecksockel haben ihre Elektronik dagegen bereits eingebaut und brauchen keinen separaten LED-Treiber.

Halogentrafos für 12 V: Lastbereich, Leitungslänge und Umstieg auf LED

Elektronische Halogentrafos wie die Osram Halotronic Mouse HTM 70 und HTM 105 sind kompakt, leicht und arbeiten nahezu geräuschlos. Die Ausführungen mit Zugentlastung sichern die Leitungen mechanisch am Gerät, was etwa die Montage in der Zwischendecke über Einbaustrahlern erleichtert – die zulässigen Montagearten nennt das Datenblatt.

Für die Auswahl zählt der Lastbereich: Der HTM 105 arbeitet zwischen 35 und 105 W, passt also zum Beispiel zu zwei 35-W-Halogenspots mit zusammen 70 W. Die 12-V-Leitung zu den Lampen sollte bei elektronischen Trafos kurz bleiben, die zulässige Länge steht im Datenblatt; außerdem brauchen die Geräte Luft und dürfen nicht unter Wärmedämmung verschwinden.

Hinweis: Der häufigste Stolperstein ist der Umstieg auf LED: Ersetzt man diese beiden Halogenspots durch GU5.3 LED-Spots mit je 3,4 W, sieht der Trafo nur noch 6,8 W – weit unter seiner Mindestlast. Die Folge sind Flackern, Brummen oder dunkle Spots. Abhilfe schafft ein LED-Spot, der laut Kompatibilitätsliste für genau diesen Trafo freigegeben ist, oder ein 12-V-LED-Treiber ohne Mindestlast.

Im Hotelflur, im Ladenbau und in Vitrinen ist die 12-V-Technik ebenso verbreitet wie zu Hause bei Einbauspots in Wohnzimmer, Küche und Flur, in Möbelleuchten und Seilsystemen.

Im Badezimmer über Dusche oder Wanne bietet die Schutzkleinspannung eine zusätzliche Sicherheitsreserve; welche Leuchte und welcher Trafostandort in welchem Schutzbereich zulässig sind, regelt die DIN VDE 0100-701 – Planung und Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. Für den Weiterbetrieb mit Halogen finden Sie passende GU5.3 Halogenlampen.

Bestandsanlage modernisieren: EVG tauschen, LED-Röhre einsetzen oder auf 230 V umrüsten?

Seit 2023 dürfen die meisten Kompaktleuchtstofflampen und T8-Leuchtstoffröhren nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; vorhandene Lampen und Leuchten dürfen aber weiterlaufen. Für Hausverwaltungen, Facility Management und Betriebe mit vielen Lichtpunkten stellt sich deshalb bei jedem defekten Gerät die Frage nach dem wirtschaftlichsten Weg. Vier Optionen stehen zur Wahl.

EVG 1:1 ersetzen

Ohne Umbau

Sinnvoll, wenn Leuchte und Röhren in gutem Zustand sind und Ersatzröhren bereitliegen – schnell, günstig und ohne Änderung der Leuchte.

LED-Röhre am vorhandenen EVG

Ohne Umverdrahtung

Der einfachste LED-Umstieg, sofern das EVG in der Kompatibilitätsliste der Röhre steht; das EVG bleibt allerdings als Verbraucher und Verschleißteil in der Leuchte.

LED-Röhre am KVG

LED-Starter

Der alte Starter wird gegen einen LED-Starter getauscht, Drossel und Verdrahtung bleiben – praktisch für die Leuchte im Keller oder in der Garage.

Netzbetrieb mit 230 V

Elektrofachkraft

Vorschaltgerät und Starter entfallen, die Leuchte arbeitet am effizientesten und ohne Betriebsgerät als Fehlerquelle. Weil dabei umverdrahtet wird, übernimmt das eine Elektrofachkraft, die die veränderte Leuchte anschließend auch kennzeichnet.

Welche Variante für eine LED-Röhre gilt, steht in deren Datenblatt. Passende Röhren finden Sie unter LED-Röhren und LED-Röhren ohne Starter. Wer bei Leuchtstoff bleibt, findet Leuchtstoffröhren in warmweiß (830), neutralweiß bzw. kaltweiß (840, beides 4.000 K) und tageslichtweiß (865).

Profi-Wissen für Planung und Wartung: Einschaltstrom, Dimmschnittstelle und Temperatur

Bei größeren Anlagen entscheiden oft Details über einen störungsfreien Betrieb.

Einschaltstrom

Elektronische Betriebsgeräte ziehen beim Einschalten kurzzeitig einen hohen Einschaltstrom; das Datenblatt nennt deshalb, wie viele Geräte höchstens an einem Leitungsschutzschalter wie B16 oder C16 betrieben werden dürfen – sonst löst der Automat beim Einschalten eines ganzen Lichtbands aus.

Dimmschnittstelle

Für Lichtmanagement in Büro, Schule, Hotel und Halle gibt es dimmbare Geräte mit DALI (digital und einzeln adressierbar) oder 1–10 V (analoge Steuerleitung); ob ein Gerät dimmbar ist, zeigen Artikelname und Datenblatt. Standardgeräte ohne Dimmzusatz sind nicht dimmbar, bei der Osram QTP-Optimal steht das sogar ausdrücklich im Artikelnamen.

Temperatur

Die Lebensdauer eines Betriebsgeräts hängt vor allem von der Temperatur ab: Hersteller geben sie bezogen auf die maximale Gehäusetemperatur am tc-Punkt an, der auf dem Gehäuse markiert ist. Enge, schlecht belüftete Leuchten verkürzen die Lebensdauer spürbar.

Für Objekte mit vielen Brennstellen lohnt es sich, eine Geräteserie zu standardisieren: Gleiche Geräte vereinfachen Lagerhaltung, Ersatzteilbeschaffung und Wartung und sorgen dafür, dass alle Leuchten gleich starten und gleich hell leuchten.

Dieselbe Markenqualität von Philips, Osram und LEDVANCE zahlt sich auch privat aus – in der Unterbauleuchte in der Küche, im Spiegelschrank im Badezimmer, in der Werkbankleuchte im Hobbyraum oder bei den Einbauspots im Esszimmer. Arbeiten an fest installierten Geräten übernimmt immer eine Elektrofachkraft.

Vergleich: EVG vs. KVG/VVG für Leuchtstoffröhren und Kompaktlampen

Grundsätzliche Einordnung für Objekt, Gewerbe und Zuhause – Leistungswerte und Eignung je Gerät laut Datenblatt
MerkmalElektronisches Vorschaltgerät (EVG)Konventionelles / verlustarmes Vorschaltgerät (KVG/VVG)
BetriebsfrequenzHochfrequenz im KilohertzbereichNetzfrequenz 50 Hz
StarterNicht nötig, Zündung erfolgt im GerätSeparater Starter nötig (bei 2-Stift-Kompaktlampen im Sockel eingebaut)
Systemleistung bei T8 58 WTypisch rund 55 WTypisch rund 70 W
Licht und GeräuschFlimmerfrei, kein Stroboskopeffekt, kein Brummen100-Hz-Flimmern möglich, Brummen bei alternden Drosseln
LampenstartWarmstart-Geräte schonen die Elektroden, auch bei häufigem SchaltenMehrere Zündversuche belasten Röhre und Starter
Verhalten am LampenendeAutomatische Abschaltung defekter LampenOft Dauerflackern bis zum Tausch von Röhre oder Starter
T5-Röhren HE und HOBetrieb ausschließlich am EVGNicht möglich
DimmenMit dimmbaren Geräten, etwa DALI, möglichPraktisch nicht vorgesehen
Umrüstung auf LED-RöhrenEVG-kompatible LED-Röhren laut KompatibilitätslisteKVG-LED-Röhren mit LED-Starter

Häufige Fragen zu Vorschaltgeräten, Trafos & LED-Treibern

Was ist der Unterschied zwischen Vorschaltgerät, Trafo und LED-Treiber?
Alle drei sind Betriebsgeräte, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Ein Vorschaltgerät zündet Leuchtstoff-, Kompaktleuchtstoff- und Entladungslampen und begrenzt anschließend ihren Strom – ohne diese Begrenzung würde der Strom einer Gasentladung unkontrolliert ansteigen. Ein Halogentrafo setzt die Netzspannung von 230 V auf 12 V Niedervolt herunter, etwa für GU5.3-Spots. Ein LED-Treiber liefert LED-Modulen einen geregelten Konstantstrom (CC, in mA) oder eine geregelte Konstantspannung (CV, meist 12 oder 24 V). Welches Gerät Sie brauchen, bestimmt also immer das Leuchtmittel.
Was bedeuten KVG, VVG und EVG – und woran erkenne ich, was in meiner Leuchte steckt?
KVG steht für konventionelles, VVG für verlustarmes und EVG für elektronisches Vorschaltgerät. KVG und VVG sind schwere Drosseln mit Kupferwicklung, arbeiten mit 50 Hz und brauchen einen Starter; ein EVG ist leicht, arbeitet mit Hochfrequenz und kommt ohne Starter aus. Den schnellsten Hinweis gibt die Leuchte selbst: Sitzt ein Starter in der Fassung oder am Gehäuse, ist fast immer ein KVG oder VVG verbaut. Sicher ist der Blick auf das Typenschild – Osram-Bezeichnungen wie QT, QTP oder QTi und Philips-Geräte der HF-Serien sind elektronische Vorschaltgeräte.
Kann ich ein altes KVG durch ein EVG ersetzen?
Ja, das ist eine übliche Modernisierung: Sie spart Energie, beendet Flackern und Brummen und schont die Röhren. Dabei entfallen Drossel, Starter und meist der Kompensationskondensator, und die Leuchte wird nach dem Schaltbild des EVG neu verdrahtet. Wählen Sie das EVG passend zu Lampentyp, Leistung und Lampenzahl – bei einer zweiflammigen T8-Leuchte mit 150-cm-Röhren also zum Beispiel ein Gerät für 2x58 W. Weil dabei in die Leuchtenverdrahtung eingegriffen wird, gehört der Umbau in die Hände einer Elektrofachkraft. Bei sehr alten Leuchten lohnt der Vergleich mit einer direkten Umrüstung auf LED-Röhren.
Welches EVG passt zu meiner T5-, T8- oder Dulux-Lampe?
Drei Angaben müssen stimmen: Lampentyp, Lampenleistung und Lampenzahl. T8-Röhren (26 mm, bei Philips TL-D) laufen an Geräten wie Osram QT-FIT8 oder Philips HF-S und HF-B. T5-Röhren HE und HO (16 mm, bei Philips TL5) laufen ausschließlich am EVG, etwa am Osram QTP5 oder QTi und am Philips HF-Pi. Kompaktleuchtstofflampen brauchen für den EVG-Betrieb die 4-Stift-Ausführung, erkennbar an Bezeichnungen wie Dulux S/E, D/E, T/E, L oder F; 2-Stift-Lampen mit eingebautem Starter laufen nur am KVG. Multiwatt-Geräte wie Osram QTP-Optimal 1x54…58 decken mehrere Leistungen ab – welche Röhren genau, steht in der Lampenliste des Datenblatts.
Brauche ich für LED-Röhren noch ein Vorschaltgerät?
Das hängt von der LED-Röhre ab. EVG-kompatible LED-Röhren laufen am vorhandenen elektronischen Vorschaltgerät, sofern es in der Kompatibilitätsliste des Röhrenherstellers steht. KVG-Röhren arbeiten am vorhandenen konventionellen Vorschaltgerät; der alte Starter wird dabei gegen einen LED-Starter getauscht, der meist beiliegt. Netzbetriebene Röhren für 230 V brauchen gar kein Vorschaltgerät mehr – es wird von einer Elektrofachkraft ausgebaut oder überbrückt. Welche Variante gilt, steht im Datenblatt der LED-Röhre; mehr dazu im Ratgeber LED-Röhre: Starter und Dummy-Starter.
Warum flackert eine LED am alten Halogentrafo?
Fast immer liegt es an der Mindestlast. Elektronische Halogentrafos arbeiten erst ab einer bestimmten Last stabil – der Osram Halotronic Mouse HTM 105 zum Beispiel im Bereich von 35 bis 105 W. Zwei LED-Spots mit je 3,4 W ergeben nur 6,8 W und liegen weit darunter; der Trafo arbeitet unruhig, die LED flackert, brummt oder bleibt dunkel. Abhilfe schafft ein LED-Spot, der laut Kompatibilitätsliste des Lampenherstellers für genau diesen Trafo freigegeben ist, oder ein 12-V-LED-Treiber ohne Mindestlast, den eine Elektrofachkraft einbaut. Halogen- und LED-Spots gemischt am selben Trafo sind keine Dauerlösung.
Konstantstrom oder Konstantspannung – welchen LED-Treiber brauche ich?
Das gibt das LED-Teil vor. Steht auf Modul oder Leuchte ein Strom wie 350, 500, 700 oder 1.050 mA, brauchen Sie einen Konstantstrom-Treiber (CC) mit genau diesem Strom, dessen Ausgangsspannungsbereich die Modulspannung abdeckt und dessen Nennleistung ausreicht. Steht dort 12 V oder 24 V, etwa bei LED-Strips, brauchen Sie ein Konstantspannungs-Netzteil (CV), an das die Verbraucher parallel angeschlossen werden; dessen Nennleistung sollte rund 10 bis 20 % über der Summe der LED-Last liegen. Ein CC-Modul an einem CV-Netzteil – oder umgekehrt – wird beschädigt oder leuchtet nicht.
Wie viele EVG oder LED-Treiber dürfen an einen Leitungsschutzschalter?
Elektronische Betriebsgeräte ziehen beim Einschalten für Sekundenbruchteile einen hohen Einschaltstrom. Hängen zu viele an einem Stromkreis, löst der Leitungsschutzschalter beim Einschalten aus, obwohl die Dauerlast weit unter 16 A liegt. Hersteller wie Osram und Philips geben deshalb im Datenblatt an, wie viele Geräte je Automat, zum Beispiel B16 oder C16, höchstens zulässig sind. Diesen Wert sollten Planer und Elektrofachkräfte bei Lichtbändern, Hallen- und Büroinstallationen immer berücksichtigen; bei großen Anlagen helfen zusätzlich Einschaltstrombegrenzer.
Sind Vorschaltgeräte, Trafos und LED-Treiber dimmbar – was bedeuten DALI und 1–10 V?
Nur, wenn das Gerät ausdrücklich dafür ausgelegt ist. DALI ist eine digitale, einzeln adressierbare Schnittstelle für Lichtmanagement und Gebäudeautomation; 1–10 V ist eine analoge Steuerspannung, die über eine eigene Steuerleitung dimmt. Dimmbare elektronische Halogentrafos werden meist über einen Phasenabschnittdimmer auf der 230-V-Seite geregelt. Standard-EVG ohne Dimmzusatz lassen sich nicht dimmen; bei der Osram-Serie QTP-Optimal steht „nicht dimmbar“ sogar im Artikelnamen. Lampe, Betriebsgerät und Steuerung müssen laut Datenblatt zusammenpassen.
Woran erkenne ich ein defektes Vorschaltgerät – und darf ich es selbst tauschen?
Typische Anzeichen sind eine neue Röhre, die nicht zündet, dauerhaft flackert oder nach kurzer Zeit wieder ausgeht, sowie schnell geschwärzte Röhrenenden; bei KVG kommen lautes Brummen oder Hitzegeruch hinzu. Prüfen Sie zuerst die Röhre und – bei KVG – den Starter, denn beide sind günstiger und häufiger die Ursache. Bestätigt sich der Verdacht, lesen Sie Hersteller, Serie, Lampenleistung und Lampenzahl vom Typenschild ab und wählen das passende Ersatzgerät, im Idealfall aus derselben Serie. Den Austausch des fest verdrahteten Geräts übernimmt eine Elektrofachkraft; die Röhre wechseln Sie danach wie gewohnt selbst.