LED-Panels · Rasterdecke 600 × 600 / 625 × 625 · 1200 × 300 · UGR < 19 · DALI · Smart+

LED-Panels

LED-Panels – auch gesucht als LED-Panel 60x60, LED-Panel 62x62, LED-Panel 120x30 oder LED-Rasterleuchte – sind der moderne Ersatz für alte 4×18-W-Leuchtstoff-Rasterleuchten. Sie passen in Rasterdecken mit 600er- oder 625er-Raster, lassen sich mit Rahmen oder Abhängeset aber auch an geschlossene Decken bringen. In Büro, Praxis, Schule, Hotel, Verkaufsraum und Lager liefern blendungsbegrenzte Modelle mit UGR < 19 oder UGR < 16 normgerechtes Arbeitslicht bei oft nur 27,5 bis 42 W. Dieselbe Objektqualität sorgt zu Hause für gleichmäßiges Licht im Homeoffice, in Küche, Hausflur, Keller, Hobbyraum und Garage – und mit den rahmenlosen Planon- und Smart+-Panels in warmweiß, Tunable White oder RGBW auch im Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer. Im Sortiment: LEDVANCE, EVN, Philips, Osram und Modee, in warmweiß (3.000 K), neutralweiß / kaltweiß (4.000 K) und tageslichtweiß (6.500 K), nicht dimmbar, dimmbar über DALI oder smart per App.

600 · 625 · 120060×60, 62×62, 120×30, 120×60 cm & runde Modelle
bis ca. 150 lm/Wz. B. Louver 1200: 4.150 lm bei 27,5 W
UGR < 19 / < 16Blendungsbegrenzt für Bildschirm- und CAD-Arbeit
DALI · Smart+Nicht dimmbar, DALI-dimmbar oder per WiFi/Matter

LED-Panels: kurz erklärt

LED-Panel: 60 × 60 oder 62 × 62?

Das Deckenraster gibt das Panelmaß vor: von Profilmitte zu Profilmitte messen. Im 600er-Raster passen rund 595 mm, im 625er rund 620 mm. Animation mit Musik, rund 135 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

Büro-Licht: Lux, Kelvin und UGR

Am Arbeitsplatz mindestens 500 lx, in der Umgebung mindestens 300 lx, Blendung höchstens UGR 19. UGR, Kelvin und Ra stehen im Datenblatt. Animation mit Musik, rund 125 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

Wie viel Lumen braucht ein Raum?

Lux × Fläche ist das Licht, das auf der Fläche ankommen muss. Die Lampen müssen mehr liefern, weil Wände Licht schlucken und Lampen altern: bei 20 m² und 500 lx rund 21.000 lm (Annahme: Wirkungsgrad 0,6, Wartungsfaktor 0,8). Animation mit Musik, rund 100 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Das Deckenraster bestimmt das Maß: Für das 600er-Raster passen Panels mit rund 595 × 595 mm (LED-Panel 60x60), für das ältere 625er-Raster solche mit rund 620 × 620 mm (LED-Panel 62x62). Dazu kommen lange Formate wie 1200 × 300 mm (120x30) und 1200 × 600 mm sowie runde Planon-Modelle.
  • Einbau, Anbau oder Abhängung: In der Rasterdecke wird das Panel einfach eingelegt. An Beton- oder Gipskartondecken helfen Anbau- und Aufbaupanels, Aufbaurahmen oder Abhängesets – entscheidend ist die Freigabe des Zubehörs für die jeweilige Panelserie.
  • Normgerecht blendfrei arbeiten: Für Büro und Bildschirmarbeit fordert die DIN EN 12464-1 im Regelfall 500 lx und einen Blendwert von höchstens UGR 19. Louver-Panels mit Lamellenraster erreichen UGR < 16 – ideal für CAD-Plätze und technisches Zeichnen.
  • Rasterleuchte raus, Panel rein: Ein 600er-LED-Panel mit 27,5 bis 42 W ersetzt typischerweise eine 4×18-W-Leuchtstoff-Rasterleuchte, die inklusive Vorschaltgerät rund 70 bis 90 W aufnimmt – ohne Röhren- und Starterwechsel und quecksilberfrei.
  • Lichtfarbe passend zum Raum: Warmweiß (3.000 K, Code 830) für Empfang, Hotel, Wohn- und Esszimmer, neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840 – beides dieselbe Lichtfarbe) für Büro, Praxis, Küche und Homeoffice, tageslichtweiß (6.500 K, Code 865) für Werkstatt, Garage und Prüfplätze.
  • Profi-Serien für Objekt und Zuhause: LEDVANCE Value, Eco, Essential, Compact, Performance, Integrated, Louver und IndiviLED, Osram Planon Plus, die rahmenlosen Planon Frameless sowie Smart+-Panels mit WiFi oder Matter – dazu Panels von EVN, Philips und Modee, nicht dimmbar, DALI-dimmbar oder als Notlichtausführung.

1. Raster und Montageart klären

Messen Sie bei einer Rasterdecke von Profilmitte zu Profilmitte: 600 mm Achsmaß bedeutet ein Panel mit rund 595 × 595 mm, 625 mm Achsmaß eines mit rund 620 × 620 mm. Längliche Felder verlangen 1200 × 300 oder 1200 × 600 mm. Gibt es keine Rasterdecke, wählen Sie ein Anbau- oder Aufbaupanel, einen passenden Aufbaurahmen oder ein Abhängeset für die Pendelmontage über Schreibtisch, Theke oder Werkbank.

Ratgeber: LED-Panel richtig wählen

2. Blendwert passend zur Tätigkeit wählen

An Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen ist UGR 19 der übliche Grenzwert nach DIN EN 12464-1, für Konstruktion, CAD und technisches Zeichnen sind es UGR 16. Panels mit Mikroprismen-Abdeckung oder Lamellen (Louver) lenken das Licht gezielt und senken die Blendung deutlich. Für Flur, Lager, Keller oder Garage reicht ein einfaches Panel ohne UGR-Angabe meist völlig aus.

Ratgeber: UGR19 einfach erklärt

3. Helligkeit und Lichtfarbe festlegen

Faustformel: benötigter Lichtstrom = Beleuchtungsstärke × Fläche ÷ (0,6 × 0,8). Für ein 20-m²-Büro mit 500 lx sind das rund 21.000 lm, also etwa fünf bis sechs Panels mit 3.600 bis 4.320 lm. Neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K) ist der Standard für Büro, Praxis, Küche und Homeoffice, warmweiß (3.000 K) wirkt in Empfang, Hotel und Wohnraum einladender.

Ratgeber: Lichtfarbe & Kelvin

4. Steuerung wählen: Schalter, DALI oder Smart+

Nicht dimmbare Panels laufen am normalen Lichtschalter. DALI- bzw. DALI-2-Panels werden über eine digitale Steuerleitung gedimmt und gruppiert und brauchen dafür eine DALI-Steuerung – ein klassischer Phasenabschnittdimmer ersetzt sie nicht. Für Zuhause und kleine Büros gibt es Smart+-Panels mit WiFi oder Matter, die sich per App oder Sprachbefehl dimmen und in der Lichtfarbe verstellen lassen.

Ratgeber: Dimmbar oder nicht dimmbar?

Rastermaß und Montage: LED-Panel 60x60, 62x62, 120x30 oder 120x60?

Bevor es um Lumen oder Lichtfarbe geht, entscheidet die Decke. In Büro- und Objektbauten sind Einlegedecken mit sichtbarem T-Profil verbreitet, deren Felder in zwei Systemen gebaut werden.

600er-Raster

Heute üblich

Beim heute üblichen 600er-Raster liegen 600 mm von Profilmitte zu Profilmitte, das Panel misst rund 595 × 595 mm.

625er-Raster

Ältere Gebäude

Ältere Gebäude haben häufig das 625er-Raster mit Panels von rund 620 × 620 mm – erkennbar an Bezeichnungen wie LEDVANCE Panel Eco 625.

Langformate

Lange Felder

Lange Felder bedienen Formate mit 1200 × 300 mm und 1200 × 600 mm.

Ohne Rasterdecke

Drei Wege

Anbau- bzw. Aufbaupanels mit eigenem Gehäuse, die direkt an Beton- oder Holzdecken geschraubt werden, ein Aufbaurahmen für ein Einlegepanel oder ein Abhängeset, mit dem das Panel über Schreibtischinseln, Theken und Werkbänken pendelt.

Wer nur die sichtbare Plattenbreite misst, liegt leicht daneben; deshalb immer das Achsmaß von Profilmitte zu Profilmitte nehmen. Für Gipskartondecken bieten einige Hersteller spezielle Einbaurahmen an. Wichtig: Zubehör muss für die jeweilige Panelserie freigegeben sein, und den elektrischen Anschluss an 230 V übernimmt eine Elektrofachkraft.

Blendung, UGR und DIN EN 12464-1: Licht für Bildschirmarbeit ohne Kopfschmerz

Ein Panel strahlt viel Licht aus einer großen Fläche ab – ohne Lichtlenkung blendet das bei flachem Blickwinkel spürbar und spiegelt sich in Monitoren. Das Unified Glare Rating (UGR) fasst diese psychologische Blendung in einer Zahl zusammen: je niedriger, desto angenehmer.

Bildschirmarbeit

Büro, CAD und Datenverarbeitung

Die DIN EN 12464-1 nennt für Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung im Büro einen Wartungswert von 500 lx und höchstens UGR 19, für technisches Zeichnen und CAD UGR 16; in der direkten Umgebung des Arbeitsplatzes sollen mindestens 300 lx ankommen. Die deutschen Arbeitsstättenregeln ASR A3.4 fordern für Büroarbeitsplätze ebenfalls 500 lx.

→ Panel mit UGR 19 bzw. UGR 16 wählen

Nebenräume

Flur, Lager, Technikraum, Keller

Für Flur, Lager, Technikraum oder den privaten Keller ist ein Opal-Panel ohne UGR-Anforderung dagegen völlig ausreichend und meist günstiger.

→ Opal-Panel genügt

Erreicht wird ein niedriger UGR über Mikroprismen-Abdeckungen oder Lamellenraster: Die LEDVANCE Louver-Panels kommen so auf UGR < 16, Serien wie Performance, Compact oder Integrated in den UGR19-Ausführungen auf unter 19. Beachten Sie, dass der UGR-Wert unter genormten Raumbedingungen ermittelt wird – Raumgeometrie, Reflexionsgrade und Anordnung der Leuchten bestimmen das Ergebnis vor Ort mit.

Wie viele Panels brauche ich? Lumen, Lux und Lichtausbeute richtig rechnen

Für eine überschlägige Planung genügt die Wirkungsgradmethode: benötigter Lichtstrom = Beleuchtungsstärke × Raumfläche ÷ (Raumwirkungsgrad × Wartungsfaktor). Mit typischen Werten von 0,6 und 0,8 braucht ein 20-m²-Büro mit 500 lx rund 21.000 lm – das sind etwa fünf bis sechs Panels der 600er-Klasse mit 3.600 bis 4.320 lm. Ein Flur mit 100 lx oder eine Garage mit 150 bis 200 lx kommt mit deutlich weniger aus.

Beim Vergleich der Modelle lohnt der Blick auf die Lichtausbeute in Lumen pro Watt:

Lichtausbeute im Vergleich
ModellLeistung / LichtstromLichtausbeute
Value 60036 W, 3.600 lm100 lm/W
Panel 60036 W, 4.320 lm120 lm/W
Louver 120027,5 W, 4.150 lmrund 150 lm/W

Bei hundert Leuchten und langen Brennzeiten macht dieser Unterschied über die Nutzungsdauer einen erheblichen Teil der Energiekosten aus – ein klares Argument für Facility Management und Hausverwaltungen. Für verbindliche Planungen in Büro, Schule oder Praxis empfiehlt sich eine Lichtberechnung mit den Herstellerdaten.

Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Tunable White: 830, 840 oder 865?

Der dreistellige Code im Artikelnamen verrät zwei Werte. Die erste Ziffer steht für die Farbwiedergabe: 8 bedeutet Ra 80 bis 89, den Mindestwert der DIN EN 12464-1 für Innenräume mit Daueraufenthalt. Die letzten beiden Ziffern mal 100 ergeben die Farbtemperatur:

3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß / Kaltweiß6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

8303.000 K

Warmweiß, 3.000 K (Code 830): einladend und wohnlich – für Empfang, Lounge, Hotelflur, Wartezimmer sowie Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer.

Neutralweiß / kaltweiß

8404.000 K

Neutralweiß / kaltweiß, 4.000 K (Code 840): Beide Begriffe – im Englischen Cool White – bezeichnen exakt dieselbe Farbtemperatur von 4.000 Kelvin. Das klare, konzentrationsfördernde Weiß ist der Standard für Büro, Praxis, Schule und Verkauf und passt zu Hause in Küche, Homeoffice, Hausflur und Keller.

Tageslichtweiß

8656.500 K

Tageslichtweiß, 6.500 K (Code 865): kühles, sehr klares Licht für Werkstatt, Hobbyraum, Garage, Prüf- und Packplätze – nicht zu verwechseln mit kaltweiß (4.000 K).

Panels mit Tunable White (TW) verstellen die Lichtfarbe stufenlos – morgens aktivierend kühl, abends warm. Das unterstützt tageslichtorientierte Konzepte im Büro und schafft zu Hause mit einem Panel wechselnde Stimmungen. Smart+-Modelle mit RGBW mischen zusätzlich farbiges Licht.

Steuerung: nicht dimmbar, DALI-2, Notlicht oder smart per WiFi und Matter

Nicht dimmbar

Lichtschalter

Die einfachste Variante ist das nicht dimmbare Panel am normalen Lichtschalter – robust und günstig für Flur, Lager, Keller und Nebenräume.

DALI

IEC 62386

Im Objekt setzt sich DALI durch, die digitale Lichtsteuerung nach IEC 62386: An einer Steuerleitung lassen sich bis zu 64 Betriebsgeräte einzeln adressieren, in bis zu 16 Gruppen zusammenfassen und mit Präsenz- und Tageslichtsensoren kombinieren.

DALI-2

Zertifiziert

DALI-2 ist die weiterentwickelte, zertifizierte Generation mit verbesserter Herstellerkompatibilität. Ein DALI-Panel braucht immer eine DALI-Steuerung oder ein Lichtmanagementsystem; ein herkömmlicher Phasenabschnittdimmer kann es nicht dimmen.

Smart+

WiFi · Matter

Für Wohnung, Homeoffice und kleine Gewerbeeinheiten gibt es die Smart+-Panels: Varianten mit WiFi oder Matter lassen sich per App, Zeitplan oder Sprachbefehl dimmen und in der Lichtfarbe verändern; Matter-Modelle arbeiten herstellerübergreifend mit gängigen Smart-Home-Plattformen zusammen.

Für Flucht- und Rettungswege gibt es Ausführungen mit Notlichtfunktion, etwa das LEDVANCE Panel Compact 1200 × 600 mit DALI-2. Ob sie die Anforderungen Ihrer Sicherheitsbeleuchtung erfüllen, klärt der Fachplaner.

Von der Leuchtstoff-Rasterleuchte zum LED-Panel: Umrüstung, Kosten und Amortisation

Viele Büros, Schulen und Praxen beleuchten noch mit 4×18-W-Rasterleuchten mit T8-Röhren. Je nach Vorschaltgerät nehmen sie inklusive Verlustleistung rund 70 bis 90 W auf. Ein 600er-LED-Panel mit 33 bis 36 W liefert vergleichbares bis mehr Licht auf der Arbeitsfläche – die Leistungsaufnahme sinkt also oft um die Hälfte oder mehr.

Rechenbeispiel: Mit Annahmen gerechnet ergeben 40 W weniger je Leuchte bei 2.500 Betriebsstunden im Jahr 100 kWh, bei 0,30 € je kWh also rund 30 € pro Leuchte und Jahr – bei 50 Leuchten etwa 1.500 €. Hinzu kommen eingesparte Röhren, Starter und Arbeitsstunden für den Tausch.

Seit August 2023 dürfen die gängigen T8-Leuchtstofflampen in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; Restbestände werden knapper. Wer die vorhandenen Leuchten behalten möchte, kann alternativ auf LED-Röhren umrüsten. Das neue Panel ist dagegen die sauberere Lösung: neue Optik, niedriger UGR, keine Starter und auf Wunsch DALI. Die Umrüstung fest angeschlossener Leuchten gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.

Profi-Panels für Büro, Praxis und Hotel – und für Ihr Zuhause vom Homeoffice bis zur Küche

Objekt

LED-Panels sind das Arbeitspferd der Objektbeleuchtung: in Großraumbüros, Besprechungsräumen, Arztpraxen, Laboren, Klassenzimmern, Verkaufsräumen, Hotelfluren und Lagerbüros. Für Großküchen, Lebensmittelbereiche oder Waschräume gibt es Ausführungen mit erhöhter Schutzart, etwa das LEDVANCE Panel Integrated 600 in IP65.

Zuhause funktional

Dieselbe Profi-Qualität zahlt sich zu Hause aus: im Homeoffice und Arbeitszimmer mit blendarmem neutralweißem Licht, im Hausflur, Keller, Hobbyraum und in der Garage als helle Grundbeleuchtung und in der Küche – hier eignet sich auch das flache Smart+ Undercabinet Panel für die Arbeitsfläche unter dem Oberschrank.

Wohnräume & Bad

Im Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer wirken die rahmenlosen Planon Frameless-Panels, auch rund mit 450 mm Durchmesser, in warmweiß oder Tunable White angenehm wohnlich. Im Badezimmer bestimmen Schutzbereiche nach DIN VDE 0100-701 und die IP-Schutzart, welches Panel wo montiert werden darf.

Im Sortiment finden Sie LEDVANCE mit Value, Eco, Essential, Compact, Performance, Integrated, Louver, IndiviLED, Planon Frameless und Smart+, Osram Planon Plus sowie Panels von EVN, Philips und Modee. Direkt zur Marke geht es über die LEDVANCE LED-Panels.

Vergleich: LED-Panel vs. klassische Leuchtstoff-Rasterleuchte (4×18 W T8)

Technischer und wirtschaftlicher Direktvergleich für Büro, Praxis, Objekt und Zuhause
MerkmalLED-Panel (600er-Klasse)Rasterleuchte 4×18 W T8
Leistungsaufnahmeca. 27,5 bis 42 W je nach Serieca. 70 bis 90 W inklusive Vorschaltgerät
Lichtausbeute der Leuchteca. 90 bis 150 lm/Wtypisch nur rund 40 bis 60 lm/W
Bauformflach, oft nur wenige Zentimeter, rahmenlos oder mit schmalem Rahmentiefer Leuchtenkörper mit Röhren, Fassungen und Vorschaltgerät
BlendungUGR < 19 oder < 16 mit Mikroprisma bzw. Louvermit Spiegelraster blendarm, ohne Raster deutlich blendend
Wartungkein Röhren- oder StarterwechselRöhren und Starter regelmäßig tauschen
Lebensdauerje nach Serie meist 30.000 bis 50.000 h und mehr (Datenblatt)Röhre ca. 13.000 bis 20.000 h, je nach Vorschaltgerät
Lichtfarbenwarmweiß (3.000 K), neutral-/kaltweiß (4.000 K), tageslichtweiß (6.500 K), Tunable White, RGBWmeist neutral-/kaltweiß (4.000 K, Code 840)
Steuerungnicht dimmbar, DALI / DALI-2, Smart+ WiFi oder Mattermit KVG nicht dimmbar, Dimmen nur mit speziellem EVG
Inhaltsstoffe & Verfügbarkeitquecksilberfrei, aktuell lieferbarquecksilberhaltig, T8-Röhren seit 08/2023 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht

Häufige Fragen zu LED-Panels (60x60, 62x62, 120x30, UGR, DALI)

LED-Panel 60x60 oder 62x62 – welches Maß passt in meine Rasterdecke?
Messen Sie von Profilmitte zu Profilmitte. Beträgt das Achsmaß 600 mm, brauchen Sie ein Panel mit rund 595 × 595 mm (LED-Panel 60x60). Bei 625 mm Achsmaß, typisch für ältere Bürogebäude, passt ein Panel mit rund 620 × 620 mm (LED-Panel 62x62), etwa das LEDVANCE Panel Eco 625. Die sichtbare Plattenbreite allein führt leicht zum falschen Maß. Für längliche Felder gibt es 1200 × 300 und 1200 × 600 mm; die exakten Maße stehen je Artikel in den technischen Daten.
Kann ich ein LED-Panel ohne Rasterdecke montieren?
Ja. Für Beton-, Holz- oder Gipskartondecken gibt es drei Wege: Anbau- bzw. Aufbaupanels mit eigenem Gehäuse, die direkt an die Decke geschraubt werden, einen Aufbaurahmen für ein normales Einlegepanel oder ein Abhängeset für die Pendelmontage über Tisch, Theke oder Werkbank. Für Gipskartondecken bieten einige Hersteller zudem Einbaurahmen an. Achten Sie darauf, dass das Zubehör für Ihre Panelserie und Ihr Maß freigegeben ist.
Was bedeuten UGR 19 und UGR 16 – und brauche ich das auch zu Hause?
UGR (Unified Glare Rating) beschreibt die Blendung einer Leuchte; je niedriger der Wert, desto angenehmer. Die DIN EN 12464-1 nennt für Büro- und Bildschirmarbeit höchstens UGR 19, für technisches Zeichnen und CAD UGR 16. Im Homeoffice mit langen Bildschirmzeiten lohnt sich ein UGR19-Panel ebenfalls, weil es Spiegelungen im Monitor und müde Augen reduziert. Für Flur, Keller, Garage oder Hobbyraum genügt ein einfaches Panel ohne UGR-Angabe.
Wie viele LED-Panels brauche ich für meinen Raum?
Überschlägig gilt: benötigter Lichtstrom = Beleuchtungsstärke × Fläche ÷ (0,6 × 0,8). Ein 20-m²-Büro mit 500 lx braucht damit rund 21.000 lm, also etwa fünf bis sechs Panels mit 3.600 bis 4.320 lm. Für einen Flur mit 100 lx oder einen Keller mit 100 bis 150 lx reicht deutlich weniger. Bei Arbeitsstätten mit verbindlichen Vorgaben empfiehlt sich eine Lichtberechnung mit den Herstellerdaten.
Welche Lichtfarbe ist die richtige: warmweiß, neutralweiß, kaltweiß oder tageslichtweiß?
Warmweiß (3.000 K, Code 830) wirkt einladend – für Empfang, Hotel, Wartezimmer, Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer. Neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840) – beide Begriffe meinen exakt dieselbe Lichtfarbe von 4.000 Kelvin – ist der Standard für Büro, Praxis, Schule, Küche und Homeoffice. Tageslichtweiß (6.500 K, Code 865) passt zu Werkstatt, Garage und Prüfplätzen. Mit Tunable-White-Panels stellen Sie die Lichtfarbe stufenlos selbst ein.
Sind LED-Panels dimmbar – und was ist DALI?
Das hängt vom Modell ab. Nicht dimmbare Panels laufen am normalen Schalter. DALI- und DALI-2-Panels werden über eine digitale Steuerleitung nach IEC 62386 gedimmt: bis zu 64 Geräte je Leitung, einzeln adressierbar und in bis zu 16 Gruppen schaltbar, kombinierbar mit Präsenz- und Tageslichtsensoren. Dafür ist eine DALI-Steuerung nötig; ein klassischer Phasenabschnittdimmer funktioniert nicht. Smart+-Panels dimmen Sie per App oder Sprachbefehl über WiFi bzw. Matter.
Kann ein LED-Panel meine alte Rasterleuchte mit Leuchtstoffröhren ersetzen?
Ja, das ist der häufigste Einsatzfall. Ein 600er-Panel mit 33 bis 36 W ersetzt typischerweise eine 4×18-W-T8-Rasterleuchte, die inklusive Vorschaltgerät rund 70 bis 90 W aufnimmt. Die alte Leuchte wird ausgebaut und das Panel in dasselbe Rasterfeld gelegt; den 230-V-Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. Wer die vorhandenen Leuchten behalten möchte, kann alternativ auf LED-Röhren umrüsten – bekommt dann aber weder neue Optik noch DALI.
Darf ich ein LED-Panel in Küche, Badezimmer oder Garage einsetzen?
In trockenen Räumen wie Küche, Flur oder Homeoffice reicht ein Panel mit IP20 oder IP40. Für Feuchträume, Großküchen, unbeheizte Garagen oder Waschräume wählen Sie eine Ausführung mit erhöhter Schutzart, etwa das LEDVANCE Panel Integrated 600 in IP65. Im Badezimmer legen die Schutzbereiche nach DIN VDE 0100-701 fest, welche Schutzart an welcher Stelle nötig ist – Planung und Anschluss gehören dort in die Hände einer Elektrofachkraft.
Was können Smart+-Panels mit WiFi oder Matter?
Smart+-Panels von LEDVANCE verbinden sich direkt mit dem WLAN und lassen sich ohne zusätzliche DALI-Technik per App, Zeitplan oder Sprachbefehl schalten, dimmen und in der Lichtfarbe verstellen. Je nach Modell gibt es Tunable White (warmweiß bis tageslichtweiß) oder RGBW für farbiges Stimmungslicht. Matter-Modelle arbeiten herstellerübergreifend mit gängigen Smart-Home-Plattformen zusammen. Ideal für Wohnzimmer, Kinderzimmer, Homeoffice, kleine Praxen oder Ladenlokale.
Wie lange hält ein LED-Panel?
Hochwertige Panels sind je nach Serie meist für 30.000 bis 50.000 Betriebsstunden und mehr ausgelegt; das Datenblatt nennt dazu einen Wert wie L70 oder L80, also den verbleibenden Anteil des Lichtstroms am Ende dieser Zeit. Bei 2.500 Stunden im Jahr im Büro entspricht das über einem Jahrzehnt Betrieb ohne Röhrenwechsel. Entscheidend für die Haltbarkeit ist auch der Treiber: Wird er extern betrieben, lässt er sich bei vielen Serien im Defektfall separat tauschen.