LED-Wandleuchten innen & außen · Lichtleisten · Feuchtraum IP44–IP65 · Orientierungslicht

LED-Wandleuchten

LED-Wandleuchten bringen Licht genau dorthin, wo die Deckenleuchte nicht hinkommt oder gar keine vorgesehen ist: als schlanke LED-Lichtleiste über der Werkbank, als robuste Feuchtraum- und Außenwandleuchte bis IP65, als flächige Wand-/Deckenleuchte im Treppenhaus oder als dezentes Orientierungslicht im Flur. Im Büro, Lager, Treppenhaus, in der Werkstatt, Praxis, Gastronomie und Hotellerie zählen Dauerbetrieb, Lumen pro Watt und eine einheitliche Lichtfarbe über viele Brennstellen – dieselbe Profi-Qualität sorgt zu Hause im Hausflur, Keller, Hobbyraum, in der Garage, Küche und im Badezimmer oder als Lichtsaum an der Wand im Wohnzimmer für gutes Licht. Sie finden hier Leuchten von LEDVANCE, Osram, EVN und Sylvania sowie einzelne Modelle von Philips, Modee und Hera – von 10-lm-Nachtlichtern bis zu 1,5-m-Lichtleisten mit über 6.000 lm, in warmweiß (2.700–3.000 K) und neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K).

IP20 bis IP65Vom trockenen Wohnraum bis Keller, Garage und Fassade
10 bis 6.600 lmNachtlicht, Wandleuchte oder Hochleistungs-Lichtleiste
30 bis 150 cmLichtleisten in den Längen der klassischen Leuchtstoffleisten
Wand & DeckeViele Modelle für Wand-, Decken- oder Unterbaumontage

Leuchten: kurz erklärt

LED austauschbar oder fest verbaut?

Ein sichtbarer Sockel wie E27, GU10 oder G9 spricht für ein wechselbares Leuchtmittel. Verbindlich sind Piktogramm und Datenblatt. Animation mit Musik, rund 135 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Vier Bauformen, vier Aufgaben: Schlanke LED-Lichtleisten (Batten) für Werkstatt, Lager, Keller und Küche, flächige Wand-/Deckenleuchten für Treppenhaus und Flur, robuste Feuchtraum- und Außenwandleuchten für Garage, Fassade und Tiefgarage sowie kleine Orientierungsleuchten für Treppe und Gang.
  • Helligkeit nach Lumen planen: Die Spanne reicht von 10–14 lm (LEDVANCE Nightlux) über 400–1.500 lm kompakter Lichtleisten bis 6.600 lm bei der 150-cm-Leiste Linear UO. Die Faustregel lautet Lux-Richtwert × Fläche – wegen Wand- und Alterungsverlusten liefern die Leuchten in der Praxis grob das Doppelte.
  • Schutzart passend zum Ort: IP20 nur für trockene Innenräume, IP44 für Spritzwasser in Bad, Hauseingang und unter dem Vordach, IP54 zusätzlich staubgeschützt, IP65 staubdicht und strahlwassergeschützt für Waschplatz, Tiefgarage und Fassade. IK10 steht für hohe Schlagfestigkeit bis 20 Joule.
  • Lichtfarbe nach Raum: Warmweiß (2.700–3.000 K, Code 827/830) für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Hotelflur und Gastraum, neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840 – beides dieselbe Lichtfarbe) für Küche, Badezimmer, Keller, Werkstatt, Büro und Lager, tageslichtweiß (6.000–6.500 K) für Prüf- und Detailarbeit.
  • 1:1-Ersatz für alte Leuchtstoffleisten: LED-Lichtleisten in 60, 90, 120 und 150 cm erreichen laut Artikelangaben rund 95–110 lm/W, eine T8-Leiste mit konventionellem Vorschaltgerät nur etwa 70–75 lm/W. Kein Starter, kein Flackern, kein Röhrenwechsel – das senkt Strom- und Wartungskosten im Objekt wie im Hobbykeller.
  • Profi-Marken für Objekt und Zuhause: LEDVANCE Linear Compact, Switch Batten, Value Batten, Power Batten, Linear UO, Surface Compact IK10 und Nightlux, Osram Endura Style, Lunive Vela und Color White sowie Leuchten von EVN und Sylvania – für Hausverwaltung, Elektrohandwerk und Facility Management genauso wie für Hausflur, Garage und Hobbyraum.

1. Einsatzort und Schutzart festlegen

Für Wohnzimmer, Büro, Hotelflur und trockenen Keller genügt IP20. In Badezimmer, Waschküche, Hauseingang und unter dem Vordach sollte es mindestens IP44 sein, in Garage, Carport, Tiefgarage und an der freien Fassade IP54 oder IP65. Wo Bälle fliegen, Fahrzeuge rangieren oder Vandalismus droht – Sporthalle, Schule, Treppenhaus im Mehrfamilienhaus – zählt zusätzlich die Schlagfestigkeit IK10.

Ratgeber: IP-Schutzart & Schutzklasse

2. Bauform und Lichtverteilung wählen

Eine Lichtleiste leuchtet lange Flächen gleichmäßig aus – Werkbank, Regalgang, Küchenzeile, Kellerflur. Runde und quadratische Wand-/Deckenleuchten verteilen das Licht flächig und blendarm in Treppenhaus und Flur. Wallwasher und Up-Leuchten wie die Osram Endura Style Wallwasher oder Lantern Classic Up streichen die Fassade an, Orientierungsleuchten wie LEDVANCE Nightlux markieren nur Stufen und Wege.

Ratgeber: LED-Decken- & Wandleuchten wählen

3. Helligkeit nach Raumgröße berechnen

Multiplizieren Sie den Lux-Richtwert mit der Fläche: Flure und Verkehrswege brauchen nach ASR A3.4 mindestens 50 lx, Treppen 100 lx, Büroarbeitsplätze 500 lx; im Wohnbereich sind rund 200 lx eine gute Orientierung. Weil Wände Licht schlucken und LEDs altern, sollten die Leuchten zusammen grob das Doppelte dieses Werts liefern. Der Lichtstrom steht bei jeder Leuchte direkt im Artikelnamen.

Ratgeber: Wie viel Lumen pro qm?

4. Lichtfarbe und Bedienung abstimmen

Warmweiß (830) wirkt wohnlich in Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Restaurant und Hotelflur, neutralweiß bzw. kaltweiß (840) hält wach in Küche, Bad, Homeoffice, Werkstatt, Lager und Praxis. Prüfen Sie außerdem, wie die Leuchte geschaltet wird: Die Serien Linear Compact Switch und Switch Batten tragen einen Schalter am Gehäuse – praktisch über Werkbank und Küchenarbeitsfläche. Die meisten Modelle sind nicht dimmbar; dimmbare tragen den Zusatz im Namen.

Ratgeber: Lichtfarbe & Kelvin

Bauformen im Überblick: Lichtleiste, Wand-/Deckenleuchte, Außenwandleuchte und Orientierungslicht

Unter dem Begriff LED-Wandleuchte stecken sehr unterschiedliche Leuchten, und die Bauform entscheidet über das Lichtbild.

Lichtleisten (Batten)

Wand · Decke · Unterbau

Den größten Teil des Sortiments bilden LED-Lichtleisten, im Fachhandel auch Batten genannt: schmale, lange Leuchten wie LEDVANCE Linear Compact, Switch Batten, Value Batten und Power Batten, die sich an Wand, Decke oder unter Hängeschränken montieren lassen. Sie leuchten Werkbank, Regalgang, Kellerflur oder Küchenzeile auf ganzer Länge gleichmäßig aus.

Wand-/Deckenleuchten

Flächig · blendarm

Für flächiges, blendarmes Licht gibt es runde und quadratische Wand-/Deckenleuchten wie die LEDVANCE Surface Circular mit 400 mm Durchmesser, die Osram Lunive Vela oder die dimmbare Osram Color White Square.

Außenwandleuchten

Fassade · Eingang · Garage

Für Fassade, Hauseingang und Garage sind Außenwandleuchten gedacht – etwa die Osram Endura Style-Familie als Wallwasher, Mini Spot oder Laterne – sowie die schlagfeste LEDVANCE Surface Compact IK10 mit IP65.

Orientierungsleuchten

10–14 Lumen

Die kleinste Klasse sind Orientierungsleuchten wie LEDVANCE Nightlux Stair und Nightlux Hall, die mit 10 bis 14 Lumen Stufen und Wege markieren, ohne zu blenden.

Dazu kommen Leuchten von EVN und Sylvania sowie einzelne Modelle von Philips, Modee und Hera.

Helligkeit richtig planen: Lumen, Lux und Lichtausbeute

Für die Helligkeit zählt der Lichtstrom in Lumen, den Sie bei fast jeder Leuchte direkt im Artikelnamen finden. Wie viel Sie brauchen, ergibt die einfache Rechnung Lux-Richtwert × Raumfläche. Die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 nennt als Mindestwerte zum Beispiel 50 lx für Verkehrswege und Flure, 100 lx für Treppen und 500 lx für Büroarbeitsplätze; im privaten Wohnbereich sind rund 200 lx eine gute Orientierung, aber keine Norm.

Weil Wände und Decke einen Teil des Lichts schlucken und LEDs mit den Jahren etwas nachlassen, sollten die Leuchten zusammen grob das Doppelte liefern.

Rechenbeispiel: Ein 15 m² großer Hobbyraum mit gewünschten 300 lx braucht 4.500 lm auf der Fläche, also etwa 9.000 lm aus den Leuchten – das schaffen zwei LEDVANCE Power Batten 1200 mit je 4.800 lm. Für einen 10 m² großen Kellerflur mit 50 lx genügt dagegen schon eine kompakte Lichtleiste mit rund 1.000 lm.

Wie effizient eine Leuchte arbeitet, zeigt die Lichtausbeute in Lumen pro Watt: Die Lichtleisten in dieser Kategorie liegen laut Artikelangaben bei rund 95 bis 110 lm/W – eine Linear UO 1500 erzeugt mit 60 W beispielsweise 6.600 lm.

Schutzart und Schlagfestigkeit: IP20, IP44, IP54, IP65 und IK10

Die zweistellige IP-Schutzart beschreibt, wie gut eine Leuchte gegen Fremdkörper (erste Ziffer) und Wasser (zweite Ziffer) geschützt ist. In dieser Kategorie kommen vor allem vier Stufen vor:

IP-Schutzarten für LED-Wandleuchten
SchutzartSchutzEinsatzbereich
IP20geschützt gegen Berühren mit den Fingern, aber nicht gegen Wassernur für trockene Innenräume wie Wohnzimmer, Büro, Hotelflur und trockenen Lagerraum
IP44Schutz gegen Fremdkörper ab 1 mm und Spritzwasser aus allen Richtungenfür Badezimmer, Waschküche, Hauseingang und überdachte Außenbereiche
IP54staubgeschützt und spritzwassergeschütztzum Beispiel für Treppenhaus, Keller und offene Durchgänge
IP65staubdicht und geschützt gegen Strahlwasserfür Garage, Carport, Waschplatz, Tiefgarage, Lagerhalle und freie Fassade

Zusätzlich gibt der IK-Code die Schlagfestigkeit an. IK10 ist die höchste Stufe und steht für eine Stoßenergie von 20 Joule; Leuchten wie die LEDVANCE Surface Compact IK10 eignen sich damit für Sporthallen, Schulflure, Parkhäuser und Treppenhäuser im Mehrfamilienhaus.

Im Badezimmer gilt: Welche Schutzart in welchem Bereich rund um Dusche und Badewanne nötig ist, regelt die DIN VDE 0100-701 – Planung und Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft.

Lichtfarben und Farbcodes 827, 830, 840 und 865 verstehen

Der dreistellige Code nach der Wattzahl, etwa 20W/840, verrät zwei Werte: Die erste Ziffer steht für die Farbwiedergabe – eine 8 bedeutet Ra 80 bis 89 und damit gute Farbwiedergabe für Wohnen, Büro und Lager. Die beiden letzten Ziffern mal 100 ergeben die Farbtemperatur in Kelvin.

2.700–3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß / Kaltweiß6.000–6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

827 / 8302.700–3.000 K

Warmweiß, 2.700–3.000 K (Code 827/830): gemütliches, leicht gelbliches Licht für Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Restaurant, Hotelflur und Eingangsbereich.

Neutralweiß / kaltweiß

8404.000 K

Neutralweiß bzw. kaltweiß, 4.000 K (Code 840): Beide Begriffe – im Englischen Cool White – bezeichnen exakt dieselbe Farbtemperatur von 4.000 Kelvin. Das klare, sachliche Weiß passt in Küche, Badezimmer, Homeoffice, Hausflur, Keller, Garage, Werkstatt, Büro, Praxis und Lager.

Tageslichtweiß

860 / 8656.000–6.500 K

Tageslichtweiß, 6.000–6.500 K (Code 860/865): kühles, leicht bläuliches Licht für Prüfplätze und Detailarbeit – nicht zu verwechseln mit kaltweiß (4.000 K).

Für Außenwandleuchten an Haus und Hof wird meist warmweiß gewählt, weil die Fassade damit freundlich wirkt und Nachbarn weniger geblendet werden; in Garage, Tiefgarage und Lager sorgt neutralweiß für klare Sicht. Wer viele Leuchten in einem Objekt einsetzt, sollte bei einer Serie und einem Farbcode bleiben – so wirkt das Licht über alle Etagen einheitlich.

Alte Leuchtstoff-Lichtleisten durch LED ersetzen

In Kellern, Werkstätten, Garagen und Lagern hängen noch unzählige Lichtleisten mit T8-Leuchtstoffröhren. Seit August 2023 dürfen die gängigen T8-Röhren in den Längen 60, 120 und 150 cm in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; Ersatz wird damit auf Dauer knapper.

Empfohlen

Komplette LED-Lichtleiste

Statt nur die Röhre zu tauschen, ist die komplette LED-Lichtleiste oft die sauberere Lösung: kein Starter, kein Vorschaltgerät, kein Flackern beim Einschalten und keine Röhre, die später ersetzt werden muss. Die Batten-Serien gibt es passend zu den klassischen Leuchtstoffleisten in 30, 60, 90, 120 und 150 cm.

→ Neue Leiste statt neuer Röhre

Alternative

Bestehende Leuchte umrüsten

Alternativ lassen sich bestehende Leuchten mit LED-Röhren umrüsten.

→ Gehäuse bleibt, nur das Leuchtmittel wechselt

Wichtig ist der Blick auf die Lumen: Eine T8-Röhre mit 36 W und 120 cm liefert je nach Typ rund 3.000 bis 3.350 lm. Wer diese Helligkeit wieder erreichen will, greift zur Power Batten 1200 mit 2.600 lm oder 4.800 lm beziehungsweise zur Linear UO 1200 mit 4.000 lm; die Value Batten 1200 mit 2.000 lm reicht für Nebenräume.

Ein Rechenbeispiel für den Betrieb: Eine 36-W-Röhre zieht mit konventionellem Vorschaltgerät rund 45 W aus dem Netz, eine LED-Leiste mit 24 W spart damit etwa 21 W. Bei 3.000 Betriebsstunden im Jahr sind das rund 63 kWh oder bei 30 Cent je kWh knapp 19 Euro pro Leuchte und Jahr – in einem Lager mit 40 Leisten über 750 Euro, Wartung nicht eingerechnet.

Montage, Anschluss und fest verbaute LED

  • Montageposition: Viele Leuchten dieser Kategorie sind als Wand-/Deckenleuchte oder Wand-/Decken-/Unterbauleuchte ausgewiesen: Der Hersteller gibt sie für mehrere Montagepositionen frei, sodass dieselbe Leiste über der Werkbank an der Wand, im Flur an der Decke oder unter dem Küchenhängeschrank sitzen kann.
  • Anschluss: Für den Anschluss an die feste Hausinstallation gilt in Deutschland: Arbeiten an der 230-V-Installation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
  • Schalter am Gehäuse: Praktisch für den Alltag sind Serien mit eigenem Schalter wie LEDVANCE Linear Compact Switch und Switch Batten – damit lässt sich etwa die Leuchte über Arbeitsplatte oder Werkbank separat einschalten.
  • Fest verbaute LED: Bei fast allen Modellen ist die LED fest verbaut. Das ermöglicht flache Gehäuse, gute Wärmeabfuhr und eine lange Lebensdauer; ist das Lebensende erreicht, wird die Leuchte als Ganzes getauscht und als Elektroaltgerät entsorgt.
  • Fassung & Dimmbarkeit: Ob ein Modell stattdessen eine Fassung für ein wechselbares Leuchtmittel hat, zeigen Produktbeschreibung und Datenblatt. Dimmbar sind nur Leuchten mit dem ausdrücklichen Zusatz „dimmbar“ – der Großteil der Lichtleisten ist für den reinen Schaltbetrieb ausgelegt.

Profi-Licht für Objekt, Gewerbe und Handwerk – und für Ihr Zuhause

Objekt & Gewerbe

Profi-Licht im Objekt

In Büros, Praxen und Kanzleien beleuchten LED-Wandleuchten Flure, Teeküchen und Nebenräume, in Hotels und Restaurants sorgen warmweiße Wand-/Deckenleuchten für einladende Gänge und Treppenhäuser. Lager, Werkstätten, Kfz-Betriebe und Industrie setzen auf leistungsstarke Lichtleisten mit neutralweißem Licht, Hausverwaltungen und Facility Management auf robuste Leuchten mit IP65 und IK10 für Tiefgarage, Kellergang und Treppenhaus.

→ Möglichst aus einer Serie, damit Nachbestellungen auch Jahre später exakt zum Bestand passen

Zuhause

Dieselbe Profi-Qualität daheim

Als Lichtleiste in Keller, Hobbyraum und Garage, als Unterbauleuchte in der Küche, als spritzwassergeschützte Leuchte im Badezimmer, als Wand-/Deckenleuchte im Hausflur und als Orientierungslicht an der Treppe. Für Hauseingang, Terrasse und Fassade finden Sie wetterfeste Modelle – weitere Auswahl bietet die Kategorie LED-Außenwandleuchten.

→ Profi-Leuchten zahlen sich auch im Eigenheim aus

Die lange Lebensdauer fest verbauter LEDs senkt Wartungsaufwand und Ausfallzeiten gerade dort, wo viele Leuchten hoch oder schwer erreichbar hängen.

Vergleich: LED-Lichtleiste vs. Leuchtstoff-Lichtleiste mit T8-Röhre

Technischer und wirtschaftlicher Direktvergleich für Werkstatt, Lager, Keller, Garage und Objekt
MerkmalLED-Wandleuchte / LED-LichtleisteLeuchtstoff-Lichtleiste (T8, konventionelles Vorschaltgerät)
LeuchtmittelLED fest verbaut, kein LeuchtmittelwechselT8-Röhre plus Starter, beides Verschleißteile
Lichtausbeuterund 95–110 lm/W laut Artikelangabenetwa 70–75 lm/W inklusive Vorschaltgerät
Leistung bei 120 cm Länge14–50 W je nach Serie, 1.400–4.800 lm36-W-Röhre, rund 45 W Systemleistung
EinschaltverhaltenSofort volle Helligkeit, kein FlackernFlackern beim Start, volle Helligkeit erst nach Aufwärmen
VerfügbarkeitAktuelle Serien, langfristig nachbestellbarGängige T8-Röhren dürfen seit August 2023 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden
SchutzartIP20 bis IP65, schlagfeste Modelle bis IK10Meist IP20; Feuchtraum nur mit Wannenleuchte
LichtfarbenWarmweiß (3.000 K) und neutral-/kaltweiß (4.000 K)Je nach Röhre warmweiß bis tageslichtweiß
Kälte und GarageSofort volle Helligkeit auch in kalten Räumen; zulässige Umgebungstemperatur laut DatenblattBei Kälte verzögerter Start und deutlich weniger Licht
EntsorgungAls Elektroaltgerät über den WertstoffhofRöhre enthält Quecksilber, Sondersammlung nötig

Häufige Fragen zu LED-Wandleuchten

Welche LED-Wandleuchte passt für welchen Raum?
Für Werkstatt, Keller, Hobbyraum, Lager und Küchenzeile sind LED-Lichtleisten erste Wahl, weil sie lange Flächen gleichmäßig ausleuchten. In Treppenhaus, Hausflur und Hotelgang verteilen runde oder quadratische Wand-/Deckenleuchten das Licht flächig und blendarm. Für Garage, Carport, Tiefgarage und Fassade brauchen Sie eine Außen- oder Feuchtraumleuchte mit mindestens IP44, besser IP65. Und wo nur Stufen oder Wege markiert werden sollen, genügt eine Orientierungsleuchte wie LEDVANCE Nightlux mit 10 bis 14 Lumen.
Wie hell sollte eine LED-Wandleuchte sein – wie viele Lumen brauche ich?
Rechnen Sie Lux-Richtwert mal Fläche und planen Sie wegen Wand- und Alterungsverlusten grob das Doppelte an Leuchten-Lumen ein. Die ASR A3.4 nennt zum Beispiel 50 lx für Flure, 100 lx für Treppen und 500 lx für Büroarbeitsplätze; für Wohnräume sind rund 200 lx eine gute Orientierung. Ein 10 m² großer Kellerflur kommt so mit rund 1.000 lm aus, ein 15 m² großer Hobbyraum mit gewünschten 300 lx braucht etwa 9.000 lm – zum Beispiel zwei Power Batten 1200 mit je 4.800 lm. Den Lichtstrom finden Sie bei jeder Leuchte direkt im Artikelnamen.
Warmweiß, neutralweiß oder kaltweiß – welche Lichtfarbe ist richtig?
Warmweiß (2.700–3.000 K, Code 827/830) wirkt gemütlich und passt in Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Restaurant, Hotelflur und an den Hauseingang. Neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840) – beide Begriffe bezeichnen exakt dieselbe Lichtfarbe von 4.000 Kelvin – liefert klares Arbeitslicht für Küche, Badezimmer, Homeoffice, Keller, Garage, Werkstatt, Büro und Lager. Tageslichtweiß (6.000–6.500 K, Code 860/865) ist für Prüf- und Detailarbeit gedacht. In dieser Kategorie sind vor allem warmweiße und neutralweiße Modelle vertreten; über den Filter grenzen Sie die Lichtfarbe direkt ein.
Welche Schutzart brauche ich für Bad, Keller, Garage und außen?
IP20 reicht nur für trockene Innenräume. Für Badezimmer, Waschküche, Hauseingang und überdachte Außenbereiche sollte es mindestens IP44 (spritzwassergeschützt) sein. IP54 ist zusätzlich staubgeschützt, IP65 staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser – ideal für Garage, Carport, Waschplatz, Tiefgarage und freie Fassade. Im Bad bestimmt die DIN VDE 0100-701, welche Schutzart in welchem Bereich rund um Dusche und Wanne nötig ist; die Planung übernimmt eine Elektrofachkraft. Die Schutzart jeder Leuchte steht im Artikelnamen und in den technischen Daten.
Kann ich bei einer LED-Wandleuchte das Leuchtmittel wechseln?
Bei fast allen Modellen dieser Kategorie ist die LED fest verbaut. Das ermöglicht flache Gehäuse, gute Wärmeabfuhr und eine lange Lebensdauer; am Ende der Lebensdauer wird die Leuchte komplett getauscht und als Elektroaltgerät entsorgt. Ob ein Modell stattdessen eine Fassung für ein wechselbares Leuchtmittel besitzt, zeigen Produktbeschreibung und Datenblatt. Woran Sie den Unterschied erkennen, erklärt unser Ratgeber zu fest verbauten und wechselbaren LEDs.
Kann ich eine alte Leuchtstoff-Lichtleiste durch eine LED-Lichtleiste ersetzen?
Ja, und meist ist das die sauberste Lösung: Die LED-Lichtleisten gibt es in den klassischen Längen 60, 90, 120 und 150 cm, sie brauchen weder Starter noch Vorschaltgerät und starten ohne Flackern. Achten Sie auf die Lumen: Eine 120-cm-T8-Röhre mit 36 W liefert je nach Typ rund 3.000 bis 3.350 lm. Gleichwertig oder heller sind etwa die Power Batten 1200 (2.600 oder 4.800 lm) oder die Linear UO 1200 (4.000 lm); für Nebenräume genügt eine Value Batten 1200 mit 2.000 lm. Den Austausch an der festen Installation übernimmt eine Elektrofachkraft.
Sind LED-Wandleuchten dimmbar?
Nur ein kleiner Teil. Die meisten Lichtleisten, Feuchtraum- und Außenwandleuchten sind für den reinen Schaltbetrieb gebaut und tragen den Zusatz „nicht dimmbar“ im Namen. Dimmbare Modelle wie die Osram Color White Square sind ausdrücklich als „dimmbar“ gekennzeichnet. Eine nicht dimmbare Leuchte an einem Dimmer kann flackern, brummen oder Schaden nehmen – in diesem Fall den Dimmer gegen einen normalen Schalter tauschen lassen.
Was bedeutet Wand-/Deckenleuchte oder Wand-/Decken-/Unterbauleuchte?
Der Hersteller gibt diese Leuchten für mehrere Montagepositionen frei. Eine LEDVANCE Switch Batten oder Value Batten darf also an der Wand über der Werkbank, an der Decke im Kellerflur oder unter einem Küchenhängeschrank montiert werden. Das ist praktisch für Objekte mit vielen unterschiedlichen Räumen: Mit einer Serie und einem Farbcode decken Sie Wand, Decke und Unterbau ab und haben bei Nachbestellungen immer dasselbe Licht. Die zulässigen Montagearten stehen im Artikelnamen und in der Montageanleitung.
Was bedeutet IK10 bei einer Wandleuchte?
Der IK-Code gibt die Schlagfestigkeit eines Gehäuses nach DIN EN 62262 an. IK10 ist die höchste Stufe und steht für eine Stoßenergie von 20 Joule. Solche Leuchten – etwa die LEDVANCE Surface Compact IK10 mit IP65 – halten Ballwürfen, Stößen mit Werkzeug oder Rangierunfällen deutlich besser stand. Sie sind die richtige Wahl für Sporthalle, Schulflur, Parkhaus, Tiefgarage und Treppenhaus im Mehrfamilienhaus, aber auch für Garage und Werkstatt zu Hause.
Darf ich eine LED-Wandleuchte selbst anschließen?
Arbeiten an der festen 230-V-Hausinstallation gehören in Deutschland in die Hände einer Elektrofachkraft – das gilt für das Setzen einer neuen Wandleuchte ebenso wie für den Tausch einer alten Leuchtstoffleiste, besonders in Bad, Keller und im Außenbereich. Ausgenommen sind Leuchten, die ohne Netzanschluss auskommen, etwa batteriebetriebene Orientierungsleuchten; wie ein Modell versorgt wird, zeigen Produktbeschreibung und Datenblatt. Welche Klemmen beim Anschluss verwendet werden, erklärt unser Ratgeber zu WAGO-Klemmen.