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Die Geschichte der LED

Von der ersten beobachteten Elektrolumineszenz 1907 über die erste sichtbare rote LED 1962 bis zur blauen LED und zum Nobelpreis 2014 — die Meilensteine, die heute fast jede Lampe zur LED gemacht haben.

Geprüft von der Leuchtmittelmarkt Fachredaktion Aktualisiert am 20. Oktober 2026 Lesezeit ca. 13 Minuten

Kurz beantwortet

Die LED hat eine lange Vorgeschichte: 1907 beobachtete H. J. Round erstmals, dass ein Halbleiterkristall unter Spannung leuchtet. Die erste sichtbare Leuchtdiode — eine rote LED — baute Nick Holonyak 1962. Den entscheidenden Schritt zur weißen LED brachte erst die effiziente blaue LED in den 1990er-Jahren (Physik-Nobelpreis 2014). Eine einzelne „Erfinderin" oder einen einzelnen „Erfinder" gibt es also nicht — die LED entstand in Etappen über mehr als hundert Jahre.

„LED" steht für Light Emitting Diode, auf Deutsch Leuchtdiode — ein Halbleiterbauteil, das Strom direkt in Licht umwandelt. Wie das im Detail funktioniert, erklären wir im Ratgeber Aufbau und Funktionsweise der LED-Lampe. Hier geht es um die andere Frage: Wie ist aus einem physikalischen Zufallsfund die Lichttechnik geworden, die heute vom heimischen Wohnzimmer über Büro, Industrie und Straßenbeleuchtung bis zum Kfz-Scheinwerfer fast jede Anwendung prägt? Die folgende Chronologie ordnet jeden Meilenstein danach ein, was er für die heute erhältliche LED bedeutet.

Was bedeutet LED?

Die drei Buchstaben stehen für die englische Bezeichnung Light Emitting Diode — wörtlich „lichtemittierende Diode", im deutschen Sprachgebrauch meist Leuchtdiode. Eine Diode ist ein Halbleiterbauteil, das den Strom nur in eine Richtung durchlässt. Bei der LED entsteht beim Stromfluss in diesem Halbleiter Licht — ohne glühenden Draht und ohne Gasentladung, anders als bei Glühlampe oder Leuchtstoffröhre.

Diese kurze Begriffsklärung genügt für die Geschichte. Wer tiefer einsteigen will, wie Anode, Kathode und Halbleiterkristall zusammenspielen und wie eine LED funktioniert, findet die ausführliche Erklärung im Ratgeber Aufbau und Funktionsweise der LED-Lampe.

Die Meilensteine der LED im Überblick

Klicken Sie sich durch die Stationen — von der ersten Beobachtung bis zur LED als Standard-Leuchtmittel. Jede Station nennt nur belegte Jahreszahlen und Namen; bei strittiger Datierung ist das im Text gekennzeichnet.

Zeitstrahl: von der Entdeckung zur LED-Lampe

Meilenstein wählen — die Erläuterung erscheint darunter.

Erste sichtbare LED 1962 — Nick Holonyak baut die erste sichtbare (rote) LED

Bei General Electric stellt Nick Holonyak die erste Leuchtdiode her, deren Licht für das menschliche Auge sichtbar ist: ein rotes Bauteil auf Basis von Galliumarsenidphosphid (GaAsP). Damit beginnt die LED als nutzbares Leuchtmittel-Konzept. (Kurz zuvor, 1961, hatten Biard und Pittman die unsichtbare Infrarot-LED beschrieben.)

Datierung nach öffentlich dokumentierten Quellen (u. a. Fachpublikationen und Nobelpreis-Bekanntgabe). Bei der frühen Grundlagenforschung schwanken die Jahresangaben — wir nennen die in den Quellen übliche Einordnung.

Der Anfang: Elektrolumineszenz (ab 1907)

Den Grundstein legte der britische Forscher Henry Joseph Round. 1907 bemerkte er an einem Siliziumkarbid-Kristall, dass dieser unter elektrischer Spannung Licht abgibt — der erste dokumentierte Hinweis auf den Effekt der Elektrolumineszenz in einem Festkörper. Round notierte den Effekt eher beiläufig; eine Lampe oder ein praktisches Bauteil entstand daraus zunächst nicht.

In den 1920er-Jahren untersuchte der sowjetische Forscher Oleg Lossew die Lichtemission an Kristalldetektoren erstmals systematisch und veröffentlichte dazu. Seine Arbeiten blieben international lange weitgehend unbeachtet. Die genaue Datierung dieser frühen Forschung wird in den Quellen unterschiedlich gehandhabt — meist wird sie den 1920er-Jahren zugeordnet, einzelne Veröffentlichungen reichen in die folgenden Jahre. Für die heutige LED heißt das: Der physikalische Effekt war früh bekannt, nur ließ er sich noch nicht in ein brauchbares Leuchtmittel überführen.

1962: die erste sichtbare LED

Erst mit der Halbleiter- und Transistortechnik der Nachkriegsjahre wurde die Leuchtdiode greifbar. 1961 beschrieben James R. Biard und Gary Pittman eine LED, die infrarotes — also für das Auge unsichtbares — Licht abgab; ihre Patentanmeldung folgte kurz darauf. Den entscheidenden Schritt für die Beleuchtung machte jedoch Nick Holonyak: 1962 baute er bei General Electric die erste sichtbare Leuchtdiode, eine rote LED auf Basis von Galliumarsenidphosphid (GaAsP).

Dieser rote Punkt war der eigentliche Geburtsmoment der LED als Lichtquelle. Wenige Jahre später, ab 1968, begann der Chemiekonzern Monsanto mit der Massenproduktion roter LEDs — zunächst als kleine Anzeige- und Signalleuchten in Geräten. 1972 kam mit der ersten gelben LED eine weitere Farbe hinzu. Damit waren Rot, Grün und Gelb verfügbar — für weißes Licht fehlte aber noch eine Farbe.

Der Durchbruch: die blaue LED

Weißes Licht lässt sich aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau mischen — oder, wie bei den meisten LED-Lampen, indem eine blaue LED über eine Leuchtstoffschicht in warmes oder neutrales Weiß umgewandelt wird. Genau hier lag das Problem: Rote und grüne LEDs gab es seit Langem, eine helle, effiziente blaue LED aber nicht. Sie galt lange als technisch kaum lösbar.

Den Durchbruch schafften Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura. Sie entwickelten Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre auf Basis von Galliumnitrid (GaN/InGaN) die erste effiziente blaue Leuchtdiode. Erst damit wurde weißes LED-Licht praktisch machbar — die Voraussetzung für die LED-Lampe, wie wir sie heute im Haushalt einsetzen. Die technischen Hintergründe (Galliumnitrid, Saphir-Substrat) sind komplex; entscheidend für die Geschichte ist die Folge: Ohne die blaue LED gäbe es keine weiße LED-Beleuchtung.

2014: Nobelpreis für die blaue LED

2014 erhielten Akasaki, Amano und Nakamura den Physik-Nobelpreis — laut Begründung „für die Erfindung effizienter blauer Leuchtdioden, die helle und energiesparende weiße Lichtquellen ermöglicht haben". Die Auszeichnung würdigt, dass die blaue LED nicht bloß eine weitere Farbe war, sondern der Schlüssel zur energiesparenden weißen Beleuchtung — und damit zur Ablösung von Glüh- und Halogenlampe.

Von der Geschichte zur Gegenwart: Warum heute fast jede Lampe eine LED ist

Mit weißem, immer effizienterem und langlebigerem Licht hat sich die LED in kurzer Zeit durchgesetzt. Beschleunigt wurde das durch das EU-weite Aus für die klassische Glühlampe und für die meisten Halogenlampen: Wo früher ein Glühdraht heiß wurde, sitzt heute ein Halbleiter, der den Strom überwiegend in Licht statt in Wärme umsetzt. Die LED ist damit vom Anzeige-Pünktchen zum Standard-Leuchtmittel geworden.

Was das konkret für Ihren Lampenkauf bedeutet, vertiefen unsere weiterführenden Ratgeber:

Die Geschichte der LED im Überblick: Tabelle, Vorteile und Kosten & Stromverbrauch

Die Geschichte der LED reicht weiter zurück, als viele denken: Schon 1907 beobachtete Henry Joseph Round Elektrolumineszenz an Siliziumkarbid, doch erst Nick Holonyak Jr. baute 1962 bei General Electric die erste sichtbare rote LED. Heute sitzt die Technik in Wohnzimmer-Leuchten ebenso wie in Hallen, Hotels und Kfz-Scheinwerfern.

Die Geschichte der LED Tabelle

Die wichtigsten Meilensteine der LED-Entwicklung von 1907 bis 2023 auf einen Blick.
Jahr Meilenstein Bedeutung für die Lichttechnik
1907: Henry Joseph Round entdeckt die Elektrolumineszenz. Erstes beobachtetes Leuchten eines Kristalls (Siliziumkarbid) unter Strom.
1927: Oleg Losew dokumentiert den Effekt und meldet Patente an. Der Effekt wird erstmals systematisch beschrieben.
1962: Nick Holonyak Jr. präsentiert die erste sichtbare rote LED. Startschuss für LEDs als Signal- und Anzeigeleuchten.
1972: M. George Craford entwickelt die deutlich hellere gelbe LED. Mehr Helligkeit und eine weitere Farbe im Spektrum.
1993: Shuji Nakamura (Nichia) gelingt die hellblaue LED; 2014 folgt der Nobelpreis mit Isamu Akasaki und Hiroshi Amano. Blaues Licht ist die Basis für weißes LED-Licht.
Mitte der 1990er: Die weiße LED per Leuchtstoffkonversion öffnet den Weg zur Raumbeleuchtung. Die LED wird zur Allgemeinbeleuchtung.
2009–2023: Schrittweises EU-Aus für Glühlampen, Netzspannungs-Halogen und Leuchtstofflampen. Die LED wird zum Standard in Haushalt und Gewerbe.

Die Geschichte der LED Anleitung

So übersetzen Sie die Meilensteine in eine Kaufentscheidung: Blau plus Leuchtstoff erzeugt weißes Licht, deshalb entscheidet die Lichtfarbe über den Einsatz.

2.700 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß4.000 K · Kaltweiß6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

Wohnen · Schlafen · Essen2.700 K

Wählen Sie 2.700 K warmweiß für Wohn-, Schlaf- und Esszimmer.

Neutralweiß

Küche · Büro · Werkstatt4.000 K

4.000 K neutralweiß ist die klare Arbeitslichtfarbe für Küche, Büro und Werkstatt.

Kaltweiß

Gleiche Lichtfarbe wie neutralweiß4.000 K

Beziehungsweise kaltweiß: Im Handel bezeichnet der Begriff dieselben 4.000 K für Küche, Büro und Werkstatt.

Tageslichtweiß

Lager · Produktion6.500 K

Wählen Sie 6.500 K tageslichtweiß für Lager und Produktion.

Die Geschichte der LED Tipps

  • Lumen statt Watt: Achten Sie bei Ersatzkäufen auf Lumen statt Watt – die Helligkeit verrät der Lichtstrom, nicht die Leistungsaufnahme.
  • Farbwiedergabe: Wählen Sie einen Farbwiedergabeindex ab Ra 80, in Verkauf und Showroom ab Ra 90.
  • Lebensdauer prüfen: Setzen Sie auf geprüfte Lebensdauerangaben wie L70/B10.
  • Serien bündeln: Gleiche Serien sichern in Objekten konstante Chargen und damit ein einheitliches Lichtbild.

Die Geschichte der LED Vorteile

Der entscheidende Vorteil der Entwicklung: Moderne LEDs senken den Wartungsaufwand in Hotels, Hallen und Treppenhäusern spürbar.

Lebensdauer

ÜBER 50.000 STUNDEN

Moderne LEDs erreichen über 50.000 Stunden Lebensdauer – Leuchtmittelwechsel werden zur Ausnahme.

Sofort hell & stoßfest

KEINE ANLAUFZEIT

LEDs sind sofort hell und stoßfest – ideal für Treppenhäuser und Bereiche mit häufigem Schalten.

Quecksilberfrei

UMWELTFREUNDLICH

Anders als Leuchtstofflampen sind LEDs quecksilberfrei.

Dimmbar

FLEXIBLE LICHTSTIMMUNG

LEDs sind fast beliebig dimmbar – vom Hotelflur bis zur Halle.

Die Geschichte der LED Kosten & Stromverbrauch

Effizienz

Eine Glühlampe schafft etwa 12 lm/W, heutige LEDs über 100 lm/W.

Ersatz

Eine 60-W-Glühlampe (806 lm) ersetzt eine 9-W-LED und spart 51 W.

Ersparnis

Bei 1.000 Betriebsstunden sind das 51 kWh, bei 30 Cent rund 15 Euro je Lampe und Jahr – im Dauerbetrieb des Gewerbes entsprechend mehr.

Die Geschichte der LED im Gewerbe & Haushalt: Von der Erfindung der Glühlampe bis zur blauen LED

Wer heute im modernen Bürogebäude, in der Industriehalle, im Einzelhandel oder zuhause im Wohnzimmer, Schlafzimmer und in der Küche das Licht einschaltet, nutzt das Ergebnis von über hundert Jahren Physik- und Ingenieursgeschichte. Unser Die Geschichte der LED Praxis-Check zeigt, wie die Halbleitertechnik die Beleuchtungsbranche revolutioniert hat und warum dieses Grundlagenwissen auch bei der heutigen Lichtplanung für Die Geschichte der LED im Gewerbe & Haushalt spannend ist.

19. Jahrhundert

Vor der LED: Glühlampe & Taschenlampe

Lange vor der LED prägten Pioniere wie Thomas Alva Edison und Heinrich Göbel als Glühlampen Erfinder die Erfindung Glühlampe im 19. Jahrhundert – dicht gefolgt von der mobilen Erfindung der Taschenlampe (auch gesucht als Taschenlampe Erfindung oder Erfindung Taschenlampe) durch Conrad Hubert und David Misell Ende der 1890er-Jahre.

→ Die historische Kohlefadenlampe ist der Ausgangspunkt der technischen Evolution.

20. Jahrhundert

Die LED: Halbleiter statt Glühfaden

Erst danach gelang die erste LED Erfindung bzw. Erfindung LED (international als LED invention bekannt) – Licht entsteht seitdem im Halbleiter statt durch einen glühenden Draht.

→ Die Halbleitertechnik hat die Beleuchtungsbranche revolutioniert.

  • Vom ersten Leuchten 1907 bis zum LED Erfindungsjahr 1962: Geht man Die Geschichte der LED Schritt für Schritt durch, entdeckte Henry Joseph Round bereits 1907 die Elektrolumineszenz an Siliziumkarbid und Oleg Losev erforschte sie in den 1920er-Jahren; als eigentliches LED Erfindungsjahr für die erste industriell nutzbare, rot leuchtende Diode gilt jedoch 1962 (Nick Holonyak).
  • Nobelpreis-Meilenstein für weißes Licht: Der entscheidende Durchbruch für unsere heutige Raum- und Hallenbeleuchtung war die blaue LED Erfindung in den frühen 1990er-Jahren durch Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura: Erst der blaue Chip mit gelber Phosphorschicht machte effizientes weißes LED-Licht in 2.700 K (warmweiß), 4.000 K (neutralweiß und kaltweiß – dieselbe klare Lichtfarbe) und 6.500 K (tageslichtweiß) möglich.
  • Historisches Wissen für moderne Kaufentscheidungen: Wer bei Die Geschichte der LED typische Fehler vermeiden möchte, verwechselt die kühlen, blaustichigen LEDs der ersten Generation aus den 2000er-Jahren nicht mit heutigen High-CRI- und Filament-Leuchtmitteln.
Von der Kohlefadenlampe zur Ultra-Efficient-LED: die Lichtquellen-Generationen im Vergleich.
Epoche Lichtquelle Bedeutung für heute
19. Jahrhundert Kohlefadenlampe (Edison, Göbel) Ausgangspunkt der elektrischen Beleuchtung
Ende 1890er Taschenlampe (Conrad Hubert, David Misell) Licht wird mobil
1962 Rote Diode (Nick Holonyak) Erste industriell nutzbare LED
Frühe 1990er Blaue LED (Akasaki, Amano, Nakamura) Basis für weißes LED-Licht
2000er LEDs der ersten Generation Kühl und blaustichig – heute überholt
Heute High-CRI-, Filament- und Ultra-Efficient-LEDs Energieeffizienzklasse A und hohe Farbwiedergabe

Gut zu wissen: So schlägt die technische Evolution den Bogen von der historischen Kohlefadenlampe bis zur heutigen Ultra-Efficient-LED der Energieeffizienzklasse A.

Häufige Fragen zur Geschichte der LED

Was bedeutet LED?

LED steht für „Light Emitting Diode“, auf Deutsch Leuchtdiode. Es ist ein Halbleiterbauteil, das Strom direkt in Licht umwandelt — ohne glühenden Draht und ohne Gasentladung. Wie eine LED genau funktioniert, erklärt unser Ratgeber zum Aufbau der LED-Lampe.

Wer hat die LED erfunden?

Es gibt nicht den einen Erfinder. Den Lichteffekt im Halbleiter beobachtete 1907 H. J. Round; systematisch untersucht hat ihn in den 1920er-Jahren Oleg Lossew. Die erste sichtbare (rote) LED baute 1962 Nick Holonyak. Die für weißes Licht entscheidende blaue LED entwickelten in den 1990er-Jahren Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura.

Wann wurde die LED erfunden?

Das hängt davon ab, was man als „die LED“ zählt: Der zugrunde liegende Effekt wurde 1907 entdeckt, die erste sichtbare LED entstand 1962, und die effiziente blaue LED — die Voraussetzung für weißes Licht — kam erst in den 1990er-Jahren. Als Geburtsjahr der nutzbaren Leuchtdiode gilt meist 1962.

Wofür gab es 2014 den Physik-Nobelpreis für die LED?

Der Physik-Nobelpreis 2014 ging an Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura für die Erfindung effizienter blauer Leuchtdioden, die helle und energiesparende weiße Lichtquellen ermöglicht haben. Ohne die blaue LED gäbe es keine weiße LED-Beleuchtung.

Warum war die blaue LED so wichtig?

Rote und grüne LEDs gab es schon lange, aber erst Blau erlaubt weißes Licht — entweder durch Mischung der Grundfarben oder, häufiger, durch eine blaue LED mit Leuchtstoffschicht. Ohne eine effiziente blaue LED hätte es keine weiße LED-Lampe für den Haushalt gegeben. Deshalb war ihre Entwicklung der eigentliche Durchbruch.

Wie funktioniert eine LED?

Kurz gesagt: In einem Halbleiterbauteil wird beim Stromfluss Energie frei, die als Licht abgegeben wird — ohne glühenden Draht. Die ausführliche Erklärung mit Anode, Kathode und Halbleiterkristall finden Sie in unserem Ratgeber zum Aufbau und der Funktionsweise der LED-Lampe.

Wann kam die weiße LED für die Raumbeleuchtung?

Die weiße LED entstand Mitte der 1990er-Jahre, als Nichia eine blaue LED mit gelb leuchtendem Leuchtstoff kombinierte. Zunächst war sie teuer und lichtschwach. Ab etwa 2008 reichte die Effizienz für Retrofit-Lampen, ab 2012 verdrängte sie nach dem EU-Aus für Glühlampen den Massenmarkt. Parallel stieg die Lichtausbeute von wenigen auf über 100 Lumen pro Watt. Heute ist LED Standard für Haushalt, Gewerbe, Industrie und Straßenbeleuchtung.

Warum ist die blaue LED so wichtig?

Ohne blaue LED gäbe es kein weißes LED-Licht. Rote und grüne Dioden gab es seit den 1960er- und 1970er-Jahren, doch erst blaues Licht lässt sich mit Leuchtstoff in warmweiß, neutralweiß oder tageslichtweiß umwandeln oder mit RGB mischen. Dadurch wurden Raumbeleuchtung, Displays und Smart-Home-Lampen möglich, und die Technik wurde effizienter als Glüh-, Halogen- und Leuchtstofflampen. Genau dafür gab es 2014 den Nobelpreis.

Wie viel Strom spart LED gegenüber der alten Glühlampe?

Eine 60-Watt-Glühlampe mit rund 806 Lumen ersetzt eine LED mit etwa 9 Watt, das spart 51 Watt oder 85 Prozent. Bei 1.000 Betriebsstunden pro Jahr sind das 51 kWh, bei 30 Cent je kWh etwa 15 Euro pro Lampe. Im Gewerbe mit Dauerbetrieb von über 4.000 Stunden vervielfacht sich die Ersparnis, die Lebensdauer von 15.000 bis 50.000 Stunden senkt zusätzlich die Wartungskosten.

Wann war das LED Erfindungsjahr und wer steht hinter der Erfindung LED?

Betrachtet man Die Geschichte der LED Schritt für Schritt, entdeckte H. J. Round schon 1907 das Leuchten von Kristallen unter Strom. Als offizielles LED Erfindungsjahr für das erste praxistaugliche Leuchtbauteil im sichtbaren Spektrum gilt jedoch 1962: Der US-Wissenschaftler Nick Holonyak präsentierte damals die erste rote Diode – der Startschuss für die moderne LED Erfindung bzw. Erfindung LED (englisch LED invention).

Warum war die blaue LED Erfindung so wichtig für unser heutiges weißes Licht?

Jahrzehntelang gab es LEDs nur in Rot, Grün und Gelb als kleine Statusanzeigen in Geräten. Erst die bahnbrechende blaue LED Erfindung durch Akasaki, Amano und Nakamura Anfang der 1990er-Jahre (geehrt mit dem Physik-Nobelpreis 2014) erlaubte es, blaues Halbleiterlicht mittels einer Leuchtstoffschicht in angenehmes weißes Raumlicht umzuwandeln – die Grundlage für Die Geschichte der LED im Gewerbe & Haushalt.

Wie hängt die Erfindung Glühlampe und die Erfindung der Taschenlampe mit der LED zusammen?

Die historische Erfindung Glühlampe durch berühmte Glühlampen Erfinder wie Edison schuf Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur das Stromnetz, sondern auch die bis heute genutzten E27- und E14-Schraubfassungen. Kurz darauf folgte 1899 die Erfindung der Taschenlampe (oft als Taschenlampe Erfindung oder Erfindung Taschenlampe gesucht), die heute dank Hochleistungs-LEDs statt schwacher Glühbirnchen stundenlang taghell leuchtet.

Was zeigt der Die Geschichte der LED Praxis-Check für den heutigen Lampenkauf?

Unser Die Geschichte der LED Praxis-Check hilft Ihnen, bei Die Geschichte der LED typische Fehler vermeiden zu können: Viele Menschen haben noch das kalt-bläuliche, ungemütliche Licht früherer LEDs aus den 2000er-Jahren im Kopf. Heutige LED-Generationen bieten dagegen 2.700 K (warmweiß) auf Glühlampen-Niveau fürs Wohnzimmer sowie brillante 4.000 K (neutralweiß und kaltweiß) für Küche, Bad und Büro bei bis zu 210 Lumen pro Watt.