KaufberatungLED-ErsatzThema: Auf LED umrüsten

Welche Ersatz-LED brauche ich für meine Glühbirne?

Die passende LED finden Sie über vier Dinge: den Sockel, die Helligkeit in Lumen statt Watt, die Lichtfarbe und die Bauform. Starten Sie mit dem Sockel Ihrer alten Lampe — danach ist der Rest schnell entschieden.

Geprüft von der Leuchtmittelmarkt Fachredaktion Aktualisiert am 25. Juli 2026 Lesezeit ca. 7 Minuten

Kurz beantwortet

Für die passende Ersatz-LED zählen vier Dinge. Erstens der Sockel: Die LED muss in Ihre Fassung passen — bei klassischen Glühbirnen meist E27 (großes Schraubgewinde) oder E14 (kleines), bei Spots GU10 oder GU5.3. Zweitens die Helligkeit: Wählen Sie nach Lumen, nicht nach Watt — eine alte 60-Watt-Birne entspricht grob rund 806 Lumen. Drittens die Lichtfarbe: Für gewohntes, warmes Licht warmweiß (rund 2700 Kelvin). Viertens die Bauform: Birne, Kerze, Tropfen, Globe oder Spot — passend zur Leuchte. Dimmen klappt nur mit einer ausdrücklich als dimmbar gekennzeichneten LED.

Eine Glühbirne auf LED umzustellen ist heute unkompliziert — die Auswahl wirkt nur auf den ersten Blick unübersichtlich. Dabei kommt es im Kern auf vier Dinge an: den passenden Sockel, die Helligkeit in Lumen, die Lichtfarbe und die Bauform. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, genau die richtige Ersatz-LED auszuwählen — beginnend beim Sockel Ihrer alten Lampe. Wie viel Strom der Umstieg spart und welche LED-Wattzahl welche Glühbirne ersetzt, rechnet der Ratgeber LED statt Glühbirne vor; hier geht es um die Frage davor: welche LED zu Ihrer Lampe passt.

Welche Ersatz-LED passt? Den Sockel zuerst

Der schnellste Weg zur richtigen LED führt über den Sockel der alten Lampe. Wählen Sie unten aus, was Sie ersetzen möchten — der Finder zeigt Ihnen sofort, worauf es bei genau dieser Lampe ankommt, und verlinkt das passende Sortiment. Die konkreten Maße und Lumen-Werte stehen am Ende immer auf der Verpackung oder im Datenblatt.

Welche Ersatz-LED brauche ich?

Wählen Sie, was Sie ersetzen möchten — worauf Sie achten müssen und das passende Sortiment erscheinen sofort.

Glühbirne E27 → LED mit E27-Sockel

Worauf achten: gleicher E27-Schraubsockel (großes Gewinde, 230 V). Helligkeit über die Lumen wählen, nicht über Watt — eine alte 60-Watt-Birne entspricht grob rund 806 Lumen. Für gewohntes, warmes Licht warmweiß (rund 2700 K). Bauform meist Birne (A60) oder Globe. Dimmen nur mit ausdrücklich dimmbarer LED. E27-LED ansehen →

Orientierung nach diesem Ratgeber. Konkrete Sockelmaße, Lumen und die Dimm-Eignung stehen auf der Verpackung bzw. im Datenblatt der jeweiligen LED.

Die vier Auswahlkriterien — kurz erklärt

Diese vier Punkte entscheiden, ob die neue LED passt und gefällt. Hier in Kurzform; für die Tiefe verlinken wir jeweils den passenden Ratgeber.

1. Der Sockel — er muss passen

Der Sockel ist das erste Ausschlusskriterium: Passt er nicht in die Fassung, hilft die schönste LED nichts. Bei klassischen Glühbirnen sind es fast immer Schraubsockel — der große E27 (Gewinde-Außendurchmesser 27 mm) und der kleine E14 (14 mm) für Kerzen und Tropfen. Daneben gibt es den Bajonettsockel B22 (stecken und drehen), Spots mit GU10 oder GU5.3 und Stiftsockel wie G9. Welcher Sockel verbaut ist, lesen Sie an der alten Lampe oder am Aufdruck der Leuchte ab. Maße und leicht verwechselbare Sockel zeigt die Lampensockel-Übersicht.

2. Die Helligkeit — Lumen statt Watt

Bei der Glühbirne galt die Wattzahl als grobes Maß für die Helligkeit. Bei LED stimmt das nicht mehr: Sie erzeugt dieselbe Lichtmenge mit einem Bruchteil der Leistung. Maßgeblich ist deshalb der Lichtstrom in Lumen (lm), der auf jeder Verpackung steht. Als grobe Orientierung nach EU-Vergleichstabelle (Verordnung 244/2009): eine 40-Watt-Birne ≈ 470 lm, 60 Watt ≈ 806 lm, 75 Watt ≈ 1055 lm. Die vollständige Umrechnung in beide Richtungen — auch für Zwischenwerte — übernimmt der Ratgeber Watt in Lumen umrechnen; welche LED-Wattzahl welche Glühbirne ersetzt, zeigt die Tabelle in LED statt Glühbirne.

3. Die Lichtfarbe — warmweiß wie gewohnt

Die alte Glühbirne hatte immer dieselbe, gemütlich-warme Lichtfarbe. Soll die LED genauso leuchten, wählen Sie warmweiß (rund 2700 Kelvin). Wer es sachlicher mag, greift zu neutralweiß; für Küche, Bad oder Arbeitsplatz eignet sich kühleres, tageslichtweißes Licht. Maßstab ist die Farbtemperatur in Kelvin (K) auf der Verpackung. Welche Lichtfarbe wofür passt, erklärt der Ratgeber Welche Lichtfarbe passt?.

4. Die Bauform — passend zur Leuchte

Auch wenn der Sockel stimmt, sollte die Form zur Leuchte passen. Verbreitet sind Birne (die Standardform A60), Kerze und Tropfen (schlank, für kleinere Schirme und Kronleuchter), Globe (große Kugel, dekorativ und gut sichtbar) sowie Spot (gerichtetes Licht). Achten Sie zusätzlich darauf, ob die Lampe sichtbar ist oder hinter einem Schirm verschwindet — und auf die Maße, damit der Kolben in die Leuchte passt. In geschlossenen Leuchten staut sich Wärme; hier sind nicht alle LED freigegeben.

Sockel

E27 · E14 · GU10 …

Muss in die Fassung passen. Erstes Auswahlkriterium — an Lampe oder Leuchte ablesbar.

Lumen

lm · Helligkeit

Der Vergleichswert für Helligkeit. Ersetzt beim LED-Kauf die alte Wattangabe.

Kelvin

K · Lichtfarbe

Warmweiß rund 2700 K leuchtet wie die alte Glühbirne. Höhere Werte = kühler.

Bauform

Birne · Kerze · Spot

Passend zur Leuchte und zum Schirm. In geschlossenen Leuchten auf Freigabe achten.

Dimmbarkeit: nur mit ausgewiesener LED

Soll sich die Lampe dimmen lassen, reicht eine normale LED nicht. Sie braucht die Kennzeichnung „dimmbar“, und der vorhandene Dimmer muss zu LED passen — sonst flackert das Licht oder lässt sich nicht sauber regeln. Eine nicht dimmbare LED am Dimmer kann außerdem Schaden nehmen. Welcher Dimmer geeignet ist, erklärt der Ratgeber Den richtigen Dimmer für LED finden.

Sicherheitshinweis: Eine Glühbirne über den Schraubsockel zu tauschen ist unkritisch — schalten Sie vorher das Licht aus und lassen Sie eine heiße Lampe abkühlen. Sobald aber in die feste Installation eingegriffen wird — etwa beim Wechsel eines 12-Volt-Trafos oder LED-Konverters für Niedervolt-Spots (GU5.3) — gehört das in die Hand einer Elektrofachkraft, und der betroffene Stromkreis ist vorher spannungsfrei zu schalten.

Sonderfälle: Halogen, Niedervolt und mehr Watt

Nicht jede „Glühbirne“ ist eine klassische Glühlampe. Drei Fälle führen weiter:

Wenn Sie noch nicht sicher sind, was Sie überhaupt vor sich haben — Glühbirne, Halogenspot oder Leuchtstoffröhre —, hilft der breitere Wegweiser Das richtige LED-Ersatzprodukt finden bei der Einordnung.

Häufige Fragen zur Ersatz-LED für die Glühbirne

Woher weiß ich, welche Glühbirne bzw. LED ich brauche?

An vier Punkten: dem Sockel (passt die LED in die Fassung?), der Helligkeit in Lumen statt in Watt, der Lichtfarbe in Kelvin und der Bauform. Lesen Sie zuerst den Sockel an der alten Lampe oder der Leuchte ab — bei klassischen Glühbirnen meist E27 oder E14 — und gehen Sie dann die übrigen drei Kriterien durch. Den passenden Sockel ermitteln Sie mit dem Ersatz-Finder oben.

Welche LED ersetzt eine 60-Watt-Glühbirne?

Vergleichen Sie nicht die Watt, sondern die Lumen. Eine 60-Watt-Glühbirne entspricht laut EU-Vergleichstabelle (Verordnung 244/2009) rund 806 Lumen. Suchen Sie also eine LED mit etwa diesem Lichtstrom; für gewohntes, warmes Licht warmweiß (rund 2700 Kelvin). Welche LED-Wattzahl dahintersteckt, zeigt die Tabelle im Ratgeber „LED statt Glühbirne“.

Welcher Sockel hat meine Lampe?

Schauen Sie auf den Sockel der alten Lampe oder den Aufdruck der Leuchte. Ein großes Schraubgewinde ist E27, ein kleines E14. Zwei runde Stifte zum Drehen sind GU10 (230 V) oder GU5.3 (12 V am Trafo), dünne Drahtbügel deuten auf G9 (230 V). Steht „12 V“ an der Leuchte, ist ein Trafo im Spiel. Maße und Verwechslungen zeigt die Lampensockel-Übersicht.

Welche LED-Lichtfarbe leuchtet wie eine Glühbirne?

Warmweiß mit rund 2700 Kelvin kommt dem gewohnten Glühlampenlicht am nächsten — gemütlich und leicht gelblich-warm. Höhere Kelvin-Werte wirken kühler: neutralweiß ist sachlich, tageslichtweiß klar und frisch. Die Farbtemperatur in Kelvin steht auf jeder Verpackung.

Passt jede LED in jede Leuchte?

Nein. Auch wenn der Sockel passt, kann die Bauform zu groß für die Leuchte sein, oder die Leuchte ist geschlossen und staut Wärme. In geschlossenen Leuchten sind nicht alle LED freigegeben — achten Sie auf Maße und Herstellerfreigabe. Bei Spots spielt zusätzlich der Abstrahlwinkel eine Rolle, also wie eng oder breit das Licht gebündelt wird.

Was bedeutet E27 bei Glühbirnen?

E27 ist die Bezeichnung für den großen Edison-Schraubsockel mit einem Gewinde-Außendurchmesser von 27 Millimetern — der klassische Sockel der meisten Glühbirnen. E14 ist die kleinere Variante mit 14 Millimetern, oft bei Kerzen und Tropfen. Eine E27-Glühbirne ersetzen Sie direkt durch eine E27-LED.

Sind LED-Glühbirnen dimmbar?

Nur, wenn sie ausdrücklich als „dimmbar“ gekennzeichnet sind und der vorhandene Dimmer zu LED passt. Eine normale, nicht dimmbare LED gehört nicht an einen Dimmer — sonst flackert das Licht, lässt sich nicht sauber regeln oder die LED nimmt Schaden. Welcher Dimmer geeignet ist, klärt der Dimmer-Ratgeber.