Entladungslampen · Natriumdampf-Hochdruck (HPS) · SON · NAV/Vialox · SHP · White SON

Natriumdampflampen

Natriumdampflampen – auch Natriumdampf-Hochdrucklampen, HPS-Lampen oder kurz NAV-Lampen genannt – sind die Arbeitspferde der Straßen-, Hallen- und Gewächshausbeleuchtung: Aus einem kleinen Keramikbrenner holen sie sehr viel Licht pro Watt und leuchten im typischen goldgelben Ton. Hier finden Sie den passenden 1:1-Ersatz für Bestandsanlagen – Philips MASTER SON-T PIA Plus, SON PIA Plus und White SON (SDW-T), Osram Vialox NAV-T und NAV-E SUPER 4Y sowie Sylvania SHP-T und SHP-S Twin Arc – vor allem von 50 bis 400 W, White SON ab 35 W, mit den Sockeln E27, E40, PG12-1, GX12-1 und Fc2. Kommunen, Facility Management, Logistik, Industrie, Landwirtschaft und Gartenbau halten damit Straßenleuchten, Hallenstrahler und Flutlicht ohne Leuchtentausch in Betrieb. Dieselbe Profiqualität bekommen Sie für Ihr eigenes Grundstück: Hof- und Einfahrtsleuchten, Scheune, Reithalle, große Garage oder das beheizte Gewächshaus im Garten. Wichtig: Jede Natriumdampflampe braucht Drossel und Zündgerät – im Wohnzimmer, in der Küche oder im Badezimmer setzen Sie stattdessen auf warmweiße LED.

50–400 WLeistungsstufen im Sortiment, White SON ab 35 W
E27 · E40 · PG12 · Fc2Sockel – 1:1 von der alten Lampe übernehmen
ca. 2.000 / 2.500 KGoldgelb (Standard) · White SON sehr warm, über Ra 80
Philips · Osram · SylvaniaMarkenhersteller im Sortiment
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Osram Vialox NAV-E 50W/E E27

50 W3700 lm2000 K extra warmweißdimmbarCRI ≤25Energieklasse G

Osram

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€12,50€10,50 exkl. MwSt.inkl. MwSt.zzgl. Versand

Osram Vialox NAV-E 50W/I E27

50 W3700 lm2000 K extra warmweißnicht dimmbarCRI ≤25Energieklasse G

Osram

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Osram Vialox NAV-E 68W E27

68 W5400 lm2000 K extra warmweißnicht dimmbarCRI ≤25Energieklasse G

Osram

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€15,20€12,77 exkl. MwSt.inkl. MwSt.zzgl. Versand

Osram Vialox PLANTASTAR 400W E40

400 W56500 lm2000 K extra warmweißnicht dimmbarCRI ≤25

Osram

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Osram Vialox PLANTASTAR 600W 400V E40

600 W86500 lm2000 K extra warmweißnicht dimmbarCRI ≤25

Osram

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Osram Vialox PLANTASTAR 600W E40

600 W90000 lm2000 K extra warmweißnicht dimmbarCRI ≤25

Osram

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Osram Vialox PLANTASTAR 250W E40 inter

250 W33000 lm2000 K extra warmweißnicht dimmbarCRI ≤25

Osram

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Osram Vialox NAV-E 70W/I E27

70 W5900 lm2000 K extra warmweißnicht dimmbarCRI ≤25Energieklasse G

Osram

bestellbarLieferzeit bis zu 15 WerktageDatenblatt
€12,78€10,74 exkl. MwSt.inkl. MwSt.zzgl. Versand

Entladungslampen: kurz erklärt

Entladungslampen: NAV, HQL oder HQI?

NAV mit gelblichem Licht und Zündgerät, HQL mit Drossel ohne Zündgerät, HQI mit kräftigen Farben. Umverdrahten nur durch eine Elektrofachkraft; quecksilberhaltige Lampen zur Sammelstelle. Animation mit Musik, rund 80 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Effizienzklassiker mit Goldlicht: Natriumdampf-Hochdrucklampen erreichen je nach Leistung rund 80 bis 140 lm/W – die 400-W-Stablampe mit Fc2-Sockel im Sortiment liefert 49.000 lm, die 250-W-Ausführung 28.000 lm. Standardtypen leuchten mit etwa 2.000 K goldgelb bei einer Farbwiedergabe von nur Ra 20 bis 25.
  • Typkürzel entschlüsselt: SON = Philips, NAV bzw. Vialox = Osram, SHP = Sylvania – technisch dieselbe Lampenart. -T steht für die klare Röhre, -E bzw. -S für den Ellipsoidkolben, /I für ein eingebautes und /E für ein externes Zündgerät, SDW für die White SON mit 2.500 K.
  • Sockel, Leistung und Bauform 1:1 übernehmen: 50 und 70 W meist mit E27, ab 100 W meist mit E40, White SON mit PG12-1 bzw. GX12-1 (Mini), zweiseitige Stablampen mit Fc2. Die Drossel ist auf genau eine Leistung abgestimmt – eine 150-W-Lampe gehört nur an eine 150-W-Drossel.
  • Nie ohne Drossel und Zündgerät: Natriumdampflampen starten mit einem Zündimpuls von mehreren Kilovolt und laufen nie direkt an 230 V. Nach dem Einschalten brauchen sie einige Minuten bis zur vollen Helligkeit, nach dem Ausschalten eine Abkühlpause vor dem Wiederzünden.
  • Profiqualität für Objekt und eigenes Grundstück: Straße, Parkplatz, Lagerhalle, Logistikhof, Sportanlage und Gewächshaus – privat Hofeinfahrt, Scheune, Reitplatz, große Garage oder Hobbygewächshaus. Für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche oder Badezimmer ist Natriumdampf nicht gedacht: Dort ist warmweiße LED mit 2.700–3.000 K die richtige Wahl.
  • Bestand pflegen oder planvoll umrüsten: Ein generelles EU-Verbot für Natriumdampf-Hochdrucklampen gibt es nach heutigem Stand nicht – anders als bei HQL/HPL, die seit 2015 nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen. Wer umrüstet, nutzt einen LED-Ersatz mit Freigabe für das Zündgerät oder lässt die Leuchte von einer Elektrofachkraft auf 230 V umverdrahten. Altlampen enthalten meist Quecksilber und gehören zur Sammelstelle.

1. Lampentyp sicher bestimmen: Natriumdampf, Quecksilber oder Metalldampf?

Natriumdampflampen erkennen Sie am goldgelben bis orangefarbenen Licht und an der Aufschrift SON, NAV, Vialox oder SHP auf dem Kolben. Leuchtet die alte Lampe weiß-bläulich und steht HQL oder HPL darauf, handelt es sich um eine Quecksilberdampflampe, bei brillant weißem Licht und der Aufschrift HQI, HCI oder CDM um eine Halogen-Metalldampflampe. Die drei Familien sind nicht untereinander austauschbar, weil Betriebsgerät und Zündung verschieden sind.

Ratgeber: Gasentladungslampen verstehen

2. Leistung, Sockel und Bauform 1:1 übernehmen

Notieren Sie Watt, Sockel und Kolbenform der alten Lampe – etwa 70 W, E27, Ellipsoid oder 250 W, E40, Röhre. Die Drossel ist auf genau eine Leistung abgestimmt; eine stärkere oder schwächere Lampe zündet schlecht, altert schnell oder überlastet das Betriebsgerät. Röhrenlampen gehören in Reflektorleuchten, Ellipsoidlampen in offene Leuchten. Bei der White SON zählt zusätzlich der Stecksockel PG12-1 oder GX12-1.

E40-Leuchtmittel im Überblick

3. Zündgerät und Betriebsgerät prüfen

Lampen mit /I im Namen haben das Zündgerät eingebaut, Lampen mit /E brauchen ein externes Zündgerät in der Leuchte – beide Varianten gibt es zum Beispiel bei der Osram Vialox NAV-E mit 50 und 70 W. Die White SON läuft nur an dafür freigegebenen Betriebsgeräten. Ist das Zündgerät defekt, zündet auch eine neue Lampe nicht; Ersatz finden Sie bei den Vorschaltgeräten, den Einbau übernimmt eine Elektrofachkraft.

Ratgeber: Das Zündgerät bei NAV/SON

4. Bestand erhalten oder auf LED umrüsten?

Für funktionierende Anlagen ist die Originallampe der schnellste und günstigste Weg: kein Umbau, gleiche Lichtverteilung im Reflektor, gleiche Lichtfarbe. Wer Stromkosten senken oder sofortiges Licht ohne Anlaufzeit möchte, prüft einen LED-Ersatz mit Freigabe für den Betrieb am Zündgerät oder lässt die Leuchte auf 230 V umverdrahten. Gerade bei vielen Lichtpunkten in Halle, Hof oder Parkplatz lohnt eine Wirtschaftlichkeitsrechnung über Strompreis und jährliche Brenndauer.

LED-Ersatz für Entladungslampen

Wie funktioniert eine Natriumdampflampe? Brenner, Spektrum und Effizienz

Eine Natriumdampf-Hochdrucklampe (international HPS, High Pressure Sodium) gehört zur Familie der Hochdruck-Entladungslampen.

Brenner

Aluminiumoxid-Keramik

Im Inneren sitzt ein schmaler Brenner aus lichtdurchlässiger Aluminiumoxid-Keramik. Er ist mit Natrium gefüllt, meist in Form eines Natrium-Quecksilber-Amalgams, und mit Xenon als Zündgas.

Zündung und Anlauf

Zündgerät + Drossel

Ein Hochspannungsimpuls des Zündgeräts startet den Lichtbogen. Danach verdampft das Natrium, der Druck steigt und die Lampe erreicht nach einigen Minuten ihre volle Helligkeit. Die Drossel begrenzt dabei den Strom, der sonst unkontrolliert ansteigen würde.

Spektrum und Effizienz

589 nm

Das Spektrum konzentriert sich rund um die gelbe Natriumlinie bei 589 nm, also dort, wo das menschliche Auge bei Helligkeit am empfindlichsten ist. Deshalb erreichen Natriumdampflampen je nach Leistung rund 80 bis 140 Lumen pro Watt. Die 400-W-Stablampe mit Fc2-Sockel in unserem Sortiment liefert beispielsweise 49.000 lm, die 250-W-Ausführung 28.000 lm.

Farbwiedergabe

Ra 20 bis 25

Für diese Effizienz zahlen Sie bei der Farbwiedergabe: Standardtypen erreichen nur etwa Ra 20 bis 25. Unter dem goldgelben Licht wirken Farben flach.

Verwechseln Sie die Hochdrucklampe nicht mit der Natriumdampf-Niederdrucklampe. Diese leuchtet nahezu monochrom gelb und arbeitet mit einer eigenen Technik.

SON, NAV, SHP und SDW: Serien und Typkürzel im Sortiment entschlüsselt

Die Kürzel klingen kryptisch, folgen aber einer klaren Logik. SON ist die Philips-Bezeichnung, NAV mit dem Markennamen Vialox die von Osram und SHP die von Sylvania. Technisch handelt es sich um dieselbe Lampenart. Der Zusatz -T steht für die klare Röhre (tubular), -E beziehungsweise -S für den Ellipsoidkolben, der klar oder innen beschichtet sein kann.

Natriumdampflampen im Sortiment: Serien und Typkürzel
Hersteller / SerieBauformBesonderheit in der Praxis
Philips MASTER SON-T PIA Plus / MASTER SON PIA PlusRöhre / EllipsoidPIA steht für die integrierte Zündantenne, die das Zünden erleichtert, Plus für erhöhten Lichtstrom.
SON I / SON H 68W Imit eingebautem ZündgerätDie SON H 68W I ist als Umrüstlampe für bestehende Quecksilberdampf-Anlagen konzipiert.
Osram Vialox NAV-T SUPER 4Y / NAV-E SUPER 4YRöhre / EllipsoidAusgelegt auf erhöhten Lichtstrom und lange Gruppenwechselintervalle.
NAV-E 50 und 70 Wkompakter EllipsoidWahlweise mit eingebautem (/I) oder externem Zündgerät (/E).
Sylvania SHP-T Basic Tubular / SHP-S Twin ArcRöhre / Ellipsoid beschichtetDie Twin Arc hat zwei parallele Brenner. Fällt einer aus, übernimmt der zweite.
White SON Philips MASTER SDW-T und SDW-TG MiniRöhreFür weißeres Licht.
Spezialtypen Bäro, Radium, Patronje nach TypErgänzen das Sortiment um Sonderanwendungen.

Sockel, Bauform und Leistung: So finden Sie den 1:1-Ersatz

Eine Natriumdampflampe wird nie nach Gefühl ersetzt, denn Drossel und Zündgerät sind auf eine bestimmte Lampe abgestimmt. Lesen Sie deshalb die Aufschrift auf dem alten Kolben oder das Typenschild der Leuchte ab und übernehmen Sie drei Werte unverändert:

  • Leistung: 50, 70, 100, 150, 250 oder 400 W. Eine 150-W-Lampe gehört nur an eine 150-W-Drossel. Ausnahmen wie 68-W-Umrüsttypen sind im Datenblatt ausdrücklich beschrieben.
  • Sockel: 50 und 70 W meist mit E27, ab 100 W meist mit E40 (Goliath-Gewinde). White SON nutzt den Stecksockel PG12-1 beziehungsweise GX12-1 (Mini), zweiseitig gesockelte Stablampen haben Fc2.
  • Bauform: Röhrenlampen (SON-T, NAV-T, SHP-T) gehören in Reflektorleuchten mit präziser Lichtlenkung. Ellipsoidlampen (SON-E, NAV-E, SHP-S) gehören in offene Leuchten und Mastaufsätze, wo der größere Kolben das Licht weicher verteilt.

Achten Sie zusätzlich auf das Zündverfahren: Lampen mit /I haben das Zündgerät eingebaut, Lampen mit /E brauchen ein externes Zündgerät in der Leuchte. Für Kommunen, Hausverwaltungen und Instandhaltungsteams lohnt eine Liste mit Typ, Sockel und Leistung je Leuchtenstandort. So lassen sich Ersatzlampen gebündelt und chargengleich nachbestellen.

Drossel, Zündgerät und elektronisches Vorschaltgerät: Der Betrieb im Detail

Natriumdampflampen laufen nie direkt am 230-V-Netz. Sie brauchen immer ein passendes Betriebsgerät:

Klassisch

Magnetische Drossel + Zündgerät

Die klassische Schaltung besteht aus einer magnetischen Drossel (KVG oder verlustarmes VVG) und einem Zündgerät. Beim Einschalten liefert es Impulse von mehreren Kilovolt, bis der Lichtbogen steht. Überlagerungszündgeräte arbeiten unabhängig von der Drossel, Impulszündgeräte nutzen die Drossel als Transformator.

→ Beide Varianten müssen zu Lampe und Leitungslänge passen. Die zulässige Kabellänge zwischen Zündgerät und Lampe steht im Datenblatt.

Modern

Elektronisches Vorschaltgerät

Moderne Anlagen nutzen elektronische Vorschaltgeräte für HID-Lampen. Sie übernehmen Zünden, Strombegrenzung und die Abschaltung am Lebensende.

→ Diese Geräte sparen Energie und sorgen für flimmerfreies Licht.

Die White SON (SDW-T) braucht speziell freigegebene Betriebsgeräte und gehört nicht an eine beliebige NAV-Drossel. Lampen mit eingebautem Zündgerät (/I) zünden an einer passenden Drossel ohne externes Zündgerät und gehören nicht in eine Leuchte mit separatem Zünder. Umgekehrt startet eine Lampe, die ein externes Zündgerät braucht, in einer Leuchte ohne Zündgerät nicht. Passende Drosseln, Zündgeräte und elektronische Betriebsgeräte finden Sie unter Vorschaltgeräte. Arbeiten an der festen Installation, etwa der Tausch von Drossel oder Zündgerät, gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

Lichtfarbe und Farbwiedergabe: Goldgelb, White SON und der Vergleich zu warmweiß, neutralweiß und kaltweiß

Die Standard-Natriumdampflampe leuchtet mit rund 2.000 K deutlich gelber als jede warmweiße Haushaltslampe. Ihr Goldlicht bleibt bei Nebel, Regen und Schnee kontrastreich und lockt weniger Insekten an als bläuliches Licht. In Altstädten und an historischen Fassaden wird es bewusst als stimmungsvolles Gestaltungsmittel eingesetzt.

2.000 K · Natrium-Goldgelb2.500 K · White SON2.700–3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß / Kaltweiß6.000–6.500 K · Tageslichtweiß

Natrium-Goldgelb

SON / NAV2.000 K

Standardtypen erreichen nur eine geringe Farbwiedergabe und eignen sich für Straße, Hof und Halle.

White SON

8252.500 K

Wer bessere Farben braucht, greift zur White SON. Die Philips MASTER SDW-T mit dem Farbcode 825 erreicht etwa 2.500 K bei einer Farbwiedergabe von über Ra 80. Der sehr warme, glühlampenähnliche Ton lässt Waren, Speisen und Fassaden natürlich wirken. In dieselbe Richtung zielt die Bäro-Lampe mit 2.550 K, die von einem Spezialisten für Shop- und Frischebeleuchtung stammt.

Warmweiß

827/8302.700–3.000 K

Warmweiß umfasst 2.700 bis 3.000 K (Code 827/830).

Neutralweiß / Kaltweiß

840 · Cool White4.000 K

neutralweiß und kaltweiß bezeichnen exakt dieselbe Farbtemperatur von 4.000 K (Code 840, englisch Cool White).

Tageslichtweiß

860/8656.000–6.500 K

tageslichtweiß liegt bei 6.000 bis 6.500 K (Code 860/865).

Der Code liest sich wie bei LED: Die erste Ziffer steht für die Farbwiedergabe (8 = Ra 80 bis 89), die beiden letzten Ziffern mal 100 ergeben die Kelvin. Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß liefern Natriumdampflampen nicht. Wer diese Lichtfarben braucht, wählt Halogen-Metalldampflampen oder einen LED-Ersatz für Entladungslampen.

Einsatzbereiche: Straße, Halle und Gewächshaus – und das eigene Grundstück

Gewerbe und öffentlicher Raum

Natriumdampflampen sind in unzähligen Bestandsanlagen verbaut: in der Straßen-, Wege- und Parkplatzbeleuchtung von Kommunen und in Lager-, Logistik- und Produktionshallen. Dazu kommen Betriebshöfe, Verladerampen, Containerplätze sowie Flutlichtanlagen von Sportplätzen und Reithallen. Im Gartenbau unterstützen ihr gelb-rotes Spektrum und die Abwärme das Pflanzenwachstum im Gewächshaus. Die White SON setzt Akzente in Fußgängerzonen, Schaufenstern und Hotelvorfahrten.

Rund ums eigene Haus

Dieselbe Profiqualität nutzen viele Privatkunden: in Hof- und Einfahrtsleuchten, auf dem Bauernhof, in Scheune, Stall oder Reithalle. Auch in der großen Hallengarage, in der Hobbywerkstatt mit Hallenstrahler und im beheizten Gewächshaus im Garten kommen sie zum Einsatz.

Wohnräume: ungeeignet

Im Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, in der Küche oder im Badezimmer sind Natriumdampflampen fehl am Platz. Anlaufzeit, Betriebsgerät und geringe Farbwiedergabe passen nicht zum Wohnraum. Dort sind warmweiße LED mit 2.700 bis 3.000 K die richtige Wahl. Für Keller, Hausflur und Hobbyraum eignen sich neutralweiße beziehungsweise kaltweiße LED mit 4.000 K.

Für Facility Management und Hausverwaltungen zählt vor allem der planbare Unterhalt. Wer die passende Originallampe vorrätig hat, tauscht ohne Eingriff in Leuchte oder Verkabelung und hält Wartungsfenster kurz.

Lampenwechsel, Lebensdauer, Entsorgung und der Weg zur LED

Hochwertige Natriumdampflampen erreichen je nach Serie laut Herstellerdaten eine mittlere Lebensdauer von bis zu rund 32.000 Stunden. Der Lichtstrom sinkt dabei nur langsam. Typisch für das Lebensende ist das Takten: Die Brennspannung steigt, die Lampe erlischt, kühlt ab, zündet erneut und geht wieder aus. Tauschen Sie solche Lampen zügig, denn das Dauerzünden belastet das Zündgerät.

Schalten Sie die Leuchte für den Wechsel spannungsfrei und lassen Sie die Lampe vollständig abkühlen. Bei Arbeiten in der Höhe nutzen Sie Hubarbeitsbühne und Schutzhandschuhe. Altlampen enthalten meist eine kleine Menge Quecksilber. Sie gehören nicht in den Hausmüll, sondern als Elektroaltgerät zur Sammelstelle.

Hinweis: Ein generelles EU-Verbot für Natriumdampf-Hochdrucklampen gibt es nach heutigem Stand nicht. Anders ist es bei den Quecksilberdampflampen, die seit 2015 nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen.

Wer trotzdem auf LED umsteigt, spart Strom und hat sofort Licht ohne Anlaufzeit. Dafür gibt es zwei Wege: eine LED-Ersatzlampe, die ausdrücklich für den Betrieb an Drossel und Zündgerät freigegeben ist, oder die Umverdrahtung der Leuchte auf 230 V, bei der eine Elektrofachkraft Drossel und Zündgerät entfernt. Bei der Neuplanung von Hallen sind komplette LED-Hallenleuchten oft die wirtschaftlichere Lösung.

Vergleich: Natriumdampflampe vs. LED-Ersatzlampe (E27/E40)

Technischer und wirtschaftlicher Direktvergleich für Straße, Halle, Hof und Gewächshaus
MerkmalNatriumdampflampe (NAV / SON / SHP)LED-Ersatzlampe für NAV/SON
Lichtausbeuterund 80–140 lm/W je nach Leistungje nach Produkt vergleichbar bis höher; Wert laut Datenblatt
LichtfarbeStandard ca. 2.000 K goldgelb, White SON ca. 2.500 Kje nach Artikel warmweiß (2.700–3.000 K), neutralweiß/kaltweiß (4.000 K) oder tageslichtweiß (6.500 K)
FarbwiedergabeRa 20–25, White SON über Ra 80je nach Produkt, meist Ra 70–80 und mehr (Datenblatt)
BetriebsgerätDrossel plus Zündgerät (bei /I-Typen eingebaut), White SON mit freigegebenem BetriebsgerätFreigabe für Betrieb am Zündgerät oder Umverdrahtung auf 230 V durch eine Elektrofachkraft
Anlauf und Wiederzündeneinige Minuten bis zur vollen Helligkeit, Abkühlpause vor dem Wiederzündensofort volle Helligkeit, beliebig schaltbar (bei Direktbetrieb an 230 V)
Umbauaufwandkeiner – Originallampe passt 1:1 in Fassung und Reflektorje nach Weg Umverdrahtung; Länge, Gewicht und Lichtverteilung im Reflektor prüfen
Lebensdauerje nach Serie bis rund 32.000 h mittlere Lebensdauerje nach Produkt; Wärmeabfuhr in geschlossenen Leuchten entscheidend
Investition und Betriebniedriger Lampenpreis, höherer Stromverbrauchhöherer Anschaffungspreis, geringerer Stromverbrauch
Quecksilber und Entsorgungmeist geringe Menge Quecksilber, Sammelstellequecksilberfrei, Rückgabe als Elektroaltgerät

Häufige Fragen zu Natriumdampflampen (SON, NAV, SHP)

Was ist eine Natriumdampflampe und wo wird sie eingesetzt?
Eine Natriumdampflampe – genauer Natriumdampf-Hochdrucklampe, international HPS – ist eine Hochdruck-Entladungslampe. In einem Keramikbrenner erzeugt eine Gasentladung in Natriumdampf goldgelbes Licht mit einer sehr hohen Lichtausbeute von rund 80 bis 140 lm/W. Typische Einsatzorte sind Straßen, Parkplätze, Lager- und Logistikhallen, Betriebshöfe, Sportanlagen und Gewächshäuser; privat finden Sie sie vor allem in Hof-, Scheunen- und Hallenbeleuchtung. Sie läuft immer an Drossel und Zündgerät oder einem passenden elektronischen Vorschaltgerät, nie direkt am Netz.
Was bedeuten SON, NAV, Vialox, SHP und SDW?
Das sind Hersteller- und Serienbezeichnungen für dieselbe Lampenart: SON steht bei Philips, NAV mit dem Markennamen Vialox bei Osram, SHP bei Sylvania. Der Zusatz -T bedeutet Röhrenform, -E beziehungsweise -S Ellipsoidkolben. PIA Plus kennzeichnet bei Philips die integrierte Zündantenne und erhöhten Lichtstrom, SUPER 4Y bei Osram die langlebige Variante mit erhöhtem Lichtstrom, Twin Arc bei Sylvania zwei Brenner in einer Lampe. SDW ist die White SON mit weißerem Licht (etwa 2.500 K, über Ra 80).
Brauche ich ein Zündgerät – und was bedeuten /I und /E?
Ja, jede Natriumdampf-Hochdrucklampe braucht zum Start einen Zündimpuls von mehreren Kilovolt und im Betrieb eine Drossel oder ein elektronisches Vorschaltgerät. In den meisten Leuchten sitzt das Zündgerät als separates Bauteil neben der Drossel. Lampen mit /I im Namen, zum Beispiel die Osram Vialox NAV-E 70W/I oder die Philips SON 70W I, haben das Zündgerät eingebaut und zünden an einer passenden Drossel ohne externen Zünder. Lampen mit /E brauchen ein externes Zündgerät. Eine /I-Lampe gehört nicht in eine Leuchte mit separatem Zündgerät und umgekehrt – im Zweifel gibt das Datenblatt Auskunft.
Welchen Sockel und welche Leistung brauche ich?
Übernehmen Sie Sockel und Wattzahl exakt von der alten Lampe. Im Sortiment haben 50- und 70-W-Lampen meist den Schraubsockel E27, Lampen ab 100 W meist E40 (Goliath-Gewinde). Die White SON nutzt die Stecksockel PG12-1 (SDW-T) beziehungsweise GX12-1 (SDW-TG Mini), zweiseitig gesockelte Stablampen mit 250 und 400 W den Sockel Fc2. Die Leistung muss zur Drossel passen: Eine 250-W-Lampe gehört an eine 250-W-Drossel. Sonderfälle wie die Philips SON H 68W I für Quecksilberdampf-Anlagen sind im Datenblatt ausdrücklich beschrieben.
Welche Lichtfarbe hat eine Natriumdampflampe – und was ist White SON?
Standardtypen leuchten mit rund 2.000 K goldgelb bis orange und erreichen eine Farbwiedergabe von etwa Ra 20 bis 25. Die Philips MASTER SDW-T und SDW-TG Mini (White SON, Farbcode 825) liefern etwa 2.500 K bei über Ra 80 – ein sehr warmes, weißliches Licht für Fußgängerzonen, Schaufenster und Gastronomie. Klassisches Warmweiß (2.700–3.000 K), neutralweiß bzw. kaltweiß (beides exakt 4.000 K) oder tageslichtweiß (6.000–6.500 K) erzeugen Natriumdampflampen nicht; dafür eignen sich Halogen-Metalldampflampen oder LED.
Warum braucht die Lampe einige Minuten bis zur vollen Helligkeit?
Nach dem Zünden muss das Natrium im Brenner erst verdampfen und sich der Betriebsdruck aufbauen – das dauert je nach Typ einige Minuten, in denen die Lampe von schwach rötlich bis zum vollen Goldgelb hochläuft. Nach dem Ausschalten oder einem kurzen Netzausfall ist der Druck im heißen Brenner zu hoch für eine Neuzündung; die Lampe zündet erst nach einer Abkühlpause wieder. Für häufiges Schalten oder Bewegungsmelder sind Natriumdampflampen deshalb ungeeignet – wo sofortiges Licht nötig ist, ist LED die bessere Wahl.
Meine Natriumdampflampe geht immer wieder an und aus – woran liegt das?
Das sogenannte Takten ist das typische Signal für das Lebensende einer Natriumdampflampe: Mit dem Alter steigt die Brennspannung, bis die Drossel den Lichtbogen nicht mehr halten kann. Die Lampe erlischt, kühlt ab, zündet erneut und geht nach kurzer Zeit wieder aus. Tauschen Sie die Lampe zeitnah gegen ein typgleiches Modell, weil das ständige Zünden das Zündgerät stark belastet. Taktet auch eine neue Lampe, können Unterspannung, ein unpassendes Betriebsgerät oder ein defektes Zündgerät die Ursache sein – das prüft eine Elektrofachkraft.
Kann ich eine Natriumdampflampe durch LED ersetzen?
Ja, aber nicht mit einer beliebigen E27- oder E40-LED: Der Zündimpuls liegt weiter am Sockel an und kann eine ungeeignete LED zerstören. Möglich sind zwei Wege – eine LED-Ersatzlampe, die der Hersteller ausdrücklich für den Betrieb an Drossel und Zündgerät freigibt, oder die Umverdrahtung der Leuchte auf 230 V, bei der eine Elektrofachkraft Zündgerät und Drossel entfernt. Achten Sie zusätzlich auf Länge, Gewicht und Wärmeabfuhr in geschlossenen Leuchten. Passende Modelle finden Sie unter LED-Ersatz für Entladungslampen, Details im Ratgeber NAV/SON durch LED ersetzen.
Werden Natriumdampflampen verboten?
Nach heutigem Stand gibt es kein generelles EU-Verbot für Natriumdampf-Hochdrucklampen – anders als bei Quecksilberdampflampen (HQL/HPL), die seit 2015 nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen. Marktübliche NAV- und SON-Lampen erfüllen nach Auskunft des Umweltbundesamtes die EU-Anforderungen; einzelne Typen können künftig von stoffrechtlichen Quecksilber-Vorgaben betroffen sein. Für Betreiber heißt das: Bestandsanlagen lassen sich weiter mit Originallampen warten, eine LED-Umrüstung ist eine Wirtschaftlichkeitsentscheidung und keine Pflicht.
Kann ich Natriumdampflampen privat nutzen – und wie entsorge ich sie?
Ja, überall dort, wo eine passende Leuchte mit Betriebsgerät vorhanden ist: in Hof- und Einfahrtsleuchten, in Scheune, Stall oder Reithalle, in der Hallengarage oder im beheizten Gewächshaus, wo das gelb-rote Spektrum das Pflanzenwachstum unterstützt. Für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche oder Badezimmer sind sie nicht gedacht – dort ist warmweiße LED mit 2.700 bis 3.000 K die richtige Wahl. Ausgediente Natriumdampflampen enthalten meist eine kleine Menge Quecksilber: Geben Sie sie bruchsicher verpackt an einer Sammelstelle für Elektroaltgeräte ab, nicht im Hausmüll oder Altglas.