Der Schutzleiter ist die wichtigste Sicherheitsader jeder Installation – entsprechend hoch sind die Anforderungen an seine Klemmstelle. Mit der Wago 2-Leiter-Schutzleiterklemme 780-607 (1 Stück) setzen Sie im Schaltschrank und in der Unterverteilung auf eine grün-gelbe Reihenklemme, deren Bemessungsdaten sich auf IEC/EN 60947-7-2 beziehen, die Norm für Schutzleiter-Reihenklemmen. Über zwei CAGE-CLAMP-Klemmstellen werden ankommender und abgehender PE-Leiter auf nur 5 mm Baubreite zuverlässig verbunden.
Grün-gelbe PE-Klemme nach IEC/EN 60947-7-2 für die Tragschiene
Schutzleiterklemmen unterscheiden sich von einfachen Durchgangsklemmen vor allem durch ihre Verbindung zur Montageschiene: Nach IEC/EN 60947-7-2 stellen sie den elektrischen Kontakt zwischen Schutzleiter und Tragschiene her, die Schiene wird so Teil des Schutzleitersystems. Das Gewicht von rund 13,7 g liegt spürbar über dem der gleich großen blauen Durchgangsklemme 780-604 – ein Hinweis auf den zusätzlichen metallischen Schienenkontakt. Montiert wird die Klemme durch Aufrasten auf die Tragschiene DIN 35; das Gehäuse aus Polyamid 66 (PA 66) misst 5 × 43,5 × 77 mm (Breite × Höhe × Tiefe) und fügt sich nahtlos in bestehende Reihen der Serie 780 ein.
Warum Elektrofachbetriebe auf CAGE CLAMP setzen
Bei der Käfigklemme übernimmt eine Feder die Klemmkraft, nicht das Drehmoment eines Schraubendrehers. Für den Schutzleiter ist das ein echter Sicherheitsgewinn, denn eine gelockerte Schraube am PE bleibt im Alltag oft unbemerkt, bis eine Prüfung oder im schlimmsten Fall erst ein Isolationsfehler sie aufdeckt. Die Feder hält den Leiter dagegen dauerhaft unter gleichbleibendem Druck, auch bei Vibrationen und Temperaturwechseln. Zum Anschließen öffnen Sie die Klemmstelle mit einem Betätigungswerkzeug, führen den auf 8 bis 9 mm abisolierten Leiter von vorne ein und lassen los – fertig. Die abgewinkelte Bauform mit Frontverdrahtung sorgt dafür, dass alle Klemmstellen auch in eng bestückten Gehäusen gut zugänglich bleiben.
Fünf Gründe für die Schutzleiterklemme 780-607
- Normgerechte PE-Kennzeichnung: Die grün-gelbe Farbe ist international dem Schutzleiter vorbehalten. Prüfer und Servicetechniker erkennen die Schutzleiterebene sofort, was Abnahme und Wiederholungsprüfung beschleunigt.
- Dauerhaft fester Sitz: Die Federklemmung lockert sich nicht durch Erschütterungen oder Wärmezyklen. Für Industrie, Logistik und Kfz-Werkstätten mit vibrierenden Maschinen ist das ein klarer Pluspunkt.
- Schmal und reihbar: Mit 5 mm Breite passt die Klemme exakt ins Raster der Serie 780. Direkt neben blauen Durchgangsklemmen derselben Serie entsteht so ein kompakter, sauber gegliederter Klemmenblock.
- Zwei Anschlüsse, ein Potential: Ankommender und weiterführender Schutzleiter teilen sich eine Klemme. Das reduziert Verdrahtungsaufwand und hält die Schutzleiterverteilung übersichtlich.
- Bedarfsgerecht einzeln bestellbar: Sie kaufen genau die Stückzahl, die Ihr Projekt erfordert. Hausverwaltungen und Instandhaltungsteams halten so einen schlanken Ersatzteilbestand und bestellen bei Bedarf gezielt nach.
Schutzleiteranschluss für Objekt, Industrie und Eigenheim
Ob Schaltanlagenbau, Gebäudetechnik in Hotels und Gastronomie, Ladenbau im Einzelhandel oder kommunale Liegenschaften: Überall dort, wo Verteilungen nach dem Stand der Technik aufgebaut oder erweitert werden, gehört eine eindeutig gekennzeichnete Schutzleiterebene dazu. Die gleiche Sorgfalt verdient die Elektrik im eigenen Zuhause. Wird im Keller eine Unterverteilung ergänzt, erhält die Garage einen eigenen Stromkreis oder bekommen Werkstatt, Hobbyraum und Wintergarten neue Abgänge, sorgt die 780-607 für einen sauber aufgelegten Schutzleiter in Profi-Qualität.
Wichtiger Hinweis zur fachgerechten Installation
Der Anschluss von Schutzleitern ist sicherheitsrelevant und gehört ausschließlich in die Hände einer Elektrofachkraft. Arbeiten Sie nur im spannungsfreien Zustand, sichern Sie gegen Wiedereinschalten und prüfen Sie die Spannungsfreiheit. Nach der Montage wird die Durchgängigkeit des Schutzleiters einschließlich der Verbindung zur Tragschiene messtechnisch nachgewiesen. Private Bauherren beauftragen dafür am besten ihren Elektroinstallateur vor Ort.

