Je größer die Leinwand und je länger die Projektionsdistanz, desto mehr Licht muss ein Projektor bereitstellen. Für solche Anforderungen ist die Osram XBO 5000W B/H XL OFR 35V 140.0A ausgelegt: eine Xenon-Kurzbogenlampe mit 5.000 W Leistung, 35 V Lampenspannung und 140 A Lampenstrom. Ihr tageslichtweißes Licht mit 6.000 K und ein Farbwiedergabeindex von Ra 96 machen sie zur ersten Wahl für Kinobetreiber, Veranstaltungstechnik und Kulturhäuser, die auf natürliche Farben und konstante Bildqualität angewiesen sind. Die Zusätze OFR und XL kennzeichnen die ozonfreie Ausführung mit verlängerter Lebensdauer.
Farbwiedergabe Ra 96 für anspruchsvolle Kinoprojektion
Ein Ra-Wert von 96 bedeutet, dass Farben nahezu so erscheinen wie unter natürlichem Tageslicht. Gerade bei digitaler Kinoprojektion, bei Premieren oder bei Live-Übertragungen von Konzerten und Sportereignissen fällt das ins Gewicht: Hauttöne wirken lebendig, Landschaften behalten ihre Nuancen, und Markenfarben in Werbespots bleiben originalgetreu. Der extrem kurze Lichtbogen zwischen Anode und Kathode wirkt wie eine nahezu punktförmige Lichtquelle, die der Reflektor des Projektors effizient sammelt und gebündelt auf die Leinwand lenkt. Weil die Lampe dimmbar ist, regeln Vorführtechniker die Bildhelligkeit über den Ausgangsstrom des Netzgeräts innerhalb des freigegebenen Bereichs.
Einbaumaße, Sockelsystem und Anschlusskabel
Die Lampe misst 433 mm in der Gesamtlänge und 70 mm im Durchmesser. An der Anode sitzt ein Sockel SFaX30-16, an der Kathode ein SFaX28-18. Laut Datenblatt gehört zum Anschluss ein Kabel mit 560 mm Länge. Für die optische Justage ist der Lichtschwerpunktabstand (LCL) von 167,5 mm maßgeblich; weicht er vom Sollwert des Projektors ab, sinkt die Helligkeit auf der Leinwand spürbar. Weil das Datenblatt eine Betriebstemperaturgrenze von 230 °C nennt, muss die Lampenhauskühlung einwandfrei arbeiten.
Sicherer Lampenwechsel mit Netzgerät statt Vorschaltgerät
Ein klassisches Vorschaltgerät ist hier fehl am Platz: Weder KVG noch VVG oder EVG können eine Xenon-Kurzbogenlampe betreiben, und an 230 V direkt darf sie keinesfalls angeschlossen werden. Erforderlich ist ein für 5.000 W und 140 A geeignetes Gleichstrom-Netzgerät samt Hochspannungszündung, wie es Projektorhersteller vorsehen. Da XBO-Lampen bereits kalt unter Innendruck stehen und im Betrieb ein Vielfaches davon erreichen, gehört der Wechsel in die Hände einer Elektrofachkraft oder eingewiesener Vorführtechniker. Gearbeitet wird nur spannungsfrei, nach vollständiger Abkühlung und mit Schutzvisier, Schutzjacke und Handschuhen; den Quarzkolben nicht mit bloßer Hand berühren und die Sicherheitshinweise des Herstellers befolgen.
Wartungsplanung für Kinos, Verleiher und Kommunen
Mit 1.200 Stunden Nennlebensdauer lässt sich der Lampenbedarf zuverlässig hochrechnen. Diese Punkte zählen im Alltag:
- Kalkulierbarer Lampenbedarf: Bei bekannter Spielzeit pro Woche ergibt sich aus 1.200 Stunden ein klarer Bestellrhythmus. So vermeiden Sie Ausfälle mitten im Programm.
- Originalgetreue Farben: Ra 96 und 6.000 K tageslichtweiß sorgen für eine Bildwiedergabe, die Regie und Kamera so beabsichtigt haben.
- Kein Ozon im Vorführraum: Die OFR-Version erzeugt praktisch kein Ozon, was die Raumluft schont. Die Wärmeabfuhr des Lampenhauses bleibt trotzdem unverzichtbar.
- Flexible Lichtleistung: Über die Dimmbarkeit am Netzgerät passen Sie die Helligkeit an Saalgröße, Leinwandgewinn oder 3D-Vorführungen an.
- Passgenauer Ersatz: Sockel, Abmessungen und Lichtschwerpunkt von 167,5 mm ermöglichen bei kompatiblen Projektoren einen Wechsel ohne Umbauten.
Vom Kinosaal bis zum Sommerkino im eigenen Garten
Für das Heimkino im Wohnzimmer oder im Partyraum ist eine 5.000-W-Lampe überdimensioniert; hier sind Beamer mit LED- oder Laserlichtquelle die passende Wahl. Wer für ein Gartenfest oder einen Filmabend auf der Terrasse eine Open-Air-Leinwand samt Technik beim Eventverleih bucht, profitiert häufig von Xenon-Projektoren dieser Leistungsklasse und damit von echter Kinoqualität für das eigene Zuhause. Filmenthusiasten mit eigenem Kinoprojektor im Hobbykeller sollten vor dem Betrieb Stromversorgung, Abluft und Netzgerät durch eine Elektrofachkraft prüfen lassen.

