Linienlampe & SockelThema: Wechsel-GuidesWechsel-Serie

Wie wechsle ich eine Osram Linestra S14d / S14s mit einem LED-Ersatz?

Ja, die Linestra-Linienlampe lässt sich auf LED umstellen — sie läuft mit 230 Volt direkt am Netz und braucht weder Vorschaltgerät noch Trafo. Entscheidend ist vor dem Kauf der Sockel: S14s sitzt an beiden Enden, S14d in der Mitte. Dazu muss die Länge passen.

Geprüft von der Leuchtmittelmarkt Fachredaktion Aktualisiert am 25. Juli 2026 Lesezeit ca. 10 Minuten

Kurz beantwortet

Ja, Sie können eine Osram Linestra (oder eine Philips Philinea) durch eine LED-Linienlampe ersetzen. Die Linestra ist eine 230-Volt-Lampe, die direkt am Netz läuft — also ohne Trafo und ohne Vorschaltgerät. Worauf es ankommt: Erstens der Sockel. Es gibt zwei Bauformen — S14s mit je einem Kontakt an beiden Enden und S14d mit einem Kontakt in der Mitte. Sie müssen denselben Sockel wie die alte Lampe wählen. Zweitens die Länge: Linienlampen gibt es in 300, 500 und 1000 mm — die LED muss dieselbe Länge haben. Drittens die Helligkeit: nach Lumen wählen, nicht nach Watt; den Wert der alten Lampe auf Packung oder Datenblatt ablesen.

Die Linestra ist eine der klassischen Linienlampen: ein gerader, mattierter Glasstab, der ein weiches, gleichmäßiges Licht abgibt. Man findet sie häufig an Bad- und Spiegelschränken, über der Küchenarbeitsplatte, in Vitrinen und als Unterbauleuchte. Osram hat die Reihe als Linestra bekannt gemacht, Philips führt sie als Philinea; daneben gibt es vergleichbare Lampen von Sylvania oder Radium (Ralina). Beim Umstieg auf LED liest man viele Tipps, die für Leuchtstoffröhren oder Niedervolt-Lampen gelten und hier nur verwirren. Tatsächlich ist der Wechsel unkompliziert — er hängt an zwei Punkten, die man vorher klären sollte: Sockel und Länge. Dieser Ratgeber geht die Punkte der Reihe nach durch, mit belegten Angaben und einem ehrlichen Hinweis auf das Datenblatt, wo es welche braucht.

Was die Linestra ist: 230-Volt-Linienlampe, kein Trafo, kein Vorschaltgerät

Die Linestra ist eine Linienlampe in Glüh- beziehungsweise Halogentechnik: ein röhrenförmiger Glaskörper, der direkt mit 230 Volt am Netz betrieben wird. Anders als eine Leuchtstoffröhre braucht sie kein Vorschaltgerät und keinen Starter, und anders als eine Niedervolt-Halogenlampe (etwa G4 oder GU5.3) braucht sie keinen Trafo. Das macht den LED-Wechsel einfach: Es gibt kein Betriebsgerät, das man umrüsten oder überbrücken müsste — die alte Lampe wird herausgenommen und die LED-Linienlampe genauso wieder eingesetzt.

Weil die Linestra eine eigene Bauform mit fester Länge und festem Sockel ist, stehen diese beiden Punkte bei der Auswahl ganz vorn — noch vor Helligkeit und Lichtfarbe. Welche Sockel es sonst noch gibt und wie Sie Bauformen auseinanderhalten, zeigt die Lampensockel-Übersicht.

Der wichtigste Punkt: S14s oder S14d?

Linienlampen gibt es in zwei Sockel-Bauformen, und die werden oft verwechselt. Der Unterschied liegt darin, wo die Kontakte sitzen:

S14s

zwei Enden

Je ein Kontakt an beiden Enden der Lampe. Sie wird zwischen zwei Fassungen gehalten — die klassische Lichtleiste mit Halter an beiden Seiten.

S14d

Mitte

Ein Kontakt in der Mitte der Lampe („mittig gesockelt“). Sie sitzt in einer einzelnen Fassung in der Mitte.

230 V

direkt am Netz

Beide Bauformen laufen direkt mit Netzspannung — kein Trafo, kein Vorschaltgerät.

Ø ~30 mm

Durchmesser

Der Röhrendurchmesser liegt bei rund 30 mm — bei der LED-Version meist gleich.

Für den LED-Ersatz heißt das: Schauen Sie zuerst nach, welchen Sockel Ihre Leuchte hat. Sitzt die Lampe in zwei Fassungen an den Enden, brauchen Sie S14s. Steckt sie in einer Fassung in der Mitte, brauchen Sie S14d. Beide Bezeichnungen stehen meist auf der alten Lampe oder in der Bedienungsanleitung der Leuchte. Eine S14s passt nicht in eine S14d-Fassung und umgekehrt. Sockelbezeichnungen und ähnliche Bauformen erklärt die Lampensockel-Übersicht im Detail.

Nicht verwechseln: Die Linestra ist nicht dasselbe wie ein R7s-Halogenstab (Osram Haloline, Philips Plusline). Der R7s-Stab hat gefederte Kontakte an beiden Enden und steckt in Decken- und Baustrahlern; die Linestra hat feste Stecksockel (S14s an den Enden oder S14d in der Mitte) und sitzt in Lichtleisten und Spiegelleuchten. Den Wechsel des R7s-Stabs behandelt ein eigener Ratgeber: Osram Haloline / Philips Plusline R7s durch LED ersetzen.

Die Länge: 300, 500 oder 1000 mm

Linienlampen werden in drei Standardlängen hergestellt: 300 mm, 500 mm und 1000 mm (rund 30, 50 und 100 cm). Die 500 mm sind am verbreitetsten und stecken in vielen Bad- und Spiegelleuchten. Die LED-Linienlampe muss dieselbe Länge haben wie die alte Lampe beziehungsweise wie die Fassung — sonst passt sie nicht oder bekommt keinen Halt.

So finden Sie die richtige Länge heraus: Messen Sie die alte Lampe nach, oder lesen Sie die Länge auf der Lampe beziehungsweise auf der Verpackung ab. Häufig steht die Länge zusammen mit der Wattzahl auf der alten Linestra — etwa „60 W / 500 mm“. Den Sockel (S14s oder S14d) und die Länge zusammen brauchen Sie, um die passende LED zu finden.

Helligkeit und Lichtfarbe: nach Lumen wählen, nicht nach Watt

Bei der alten Linestra galt die Wattzahl als Maß für die Helligkeit — typische Stufen waren 35, 60 und 120 Watt. Bei LED ist das vorbei: Eine LED-Linienlampe erreicht eine vergleichbare Helligkeit mit einem Bruchteil der Leistung. Wählen Sie deshalb nach Lumen (der abgegebenen Lichtmenge), nicht nach Watt. Den Lumenwert Ihrer alten Lampe finden Sie auf der Verpackung oder im Datenblatt; wählen Sie die LED mit einem vergleichbaren Wert. Wie sich Watt grob in Lumen übersetzt, zeigt der Ratgeber Watt in Lumen umrechnen.

Für das gewohnte warme Licht der Linestra wählen Sie eine warmweiße LED (rund 2700 Kelvin). Wer es im Bad oder in der Küche neutraler mag, greift zu höheren Kelvin-Werten — was die Lichtfarbe im Raum ausmacht, erklärt der Ratgeber Welche Lichtfarbe passt?.

Was spart der Umstieg? Stromkosten-Rechner

Der eigentliche Grund für den Wechsel ist meist der Stromverbrauch. Stellen Sie die Leistung Ihrer alten Linestra und die tägliche Brenndauer ein — der Rechner zeigt die ungefähren Stromkosten pro Jahr und was eine LED davon übrig lässt. Die LED-Aufnahme ist als Bereich angegeben, weil sie je nach Lampe etwas unterschiedlich ausfällt.

Linestra-Stromkosten: alt vs. LED

Alte Linestra-Leistung wählen und Betriebsstunden pro Tag eingeben — als Orientierung. Maßgeblich bleibt das Datenblatt Ihrer Lampe.

Kosten alt / Jahr 35,04 €
Kosten LED / Jahr ~ 2,34–4,09 €
Ersparnis / Jahr ~ 30,95–32,70 €

Annahmen: 4 h/Tag, Strompreis 0,40 €/kWh — beides anpassbar. Die alte Linestra mit 60 W steht für die häufigste Stufe (rund 500 mm), je nach Leuchte S14s an den Enden oder S14d mittig. Als LED reichen grob ~4–7 W (Orientierung) — wählen Sie nach dem Lumenwert der alten Lampe, nicht nach Watt. Der genaue LED-Wert steht im Datenblatt.

Reine Rechnung: Leistung × Stunden/Tag × 365 ÷ 1000 × Strompreis. Strompreis und Brenndauer sind Annahmen. Die LED-Aufnahme ist ein Orientierungsbereich aus typischen LED-Linienlampen — der genaue Wert hängt vom Produkt ab.

Dimmen: nur mit dimmbarer LED

War die Linestra an einem Dimmer, lässt sich das auch mit LED machen — aber nur mit einer ausdrücklich als dimmbar gekennzeichneten LED-Linienlampe und einem dazu passenden Dimmer. Eine nicht dimmbare LED am Dimmer flackert, brummt oder fällt aus. Ob LED und Dimmer zusammenpassen, steht im Datenblatt der Lampe; alte Dimmer sind nicht immer für LED geeignet. Worauf es bei der Kombination ankommt, behandelt der Ratgeber Dimmer für Leuchtmittel.

Linestra im Bad und an der Spiegelleuchte

Viele Linestra-Lampen sitzen an Spiegelschränken und Badleuchten. Dort ist die LED-Linienlampe gut geeignet — sie wird weniger warm und hält länger. Achten Sie aber darauf, was die Leuchte selbst verlangt: In der Nähe von Waschbecken und Dusche gelten Anforderungen an die Schutzart der Leuchte. Die Lampe selbst macht aus einer einfachen Leuchte keine Feuchtraumleuchte. Worauf es bei feuchten Räumen ankommt, erklärt der Ratgeber Feuchtraumleuchten.

Schritt für Schritt: so wechseln Sie die Linienlampe

Der eigentliche Tausch ist schnell erledigt — wichtiger ist, vorher Sockel und Länge geklärt und eine passende LED besorgt zu haben.

  1. Strom ausschalten und Lampe abkühlen lassen. Schalten Sie die Leuchte aus. Eine Linestra in Halogentechnik wird im Betrieb warm — vor dem Anfassen abkühlen lassen.
  2. Alte Lampe herausnehmen. Bei S14s lösen Sie die Lampe aus den beiden Fassungen an den Enden; bei S14d ziehen Sie sie aus der Fassung in der Mitte. Fassen Sie die Lampe am Sockel an, nicht am Glas.
  3. LED mit gleichem Sockel und gleicher Länge einsetzen. Setzen Sie die neue LED-Linienlampe (gleicher Sockel, gleiche Länge!) genauso ein. Achten Sie bei LED-Linienlampen auf die im Datenblatt genannte Einbaulage, falls die Lampe nur in eine Richtung abstrahlt.
  4. Einschalten und prüfen. Strom wieder an, Licht an. Leuchtet die LED ruhig und hell genug, ist alles in Ordnung. Ist es zu dunkel, war der Lumenwert zu niedrig gewählt.

Sicherheitshinweis: Schalten Sie vor dem Lampenwechsel den Strom ab und lassen Sie eine warme Linestra abkühlen. Geht es um die feste Installation, eine defekte Leuchte oder sind Sie unsicher, ziehen Sie eine Elektrofachkraft hinzu.

Entsorgung: alte Linestra und LED richtig trennen

Beim Wechsel fällt die alte Lampe an — und die wird anders entsorgt als die neue. Die LED-Linienlampe ist Elektroschrott und wird getrennt gesammelt: Fällt sie später aus, gehört sie zur Sammelstelle oder in die Rücknahme im Handel, nicht in den Hausmüll. Die alte Linestra in Glüh- oder Halogentechnik enthält keine Elektronik; im Zweifel gehört sie zur Sammelstelle oder in den Restmüll — die örtlichen Vorgaben können abweichen. Welche Lampe wohin gehört, fasst der Ratgeber Leuchtmittel richtig entsorgen zusammen.

Häufige Fragen zum Wechsel der Linestra auf LED

Was ist der Unterschied zwischen S14s und S14d?

Beide sind Sockel für Linienlampen, sie unterscheiden sich in der Lage der Kontakte. Bei S14s sitzt je ein Kontakt an beiden Enden der Lampe — sie wird zwischen zwei Fassungen gehalten. Bei S14d sitzt ein Kontakt in der Mitte der Lampe, sie steckt in einer einzelnen Fassung. Für den LED-Ersatz brauchen Sie dieselbe Sockelart wie bei der alten Lampe; eine S14s passt nicht in eine S14d-Fassung und umgekehrt.

Kann man eine Osram Linestra durch LED ersetzen?

Ja. Eine Linestra oder eine Philips Philinea lässt sich durch eine LED-Linienlampe ersetzen. Die Linestra läuft mit 230 Volt direkt am Netz, also ohne Trafo und ohne Vorschaltgerät. Wichtig ist, dass die LED denselben Sockel (S14s oder S14d) und dieselbe Länge wie die alte Lampe hat und dass Sie nach Lumen statt nach Watt wählen.

Braucht eine LED-Linienlampe ein Vorschaltgerät oder einen Trafo?

Nein. Die Linestra und ihr LED-Ersatz laufen mit 230 Volt direkt am Netz, ohne Vorschaltgerät, Starter oder Trafo. Das ist der Unterschied zu Leuchtstoffröhren (die ein Vorschaltgerät brauchen) und zu Niedervolt-Halogenlampen wie G4 oder GU5.3 (die einen Trafo brauchen). Die alte Lampe wird herausgenommen und die LED genauso wieder eingesetzt — ein Umbau ist nicht nötig.

Welche Länge hat eine Linestra — 300, 500 oder 1000 mm?

Linienlampen gibt es in den Standardlängen 300, 500 und 1000 mm (rund 30, 50 und 100 cm), der Durchmesser liegt bei rund 30 mm. Am häufigsten sind 500 mm. Die LED-Linienlampe muss dieselbe Länge haben wie die alte Lampe. Messen Sie im Zweifel nach oder lesen Sie die Länge auf der alten Lampe ab — sie steht dort oft zusammen mit der Wattzahl.

Welcher LED-Ersatz passt für eine 60-Watt-Linestra?

Statt der Wattzahl zählt der Lumenwert. Eine LED-Linienlampe erreicht die Helligkeit einer 60-Watt-Linestra mit nur wenigen Watt. Achten Sie zuerst auf den richtigen Sockel (S14s oder S14d) und die richtige Länge, dann auf einen Lumenwert, der dem der alten Lampe nahekommt. Den genauen Wert finden Sie auf der Verpackung oder im Datenblatt der LED.

Sind LED-Linienlampen dimmbar?

Nur, wenn die LED ausdrücklich als dimmbar gekennzeichnet ist und der Dimmer dazu passt. Eine nicht dimmbare LED am Dimmer flackert oder fällt aus. Alte Dimmer sind nicht immer für LED geeignet. Ob Lampe und Dimmer zusammenpassen, steht im Datenblatt der Lampe — im Zweifel fragen Sie eine Elektrofachkraft.

Ist die Linestra dasselbe wie ein R7s-Halogenstab?

Nein. Beide sind lineare 230-Volt-Lampen, aber mit unterschiedlichem Sockel. Die Linestra hat feste Stecksockel — S14s an beiden Enden oder S14d in der Mitte — und sitzt in Lichtleisten und Spiegelleuchten. Der R7s-Halogenstab (Osram Haloline, Philips Plusline) hat gefederte Kontakte an beiden Enden und steckt in Decken- und Baustrahlern. Für den R7s-Stab gibt es einen eigenen Wechsel-Ratgeber.

Wie entsorge ich die alte Linestra?

Die neue LED-Linienlampe ist Elektroschrott und wird getrennt gesammelt: Fällt sie später aus, gehört sie zur Sammelstelle oder in die Rücknahme im Handel, nicht in den Hausmüll. Die alte Linestra in Glüh- oder Halogentechnik enthält keine Elektronik; im Zweifel gehört sie zur Sammelstelle oder in den Restmüll. Die örtlichen Vorgaben können abweichen — fragen Sie bei Unsicherheit beim kommunalen Entsorger nach.