Die richtige LED kaufen: So vermeiden Sie Fehlkäufe – Video
Eine LED als Ersatz zu kaufen, scheint einfach, bis sie nicht passt, flackert oder anders leuchtet als erwartet. Das Video stellt sieben Fragen vor dem Kauf: Was wird ersetzt? Welcher Sockel? Wie hell soll es sein? Welche Lichtfarbe? Bei Spots: welcher Winkel? Hängt die Lampe am Dimmer? Passt sie in die Leuchte? Danach folgen zwei Beispiele und eine Checkliste.
Das Video zum Nachlesen
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Was wird ersetzt?
Schalten Sie vorher die Sicherung aus und lassen Sie die Lampe abkühlen. Dann nehmen Sie die alte Lampe heraus und lesen den Aufdruck; Sockel und Spannung stehen meist auf dem Sockel oder dem Glas, zum Beispiel „E14 230V“.
Das Video unterscheidet drei Fälle: Bei einer Glüh- oder Halogenlampe mit 230 V wählen Sie den gleichen Sockel. Bei einem Halogen-Spot mit 12 V prüfen Sie den Trafo, bei einer Leuchtstoffröhre das Vorschaltgerät. Trafo oder Vorschaltgerät tauschen ist Sache einer Elektrofachkraft. Ein LED-Modul ohne Sockel ist keine Standardlampe; dort gilt die Herstellerangabe, und ein Modultausch ist ein Eingriff in die Leuchte, den eine Elektrofachkraft bei spannungsfreiem Stromkreis übernimmt.
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Der Sockel
Der Sockel muss genau in die Fassung passen. Der Buchstabe nennt die Bauart: E für Schraubgewinde (E27, E14), B für Bajonett (B22d), G für Stifte (GU10, G9). Die Zahl ist ein Maß in Millimetern, bei E27 zum Beispiel der Gewindedurchmesser.
GU10 und GU5.3 erkennen Sie an den Stiften: GU10 hat dicke Stifte im Abstand von 10 mm und läuft mit 230 V direkt am Netz, GU5.3 dünne Stifte mit 5,3 mm und 12 V über einen Trafo. Gleiche Zahl, andere Endung passt nicht: G24d hat 2 Stifte, G24q 4. Im Zweifel lesen Sie den Aufdruck der alten Lampe. Mehr dazu im Video „Lampensockel erkennen“.
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Helligkeit: Lumen statt Watt
Watt nennt die elektrische Leistungsaufnahme, Lumen die Helligkeit. Eine Glühlampe mit 60 W und eine LED mit 8 W kommen im Beispiel beide auf 806 lm.
Laut EU-Tabelle für Vergleichsangaben auf Lampenverpackungen ersetzt eine LED mit mindestens 249 lm eine 25-W-Glühlampe, mit 470 lm 40 W, mit 806 lm 60 W, mit 1.055 lm 75 W und mit 1.521 lm 100 W. Nach der Verordnung (EU) 2019/2020 muss die Lumenangabe auf der Packung mindestens doppelt so groß gedruckt sein wie die Wattangabe. Soll es heller werden als vorher, wählen Sie mehr Lumen.
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Lichtfarbe und Farbwiedergabe
Die Lichtfarbe steht in Kelvin (K); eine Glühlampe liegt bei rund 2700 K. Warmweiß liegt um 2700 bis 3000 K und ist typisch für Wohn- und Schlafzimmer, neutralweiß um 4000 K für Küche, Bad und Büro, tageslichtweiß über 5300 K für Werkstatt und Keller. Kelvin sagt nichts über die Helligkeit: Eine LED mit 806 lm ist in 2700 K genauso hell wie in 6500 K. Unterschiedliche Lichtfarben in einem Raum fallen auf; der Tipp aus dem Video: höchstens zwei Lichtfarben pro Raum und beim Nachkaufen dieselbe Kelvin-Zahl.
Die Farbwiedergabe Ra zeigt, wie natürlich Farben wirken; den Höchstwert Ra 100 erreichen Tageslicht und Glühlampe. Für Wohnräume gilt mindestens Ra 80, besser noch Ra 90 oder höher. Ein Code wie 827 nennt beides: Die erste Ziffer steht für die Farbwiedergabe (8 = Ra 80–89), dann folgt die Kelvin-Zahl ÷ 100. 930 heißt Ra 90 und mehr bei 3000 K. Beim Tausch wählen Sie denselben Code.
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Spots: der Abstrahlwinkel
Der Winkel bestimmt die Breite des Lichtkegels. Ein enger Winkel bündelt das Licht: gleiche Lumen auf kleinerer Fläche, der Fleck wirkt heller; das passt für Akzente, etwa auf ein Bild. Ein breiter Winkel verteilt das Licht auf mehr Fläche, der Fleck wirkt dunkler; das passt für Grundlicht.
Im Beispiel mit 2 m Abstand ergibt 36° einen Kegel von rund 1,3 m, 60° rund 2,3 m; gerechnet wird mit Kegel = 2 × Abstand × tan(Winkel ÷ 2). Den Winkel finden Sie im Datenblatt.
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Am Dimmer
Am Dimmer nur eine LED mit dem Hinweis „dimmbar“ einsetzen; im Zweifel gilt: nicht gekennzeichnet heißt nicht dimmbar. Eine nicht dimmbare LED kann am Dimmer flackern oder brummen und gehört an einen normalen Schalter; eine dimmbare LED funktioniert dort ebenfalls.
Der Dimmer muss für LED geeignet sein; viele ältere Dimmer sind für die hohe Last von Glüh- und Halogenlampen gebaut. Beachten Sie die Mindestlast des Dimmers, denn wenige LED-Watt können darunter liegen. Am sichersten ist eine Kombination aus der Dimmerliste des Lampenherstellers; viele Hersteller veröffentlichen Listen mit geprüften Dimmern.
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Passt die Leuchte?
Vergleichen Sie die Maße der LED mit dem Platz in der Leuchte. Für die Watt-Grenze der Leuchte zählt die echte Leistung der LED: Im Beispiel liegt eine LED mit 8 W, die „ersetzt 60 W“ trägt, unter der Grenze von 40 W und passt; „ersetzt 60 W“ vergleicht nur die Helligkeit. In einer geschlossenen Leuchte staut sich die Wärme, empfindlich ist vor allem die Elektronik der LED; wählen Sie dort eine LED mit Freigabe für geschlossene Leuchten.
Bei 12-V-Spots haben viele Trafos eine Mindestlast: Magnetische Trafos in der Regel keine, elektronische oft schon. Sie steht auf dem Typenschild. Unter der Mindestlast kann die LED flackern; ob LED und Trafo zusammenpassen, steht in den Herstellerangaben. Trafo tauschen oder verdrahten ist Sache einer Elektrofachkraft.
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Zwei Beispiele
Beispiel 1, Wohnzimmer: Eine Glühlampe mit E27 und 60 W hängt am Dimmer. Die neue LED braucht den Sockel E27, mindestens 806 lm, warmweißes Licht (zum Beispiel 2700 K), die Kennzeichnung „dimmbar“ und einen für LED geeigneten Dimmer. Ist die Leuchte geschlossen, wählen Sie eine LED, die für geschlossene Leuchten freigegeben ist.
Beispiel 2, Küche: Drei Halogen-Spots mit GU5.3 und 12 V hängen an einem Trafo. Gewählt wird eine LED mit Sockel GU5.3 für 12 V; manche 12-V-LED brauchen Wechselspannung (AC), andere Gleichspannung (DC), also die Angabe prüfen. Für Grundlicht passen neutralweiß um 4000 K und ein breiter Winkel. Dann vergleichen Sie die Mindestlast des Trafos mit der LED-Last: Mit den Beispielwerten liegen 3 × 4 W = 12 W unter einer Mindestlast von 20 W. Dann prüfen Sie die Herstellerangaben, denn laut Herstellerliste laufen manche LED auch darunter. Sonst hilft ein LED-tauglicher Trafo, eingebaut von einer Elektrofachkraft.
Kurz zusammengefasst
- Aufdruck der alten Lampe lesen
- Gleichen Sockel wählen, Endung beachten
- Helligkeit in Lumen vergleichen
- Lichtfarbe in Kelvin, Farbwiedergabe Ra
- Spots: Abstrahlwinkel nach Zweck
- Dimmer: LED „dimmbar“ und Dimmer für LED
- Leuchte: Größe, Watt-Grenze, Wärme
- 12 V: Trafo und Herstellerliste prüfen
Mehr dazu im Ratgeber
Passende Lampen im Shop
Das Video gibt es auch auf unserem YouTube-Kanal: „Die richtige LED kaufen“ auf YouTube
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