Entladungslampe & DrosselThema: Wechsel-GuidesWechsel-Serie

Wie wechsle ich eine Osram HQL / Philips HPL Quecksilberdampflampe mit einem LED-Ersatz?

Ja, eine HQL- oder HPL-Quecksilberdampflampe lässt sich auf LED umstellen — aber nicht im Blindflug. Der entscheidende Punkt ist die vorhandene Drossel: Sie bestimmt, ob eine LED daran läuft (nur mit Hersteller-Freigabe) oder ob umverdrahtet werden muss.

Geprüft von der Leuchtmittelmarkt Fachredaktion Aktualisiert am 25. Juli 2026 Lesezeit ca. 11 Minuten

Kurz beantwortet

Ja, Sie können eine HQL (Osram) oder die baugleiche HPL (Philips) — eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe mit Schraubsockel E27 oder E40 — durch eine LED ersetzen. Entscheidend ist die vorhandene Drossel (das magnetische Vorschaltgerät), denn diese Lampen laufen nie direkt am Netz. Es gibt zwei Wege, und beide hängen von den Herstellerangaben ab. Erstens: eine drosselkompatible Retrofit-LED, die an der vorhandenen Drossel läuft — aber nur, wenn die LED dafür ausdrücklich freigegeben ist. Zweitens: die Drossel wird überbrückt und die LED läuft umverdrahtet direkt an 230 V — diese Neuverdrahtung gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Eine pauschale Kompatibilität gibt es nicht. Der Wechsel lohnt sich: Eine LED spart gegenüber der Quecksilberdampflampe deutlich Strom und hält länger.

Die HQL von Osram und die baugleiche HPL von Philips sind Quecksilberdampf-Hochdrucklampen — eine Gasentladungslampe (HID) mit ellipsoidem Kolben, die jahrzehntelang in Industrie- und Hallenbeleuchtung, an Straßen, auf Höfen und in Außenanlagen gearbeitet hat. Viele dieser Lampen hängen noch in Bestandsanlagen, oft in großer Höhe. Beim Umstieg auf LED kursieren halbgare Tipps. Tatsächlich ist die Umrüstung gut machbar, aber sie steht und fällt mit der Drossel — dem Vorschaltgerät, das schon in der Anlage steckt. Dieser Ratgeber klärt der Reihe nach: was HQL/HPL technisch sind, warum sie seit Jahren nicht mehr neu in den Handel kommen, welche Rolle die Drossel spielt, welche zwei Umrüst-Wege es gibt — und warum keiner davon ohne Blick ins Datenblatt funktioniert. Eine Abgrenzung vorweg: Die gelb leuchtende Natriumdampflampe (NAV/SON) ist eine andere Lampe und braucht ein Zündgerät — sie behandeln wir in einem eigenen Ratgeber.

HQL und HPL verstehen: Quecksilberdampf, E27/E40, an der Drossel

HQL (Osram) und HPL (Philips) bezeichnen dieselbe Lampenart: eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe. In einem Quarzbrenner zündet eine Gasentladung, der Außenkolben verteilt das Licht. Den Strom begrenzt eine Drossel — ein magnetisches Vorschaltgerät, das fest in der Leuchte oder Anlage sitzt. Eine Besonderheit gegenüber anderen Entladungslampen: Die Quecksilberdampflampe zündet an der Drossel selbst und braucht kein separates Zündgerät. Genau das unterscheidet sie von der Natriumdampflampe (NAV/SON), bei der ein Zündgerät im Stromkreis sitzt.

Der Sockel ist in aller Regel ein Schraubsockel E27 oder E40 — kleinere Wattstufen häufig E27, größere E40. Übliche Leistungsstufen sind etwa 50, 80, 125, 250, 400, 700 und 1000 Watt; im Bestand sehr verbreitet sind 125 W und 250 W. Wie hell die jeweilige Lampe ist (Lumen), entnehmen Sie der Packung oder dem Datenblatt — pauschale Lumenwerte nennen wir hier bewusst nicht, weil sie von der konkreten Lampe abhängen. Welche Sockel es sonst noch gibt und wie Sie E27 von E40 unterscheiden, zeigt die Lampensockel-Übersicht.

HQL = HPL

Quecksilberdampf · HID

Gleiche Lampenart, andere Marke: HQL (Osram), HPL (Philips). Hochdruck-Entladungslampe.

E27 / E40

Schraubsockel

Übliche Sockel der HQL/HPL. Kleinere Watt oft E27, größere E40.

Drossel / KVG

ohne Zündgerät

Magnetisches Vorschaltgerät. Die Quecksilberdampflampe zündet selbst — kein separates Zündgerät.

NAV / SON

anderer Fall

Natriumdampf, gelbes Licht, mit Zündgerät. Eigener Ratgeber — nicht verwechseln.

Warum HQL/HPL nicht mehr neu verkauft werden

Quecksilberdampf-Hochdrucklampen gelten als ineffizient und enthalten Quecksilber. Aus diesem Grund dürfen sie in der EU seit 2015 nicht mehr in Verkehr gebracht werden — das ergibt sich aus den Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie und der dazu erlassenen EU-Verordnung (EG) Nr. 245/2009. Das Verbot betrifft das Inverkehrbringen, nicht den Weiterbetrieb: Eine vorhandene Lampe darf weiterlaufen, neue dürfen aber nicht mehr verkauft werden. Praktisch heißt das: Geht eine HQL/HPL aus, ist Nachschub kaum noch verfügbar — der Umstieg auf LED ist deshalb meist die sinnvollste Lösung, nicht nur aus Effizienzgründen.

Der Effizienzvorteil ist deutlich: Eine LED erreicht die gewünschte Helligkeit mit einem Bruchteil der Leistung und spart im Betrieb spürbar Strom; dazu hält sie in der Regel länger als eine Quecksilberdampflampe. Konkrete Spar- und Lebensdauerwerte hängen vom jeweiligen Produkt ab und stehen im Datenblatt — wir nennen hier bewusst keine pauschale Prozentzahl.

Der erste Schritt: Was sitzt in der Anlage?

Bevor Sie eine LED kaufen, klären Sie die wichtigste Frage: Wie ist Ihre Leuchte verschaltet? Bei der Quecksilberdampflampe ist es typischerweise eine Drossel (KVG) ohne Zündgerät. Das ist wichtig, denn es entscheidet über den möglichen LED-Weg — und es grenzt den Fall sauber von der Natriumdampflampe ab, bei der zusätzlich ein Zündgerät verbaut ist.

So gehen Sie vor: Schauen Sie auf das Vorschaltgerät in der Leuchte beziehungsweise im Mast- oder Hallengehäuse. Eine Drossel ist ein schwerer, gewickelter Block (magnetisches KVG). Ist zusätzlich ein separates Zündgerät verbaut, handelt es sich nicht um eine reine Quecksilberdampf-Schaltung, sondern eher um eine Natriumdampf- oder Halogenmetalldampf-Anlage — dann ist der Natriumdampf-Ratgeber der richtige. Bei HQL/HPL sitzt die Drossel oft schwer zugänglich in großer Höhe; im Zweifel klärt das eine Elektrofachkraft.

Zwei Wege zur LED — beide hängen vom Hersteller ab

Für den LED-Ersatz einer HQL/HPL gibt es zwei grundsätzliche Wege. Welcher passt, hängt von der vorhandenen Drossel und von den Freigaben des LED-Herstellers ab. Eine LED, die „überall passt“, gibt es nicht.

Drossel bleibt

Weg 1: drosselkompatible Retrofit-LED

Es gibt E27-/E40-LED, die an der vorhandenen Drossel (KVG) laufen und 1:1 gegen die alte Lampe getauscht werden.

→ Nur, wenn die LED für den Betrieb am vorhandenen Vorschaltgerät herstellerseitig freigegeben ist (Datenblatt/Kompatibilitätsliste). Nicht universell — ohne Freigabe nicht darauf verlassen.

Drossel raus

Weg 2: Drossel überbrücken (230 V direkt)

Die Drossel wird überbrückt oder ausgebaut, die LED läuft danach direkt an 230 V. Viele LED-Ersatzlampen für HQL setzen diesen Weg voraus.

→ Eingriff in die feste Installation — gehört in die Hand einer Elektrofachkraft, Stromkreis spannungsfrei. Passende Lampe laut Datenblatt wählen.

Kurz gesagt: Bleibt die Drossel, brauchen Sie eine ausdrücklich dafür freigegebene Retrofit-LED. Wird die Drossel überbrückt, läuft die LED direkt am Netz — dann ist Elektro-Fachwissen Pflicht. In beiden Fällen ist das Datenblatt der jeweiligen LED maßgeblich.

Das HID-System auf einen Blick

Netz, Drossel und Lampe hängen zusammen. Klicken Sie sich durch das HID-System, dann sehen Sie für jeden Punkt das Wichtigste — und worauf es beim LED-Umstieg ankommt.

Was steckt im HQL/HPL-System?

Klicken Sie auf Drossel / KVG, LED-Wege oder Sockel — die drei Punkte, die beim Umstieg von Quecksilberdampf auf LED zählen.

230 V Drossel · KVG ohne Zündgerät Zwei LED-Wege Lampe Sockel E27 / E40
Drossel / KVG — das vorhandene Vorschaltgerät

Eine HQL/HPL-Lampe läuft nicht direkt am Netz, sondern über eine Drossel — ein magnetisches Vorschaltgerät (KVG). Anders als bei der Natriumdampflampe (NAV/SON) ist kein separates Zündgerät nötig: Die Quecksilberdampflampe zündet an der Drossel selbst. Genau dieses vorhandene Gerät entscheidet beim LED-Umstieg über den Weg.

Orientierung nach diesem Ratgeber. Konkrete Kompatibilität und Verdrahtung vor dem Kauf gegen die Herstellerangaben/Kompatibilitätsliste prüfen; bei Eingriffen in die Installation eine Elektrofachkraft hinzuziehen.

Warum es keine pauschale Kompatibilität gibt

Eine LED braucht eine andere, konstante Versorgung als eine Gasentladungslampe — eine Drossel, die für die Quecksilberdampflampe gebaut wurde, ist für eine LED nicht automatisch geeignet. Deshalb funktioniert der direkte Tausch an der vorhandenen Drossel nur dann, wenn der LED-Hersteller die Lampe ausdrücklich dafür freigegeben hat. Diese Freigaben stehen im Datenblatt oder in der Kompatibilitätsliste der LED — oft bezogen auf konkrete Vorschaltgerät-Typen.

Verlassen Sie sich daher nicht auf allgemeine Aussagen wie „passt für HQL“. Maßgeblich ist immer, ob Ihre konkrete LED für Ihre konkrete Schaltung freigegeben ist. Fehlt diese Freigabe, bleibt der zweite Weg: das Überbrücken der Drossel und der Direktbetrieb an 230 V durch eine Elektrofachkraft. Die Logik dahinter — magnetisches Vorschaltgerät, Umverdrahtung, Freigabe — ist dieselbe wie bei der Umstellung von Leuchtstoffröhren; sie vertieft der Ratgeber Leuchtstoffröhre durch LED-Röhre ersetzen.

Schritt für Schritt: so gehen Sie den Wechsel an

Der eigentliche Lampentausch ist schnell erledigt — der Aufwand steckt in der Vorbereitung und, beim zweiten Weg, in der Verdrahtung. Bedenken Sie zusätzlich die oft große Montagehöhe.

  1. Schaltung klären. Prüfen Sie, ob eine reine Drossel (KVG, ohne Zündgerät) vorliegt — das ist der Quecksilberdampf-Fall. Ist ein Zündgerät verbaut, ist es ein anderer Lampentyp (Natriumdampf).
  2. Passende LED auswählen. Entweder eine für den Betrieb an der vorhandenen Drossel freigegebene Retrofit-LED (Datenblatt) oder eine LED für den 230-V-Direktbetrieb nach Überbrücken der Drossel. Sockel (E27/E40), Bauform und Helligkeit (Lumen) beachten.
  3. Strom abschalten. Sicherung beziehungsweise Hauptschalter aus, nicht nur den Lichtschalter — Spannungsfreiheit prüfen. Bei hoher Montagehöhe für sicheren Zugang sorgen.
  4. Alte Lampe entnehmen. Die Quecksilberdampflampe vorsichtig aus der Fassung schrauben und am Sockel anfassen, nicht am Glaskolben. Nicht zerbrechen lassen — sie enthält Quecksilber.
  5. LED einsetzen oder umverdrahten. Retrofit-LED gerade einschrauben. Beim Direktbetrieb wird die Drossel überbrückt — diese Verdrahtung übernimmt die Elektrofachkraft nach Anleitung der LED.
  6. Einschalten und prüfen. Strom wieder an und Funktion kontrollieren. Leuchtet die LED ruhig und gleichmäßig, ist alles in Ordnung.

Sicherheitshinweis: Schalten Sie vor dem Wechsel den Strom ab (Sicherung/Hauptschalter) und prüfen Sie die Spannungsfreiheit. Das Überbrücken oder Ausbauen einer Drossel ist Arbeit an der festen Elektroinstallation und gehört — ebenso wie Arbeiten in großer Montagehöhe — in die Hand einer Elektrofachkraft; beachten Sie die Einbauanleitung der jeweiligen LED. Die alte Quecksilberdampflampe enthält Quecksilber: nicht zerbrechen, nicht in den Hausmüll, sondern fachgerecht über die getrennte Sammlung entsorgen (Schadstoff-/Sammelstelle oder Rücknahme im Handel).

Dimmen, Anlaufzeit und Sonderfälle

Quecksilberdampflampen brauchten nach dem Einschalten einige Minuten, bis sie hell wurden — eine LED leuchtet sofort mit voller Helligkeit, das ist im Betrieb ein spürbarer Vorteil. Soll die LED dimmbar sein, muss sie ausdrücklich als dimmbar gekennzeichnet sein und mit der Ansteuerung zusammenpassen; in HQL/HPL-Anlagen war Dimmen ohnehin unüblich. Beim Einsatz im Außenbereich oder in feuchter Umgebung achten Sie auf eine dafür geeignete Leuchte und Schutzart. Ob und wie eine konkrete LED gedimmt oder im Außenbereich betrieben werden darf, steht im Datenblatt des Produkts.

Abgrenzung: Natriumdampflampe (NAV/SON) ist ein anderer Fall

Wer eine Straßen- oder Industrieanlage umrüstet, trifft oft auch auf Natriumdampflampen (NAV/SON) — erkennbar am charakteristisch gelb-orangen Licht. Das ist nicht dasselbe wie HQL/HPL: Die Natriumdampflampe braucht zusätzlich zur Drossel ein Zündgerät, und der LED-Umstieg läuft technisch anders. Verwechseln Sie die beiden nicht — sonst passt der gewählte LED-Ersatz nicht. Den Natriumdampf-Fall behandeln wir in einem eigenen Ratgeber zur NAV/SON-Natriumdampflampe.

Entsorgung: Quecksilberdampflampe ist Sondermüll

Beim Wechsel fällt die alte Lampe an — und die darf nicht in den Hausmüll. Quecksilberdampf-Hochdrucklampen enthalten Quecksilber und gehören zur getrennten Sammlung: zur Schadstoff-/Sammelstelle oder in die Rücknahme im Handel. Behandeln Sie die Lampe vorsichtig und lassen Sie sie nicht zerbrechen. Die spätere LED ist Elektroschrott und wird ebenfalls getrennt gesammelt, enthält aber kein Quecksilber. Welche Lampe wohin gehört, fasst der Ratgeber Leuchtmittel richtig entsorgen zusammen.

Häufige Fragen zum Wechsel von HQL/HPL auf LED

Kann man eine HQL- oder HPL-Quecksilberdampflampe durch LED ersetzen?

Ja. Eine HQL (Osram) oder HPL (Philips) mit Schraubsockel E27 oder E40 lässt sich auf LED umstellen. Entscheidend ist die vorhandene Drossel: Entweder läuft eine ausdrücklich dafür freigegebene Retrofit-LED an der Drossel, oder die Drossel wird überbrückt und die LED läuft umverdrahtet direkt an 230 V — diese Neuverdrahtung gehört in die Hand einer Elektrofachkraft. Eine pauschale Kompatibilität gibt es nicht; maßgeblich ist das Datenblatt der LED.

Welche LED ersetzt eine HQL 125W oder HQL 250W?

Maßgeblich ist nicht die Wattzahl allein, sondern die tatsächliche Helligkeit (Lumen) Ihrer alten Lampe — sie steht auf der Packung oder im Datenblatt. Wählen Sie die LED mit passendem Lumenwert, passendem Sockel (E27 oder E40) und passend zu Ihrem Umrüst-Weg (drosselkompatibel oder Direktbetrieb nach Überbrücken). Eine LED erreicht die gewünschte Helligkeit mit deutlich weniger Leistung; konkrete Ersatzleistungen nennt das Datenblatt der jeweiligen LED.

Brauche ich für die LED ein Zündgerät oder eine neue Drossel?

Die Quecksilberdampflampe selbst braucht kein Zündgerät — sie zündet an der Drossel. Für die LED hängt es vom Weg ab: Läuft die LED an der vorhandenen Drossel, ist sie dafür freigegeben und Sie ändern nichts an der Verschaltung. Wird die Drossel überbrückt, läuft die LED direkt an 230 V und es bleibt kein Vorschaltgerät im Stromkreis. Ein Zündgerät wie bei der Natriumdampflampe (NAV/SON) ist bei HQL/HPL nicht verbaut.

Warum gibt es keine neuen HQL-Lampen mehr?

Quecksilberdampf-Hochdrucklampen dürfen in der EU seit 2015 nicht mehr in Verkehr gebracht werden — Grund sind die Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie und der EU-Verordnung (EG) Nr. 245/2009; ausschlaggebend sind die geringe Effizienz und das enthaltene Quecksilber. Das Verbot betrifft den Verkauf, nicht den Weiterbetrieb: Vorhandene Lampen dürfen weiterlaufen, neue gibt es kaum noch. Deshalb ist der Umstieg auf LED meist die sinnvollste Lösung.

Was ist der Unterschied zwischen HQL/HPL und einer Natriumdampflampe (NAV/SON)?

HQL/HPL sind Quecksilberdampf-Hochdrucklampen und laufen an einer Drossel ohne separates Zündgerät. Natriumdampflampen (NAV/SON) leuchten charakteristisch gelb-orange und brauchen zusätzlich ein Zündgerät im Stromkreis; ihr LED-Umstieg läuft technisch anders. Die beiden Lampentypen sollten nicht verwechselt werden, damit der gewählte LED-Ersatz passt. Den Natriumdampf-Fall behandeln wir in einem eigenen Ratgeber.

Wie entsorge ich eine alte Quecksilberdampflampe?

Nicht über den Hausmüll. Quecksilberdampf-Hochdrucklampen enthalten Quecksilber und gehören zur getrennten Sammlung — zur Schadstoff- beziehungsweise Sammelstelle oder in die Rücknahme im Handel. Behandeln Sie die Lampe vorsichtig und lassen Sie sie nicht zerbrechen. Die spätere LED ist Elektroschrott und wird ebenfalls getrennt gesammelt, enthält aber kein Quecksilber.

Lohnt sich der Wechsel von HQL/HPL auf LED?

In der Regel ja. Eine LED erreicht die gewünschte Helligkeit mit deutlich weniger Leistung, spart im Betrieb spürbar Strom, leuchtet sofort mit voller Helligkeit (ohne Anlaufzeit) und hält meist länger. Hinzu kommt: Neue Quecksilberdampflampen sind seit 2015 nicht mehr im Handel, der Nachschub fehlt also. Konkrete Spar- und Lebensdauerwerte hängen vom jeweiligen LED-Produkt ab und stehen im Datenblatt.