Die Osram HBO 103 W/2 ist eine Quecksilber-Kurzbogenlampe ohne Reflektor aus der HBO-Baureihe von 50 bis 200 W. Ihr Licht entsteht in einem kurzen Lichtbogen zwischen zwei Elektroden, und genau daraus ergibt sich die hohe Strahldichte, für die diese Lampenart gebaut wird. Geräte, die Licht auf eine kleine Fläche bündeln oder in einen Lichtleiter einkoppeln, sind auf eine solche punktförmige Quelle angewiesen.
Kurzbogen mit Viellinienspektrum für Fluoreszenz und UV
Quecksilber strahlt nicht gleichmäßig über alle Wellenlängen, sondern in einzelnen kräftigen Linien. OSRAM beschreibt das Spektrum deshalb als Viellinienspektrum mit hoher Strahlungsleistung im ultravioletten und im sichtbaren Bereich. In der Fluoreszenzmikroskopie regen diese Linien die Farbstoffe einer Probe an, die daraufhin selbst Licht aussenden und so Strukturen sichtbar machen.
Neben der Mikroskopie nennt der Hersteller die UV-Aushärtung und vielfältige Lichtleiteranwendungen als Einsatzgebiete. Beim Aushärten zählt vor allem der Anteil im ultravioletten Spektrum, bei Lichtleitern die konzentrierte Abgabe aus dem kurzen Bogen.
Leistung, Spannung und Lichtstrom der 103-Watt-Ausführung
Die Nennleistung beträgt 103 W, die Lampenleistung 100 W. Als Nennspannung gibt OSRAM 22,5 V an, die Brennspannung liegt zu Beginn der Nutzung zwischen 17 und 25 V. Gemeint ist damit die Spannung, die sich nach dem Zünden im laufenden Betrieb an der Lampe einstellt. Der Nennlichtstrom erreicht 2.550 lm, als typischen Anfangswert nennt der Hersteller 3.000 lm. Hinzu kommen eine Lichtstärke von 300 cd und eine Leuchtdichte von 170.000 cd/cm². Dieser sehr hohe Wert beschreibt, wie hell der Bogen selbst erscheint, und ist ein Grund, warum er nie ungeschützt betrachtet werden sollte.
Was diese Kurzbogenlampe im Gerät leistet
- Hohe Strahldichte durch den kurzen Lichtbogen
- Kräftige Strahlung im UV- und im sichtbaren Bereich
- Viellinienspektrum zur Anregung fluoreszierender Proben
- Schlanker Kolben mit 10 mm Durchmesser und 82 mm Einbaulänge
- Rund 300 Stunden Lebensdauer nach Herstellerangabe
Passt die Lampe in Ihr Lampenhaus?
Für den Austausch zählen zuerst die Typbezeichnung und die Sockel. An beiden Enden sitzt je ein Sockel, deren Normbezeichnungen SFa7.5 und SFa9 lauten. Vergleichen Sie diese Angaben vor der Bestellung mit der ausgebrannten Lampe oder mit der Anleitung Ihres Mikroskops. Betrieben wird das Leuchtmittel nur mit dem Betriebsgerät der Anlage, für die es vorgesehen ist.
Mit etwa 300 Stunden ist die Lebensdauer deutlich kürzer als bei Lampen für die Raumbeleuchtung. Wer regelmäßig mikroskopiert, behält deshalb die Betriebsstunden im Blick und legt rechtzeitig eine Ersatzlampe bereit, damit eine laufende Untersuchung nicht unterbrochen werden muss.
Sicher betreiben: geschlossenes Gehäuse und Quecksilber
Wegen der hohen Leuchtdichte, der UV-Strahlung und des hohen Innendrucks darf die Lampe nur in einem geschlossenen, eigens dafür konstruierten Gehäuse brennen. Platzt sie, wird Quecksilber frei. Halten Sie sich daher an die Sicherheitsregeln aus dem Beipackzettel oder der Bedienungsanleitung Ihres Geräts und geben Sie verbrauchte Lampen nicht in den Hausmüll.
Für Labore und Werkstätten, die ihren Lampenvorrat ergänzen, ist die Lampe eine Originallampe von OSRAM, die sich direkt tauschen lässt, sobald Gerät und Sockel übereinstimmen.

