AnleitungLeuchtstoffröhrenThema: Röhren und Betriebsgeräte

Leuchtstoffröhre / Neonröhre wechseln

So tauschen Sie eine defekte Leuchtstoff- oder Neonröhre selbst aus — sicher, in wenigen Schritten und meist ohne Spezialwerkzeug. Diese Anleitung gilt für den 1:1-Tausch gegen eine neue Röhre, nicht für die Umrüstung auf LED.

Geprüft von der Leuchtmittelmarkt Fachredaktion Aktualisiert am 20. Oktober 2026 Lesezeit ca. 13 Minuten

Kurz beantwortet

Eine Leuchtstoffröhre (umgangssprachlich auch Neonröhre) wechseln Sie so: Zuerst die Leuchte spannungsfrei schalten. Dann den Sockel erkennen — die verbreitete T8-Röhre mit G13-Sockel drehen Sie um etwa eine Vierteldrehung (90°) und nehmen sie heraus, die schmalere T5-Röhre mit G5-Sockel ziehen Sie gerade heraus. Setzen Sie eine neue Röhre mit gleicher Länge, Wattzahl, gleichem Sockel und gleicher Lichtfarbe ein. Bei konventionellem Vorschaltgerät tauschen Sie den Starter am besten gleich mit.

Eine flackernde oder dunkle Röhre lässt sich meist in wenigen Minuten selbst tauschen — vorausgesetzt, es geht wirklich nur um die Röhre und gegebenenfalls den Starter. Beides ist gesteckt beziehungsweise gedreht und damit ohne Eingriff in die Verdrahtung machbar. Sobald aber ein Vorschaltgerät ausgebaut oder fest verdrahtet werden muss, ist das eine Aufgabe für eine Elektrofachkraft — dazu unten mehr.

Neonröhre oder Leuchtstoffröhre — was ist gemeint?

Im Alltag wird die lange, gerade Röhre oft Neonröhre genannt. Technisch handelt es sich fast immer um eine Leuchtstofflampe (Leuchtstoffröhre) — eine Gasentladungslampe mit Leuchtstoffbeschichtung. Echte Neonröhren mit Neongas (Leuchtreklame) arbeiten dagegen mit Hochspannung, gehören in die Hand eines Fachbetriebs und sind hier ausdrücklich nicht gemeint. Diese Anleitung gilt nur für die umgangssprachlich „Neonröhre“ genannte Leuchtstoffröhre in normalen Leuchten (Büro, Keller, Garage, Werkstatt).

Leuchtstoffröhre wechseln: in fünf Schritten

Röhre um 90° drehen und herausnehmen, Ersatz mit gleichen Daten einsetzen, den Starter gleich mittauschen. Animation mit Musik, rund 100 Sekunden. Video einzeln ansehen

Der eigentliche Wechsel folgt immer demselben Ablauf. Den Sockel-spezifischen Handgriff (drehen oder ziehen) zeigt der Finder weiter unten.

  1. Spannungsfrei schalten. Schalten Sie die Leuchte aus, bevor Sie beginnen (Details im Sicherheitshinweis unten). Lassen Sie eine länger betriebene Röhre kurz abkühlen.
  2. Sockel und Bauform erkennen. Sehen Sie nach, ob es eine dicke T8- oder eine dünne T5-Röhre ist und welcher Sockel verbaut ist (meist G13 bei T8, G5 bei T5). Bei Ring- oder U-Form gilt die jeweils passende Mechanik.
  3. Alte Röhre herausnehmen. T8/G13: um etwa 90° drehen, bis die Stifte durch die Fassungsschlitze passen, dann nach unten herausnehmen. T5/G5: gerade aus den Fassungen ziehen, nicht drehen.
  4. Passende neue Röhre einsetzen. Wählen Sie eine Röhre mit gleicher Länge, gleicher Wattzahl, gleichem Sockel und gleicher Lichtfarbe. Die Werte stehen auf der alten Röhre oder im Datenblatt. Einsetzen und — bei T8 — zurückdrehen, bis sie einrastet.
  5. Starter prüfen und Funktion testen. Bei konventionellem Vorschaltgerät den Starter am besten mittauschen (siehe unten). Dann die Spannung wieder einschalten und die neue Röhre testen.

Sicherheit: Vor dem Wechsel die Leuchte spannungsfrei schalten (Schalter aus, im Zweifel Sicherung raus). Der reine Tausch von Röhre und Starter ist gesteckt beziehungsweise gedreht und ohne Eingriff in die Verdrahtung möglich. Muss dagegen ein Vorschaltgerät (EVG/KVG) ausgebaut oder etwas fest verdrahtet werden, gehört das in die Hände einer Elektrofachkraft.

Welcher Sockel — drehen oder ziehen?

Ob Sie die Röhre drehen oder gerade herausziehen, hängt am Sockel. Wählen Sie Ihren Typ — der Finder erklärt die Mechanik und worauf Sie beim Ersatz achten.

Sockel-/Mechanik-Finder

Sockel wählen — die Tausch-Mechanik und der passende Ersatz erscheinen darunter.

Sockel-Mechanik nach gängiger Bauart. Maßgeblich für konkrete Maße (Länge, Stegabstand bei U-Form) ist die Angabe auf der alten Röhre oder das Datenblatt. Welcher Sockel verbaut ist, klärt der Sockel-Ratgeber.

Den passenden Ersatz wählen

LUMILUX, Super 80, Luxline Plus und Spectralux Plus haben alle eine Farbwiedergabe ab Ra 80, sind aber nicht dieselbe Röhre. Code 840 heißt Ra 80 bis 89 und 4000 Kelvin (neutralweiß bzw. kaltweiß); beim Tausch Bauform, Länge, Watt und Farbcode vergleichen. Animation mit Musik, rund 115 Sekunden. Video einzeln ansehen
Die dreistellige Zahl auf Röhre oder Lampe: erste Ziffer Farbwiedergabe, letzte zwei Ziffern Lichtfarbe in Kelvin. Animation mit Musik, rund 90 Sekunden. Video einzeln ansehen

Damit die neue Röhre passt und richtig leuchtet, müssen vier Angaben mit der alten übereinstimmen. Sie stehen in der Regel direkt auf der alten Röhre aufgedruckt:

  • Länge / Bauform: gleiche Röhrenlänge, gleiche Bauart (gerade, Ring, U-Form). Eine zu lange oder zu kurze Röhre passt nicht in die Fassungen.
  • Wattzahl: Die Watt-Angabe muss zur Leuchte und zum Vorschaltgerät passen — bei konventionellem Vorschaltgerät ist die Wattzahl fest vorgegeben. Übernehmen Sie den Wert von der alten Röhre.
  • Sockel: gleicher Sockeltyp (zum Beispiel G13 bei T8, G5 bei T5), sonst passt die Röhre nicht in die Fassung.
  • Lichtfarbe: gleiche Lichtfarbe (zum Beispiel die auf der Röhre genannte Farbkennzahl), damit das Licht zum Raum passt.

Können Sie die alte Röhre nicht mehr ablesen, helfen die Sortimente nach Bauart weiter — eine Längen-, Lumen- und Watt-Gegenüberstellung von Leuchtstoff- und LED-Röhren finden Sie im Ratgeber LED-Röhren und Leuchtstoffröhren im Vergleich.

Starter mitwechseln — ja oder nein?

Ob ein Starter überhaupt vorhanden ist, hängt vom Vorschaltgerät ab. Leuchten mit konventionellem Vorschaltgerät (KVG/VVG) haben einen Starter — ein kleines, meist zylindrisches Bauteil, das sich herausdrehen lässt. Leuchten mit elektronischem Vorschaltgerät (EVG) haben keinen Starter.

Faustregel: Wenn Ihre Leuchte einen Starter hat, tauschen Sie ihn beim Röhrenwechsel am besten gleich mit — er ist günstig und ein defekter Starter ist eine häufige Ursache für flackernde oder nicht zündende Röhren. Der Starter wird wie eine kleine Röhre eingedrückt und um etwa eine Vierteldrehung gedreht. Welche Vorschaltgeräte es gibt und woran Sie sie erkennen, erklärt der Ratgeber Vorschaltgerät: EVG, KVG und VVG. Zum Starter selbst — auch zum Thema LED- und Dummy-Starter — lesen Sie Starter und Dummy-Starter.

Dauerhaft auf LED umrüsten?

Wenn Sie ohnehin gerade an der Leuchte arbeiten, kann sich statt des 1:1-Tauschs auch die Umrüstung auf eine LED-Röhre lohnen — das ist aber ein eigenes Thema mit anderen Schritten (Starter überbrücken, gegebenenfalls Vorschaltgerät beachten). Wie das geht und worauf Sie achten müssen, steht ausführlich im Ratgeber Leuchtstoffröhren durch LED-Röhren ersetzen. Hier auf dieser Seite geht es bewusst nur um den direkten Röhrentausch.

Umrüstung auf eine LED-Röhre in einer Leuchte mit Starter als Animation (rund 80 Sekunden, mit Musik). Das Drehen um 90° beim Herausnehmen und Einsetzen gilt genauso für den 1:1-Tausch einer T8-Röhre. Video einzeln ansehen

Alte Röhre richtig entsorgen

Leuchtstoff- und Neonröhren enthalten Quecksilber und gehören deshalb nicht in den Hausmüll. Geben Sie die alte Röhre bruchsicher verpackt an einer Sammelstelle, im Wertstoffhof oder bei entsprechenden Rücknahmestellen ab. Worauf Sie dabei achten und wo Sie Altlampen abgeben, fasst der Ratgeber Leuchtmittel richtig entsorgen zusammen.

Leuchtstoffröhre auf LED umbauen: Starter, EVG und Schaltplan für 120cm & 150cm

Seit dem EU-weiten Leuchtstoffröhre Verbot (die RoHS-Ausnahme endete im August 2023 für T8 und T5) dürfen neue Quecksilber-Röhren nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Bestehende Leuchten und Restbestände dürfen weiterlaufen. Wer jetzt plant, wählt meist den Leuchtstoffröhre Umbau LED für Werkstatt, Büro, Keller, Garage oder Hobbyraum. Beim Leuchtstoffröhre auf LED umbauen gibt es vier Wege:

Plug & Play am KVG

LED-Starter statt Glimmstarter

Der Glimmstarter wird gegen den beiliegenden LED-Starter getauscht. Beim LED Starter wechseln muss die Leuchte spannungsfrei sein. Die Frage „Welchen Starter brauche ich?“ beantwortet das Typenschild: S10 für 36 W und 58 W im Einzelbetrieb, S2 für 18 W. Bei LED gilt die Herstellerangabe.

Blindstarter

Starterplatz überbrücken

Der Blindstarter überbrückt den Starterplatz dort, wo der Röhrenhersteller es vorschreibt.

EVG-Betrieb

EVG-kompatibel oder EVG-Ausbau

Wer eine Leuchtstoffröhre mit elektronischem Vorschaltgerät umrüsten möchte, nutzt EVG-kompatible LED-Röhren (Herstellerliste prüfen) oder baut das EVG aus.

Direktanschluss

Röhre direkt am Netz

KVG, EVG und Starter entfallen, die Röhre hängt direkt am Netz – die wartungsärmste Lösung für Betriebe.

120cm-Röhre

Die gängige Länge 120cm entspricht klassisch 36 W. Als LED genügen 16–18 W bei vergleichbarer Helligkeit.

150cm-Röhre

Die 150cm-Variante ersetzt die 58-W-Leuchtstoffröhre. Die LED-Röhre kommt mit 22–24 W aus.

Gewerbe & Privat

Im Gewerbe amortisiert sich der Umbau durch weniger Strom und Wartung oft in unter zwei Jahren. Privathaushalte profitieren von sofort hellem, flackerfreiem Licht.

Schaltplan für den Direktanschluss an 230 V

Der LED-Röhre direkt an 230V anschließen Schaltplan unterscheidet sich je nach Röhrentyp. Diese Punkte müssen Sie beachten:

  • Schaltbild auf der Röhre prüfen: Je nach Typ erfolgt die Einspeisung an einem Sockelende (L und N) oder beidseitig (L links, N rechts). Maßgeblich ist immer das Schaltbild auf der Röhre.
  • Doppelleuchten parallel verdrahten: Der LED Röhre direkt an 230V anschließen Schaltplan für Doppelleuchten gilt analog. Im 2 LED Röhre direkt an 230V anschließen Schaltplan liegen beide Röhren parallel an L und N, nie in Reihe.
  • Freischalten und prüfen: Schalten Sie vorher frei und prüfen Sie die Spannungsfreiheit.
  • Elektrofachkraft beauftragen: Lassen Sie den Umbau von einer Elektrofachkraft ausführen und die Leuchte anschließend kennzeichnen.

Praxis-Ratgeber: Neonröhren wechseln, Starter tauschen und auf LED-Leuchtstoffröhren umbauen

Wenn in der Industriehalle, im Großraumbüro, im Parkhaus oder in der heimischen Garage, im Keller und im Hobbyraum die Deckenbeleuchtung flackert oder ausfällt, steht ein Wechsel an. Viele Hausmeister, Elektriker und Heimwerker möchten heute nicht mehr nur klassische Neonröhren wechseln, sondern direkt eine wirtschaftliche LED für Leuchtstoffröhre einsetzen. Damit der Austausch sicher gelingt, sollten Sie vorab die vorhandene Leuchtstoffröhre Schaltung bestimmen: konventionelles Vorschaltgerät KVG/VVG mit Starter oder elektronisches Vorschaltgerät EVG ohne Starter.

Fassung & Ausbau

Wann Sie die Leuchtstoffröhre wechseln ohne drehen

Bei klassischen G13- und G5-Fassungen (T8/T5) wird die Röhre um 90 Grad gedreht. Es gibt jedoch Sonderbauformen mit Schnapp- oder Federfassungen sowie spezielle Lichtleisten. Dort müssen Sie bei der Leuchtstoffröhre wechseln Abdeckung entfernen und die Röhre seitlich ausclipsen.

→ Wenden Sie niemals Gewalt an, sondern prüfen Sie zuerst den Fassungstyp.

Bis zu 65 % sparen

Umstieg auf moderne Leuchtstoffröhren mit LED

Wer eine alte Neonröhre auf LED umbauen möchte, spart sofort bis zu 65 % Stromkosten. Bei KVG-Leuchten gelingt der Umstieg auf Leuchtstoffröhren als LED in zwei Minuten.

→ Einfach den alten Starter Leuchtstoffröhre gegen den mitgelieferten LED-Überbrückungsstarter tauschen und die neue LED Leuchtstoffröhre einsetzen.

Vorhandene Schaltung und Fassung bestimmen den richtigen Weg beim Röhrenwechsel.
Ausgangslage Merkmal Vorgehen in der Praxis
KVG/VVG Konventionelles Vorschaltgerät mit Starter Starter gegen LED-Überbrückungsstarter tauschen, LED-Röhre einsetzen – in zwei Minuten erledigt
EVG Elektronisches Vorschaltgerät ohne Starter EVG-kompatible LED-Röhre wählen oder fachgerecht auf Direktanschluss umbauen
G13 / G5 Klassische Fassung für T8/T5 Röhre um 90 Grad drehen und entnehmen
Schnapp-/Federfassung Sonderbauformen und spezielle Lichtleisten Abdeckung entfernen, Röhre seitlich ausclipsen, keine Gewalt anwenden

Ob Sie im Gewerbe hunderte LED Leuchtstoffröhren in neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K) oder tageslichtweiß (6.500 K) nachrüsten oder im privaten Werkkeller eine einzelne Leuchtstoffröhre LED installieren: Mit Marken-Tubes profitieren Sie von sofortigem, flackerfreiem Volllicht und bis zu 70.000 Betriebsstunden Lebensdauer.

Fachgerecht alte Leuchtstoffröhre entsorgen: Ausgediente Gasentladungslampen enthalten geringe Mengen Quecksilber. Daher darf die Entsorgung Leuchtstoffröhren niemals über den Hausmüll oder Altglascontainer erfolgen. Sie muss kostenfrei über kommunale Wertstoffhöfe, den Elektrogroßhandel oder Sammelstellen (Lightcycle) abgewickelt werden.

Häufige Fragen zum Röhrenwechsel

Wie wechselt man eine Leuchtstoffröhre richtig?

Schalten Sie zuerst die Leuchte spannungsfrei. Erkennen Sie dann den Sockel: Eine T8-Röhre mit G13-Sockel drehen Sie um etwa eine Vierteldrehung (90°) und nehmen sie heraus, eine schmalere T5-Röhre mit G5-Sockel ziehen Sie gerade heraus. Setzen Sie eine neue Röhre mit gleicher Länge, Wattzahl, gleichem Sockel und gleicher Lichtfarbe ein. Bei konventionellem Vorschaltgerät tauschen Sie den Starter am besten gleich mit.

Kann man eine Leuchtstoffröhre ohne Drehen wechseln?

Das hängt vom Sockel ab. Die verbreitete T8-Röhre mit G13-Sockel wird zum Lösen um etwa 90° gedreht. Die schmalere T5-Röhre mit G5-Sockel wird dagegen nicht gedreht, sondern gerade aus den Fassungen gezogen und ebenso wieder eingesteckt. Prüfen Sie also zuerst, welcher Sockel verbaut ist.

Wie wechselt man eine Leuchtstoffröhre mit Starter?

Wechseln Sie zuerst wie gewohnt die Röhre. Hat die Leuchte ein konventionelles Vorschaltgerät, besitzt sie zusätzlich einen Starter — ein kleines, herausdrehbares Bauteil. Drücken Sie den Starter leicht ein und drehen Sie ihn um etwa eine Vierteldrehung heraus, setzen Sie den neuen ebenso ein. Ein defekter Starter ist eine häufige Ursache für flackernde Röhren, deshalb lohnt der Mittausch. Leuchten mit elektronischem Vorschaltgerät haben keinen Starter.

Muss ich beim Röhrenwechsel den Strom abschalten?

Ja. Schalten Sie die Leuchte vor dem Wechsel spannungsfrei (Schalter aus, im Zweifel Sicherung raus). Der reine Tausch von Röhre und Starter ist gesteckt beziehungsweise gedreht und ohne Eingriff in die Verdrahtung möglich. Muss dagegen ein Vorschaltgerät ausgebaut oder etwas fest verdrahtet werden, überlassen Sie das einer Elektrofachkraft.

Woran erkenne ich, welche Ersatzröhre ich brauche?

Lesen Sie die Angaben von der alten Röhre ab: Länge beziehungsweise Bauform, Wattzahl, Sockel und Lichtfarbe müssen mit der neuen Röhre übereinstimmen. Diese vier Werte stehen in der Regel auf der Röhre aufgedruckt. Ist nichts mehr lesbar, hilft die Auswahl nach Bauart weiter; konkrete Maße entnehmen Sie dem Datenblatt.

Kann man noch Leuchtstoffröhren und Neonröhren kaufen?

Klassische Leuchtstoffröhren laufen in der EU schrittweise aus, weil sie Quecksilber enthalten. Ersatzröhren sind je nach Typ noch als Restbestand erhältlich, das Angebot wird aber kleiner. Wenn Sie ohnehin tauschen, lohnt es sich daher zu prüfen, ob eine Umrüstung auf eine LED-Röhre sinnvoll ist. Den genauen Stand zur Verfügbarkeit klären Sie am besten anhand des konkreten Röhrentyps.

Welchen Starter brauche ich für Leuchtstoffröhren?

Das hängt von Leistung und Schaltung ab: Für Einzelbetrieb von 18-W-Röhren passt S2, für 36 W und 58 W nutzen Sie S10; bei Reihenschaltung zweier 18-W-Röhren (Tandem) ebenfalls S2. Das Typenschild der Leuchte nennt den Starter. Für LED-Röhren am KVG tauschen Sie den Glimmstarter gegen den beiliegenden LED-Starter oder einen Blindstarter, wenn der Hersteller das vorsieht. Schalten Sie vorher die Sicherung aus.

Gilt das Leuchtstoffröhren-Verbot auch für bestehende Leuchten?

Nein, nicht für den Betrieb. Die EU-RoHS-Regel (Quecksilber-Ausnahme endete im August 2023 für T8 und T5) verbietet das Inverkehrbringen neuer Röhren, nicht die Nutzung vorhandener Leuchten. Restbestände dürfen abverkauft werden. Da Nachschub knapper und teurer wird, lohnt sich der Umbau auf LED: rund 50 % weniger Strom, längere Lebensdauer und deutlich geringerer Wartungsaufwand für Betriebe.

Wie schließe ich eine LED-Röhre direkt an 230 V an?

Schalten Sie die Leuchte frei und prüfen Sie die Spannungsfreiheit. Entfernen Sie Starter und KVG beziehungsweise EVG und verdrahten Sie Phase (L) und Neutralleiter (N) laut Schaltbild auf der Röhre direkt an den Sockeln. Bei zwei Röhren schalten Sie parallel, nie in Reihe. Der Umbau gehört in die Hand einer Elektrofachkraft; kennzeichnen Sie die Leuchte anschließend als umgebaut.

Wie rüste ich eine Leuchtstoffröhre mit EVG auf LED um, auch bei 120cm und 150cm?

Für 120cm (36 W) und 150cm (58 W) gibt es EVG-kompatible LED-Röhren, die ohne Umbau funktionieren, sofern Ihr EVG auf der Herstellerliste steht. Sicherer und langlebiger ist der EVG-Bypass: EVG ausbauen, Röhre direkt an 230 V. Beide Wege sparen etwa 50 % Energie; im Gewerbe kalkulieren Sie dank wegfallender Wartung eine Amortisation oft unter zwei Jahren.

Wie gehe ich vor, wenn ich bei einer Wannenleuchte die Leuchtstoffröhre wechseln und die Abdeckung entfernen muss?

Schalten Sie zuerst die Sicherung stromlos! Wenn Sie bei einer Feuchtraumleuchte in Garage oder Gewerbehalle die Leuchtstoffröhre wechseln Abdeckung entfernen müssen, lösen Sie seitlich die Edelstahl- oder Kunststoff-Spannclips der opalen Wanne. Danach liegen die Fassungen und der Starter Leuchtstoffröhre frei zugänglich für den sicheren Röhrentausch.

Gibt es Fassungen, bei denen man eine Leuchtstoffröhre wechseln kann ohne zu drehen?

Ja, das Leuchtstoffröhre wechseln ohne drehen kommt vor allem bei einseitigen Steckröhren (z. B. Kompaktleuchtstofflampen), bestimmten Möbelleuchten mit flexiblen Klemmhaltern oder speziellen Teleskop-Federfassungen vor. Dort wird die Röhre gegen eine gefederte Fassungsseite gedrückt und direkt herausgenommen.

Wie funktioniert die Leuchtstoffröhre Schaltung, wenn ich eine alte Neonröhre auf LED umbauen möchte?

Die vorhandene Leuchtstoffröhre Schaltung gibt den Weg vor: Besitzt die Leuchte einen sichtbaren Starter (KVG/VVG), tauschen Sie beim Neonröhre auf LED umbauen einfach Starter und Röhre 1:1 aus. Bei EVG-Leuchten ohne Starter wählen Sie entweder eine EVG-kompatible LED Leuchtstoffröhre oder verdrahten die Fassung fachgerecht auf 230 V Direktanschluss um.

Wo muss man eine defekte Leuchtstoffröhre entsorgen und warum gehören LED Leuchtstoffröhren nicht in den Hausmüll?

Wenn Sie nach dem Neonröhren wechseln eine alte Leuchtstoffröhre entsorgen, muss diese wegen des enthaltenen Quecksilbers zwingend und bruchsicher zum Wertstoffhof oder Rücknahmepunkt im Handel gebracht werden. Auch spätere Leuchtstoffröhren mit LED gelten nach ElektroG als Elektroschrott, enthalten bei der Entsorgung Leuchtstoffröhren aber kein giftiges Quecksilber mehr.