Wer Großprojektion, Bühnenshows oder Prüfstände betreibt, kennt das Problem: Das Licht muss in Helligkeit und Farbe über Jahre konstant bleiben. Die Osram XBO 6000W/HPN L OFR 39V 156.0A ist eine Xenon-Kurzbogenlampe für genau solche Aufgaben und liefert bei 6000 W Leistung einen Lichtstrom von 300.000 Lumen. Für Kinos, Veranstaltungstechnik und Industrie ist sie ein Ersatzteil mit hoher Betriebsrelevanz; für ambitionierte Privatanwender bleibt sie eine Spezialanwendung für Fachkundige.
Xenon-Kurzbogenlampe mit 300.000 Lumen und 6.000 K tageslichtweiß
Das Licht einer Xenon-Kurzbogenlampe kommt dem Tageslicht spektral sehr nahe, die Farbtemperatur beträgt hier 6.000 K und wird als tageslichtweiß eingeordnet. Der Lichtbogen brennt zwischen Anode und Kathode in einem kompakten Quarzkolben mit 78 mm Durchmesser; der Lichtschwerpunkt (LCL) liegt bei 171,5 mm. Genau diese kleine Lichtquelle mit extrem hoher Leuchtdichte erlaubt es, das Licht in Reflektoren und Optiken präzise zu bündeln. Der Typenzusatz OFR steht bei Osram für die ozonfreie Ausführung, die den Betrieb in geschlossenen Vorführräumen erleichtert. Die Lampe ist laut Datenblatt dimmbar, der zulässige Regelbereich richtet sich nach dem eingesetzten Netzteil.
Gleichstrombetrieb mit 39 V und 156 A – nur mit Fachpersonal
Die Lampe arbeitet mit Gleichstrom (DC), einer Nennspannung von 39 V und einem Lampenstrom von 156 A. Ein Anschluss direkt ans 230-V-Netz ist ausgeschlossen: Es braucht ein dafür ausgelegtes Xenon-Netzteil mit Zündgerät, ein klassisches KVG, VVG oder EVG für Leuchtstofflampen ist ungeeignet. Die Lampe darf nur im spannungsfreien Zustand gewechselt werden, und zwar durch eine Elektrofachkraft oder unterwiesenes Servicepersonal. Xenonlampen stehen im Betrieb und im kalten Zustand unter Druck; tragen Sie beim Handling Gesichtsschutz und Schutzhandschuhe und fassen Sie den Quarzkolben nie mit bloßen Fingern an. Die angegebene Betriebstemperatur von 230 °C verlangt ein ausreichend gekühltes Lampenhaus.
Maße, Sockel und Brennlage der XBO 6000 W
Mit 428 mm Länge und 1015 g Nettogewicht ist die Lampe ein schweres Profi-Bauteil. Die Kontaktierung erfolgt über Anode SFaX30-9.5 und Kathode SFa30-20; beide Seiten haben unterschiedliche Sockelformen und dürfen nicht vertauscht werden. Die Brennlage s15/p15 ist laut Datenblatt einzuhalten, beachten Sie dort auch die zugehörige Fußnote. Als Nennlebensdauer sind 1.000 Stunden angegeben. Planen Sie Ersatzlampen daher rechtzeitig ein, damit Vorführungen, Events oder Prüfläufe nicht an einer ausgefallenen Quelle scheitern. Das Datenblatt steht beim Artikel als Download bereit.
Fünf Praxisvorteile der Xenon-Lampe für Profis
- Enorme Lichtleistung: 300.000 lm aus einer kompakten Lichtquelle ermöglichen helle Großbildprojektion und hohe Beleuchtungsstärken im Prüffeld.
- Tageslichtähnliches Spektrum: 6.000 K tageslichtweiß unterstützt farbtreue Wiedergabe bei Film, Bühne und Messtechnik.
- Dimmbar nach Datenblatt: Die Helligkeit lässt sich innerhalb der Vorgaben des Netzteils an Saal, Leinwand oder Prüfaufgabe anpassen.
- Gezielter 1:1-Austausch: Wer dieselbe Typenbezeichnung im Lampenhaus hat, kann die Lampe ohne Umbau tauschen.
- Ozonfreie Ausführung: Das Kürzel OFR steht für ozonfrei und erleichtert den Einsatz in geschlossenen Räumen.
Einsatz im Gewerbe und im privaten Hobbybereich
Typische Abnehmer sind Kinobetreiber, Verleiher von Veranstaltungstechnik, Simulationsanlagen und Prüflabore der Industrie, die einen Hersteller-Ersatz mit dokumentierten Daten verlangen. Auch Hausverwaltungen oder Kommunen, die ein Stadtsaalkino oder eine Aula technisch betreuen, bestellen diese Lampenklasse. Privat spielt sie nur bei fachkundigen Sammlern eine Rolle, etwa mit einem historischen Großprojektor im Hobbykeller oder Hobbyraum, wo Profi-Qualität zu Hause tatsächlich Sinn ergibt. Für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer oder Küche ist eine 6-kW-Xenonlampe dagegen ungeeignet. Lagern Sie die Lampe in der Originalverpackung, nicht lose in Werkstatt oder Garage, und fragen Sie bei Unsicherheit vor dem Kauf nach der passenden Technik.

