LED-Betriebsgeräte · Konstantstrom (CC) & Konstantspannung (CV) · DALI-2 · 1–10 V · bis IP66

LED-Treiber & Netzteile

LED-Treiber – je nach Anwendung auch LED-Netzteil, LED-Driver, LED-Betriebsgerät oder umgangssprachlich LED-Trafo genannt – wandeln die 230-V-Netzspannung in den geregelten Gleichstrom um, den LED-Module, LED-Streifen, LED-Spots und LED-Röhren für gleichmäßiges, langlebiges Licht brauchen. Entscheidend ist die Bauart: Konstantstrom-Treiber (CC) liefern einen festen Strom wie 350, 500 oder 700 mA, Konstantspannungs-Netzteile (CV) eine feste Spannung wie 24 V. Hier finden Sie Markengeräte von Philips (Xitanium), LEDVANCE, OSRAM (OPTOTRONIC OT) und Megaman – vom 10-W-Treiber für AR111-Spots über DALI-2-dimmbare Treiber für LED-Röhren bis zum 250-W-Netzteil und zum IP66-Outdoor-Netzteil. Ob Büro, Lager, Hotel, Restaurant, Ladenbau, Praxis oder Straßen- und Fassadenbeleuchtung im Objekt oder der LED-Streifen in Küche, Wohnzimmer, Badezimmer, Flur und Garage zu Hause: Sie bekommen das passende Betriebsgerät in Profi-Qualität.

CC · CVKonstantstrom (mA/A) & Konstantspannung (24 V)
10–250 WVom Spot-Treiber bis zum Hochleistungs-Netzteil
DALI-2 · 1–10 V · DMX · BLEDimm- und Steuerschnittstellen je nach Modell
IP20 bis IP66Für Leuchteneinbau, Feuchtraum und außen

LED-Treiber und Netzteile: kurz erklärt

Konstantstrom oder Konstantspannung?

Konstantspannung (CV) liefert eine feste Spannung, Konstantstrom (CC) einen festen Strom in mA. Die Angaben von Treiber und LED-Teil müssen zusammenpassen. Animation mit Musik, rund 125 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

LED-Strip: Welches Netzteil?

Watt pro Meter mal Länge ergibt die Leistung des Strips. Das Netzteil braucht dieselbe Spannung und muss mindestens so stark sein. Animation mit Musik, rund 110 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

LED-Strip: 12 V oder 24 V?

Bei gleicher Leistung fließt bei 24 V nur halb so viel Strom wie bei 12 V, der Spannungsabfall ist kleiner. Netzteil und Strip brauchen dieselbe Spannung. Animation mit Musik, rund 105 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Zuerst die Bauart klären – CC oder CV: Steht auf der LED ein Strom in mA oder A (etwa 350 mA, 500 mA oder 0,7–0,85 A), brauchen Sie einen Konstantstrom-Treiber (CC); steht dort eine feste Spannung wie 24 V DC, ein Konstantspannungs-Netzteil (CV). Beide Bauarten sind nicht gegeneinander austauschbar.
  • Ausgangswerte exakt abgleichen: Beim CC-Treiber muss der Nennstrom der LED im Strombereich und ihre Durchlassspannung im Spannungsfenster liegen – ein Treiber mit 0,7–0,85 A und bis 40 V liefert maximal 34 W. Beim CV-Netzteil müssen die Spannungen identisch sein.
  • Leistung mit Reserve planen: Bei 24-V-Netzteilen die Summe aller Verbraucher plus rund 20 % Reserve ansetzen – 5 m LED-Streifen mit 9,6 W/m (48 W) gehören an ein 60-W-Netzteil. Einschaltstrom und Spannungsfall auf langen Leitungen gleich mit einplanen.
  • Dimmen nur mit passender Schnittstelle: DALI-2 und Push DIM (LEDVANCE External Performance für T5/T8-LED-Röhren), 1–10 V (Megaman), DMX für RGBW-Farbszenen und Bluetooth (BLE) für die drahtlose Steuerung – nicht dimmbare Treiber gehören nie hinter einen Wanddimmer.
  • Schutzart nach Einbauort: IP20 für den Einbau in Leuchten, Zwischendecken und trockene Räume, IP64 und IP66 für Fassade, Vordach, Carport, Garten und Feuchtbereiche – etwa die 24-V-Netzteile LEDVANCE DR DIM-PFM von 20 bis 150 W.
  • Profi-Qualität für Objekt und Zuhause: Philips Xitanium, LEDVANCE, OSRAM OPTOTRONIC und Megaman stehen für dokumentierte Datenblätter, Kompatibilitätslisten und gleichbleibende Ausgangswerte – im Büro, Hotel, Ladenbau, in Industrie und Straßenbeleuchtung genauso wie für den LED-Streifen in Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer.

1. Bauart bestimmen: Konstantstrom oder Konstantspannung?

Lesen Sie Typenschild oder Datenblatt des LED-Moduls, der Leuchte oder des LED-Streifens ab. Eine Angabe in mA oder A mit Spannungsbereich verlangt einen Konstantstrom-Treiber (CC) – typisch für Downlights, Spots, Panels, Straßenleuchten und LED-Röhren mit externem Treiber. Eine feste Spannung wie 24 V DC verlangt ein Konstantspannungs-Netzteil (CV) – typisch für LED-Streifen und Module mit eigener Strombegrenzung. Ein falsch gewähltes Gerät kann die LED sofort zerstören.

Ratgeber: CC oder CV?

2. Strom, Spannung und Leistung berechnen

Beim CC-Treiber gilt Leistung = Strom × Spannung: Ein Modul mit 36 V Durchlassspannung an 0,85 A nimmt rund 31 W auf und passt an einen Treiber mit 0,7–0,85 A, bis 40 V und 34 W. Beim CV-Netzteil addieren Sie alle Verbraucher und rechnen rund 20 % Reserve hinzu. Prüfen Sie außerdem, wie viele Treiber ein Leitungsschutzschalter wegen des Einschaltstroms verträgt – die Zahl steht im Datenblatt.

Ratgeber: Netzteil richtig auswählen

3. Dimm- und Steuerart festlegen

Soll nur geschaltet werden, genügt ein nicht dimmbarer Treiber. Für Büro, Schule und Objekt mit Präsenz- und Tageslichtsteuerung ist DALI-2 der Standard, für einfache Räume reicht Push DIM über einen handelsüblichen Taster. 1–10 V arbeitet mit einem analogen Steuersignal, DMX steuert RGBW-Farbszenen in Bar, Shop und Fassade, Bluetooth (BLE) funktioniert drahtlos. Treiber, Steuergerät und Dimmer müssen dieselbe Schnittstelle sprechen.

Ratgeber: Dimmer für Leuchtmittel

4. Einbauort und Schutzart prüfen

IP20-Treiber gehören in Leuchtengehäuse, Zwischendecken, Verteilungen und trockene Räume. Für Fassade, Vordach, Carport, Terrasse oder feuchte Keller und Garagen wählen Sie Netzteile mit IP64 oder IP66. Achten Sie zusätzlich auf den zulässigen Temperaturbereich, die maximale Gehäusetemperatur am tc-Punkt und ausreichende Belüftung – Wärme ist der häufigste Grund für vorzeitige Ausfälle. Im Badezimmer legt eine Elektrofachkraft nach DIN VDE 0100-701 fest, wo das Gerät sitzen darf.

Ratgeber: Schutzarten erklärt

LED-Treiber, LED-Netzteil oder LED-Trafo? Aufgabe und Begriffe im Überblick

Eine LED ist ein Halbleiter: Sie braucht Gleichstrom in einer genau definierten Stärke. Schon etwas zu viel Strom erhöht die Temperatur im Chip und verkürzt die Lebensdauer spürbar, zu wenig Strom kostet Helligkeit.

Diese Regelaufgabe übernimmt der LED-Treiber: Er richtet die 230-V-Wechselspannung des Netzes gleich, setzt sie herab und hält Strom oder Spannung unabhängig von Netzschwankungen konstant.

LED-Treiber / LED-Driver

Konstantstrom

LED-Treiber oder LED-Driver meint meist Konstantstrom-Geräte für Module, Downlights und Spots.

LED-Netzteil

Konstantspannung

LED-Netzteil meint meist Konstantspannungs-Geräte für LED-Streifen.

LED-Trafo

Sammelbegriff

LED-Trafo ist der umgangssprachliche Sammelbegriff.

Halogen-Trafo

12 V Wechselspannung

Wichtig ist die Abgrenzung zum klassischen Halogen-Trafo: Er liefert ungeregelte 12 V Wechselspannung und braucht als elektronisches Gerät meist eine Mindestlast – deshalb flackern LED-Spots an alten Halogentrafos so häufig.

Viele LED-Netzteile mit 24 V liefern ausgangsseitig Schutzkleinspannung (SELV), sodass an den LED-Kontakten keine gefährliche Spannung anliegt – ein Sicherheitsplus in Möbeln, Vitrinen und Wohnräumen. Konstantstrom-Treiber mit hohen Ausgangsspannungen, etwa für Straßenleuchten, sind dagegen nicht automatisch SELV; die Kennzeichnung steht im Datenblatt.

Konstantstrom (CC) oder Konstantspannung (CV): die wichtigste Auswahlfrage

Die Bauart gibt immer das LED-Bauteil vor, nie umgekehrt. Ein falsches Gerät bringt die LED gar nicht erst zum Leuchten oder zerstört sie innerhalb von Sekunden.

CC

Konstantstrom

Konstantstrom (CC): Der Treiber hält den Strom fest, die Spannung stellt sich je nach angeschlossener LED innerhalb eines Spannungsfensters ein. Typisch für Downlights, Strahler, Panels, Straßenleuchten und LED-Röhren mit externem Treiber.

Beispiele aus dem Sortiment: Der Megaman-Treiber MM56009 liefert 500 mA bei bis zu 20 V für AR111-Spots, der Philips Xitanium mit 34 W liefert 0,7–0,85 A bei bis zu 40 V.

→ Mehrere CC-Verbraucher werden in der Regel in Reihe geschaltet.

CV

Konstantspannung

Konstantspannung (CV): Das Netzteil hält die Spannung fest – in diesem Sortiment meist 24 V DC –, die angeschlossenen Verbraucher begrenzen ihren Strom selbst. Typisch für LED-Streifen und Module mit eingebauter Strombegrenzung.

→ Diese Verbraucher werden parallel angeschlossen.

Steht auf dem Typenschild ein Strom in mA oder A mit Spannungsbereich, handelt es sich um einen CC-Treiber; steht dort eine feste Voltzahl wie 24 V, um ein CV-Netzteil. Bei den OSRAM- und LEDVANCE-Geräten verrät der Typname die Eckdaten: OT 130/220-240/24 steht für die Leistungsklasse 130 W, 220–240 V Eingangsspannung und 24 V Ausgangsspannung.

Leistung richtig dimensionieren: Reserve, Spannungsfenster, Einschaltstrom

  • Reserve: Bei Konstantspannungs-Netzteilen addieren Sie die Leistung aller Verbraucher und planen rund 20 % Reserve ein; ein Netzteil, das dauerhaft am Limit läuft, wird heiß und altert schneller. Rechenbeispiel: Ein 24-V-LED-Streifen mit 9,6 W pro Meter und 5 m Länge braucht 48 W, mit Reserve also rund 58 W – ein 60-W-Netzteil wie das LEDVANCE DR DIM-PFM-60 passt.
  • Spannungsfenster: Bei Konstantstrom-Treibern rechnen Sie mit Leistung = Strom × Spannung: Ein Modul mit 36 V Durchlassspannung an 0,85 A nimmt rund 31 W auf und liegt damit im Fenster des 34-W-Treibers mit 0,7–0,85 A und bis 40 V. Bei Treibern mit großem Strombereich begrenzt zusätzlich die Nennleistung – der Philips Xitanium mit 0,3–1,2 A und 48 V liefert maximal 45 W, also nie gleichzeitig 1,2 A und 48 V.
  • Einschaltstrom (oft unterschätzt): Beim Einschalten ziehen LED-Treiber kurzzeitig einen hohen Einschaltstrom, der Leitungsschutzschalter auslösen kann – die maximale Geräteanzahl je B16- oder C16-Automat steht im Datenblatt.
  • Spannungsfall (oft unterschätzt): Bei 12 oder 24 V fließt ein Vielfaches des Stroms einer 230-V-Leitung; lange, dünne Leitungen verursachen Spannungsfall, der die LEDs am Ende dunkler macht.

24 V halbiert gegenüber 12 V den Strom und ist deshalb für längere LED-Streifen die bessere Wahl; sehr lange Strecken speisen Sie zusätzlich von beiden Enden oder in der Mitte ein. Konstantstrom-Lasten klemmen Sie nur im ausgeschalteten Zustand an oder ab.

Dimmen und Steuerung: DALI-2, Push DIM, 1–10 V, DMX und Bluetooth

Ob und wie sich ein LED-Treiber dimmen lässt, hängt allein von seiner Schnittstelle ab – Steuergerät oder Dimmer müssen dazu passen. Die Geräte in dieser Kategorie decken die wichtigsten Standards ab:

Dimm-Schnittstellen im Überblick
SchnittstelleFunktionPraxis
DALI-2Digitaler, adressierbarer Lichtsteuerbus und Standard in Büro, Schule, Praxis und Industrie.Jede Leuchte lässt sich einzeln schalten, dimmen und in Gruppen oder Szenen einbinden, auch mit Präsenz- und Tageslichtsensoren. Die LEDVANCE External Performance-Treiber für LED-Röhren arbeiten mit DALI-2.
Push DIMDieselben Treiber lassen sich ohne DALI-Steuerung über einen handelsüblichen Taster bedienen – kurz drücken schaltet, lang drücken dimmt.Ideal für Besprechungsräume, kleine Praxen oder den Hobbyraum zu Hause.
1–10 VAnaloges Steuersignal über zwei zusätzliche Adern, etwa bei den Megaman-Treibern MM56009 und MM56006.Dazu gehört ein passendes 1–10-V-Steuergerät oder Potentiometer.
DMXDer LEDVANCE OT DMX RGBW DIM steuert farbige RGBW-LED-Streifen über das aus der Bühnentechnik bekannte DMX-Protokoll.Für Bars, Hotellobbys, Schaufenster und Fassaden.
Bluetooth (BLE)Der LEDVANCE OT BLE DIM wird drahtlos über Bluetooth Low Energy angesteuert, ganz ohne zusätzliche Steuerleitung.Praktisch bei der Nachrüstung im Laden oder im Wohnzimmer.

Welches Steuersystem unterstützt wird, nennt das Datenblatt. Nicht dimmbare Treiber dürfen nie hinter einen Phasenanschnitt- oder Phasenabschnittdimmer geschaltet werden.

Programmierbare Geräte wie die Philips Xitanium FP und FlexTune stellen Sie mit der Philips-Software MultiOne auf den gewünschten Ausgangsstrom ein, programmierbare LEDVANCE-Treiber mit dem LEDVANCE OT Programmer. Passende Bedienelemente und Sensoren finden Sie unter Steuergeräte und Signalverstärker.

LED-Röhren mit externem Treiber: LEDVANCE External Performance für T5 und T8

Neben LED-Röhren, die am vorhandenen KVG, am EVG oder direkt an 230 V laufen, gibt es Systeme mit separatem Betriebsgerät. Bei ihnen sitzt die Elektronik nicht in der Röhre, sondern als externer Treiber in der Leuchte. Das bringt handfeste Vorteile:

Weniger Wärme in der Röhre

Die Abwärme der Elektronik entsteht nicht im Leuchtmittel.

Getrennt tauschbar

Der Treiber lässt sich unabhängig von der Röhre tauschen.

Dimmbar

Über DALI-2 oder Push DIM wird die Anlage dimmbar.

Die LEDVANCE-Treiber decken unterschiedliche Leistungsfenster ab – 1x 7–37 W, 1x 15–26 W, 1x 15–37 W sowie 2x 7–26 W für Zweilampenleuchten – und damit mehrere Röhrenlängen mit wenigen Gerätetypen. Das vereinfacht die Ersatzteilhaltung für Facility Management, Hausverwaltung und Elektrobetrieb: weniger Varianten und schnellere Instandhaltung.

Typische Einsatzorte sind Büros, Schulen, Flure, Treppenhäuser, Tiefgaragen und Lagerhallen, in denen gedimmt oder per Präsenzmelder gesteuert werden soll; zu Hause die Rasterleuchte im Keller, in der Garage, in der Werkstatt oder im Hobbyraum.

Welche Röhren freigegeben sind, zeigt die Kompatibilitätsliste von LEDVANCE. Der Umbau einer Leuchte auf externen Treiber ist ein Eingriff in die Verdrahtung und gehört in die Hand einer Elektrofachkraft, die die Leuchte anschließend auch entsprechend kennzeichnet. Passende Leuchtmittel finden Sie unter T8 LED-Röhren und T5 LED-Röhren.

Außen, Feuchtraum und Straßenbeleuchtung: Schutzart und Outdoor-Treiber

Die Schutzart entscheidet, wo ein Treiber montiert werden darf.

Schutzarten der Treiber im Sortiment
SchutzartGeräteEinsatz
IP20Geräte wie die Philips Xitanium-Treiber oder der LEDVANCE OT 75Für den Einbau in Leuchten, Zwischendecken, Verteilungen und trockene Innenräume gedacht.
IP66IP66-Netzteile: die LEDVANCE DR DIM-PFM-Reihe mit 24 V in den Stufen 20, 40, 60, 100 und 150 W – staubdicht, geschützt gegen starkes Strahlwasser und dimmbarFür Fassade, Vordach, Carport, Terrasse, Garten oder Hallenbereiche mit Spritzwasser.
IP64LEDVANCE OT 50 mit einem Eingangsspannungsbereich von 120 bis 277 VEbenfalls für den Außenbereich ausgelegt.
24 V OutdoorPhilips ergänzt mit 24-V-Treibern für den Außeneinsatz mit 17 W und 20 WAußenbereich
IP20 im GehäusePhilips Xitanium sXt-Treiber (Xi FP und Xi LP, 22 bis 165 W, Ausgangsstrom 0,2–0,7 A bzw. 0,3–1,0 A): programmierbare Konstantstrom-Treiber – SonderstellungFür Straßen-, Mast- und Flächenleuchten; sie sitzen im geschützten Leuchtengehäuse und tragen deshalb selbst IP20.

Kommunen, Stadtwerke sowie Betreiber von Parkplätzen und Logistikflächen erhalten damit einen Ersatz, der elektrisch zum vorhandenen LED-Modul passt, statt die komplette Leuchte zu tauschen.

Achten Sie bei Außenanwendungen zusätzlich auf den zulässigen Umgebungstemperaturbereich und den Überspannungsschutz laut Datenblatt; Grundlagen zu IP-Codes erklärt unser Ratgeber Schutzarten und Schutzklassen.

Profi-Qualität fürs Objekt – und für Ihr Zuhause

Im gewerblichen Einsatz zählt beim Treiber vor allem Betriebssicherheit über viele Jahre. Fällt er aus, bleibt die Leuchte dunkel – im Hotelflur, im Verkaufsraum oder in der Produktionshalle kostet das schnell mehr als das Gerät selbst.

Markentreiber von Philips, LEDVANCE, OSRAM und Megaman bieten dokumentierte Lebensdauer- und Temperaturangaben, Kompatibilitätslisten und gleichbleibende Ausgangswerte von Charge zu Charge: Wer einen Treiber gleichen Typs nachkauft, erhält dieselbe Helligkeit wie in den Nachbarleuchten. Im Ladenbau, in Gastronomie und Hotellerie sind die Philips Xitanium-Konstantstromtreiber für Downlights und Strahler verbreitet, in Arztpraxen, Kanzleien und Konferenzräumen die DALI-2-dimmbaren Geräte.

Dieselbe Profi-Technik lohnt sich zu Hause: Ein 24-V-Netzteil versorgt den LED-Streifen unter den Küchenschränken, die indirekte Deckenvoute im Wohnzimmer oder Esszimmer, das Ambientelicht im Schlafzimmer, die Spiegelbeleuchtung im Badezimmer sowie Treppe und Hausflur. Die Lichtfarbe bestimmt dabei nicht der Treiber, sondern das LED-Modul:

2.700–3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß / Kaltweiß6.000–6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

8272.700–3.000 K

warmweiß (2.700–3.000 K) für Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer.

Neutralweiß / Kaltweiß

8404.000 K

neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K – beide Begriffe, im Englischen Cool White, meinen exakt dieselbe Lichtfarbe) für Küche, Badezimmer, Schminkspiegel, Homeoffice und Keller.

Tageslichtweiß

8656.000–6.500 K

tageslichtweiß (6.000–6.500 K) für Garage, Werkstatt und Hobbyraum.

Arbeiten auf der 230-V-Seite übernimmt eine Elektrofachkraft; für sichere Verbindungen in Leuchte und Verteilerdose sorgen WAGO-Klemmen.

Vergleich: LED-Treiber & LED-Netzteil vs. klassischer Halogen-Trafo

Technische Einordnung für Objekt, Gewerbe und Zuhause – maßgeblich sind die Werte im Datenblatt des jeweiligen Geräts
MerkmalLED-Treiber & LED-NetzteilKlassischer Halogen-Trafo (12 V)
AusgangGleichstrom (DC): fester Strom (CC, z. B. 350 mA bis 1,2 A) oder feste Spannung (CV, z. B. 24 V)12 V Wechselspannung (AC), elektronisch oder konventionell
RegelungAktiv geregelt, Strom bzw. Spannung bleiben auch bei Netzschwankungen konstantNicht auf LED-Lasten ausgelegt, Ausgang hängt von der Last ab
MindestlastCV-Netzteile in der Regel ohne Mindestlast; CC-Treiber mit SpannungsfensterElektronische Trafos mit Mindestlast, z. B. 35 W bei einem 35–105-W-Gerät
Geeignete VerbraucherLED-Module, LED-Streifen, Downlights, Spots, LED-Röhren mit externem Treiber12-V-Halogenlampen; LED nur mit ausdrücklicher Herstellerfreigabe
DimmenJe nach Modell DALI-2, Push DIM, 1–10 V, DMX oder BluetoothPhasenanschnitt bzw. Phasenabschnitt am passenden Dimmer
Flackern und BrummenBei passender Kombination stabiles LichtMit LED-Spots häufig Flackern, Brummen oder Aussetzer durch Unterlast
SchutzartIP20 für den Einbau bis IP66 für außen und FeuchtbereicheÜberwiegend IP20 für den Einbau
ProgrammierbarkeitTeils programmierbar (Philips Xitanium FP und FlexTune mit MultiOne, LEDVANCE OT Programmer)Nicht programmierbar
Typischer EinsatzBüro, Industrie, Hotel, Ladenbau, Straßenbeleuchtung, LED-Streifen zu HauseBestandsanlagen mit 12-V-Halogenspots

Häufige Fragen zu LED-Treibern & LED-Netzteilen

Was ist der Unterschied zwischen LED-Treiber, LED-Netzteil und LED-Trafo?
Alle drei Begriffe bezeichnen Betriebsgeräte, die aus 230 V Wechselspannung die Versorgung für LEDs erzeugen. Als LED-Treiber bezeichnet man meist Konstantstrom-Geräte (CC), die einen festen Strom wie 350 mA oder 700 mA liefern, als LED-Netzteil meist Konstantspannungs-Geräte (CV) mit fester Spannung wie 24 V. LED-Trafo ist der umgangssprachliche Oberbegriff. Ein klassischer Halogen-Trafo ist dagegen etwas anderes: Er liefert ungeregelte 12 V Wechselspannung für Halogenlampen und ist für LED nur geeignet, wenn der Lampenhersteller das ausdrücklich freigibt.
Woran erkenne ich, ob meine LED einen Konstantstrom- oder Konstantspannungs-Treiber braucht?
Schauen Sie auf das Typenschild oder Datenblatt des LED-Moduls bzw. der Leuchte. Steht dort ein Strom in mA oder A (zum Beispiel 350 mA, 500 mA oder 0,7–0,85 A), brauchen Sie einen Konstantstrom-Treiber (CC), dessen Spannungsfenster zur Durchlassspannung des Moduls passt. Steht dort eine feste Spannung wie 12 V DC oder 24 V DC – typisch bei LED-Streifen –, brauchen Sie ein Konstantspannungs-Netzteil (CV) mit genau dieser Spannung. CC und CV sind nicht austauschbar: Ein Konstantspannungs-Netzteil an einem Konstantstrom-Modul kann die LED in Sekunden zerstören.
Wie groß muss das Netzteil für meinen LED-Streifen sein?
Multiplizieren Sie die Leistung pro Meter mit der Länge und rechnen Sie rund 20 % Reserve hinzu. Beispiel: 5 m LED-Streifen mit 9,6 W/m ergeben 48 W, mit Reserve rund 58 W – passend ist ein 24-V-Netzteil mit 60 W wie das LEDVANCE DR DIM-PFM-60. Die Spannung von Netzteil und Streifen muss identisch sein, also 24 V an 24 V. Bei langen Strecken lohnt die Einspeisung an beiden Enden oder in der Mitte, damit die LEDs am Ende nicht dunkler werden; sehr lange Installationen teilen Sie auf mehrere Netzteile auf.
Kann ich meinen alten Halogen-Trafo für LED weiterverwenden?
Nur bedingt. Elektronische Halogentrafos brauchen eine Mindestlast, die wenige LED-Spots mit 3 bis 8 W oft nicht erreichen – Flackern, Brummen oder Aussetzer sind die Folge. Einzelne 12-V-LED-Spots sind für bestimmte Trafos freigegeben; das zeigt die Kompatibilitätsliste des Lampenherstellers. Für LED-Streifen und LED-Module ist ein Halogentrafo ungeeignet, weil er Wechselspannung liefert. Die saubere Lösung ist ein passender LED-Treiber; den Tausch eines fest verdrahteten Geräts übernimmt eine Elektrofachkraft. Mehr dazu im Ratgeber 12-Volt-LED und Niedervolt.
Wie lassen sich LED-Treiber dimmen – DALI-2, 1–10 V, Push DIM oder Phasendimmer?
Das hängt von der Schnittstelle des Treibers ab. DALI-2 ist der digitale Standard für Büro, Schule und Objekt und erlaubt Einzeladressierung, Gruppen und Szenen. Push DIM dimmt über einen einfachen Taster ohne Steuerzentrale. 1–10 V ist ein analoges Steuersignal über zwei zusätzliche Adern. DMX steuert farbige RGBW-Streifen in Bar, Shop und an der Fassade, Bluetooth (BLE) funktioniert drahtlos. Nicht dimmbare Treiber dürfen nicht an einen herkömmlichen Wanddimmer angeschlossen werden. In dieser Kategorie erkennen Sie die Dimmart an Kürzeln wie DIM, DALI-2, DC1-10V, DMX oder BLE im Artikelnamen und im Datenblatt.
Was bedeuten Angaben wie 0,7–0,85 A, 40 V und 34 W auf einem Treiber?
Das ist die typische Kennzeichnung eines Konstantstrom-Treibers: Der Ausgangsstrom lässt sich zwischen 0,7 und 0,85 A einstellen – je nach Modell per Widerstand oder Programmierung –, die Ausgangsspannung passt sich der LED bis maximal 40 V an, und die Nennleistung beträgt 34 W (0,85 A × 40 V). Ihr LED-Modul passt, wenn sein Nennstrom im Strombereich und seine Durchlassspannung im Spannungsfenster liegt. Bei Treibern mit großem Bereich – etwa 0,3–1,2 A, 48 V und 45 W – begrenzt zusätzlich die Leistung: Hohe Ströme gehen dann nur mit entsprechend niedrigerer Spannung. Bei 24-V-Netzteilen nennt die Typbezeichnung dagegen Leistungsklasse, Eingangs- und Ausgangsspannung, etwa OT 250/220-240/24.
Welcher Treiber passt zu LED-Röhren mit externem Treiber?
LED-Röhren mit externem Treiber laufen weder am alten EVG noch direkt an 230 V, sondern nur am dafür freigegebenen Betriebsgerät. Für LEDVANCE-Röhren dieser Bauart führen wir die External Performance-Treiber für T5 und T8 in den Leistungsfenstern 1x 7–37 W, 1x 15–26 W, 1x 15–37 W und 2x 7–26 W, dimmbar per DALI-2 oder Push DIM. Wählen Sie das Fenster so, dass die Leistung Ihrer Röhre bzw. Ihrer beiden Röhren darin liegt, und prüfen Sie die Kompatibilitätsliste von LEDVANCE. Wie die Röhrentypen für KVG, EVG, 230 V und externen Treiber zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Leuchtstoffröhren durch LED-Röhren ersetzen.
Welche Schutzart brauche ich für außen, im Bad oder in der Garage?
IP20-Treiber sind für trockene Innenräume und den Einbau in Leuchten oder Zwischendecken gedacht. Für außen, unter Vordächern, im Carport oder in feuchten Kellern und Garagen wählen Sie geschützte Geräte wie die LEDVANCE DR DIM-PFM-Netzteile mit IP66 (staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt) oder den LEDVANCE OT 50 mit IP64. Ein IP20-Treiber kann auch draußen arbeiten, wenn er im geschlossenen Gehäuse einer Außenleuchte sitzt – so wie die Philips Xitanium sXt-Treiber in Straßenleuchten. Im Badezimmer gilt zusätzlich die DIN VDE 0100-701: Wo Treiber und Leuchte sitzen dürfen, legt eine Elektrofachkraft fest.
Warum flackert oder brummt meine LED-Beleuchtung am Treiber?
Die häufigsten Ursachen sind ein nicht passender Dimmer oder ein nicht dimmbarer Treiber hinter einem Dimmer, eine Last außerhalb des Arbeitsbereichs (zu wenig Last am elektronischen Halogentrafo, zu viel Last am Netzteil), die falsche Bauart (CC statt CV oder umgekehrt), Spannungsfall auf zu langen oder zu dünnen Leitungen sowie lose Klemmstellen. Auch Überhitzung durch fehlende Belüftung kann dazu führen, dass ein Treiber die Leistung zurückregelt oder kurz abschaltet. Prüfen Sie zuerst Bauart, Leistung und Dimmkombination anhand der Datenblätter. Weitere Ursachen und Lösungen erklärt der Ratgeber Warum flackern LED?
Darf ich einen LED-Treiber selbst anschließen, und worauf kommt es bei der Montage an?
Der Anschluss an das 230-V-Netz ist Sache einer Elektrofachkraft, gerade bei fest installierten Leuchten, Zwischendecken und Außenanlagen. Bei der Montage zählen ausreichende Belüftung und die Einhaltung der maximalen Gehäusetemperatur am tc-Punkt laut Datenblatt, eine Zugentlastung der Leitungen, die getrennte Führung von 230-V- und Kleinspannungsleitungen, die zulässige Leitungslänge auf der LED-Seite und das Anklemmen von Konstantstrom-Lasten nur im ausgeschalteten Zustand. So arbeitet der Treiber im Büro ebenso zuverlässig wie hinter der Küchenzeile zu Hause.