Philips Entladungslampen (MASTERColour CDM, SON-T, SDW & HPI)
Philips Entladungslampen bündeln viel Licht in kleiner Bauform und sind die erste Wahl für die 1:1-Nachbestückung bestehender Leuchten. Das Sortiment umfasst Philips MASTERColour CDM-T (G12), CDM-TC (G8.5) und CDM-TD (70 W mit RX7s, 150 W mit RX7s-24) als keramische Metalldampflampen mit UV-Block, die Reflektorlampen CDM-R (PAR20/PAR30L, Schraubsockel E27), CDM-R111 (GX8.5), CDM-Rm Mini (GX10) und CDM-Tm Mini (PGJ5) für kleine Strahler sowie die Elite-Typen mit Ra 90 und mehr. Dazu kommen Philips MASTER SON-T PIA Plus und SON (E27, E40), Philips MASTER SDW-TG (GX12-1) und SDW-T, die Philips HPI-T Plus (Quarz-Metalldampf, E40) und MHN-TD (70 W mit RX7s, 150 W mit RX7s-24, 250 W mit Fc2) für Halle und Flutlicht, MASTER CityWhite CDO und CosmoWhite CPO für die Stadtbeleuchtung, HPL für den Quecksilber-Bestand sowie als starker zweiter Schwerpunkt (über ein Drittel des Sortiments, bis 12.000 W) die Kurzbogen- und Bühnen-Entladungslampen Philips MSR (MSR Gold FastFit/MiniFastFit mit PGJX28/PGJX36/PGJX50, MSR HR, MSR Platinum) und Philips MSD (MSD Platinum, MSD Gold, Broadway mit GY9.5, GX9.5, G22) für Moving Heads, Konzert-, Theater-, Studio- und Eventbeleuchtung. Im Profieinsatz in Modehäusern, Lebensmittelmärkten und Frischetheken, im Ladenbau, in Hotellerie und Gastronomie, in Industrie- und Lagerhallen, Sportstätten sowie in der Straßen- und Stadtbeleuchtung sichern Facility Management und Elektrohandwerk damit den planmäßigen Gruppentausch.
Die Lichtfarbe lesen Sie am Code ab: 828, 830 und 930 sind warmweiß (2.800–3.000 K), 825 ist extra warmes Gold-/Warmweiß (2.500 K, SDW-TG/SDW-T), 840/842/942 sind neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.000–4.200 K, dieselbe Lichtfarbe, englisch Cool White), die HPI-T Plus mit Code 645 liefert kühles Weißlicht um 4.500 K (Ra ca. 65) und Daylight ist tageslichtweiß (über 5.000 K). Auch zu Hause hilft die Originallampe: im Deckenfluter im Wohnzimmer (sofern er als HID-Leuchte mit Vorschalt- und Zündgerät gebaut ist), im Hof- und Einfahrtsstrahler an Garage und Carport, in der Leuchte über der Werkbank im Hobbyraum, über dem Terrarium oder Aquarium und für die Pflanzenbelichtung im Gewächshaus oder Wintergarten. Wichtig: Jede Entladungslampe braucht ein passendes Vorschaltgerät, daher müssen Typ, Leistung, Sockel und zulässige Brennlage exakt zur Leuchte passen. RX7s-, RX7s-24- und Fc2-Lampen sind nicht mit R7s-Halogenstäben oder R7s-LED-Lampen austauschbar.
Produktvergleich
Energieeffizienz
- Philips-Familien auf einen Blick: MASTERColour CDM-T, CDM-TC und CDM-TD (Keramik-Metalldampf, UV-Block) für Laden und Objekt, MASTER SON-T PIA Plus für Straße und Halle, MASTER SDW-TG und SDW-T für extra warmes Gold-/Warmweiß und HPI-T Plus (Quarz-Metalldampf, E40) für klassische Hallen- und Flutlichtleuchten.
- Typenschild 1:1 übernehmen: Lampentyp, Leistung, Sockel (G12, G8.5, RX7s, RX7s-24, Fc2, GX12-1, E27, E40), Bauform und zulässige Brennlage müssen exakt zur alten Lampe passen. Das Vorschaltgerät ist auf genau eine Wattzahl und einen Lampentyp ausgelegt.
- Ohne Betriebsgerät kein Licht: Für KVG freigegebene CDM-T/TD- (z. B. 70/150 W), HPI- sowie Standard-SON- und SON-T-Typen (Kennung E) laufen am KVG mit externem Zündgerät oder an einem freigegebenen EVG; Natriumdampflampen mit Kennung I (Internal Ignitor, z. B. SON 70W I oder SON-H 68W I als HPL-Austauschlampe) besitzen einen integrierten Zünder für den Betrieb direkt an der passenden KVG-Drossel ohne externes Zündgerät. Die Mini-Typen MASTER SDW-TG Mini (GX12-1), CDM-Tm Mini (PGJ5) und CDM-Rm Mini (GX10) sowie bestimmte CDM-Typen wie CDM-T 20 W, CDM-T 35W/942 und die meisten CDM-TC-Ausführungen dürfen laut Signify-Datenblatt ausschließlich an einem dafür freigegebenen EVG betrieben werden (während z. B. die CDM-TC 35W/830 laut Datenblatt zusätzlich für ein passendes KVG mit externem Zündgerät freigegeben ist). HPL-Quecksilberdampflampen starten am KVG ohne separates Zündgerät. Einbau und Umrüstung übernimmt eine Elektrofachkraft.
- Lichtfarbe am Code ablesen: 828/830/930 = warmweiß (2.800–3.000 K), 825 = extra warmes Gold-/Warmweiß (2.500 K, SDW), 942 = neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.200 K), 645 = kühles Weißlicht um 4.500 K (HPI-T Plus, Ra ca. 65), Daylight = tageslichtweiß (über 5.000 K). Die 9 steht für Ra 90 und mehr, bei Elite-Typen etwa CDM-T Elite 35W/930.
- Sicher unterscheiden: RX7s, RX7s-24 und Fc2 (HID mit Vorschalt- und Zündgerät) dürfen niemals mit R7s-Halogenstäben oder R7s-LED-Lampen (230 V direkt) verwechselt werden. Viele zweiseitig gesockelte Stablampen sind nur für waagerechte Brennlage zugelassen.
- Vom Objekt bis nach Hause: Ob Modehaus, Frischetheke, Hotelfoyer, Lagerhalle oder Straße, ob dafür gebauter HID-Deckenfluter im Wohnzimmer, Hofstrahler an Garage und Carport, Hobbyraum, Terrarium oder Gewächshaus: Die Originallampe erhält das geplante Lichtbild.
- Bestand versorgen, Zukunft planen: Originalartikel erleichtern Wartung und Gruppentausch; Verfügbarkeit und Lieferzeit zeigt jeder Artikel. Da die RoHS-Ausnahmen für HID-Lampen befristet sind, prüfen Sie bei Modernisierung parallel den LED-Ersatz: Die Anschlussleistung sinkt häufig deutlich und das Licht ist sofort da.
1. Lampentyp am Kürzel erkennen
Das Kürzel auf Lampe oder Leuchtenschild nennt die Familie: CDM und MHN stehen für Philips Metalldampf, SON für Natriumdampf, SDW für Weißlicht-Natriumdampf und HPI für die klassische Quarz-Metalldampflampe. Die Buchstaben danach beschreiben die Bauform: T ist eine einseitig gesockelte Röhre, TC kompakt, TD zweiseitig gesockelt, R und R111 sind Reflektorlampen. Eine CDM-T 70W/830 mit G12 ist etwa ein anderer Typ als eine CDM-TD 70W/830 mit zwei Sockelenden.
Ratgeber: Gasentladungslampen & HID2. Sockel, Bauform, Brennlage und Leistung abgleichen
G12 gehört zur CDM-T, G8.5 zur kompakten CDM-TC, GX8.5 zur CDM-R111, RX7s zur CDM-TD 70 W und MHN-TD 70 W, RX7s-24 zur CDM-TD 150 W und MHN-TD 150 W, Fc2 zur MHN-TD 250 W, GX12-1 zur SDW-TG Mini, GX10 zur CDM-Rm Mini, PGJ5 zur CDM-Tm Mini, E27 zur CDM-R (PAR20/PAR30L) sowie zu SON/SON-T PIA Plus 50/70 W, E40 zu SON-T PIA Plus ab 100 W und HPI-T Plus. Die Leistung muss exakt der alten Lampe entsprechen, und die zulässige Brennlage (etwa waagerecht p15/p45 bei vielen RX7s-Stablampen oder universal) steht im Datenblatt.
Ratgeber: Lampensockel-Übersicht3. Vorschaltgerät und Zündgerät prüfen
Auf dem Vorschaltgerät oder dem Leuchtenschild stehen Lampentyp und Leistung, für die es zugelassen ist. Metalldampf- und Natriumdampflampen gleicher Wattzahl unterscheiden sich in Lampenstrom, Brennspannung und Zündanforderung, setzen Sie daher nur den freigegebenen Typ ein. SDW-TG Mini, CDM-Tm Mini, CDM-Rm Mini sowie Typen wie CDM-T 20 W, CDM-T 35W/942 und die meisten CDM-TC-Ausführungen laufen laut Datenblatt ausschließlich am freigegebenen EVG (Ausnahme laut Datenblatt z. B. CDM-TC 35W/830 auch am passenden KVG mit Zündgerät). Einbau und Umrüstung übernimmt eine Elektrofachkraft.
Ratgeber: Vorschaltgeräte EVG, KVG, VVG4. Lichtfarbe und Farbwiedergabe nach Einsatz wählen
Für Modehäuser, Frischetheken, Hotellerie, Gastronomie und das Wohnzimmer passt warmweißes Licht mit 3.000 K (830/930), für Halle, Werkstatt, Garage und Hobbyraum neutralweißes bzw. kaltweißes Licht mit rund 4.000–4.200 K (942). Philips SDW mit 825 bietet extra warmes Gold-/Warmweiß um 2.500 K, SON-T PIA Plus goldgelbes Licht um 2.000 K mit hoher Lichtausbeute für Straße und Hof. Elite-Typen und 9xx-Codes erreichen Ra 90 und mehr für anspruchsvolle Auslagen.
Ratgeber: Farbwiedergabeindex erklärtPhilips Entladungslampen im Überblick: CDM, SON, SDW, HPI und HPL
Philips Entladungslampen erzeugen ihr Licht nicht mit einem Glühdraht, sondern mit einem Lichtbogen zwischen zwei Elektroden in einem Brenner aus Keramik oder Quarzglas. Bei Hochdruck-Entladungslampen steigt der Druck nach dem Zünden stark an, so entsteht viel Licht auf kleinstem Raum. In dieser Kategorie finden Sie die wichtigsten Philips-Familien:
Keramik-Metalldampf
CDM-T · CDM-TC · CDM-TDPhilips MASTERColour CDM mit UV-Block: G12 (CDM-T), G8.5 (CDM-TC) sowie RX7s (CDM-TD 70 W) und RX7s-24 (CDM-TD 150 W) für Ladenbau, Gastronomie und Objekt. Elite-Typen wie CDM-T Elite 35W/930 liefern Ra 90 und mehr.
Natriumdampf
SON · SON-T PIA PlusPhilips MASTER SON-T PIA Plus (50/70 W mit E27, ab 100 W mit E40) liefert goldgelbes Licht und eine sehr hohe Lichtausbeute (400 W bis rund 140 lm/W) für Straße, Hof und Industrie.
Weißlicht-Natrium
SDW-T · SDW-TGPhilips MASTER SDW-TG mit GX12-1 und SDW-T bieten extra warmes Gold-/Warmweiß (825, 2.500 K) für Gastronomie, Verkauf und stimmungsvolle Akzente. Die SDW-TG Mini läuft ausschließlich am freigegebenen EVG.
HPI, MHN & HPL-Bestand
HPI-T Plus · MHN-TD · HPLDie HPI-T Plus (Quarz-Metalldampf, E40, typisch Code 645 mit ca. 4.500 K, kühles Weißlicht, Ra ca. 65) und MHN-TD versorgen klassische Hallen- und Flutlichtleuchten. Die HPI-T Plus ist keine Quecksilberdampflampe, auch wenn manche Metalldampftypen an HPL-/SON-Vorschaltgeräten laufen können. HPL bezeichnet den auslaufenden Quecksilberdampf-Bestand.
Für Straßen- und Stadtbeleuchtung führen wir außerdem MASTER CityWhite CDO und CosmoWhite CPO. Bei den Reflektorlampen gilt: CDM-R (PAR20/PAR30L) hat den Schraubsockel E27, CDM-Rm Mini den Sockel GX10 und CDM-R111 den Sockel GX8.5. Für Bühne und Projektion gibt es Spezialtypen wie MSR / MSD.
Farbcodes entschlüsseln: 828, 830, 930, 942, 825, 645 und Daylight
Bei Philips MASTERColour folgt nach dem Schrägstrich ein dreistelliger Code: Die erste Ziffer nennt die Farbwiedergabe (8 = Ra ab 80, 9 = Ra ab 90, 6 = Ra um 65), die beiden folgenden die Farbtemperatur in Hundert Kelvin. So lässt sich die Lichtfarbe sofort einordnen, etwa bei CDM-TD 70W/942 oder CDM-T 35W/830.
| Code | Lichtfarbe | Praxis |
|---|---|---|
| 825 | 2.500 K | 825 – extra warmes Gold-/Warmweiß (2.500 K): Philips SDW-TG und SDW-T für Gastronomie, Terrasse und stimmungsvolle Akzente. |
| 828 / 830 / 930 | 2.800–3.000 K | 828, 830 und 930 – warmweiß (2.800–3.000 K): brillantes, warmes Licht für Mode, Lebensmittel, Frischetheke, Hotellerie, Gastronomie und das Wohnzimmer. 828 (bzw. teils 728 bei CPO, 2.800 K) tragen CityWhite CDO und CosmoWhite CPO für Altstadt und Fußgängerzone. |
| 840 / 842 / 942 | rund 4.000–4.200 K | 840, 842 und 942 – neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.000–4.200 K): klares, sachliches Licht für Halle, Werkstatt, Büro, Garage und Hobbyraum. Neutralweiß und kaltweiß (Cool White) bezeichnen dieselbe Lichtfarbe. |
| 645 | ca. 4.500 K | 645 – kühles Weißlicht (ca. 4.500 K, Ra ca. 65): typischer Code der HPI-T Plus (Quarz-Metalldampf, E40) für Halle und Flutlicht. |
| Daylight | über 5.000 K | Daylight – tageslichtweiß (über 5.000 K): für Sport- und Messehallen sowie Anwendungen mit hohem Kontrastbedarf. |
Natriumdampflampen wie die SON-T PIA Plus tragen keinen Farbcode, ihr Licht liegt bei rund 2.000 K.
Vorschaltgerät, Zündgerät, Sockel und Brennlage: So gelingt der 1:1-Austausch
Entladungslampen arbeiten nie direkt am 230-V-Netz. Zwischen Netz und Lampe sitzen ein Vorschaltgerät, das den Lampenstrom begrenzt, und bei Metalldampf- und Natriumdampflampen ein Zündgerät, das den Lichtbogen mit der typabhängig vorgeschriebenen Zündspannung (je nach Lampe z. B. ca. 0,75 bis 5 kV laut Datenblatt) startet.
Konventionelles System
Drossel, Kompensationskondensator und externes Zündgerät bilden das System für KVG-freigegebene CDM-T/TD- (z. B. 70/150 W), MHN-, HPI- sowie Standard-SON- und SON-T-Typen (Kennung E). Ausnahme mit Innenzünder (Kennung I): Typen wie die SON 70W I oder die SON-H 68W I (Austauschlampe für alte HPL-Drosseln) tragen den Zünder im Kolben und laufen laut Datenblatt am passenden KVG ohne externes Zündgerät. Auch HPL-Quecksilberdampflampen starten am KVG ohne separates Zündgerät.
→ KVG-Freigabe im Datenblatt, Lampentyp und Leistung exakt abgleichen
Elektronisches Vorschaltgerät
Das EVG vereint Zündung und Stabilisierung, hält die Lichtfarbe stabiler und schaltet eine verbrauchte Lampe ab. Es muss ausdrücklich für CDM, SON oder SDW freigegeben sein. MASTER SDW-TG Mini (GX12-1), CDM-Tm Mini (PGJ5), CDM-Rm Mini (GX10) sowie bestimmte Kompakt- und Keramiktypen wie CDM-T 20 W, CDM-T 35W/942 und die meisten CDM-TC-Ausführungen dürfen laut Signify-Datenblatt ausschließlich an einem dafür freigegebenen EVG betrieben werden (während z. B. die CDM-TC 35W/830 laut Datenblatt zusätzlich für den Betrieb am passenden KVG mit externem Zündgerät zugelassen ist).
→ Freigabe für den Lampentyp prüfen, Mini-Typen nur am EVG
Entscheidend ist, dass Lampentyp und Leistung exakt zum Gerät passen: Eine CDM-TD 70W am Gerät für 150 W wird überlastet, eine 150-W-Lampe am 70-W-Gerät erreicht nie ihre Nennwerte. Auch die Sockelform ist nicht verhandelbar: G12 für CDM-T, G8.5 für CDM-TC, GX8.5 für CDM-R111, RX7s für CDM-TD 70 W und MHN-TD 70 W, RX7s-24 für CDM-TD 150 W und MHN-TD 150 W, Fc2 für MHN-TD 250 W, GX12-1 für SDW-TG Mini, GX10 für CDM-Rm Mini, PGJ5 für CDM-Tm Mini, E27 für CDM-R und SON/SON-T 50/70 W sowie E40 für SON-T PIA Plus ab 100 W und HPI-T Plus. Bei 2.000-W-Hochleistungslampen prüfen Sie zudem, ob das Vorschaltgerät für 230 V oder 380–400 V Netzspannung ausgelegt ist.
Beachten Sie außerdem die zulässige Brennlage: Viele RX7s-Stablampen sind laut Datenblatt nur waagerecht (p15/p45, also mit begrenzter Neigung) zugelassen, andere Typen sind universell brennend. Eine falsche Brennlage verkürzt die Lebensdauer, verändert die Lichtfarbe und kann den Brenner beschädigen.
Sicherheitshinweis: RX7s, RX7s-24 und Fc2 sind HID-Sockel für Lampen mit Vorschalt- und Zündgerät. Sie dürfen niemals mit R7s-Halogenstäben oder R7s-LED-Lampen (230 V direkt) verwechselt oder gegeneinander getauscht werden. Der Tausch führt zur Zerstörung der Lampe und kann Brand- und Berstgefahr verursachen.
Beim Wechsel gilt: Leuchte freischalten, die Lampe vollständig abkühlen lassen und den neuen Kolben nur mit Handschuh oder sauberem Tuch anfassen, denn Hautfett auf dem Quarzglas verkürzt die Lebensdauer. Tausch oder Nachrüstung des Vorschaltgeräts übernimmt eine Elektrofachkraft.
Anlaufzeit, Wiederzündung, UV-Block und Sicherheit im Betrieb
Nach dem Einschalten brauchen Philips Entladungslampen einige Minuten, bis sie den vollen Lichtstrom erreichen. Nach dem Ausschalten oder einem kurzen Netzausfall muss der heiße Brenner bei Standard-Systemen der Allgemeinbeleuchtung erst abkühlen, bevor er neu zündet – bei klassischen Metalldampflampen häufig 10 bis 15 Minuten (ausgenommen speziell für Heißwiederzündung gebaute Typen wie Philips MSR HR an einem dafür ausgelegten Hot-Restrike-Zündgerät). Für häufiges Schalten oder Bewegungsmelder sind sie grundsätzlich ungeeignet.
Hinweis: Metalldampflampen wie CDM-T, CDM-TC und CDM-TD dürfen nur in geschlossenen Leuchten mit Schutzglas betrieben werden, sofern der Hersteller sie nicht ausdrücklich für offene Leuchten freigibt, weil der Brenner am Lebensende bersten kann und UV-Strahlung entsteht. Ausführungen mit UV-Block reduzieren den UV-Anteil zusätzlich, ersetzen aber nicht das Schutzglas.
Bei der Lebensdauer zeichnet Philips langlebige Natriumdampflampen mit PIA Plus aus, die SON-T PIA Plus ist auf lange Wartungsintervalle in Straße und Industrie ausgelegt. Im Gewerbe lohnt der Gruppentausch: Werden alle Lampen eines Bereichs zum geplanten Termin gewechselt, bleiben Lichtfarbe und Helligkeit einheitlich, und Hubarbeitsbühne oder Gerüst kommen nur einmal zum Einsatz.
Eine Lampe, die am Lebensende immer wieder an- und ausgeht, sollte zeitnah getauscht werden, damit Zündgerät und Vorschaltgerät nicht unnötig belastet werden.
SON-T, SDW und CityWhite: Straße, Industrie, Gastronomie und Gewächshaus
Natriumdampf-Hochdrucklampen gehören zu den Effizienzmeistern unter den klassischen Leuchtmitteln. Die Philips MASTER SON-T PIA Plus 400W mit E40 liefert goldgelbes Licht mit einer Lichtausbeute von bis zu rund 140 lm/W und prägt Straßen, Parkplätze, Industrieflächen und angestrahlte Fassaden.
Straße & Industrie
Die klare Röhre SON-T PIA Plus gehört in Leuchten mit präzisem Reflektor, in Lagerhallen, auf Hofflächen und Parkplätzen. Wo Farben zweitrangig sind, zählt die Lichtausbeute.
Gastronomie & Altstadt
Philips MASTER SDW-TG mit GX12-1 erzeugt extra warmes Gold-/Warmweiß (825, 2.500 K) für Terrassen, Restaurants und Gassen und läuft in der Mini-Ausführung ausschließlich am freigegebenen EVG. CityWhite CDO und CosmoWhite CPO mit 2.800 K (828 bzw. 728, warmweiß) sorgen in Innenstädten für bessere Farberkennung.
Gewächshaus & Wintergarten
Natriumdampf mit seinem warmen Spektrum wird auch in der Pflanzenbelichtung genutzt. Hobbygärtner im Gewächshaus oder Wintergarten prüfen vorab Leuchte und Vorschaltgerät auf den passenden Lampentyp.
Metalldampflicht im Objekt – Profi-Qualität auch für Ihr Zuhause
Keramische Philips MASTERColour-Lampen halten ihre Lichtfarbe über die Lebensdauer stabil und erreichen mit den Elite-Typen Ra 90 und mehr. Das macht sie zum Standard im Ladenbau, aber auch zu einer guten Wahl für anspruchsvolle Privatanwendungen.
Objekt & Handel
CDM-T · CDM-TCStrahler in Modehäusern, Lebensmittelmärkten, Frischetheken, Hotelfoyers und Restaurants arbeiten häufig mit 35 oder 70 W und warmweißem Licht (830/930).
Halle & Sport
HPI-T Plus · CDM-TDFür Lager, Produktion und Sporthalle sind HPI-T Plus, MHN-TD und CDM-TD 150W im Einsatz. Neutralweißes bzw. kaltweißes Licht (942) schafft klare Sicht.
Wohnen & Außen
35 / 70 / 150 WNur dafür gebaute HID-Deckenfluter im Wohnzimmer (mit Vorschalt- und Zündgerät) und Wandstrahler arbeiten teils mit Stablampen, Hof- und Einfahrtsstrahler an Garage und Carport mit Metalldampf oder Natriumdampf. Bei Stablampen mit RX7s oder RX7s-24 die zulässige Brennlage beachten – niemals R7s-Halogen- oder R7s-LED-Lampen einsetzen.
Hobby & Terraristik
942 · EliteIn Hobbyraum und an der Werkbank sorgt neutralweißes bzw. kaltweißes Licht für Kontrast. Bei Terrarium und Aquarium prüfen Sie Leuchte, Abstand und Schutzglas besonders sorgfältig.
Dieselbe Profi-Qualität zahlt sich zu Hause aus: Wer die Originallampe nachkauft, behält Lichtbild, Lichtfarbe und Sicherheit der Leuchte unverändert.
Gruppentausch, Entsorgung, RoHS und der Umstieg auf LED
Wer Anlagen betreut, spart mit dem Gruppentausch Zeit und Kosten: Alle Lampen eines Bereichs werden vor dem Ausfall getauscht, die Lichtqualität bleibt gleichmäßig. Ausgebrannte Entladungslampen gehören wegen ihres Quecksilbergehalts nie in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder zu den Sammelstellen des Handels.
Quecksilberdampflampen wie die Philips HPL erfüllen die EU-Ökodesign-Anforderungen (VO (EG) 245/2009 Stufe April 2015, seit September 2021 abgelöst durch VO (EU) 2019/2020; Energielabel nach VO (EU) 2019/2015) nicht mehr und dürfen seit April 2015 nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden. Restbestände dienen der Versorgung bestehender Anlagen. Auch für übrige HID-Lampen sind die Quecksilber-Ausnahmen der RoHS-Richtlinie 2011/65/EU (Anhang III) befristet; einzelne Typen können daher künftig auslaufen. Für die Zukunftsplanung lohnt eine einfache Rechnung:
| Größe | Wert | Praxis |
|---|---|---|
| Lampe | 400 W | Philips SON-T PIA Plus, E40 |
| System | rund 440 W | inkl. konventionellem Vorschaltgerät |
| Brenndauer | 4.000 Betriebsstunden im Jahr | typischer Gewerbebetrieb |
| Strompreis | 25 Cent pro Kilowattstunde | Rechenbasis |
| Ergebnis | rund 440 Euro Strom jährlich | für einen einzigen Lichtpunkt |
Ein passender LED-Hallenstrahler braucht für vergleichbares Nutzlicht oft nur die Hälfte, ist sofort hell und lässt sich schalten. Wer kurzfristig nachbestückt, findet hier die Originallampe; wer modernisiert, findet Alternativen unter LED-Ersatz für Entladungslampen und LED-Hallenleuchten.
Philips MSR und MSD für Bühne, Moving Heads, Konzert und Film/TV
Rund ein Drittel des Philips-Entladungssortiments entfällt auf Kurzbogen-Metalldampflampen der Serien MSR und MSD (je nach Modell von rund 132 W bei der MSD Platinum 2 R bis 12.000 W bei der MSR 12000 HR) für professionelle Veranstaltungstechnik, Theater, Konzertbühnen, TV-Studios und Architektur-Scheinwerfer:
MSR Gold FastFit & MiniFastFit
PGJX28 · PGJX36 · PGJX50Das einseitig gesockelte FastFit- und MiniFastFit-Bajonettsystem erlaubt den Lampenwechsel im Scheinwerfer in Sekunden durch eine einfache Drehbewegung – mit goldbeschichteten Sockelkontakten und tageslichtähnlichen 5.600 bis 7.500 K.
MSD & MSR Platinum
Reflektor-Einheit · Moving HeadsMSD Platinum (z. B. 2 R, 5 R, 11 R, 14 R, 15 R, 16 R, 17 RA, 20 R, 21 R, 25 R, 200 Flex) und MSR Platinum 35 sind extrem kompakte Kurzbogen-Brenner (teils fest im elliptischen Reflektor integriert) für moderne, lichtstarke Beam-, Spot- und Hybrid-Moving-Heads.
MSR SA, MSR HR & MSD
GY9.5 · GX9.5 · G22 · G38 · GY38Klassische Kurzbogenlampen (Short Arc) und heiß wiederzündbare HR-Typen (Hot Restrike) von 200 W bis 12.000 W (MSR 12000 HR) für Verfolgerscheinwerfer, Film-/TV-Fluter und Großprojektionen.
Sicherheit im Bühnenbetrieb
Überdruck · UV-Schutz · KühlungKurzbogenlampen wie MSR und MSD stehen im Betrieb unter hohem Überdruck, entwickeln extreme Hitze und starke UV-Strahlung. Betrieb nur in geschlossenen Scheinwerfern mit intaktem Frontglas/UV-Filter, funktionierender Lüfterkühlung und innerhalb der Nennlebensdauer.
Philips Entladungslampe oder LED-Ersatz? Der direkte Vergleich
| Merkmal | Philips Entladungslampe (MASTERColour CDM, SON-T, HPI) | LED-Ersatz (TrueForce / Hallenstrahler) |
|---|---|---|
| Lichterzeugung | Lichtbogen im Brenner aus Keramik oder Quarzglas | Halbleiterchips mit Treiberelektronik |
| Lichtausbeute | Keramik-Metalldampf rund 80–110 lm/W, SON-T PIA Plus 400W bis rund 140 lm/W (Lampenwert ohne Vorschaltgerät) | Aktuelle LED-Hallenstrahler häufig 140–180 lm/W (Systemwert) |
| Betriebsgerät | Passendes KVG (nur für KVG-freigegebene CDM-T/TD, MHN, HPI sowie Standard-SON/SON-T mit externem Zündgerät; SON I / SON-H I mit Innenzünder und HPL ohne externes Zündgerät) oder EVG, exakt auf Typ und Wattage abgestimmt; SDW-TG Mini, CDM-Tm/Rm Mini sowie Typen wie CDM-T 20 W, CDM-T 35W/942 und die meisten CDM-TC-Ausführungen ausschließlich am freigegebenen EVG (Ausnahme z. B. CDM-TC 35W/830 laut Datenblatt auch am passenden KVG mit Zündgerät) | Treiber integriert; Retrofits je nach Modell am vorhandenen Vorschaltgerät oder mit Überbrückung laut Hersteller |
| Brennlage | Je nach Typ universal oder auf bestimmte Einbaulagen begrenzt (z. B. horizontal p15/p45 bei RX7s/RX7s-24), Datenblatt beachten | In der Regel lageunabhängig, Herstellerangaben prüfen |
| Anlauf und Wiederzündung | Mehrere Minuten bis zur vollen Helligkeit, heiß oft 10–15 Minuten Wartezeit | Sofort volles Licht, beliebig schaltbar |
| Farbwiedergabe | CDM Ra 80 bis über 90 (Elite), HPI-T Plus Ra ca. 65, SON-T rund Ra 20–25, SDW-TG über Ra 80 | Meist Ra 80, Profi-Modelle Ra 90 und mehr |
| Lichtfarben | SON-T rund 2.000 K, SDW 2.500 K, CDM warmweiß 3.000 K, neutralweiß bzw. kaltweiß rund 4.200 K, HPI-T Plus ca. 4.500 K | Warmweiß 3.000 K, neutralweiß bzw. kaltweiß 4.000 K, tageslichtweiß 6.500 K |
| Dimmen und Sensorik | Nur mit Spezialsystemen, für häufiges Schalten und Bewegungsmelder ungeeignet | Passende Modelle dimmbar und für Präsenz- und Bewegungsmelder geeignet |
| Quecksilber und Entsorgung | Quecksilberhaltig, getrennte Sammlung vorgeschrieben, RoHS-Ausnahmen befristet | Quecksilberfrei, Rückgabe als Elektroaltgerät |
| Stärke im Bestand | 1:1-Nachbestückung ohne Leuchtenumbau, originales Lichtbild und Sockel | Senkt Strom- und Wartungskosten, Prüfung oder Umbau der Leuchte erforderlich |


















































