LED-Lichtband · Tragschiene + Leuchteneinsatz · LEDVANCE TruSys & Philips Maxos

Lichtbandsysteme

Lichtbandsysteme – ebenso gesucht als LED-Lichtband, Lichtbandleuchte oder Tragschienensystem – bilden aus einer durchgehenden Tragschiene mit Durchgangsverdrahtung und werkzeuglos eingeklickten LED-Leuchteneinsätzen (Geräteträgern) lange, gleichmäßige Lichtlinien. Hier finden Sie das LEDVANCE TruSys-Programm – klassisch, Performance, FLEX und Universal – mit 35 bis 73 W, rund 5.700 bis 12.400 Lumen je 1,5-m-Einsatz, Optiken von 25° bis 120°, DALI-2-Varianten und Notlicht-Einsätzen mit 3-Stunden-Akku, ergänzt um die Philips Maxos unify. Ausgelegt für den Dauerbetrieb in Industriehallen, Hochregallagern, Logistik, Supermärkten, Baumärkten und Kfz-Werkstätten und als direkter Ersatz alter Leuchtstoff-Lichtbänder. Dieselbe Profi-Qualität bringt auch private Großräume auf Werkstattniveau – Doppelgarage, Hobbywerkstatt, trockener Keller und Hobbyraum. Lichtfarben: warmweiß (3.000 K), neutralweiß / kaltweiß (4.000 K) und tageslichtweiß (6.500 K).

bis 175 lm/WTruSys FLEX laut LEDVANCE · Universal bis 180 lm/W
5.700–12.400 lmje 1,5-m-Einsatz bei 35 bis 73 W
25° bis 120°Eng, breit, Regal 2×30°/2×35° & Wallwasher
DALI-2 & NotlichtEM-Einsätze mit 3-h-Akku und Selbsttest
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Lichtband oder Hallenleuchte?

Lichtband oder Hallenleuchte?

Lichtband für Licht in Linien mit tauschbaren Einsätzen, Hallenleuchte kompakt und einzeln abgehängt. Je höher die Montage, desto enger die Optik; im Lager 50–200 lx, im Versand 300 lx (ASR A3.4). Anschluss durch eine Elektrofachkraft. Animation mit Musik, rund 105 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Zwei Bauteile, ein System: Die Tragschiene (bei LEDVANCE Energy Rail) führt die Durchgangsverdrahtung und wird an der Decke befestigt oder abgehängt. Der LED-Leuchteneinsatz mit integriertem Treiber wird per Steckanschluss werkzeuglos eingeklickt – ein separates Vorschaltgerät entfällt.
  • Vier TruSys-Linien im Sortiment: klassisches TruSys (Aluminium silber, IP20, 53 W, bis 7.200 lm), TruSys Performance (35–70 W, 4.000 K, 160 lm/W), TruSys FLEX (Stahl weiß, IP40, 35/50/70 W, bis 12.100 lm und bis 175 lm/W) und TruSys Universal mit fünf wählbaren Leistungsstufen von 41 bis 73 W (7.380–12.400 lm).
  • Optik nach Montagehöhe und Aufgabe: Very Narrow (30°) und Narrow (25° beim klassischen TruSys, 60° bei FLEX und Performance) für hohe Hallen und Gänge, Wide (90°/105°) und Very Wide (120°) für Flächen und niedrigere Decken, Double Asymmetric (2×30°) und Shelf (2×35°) für beidseitige Regalausleuchtung, Wallwasher (40°/45°) für Wände und Warenträger.
  • Steuerung und Sicherheit: DALI-2-Einsätze (Part 251, 252 und 253) für Präsenz- und Tageslichtregelung, Notlicht-Einsätze (EM) mit LiFePO4-Akku, 3 Stunden Betriebsdauer und automatischem Selbsttest. Viele FLEX-Treiber sind laut LEDVANCE zusätzlich für Zentralbatterieanlagen (Gleichspannung, 0 Hz) zertifiziert.
  • Lichtfarbe passend zur Nutzung: warmweiß (3.000 K, Code 830) für Verkaufsflächen mit Wohlfühlcharakter, neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840 – beides dieselbe Lichtfarbe) für Lager, Büro, Werkstatt und Garage, tageslichtweiß (6.500 K, Code 865) für Prüfplätze, Logistik und konzentriertes Arbeiten.
  • Profi-Licht für Halle und Zuhause: Gebaut für Industrie, Logistik, Handel und Kfz-Werkstatt mit bis zu 100.000 Schaltzyklen und je nach Serie 40.000 bis 120.000 Stunden Lebensdauer – und genauso stark in der privaten Doppelgarage, Hobbywerkstatt oder im trockenen Keller. Für Wohnzimmer, Küche oder Schlafzimmer ist ein Hallenlichtband dagegen überdimensioniert.

1. Fläche, Montagehöhe und Lux-Ziel festlegen

Messen Sie Länge und Breite der Fläche, die Montagehöhe und die Lage der Gänge oder Regale. Dann legen Sie die nötige Beleuchtungsstärke fest: Die ASR A3.4 nennt zum Beispiel 50–200 lx für Lagerbereiche je nach Such- und Leseaufgabe, 300 lx für Versand, Verpackung und Kfz-Werkstatt und 500 lx für Büro- und feine Montagearbeitsplätze. Aus Fläche und Lux-Ziel ergibt sich der benötigte Lichtstrom – und damit die Zahl der Einsätze.

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2. System wählen und Kompatibilität sichern

Tragschiene und Leuchteneinsatz müssen zur selben Baureihe gehören. Klassisches TruSys (silber, IP20) und TruSys FLEX (weiß, IP40) sind eigene Systemgenerationen; welche Einsätze in welche Schiene passen, steht im Datenblatt des Artikels. Für saubere, trockene Märkte und Hallen reicht IP20, bei mehr Staub ist IP40 die robustere Wahl. TruSys Universal mit wählbarer Leistung lohnt sich, wenn die exakte Helligkeit erst vor Ort feststeht.

Ratgeber: Lichtband & Hallenleuchten wählen

3. Optik passend zu Gang, Regal und Fläche bestimmen

Je höher die Montage und je schmaler der Gang, desto enger die Optik: Very Narrow (30°) und Narrow für hohe Hallen und Hochregalgänge, Wide und Very Wide für Werkstatt, Produktion und Verkaufsfläche. Regale leuchten Double Asymmetric (2×30°) oder Shelf (2×35°) beidseitig bis in die unteren Fächer aus, Wallwasher bringen Licht gleichmäßig auf Wände und Wandregale. Bei Blendempfindlichkeit hilft die opale FLEX-Abdeckung.

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4. Lichtfarbe, Steuerung und Notlicht festlegen

Wählen Sie warmweiß (3.000 K) für Verkaufsräume mit Wohlfühlcharakter, neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K) für Lager, Werkstatt, Büro und Garage oder tageslichtweiß (6.500 K) für Prüf- und Kontrollplätze. Mit DALI-2-Einsätzen binden Sie Präsenzmelder und Tageslichtregelung ein, Notlicht-Einsätze (EM) mit 3-Stunden-Akku integrieren die Sicherheitsbeleuchtung direkt ins Lichtband. Bleiben Sie innerhalb eines Projekts bei derselben Lichtfarbe und Serie.

Ratgeber: Lichtfarbe & Kelvin

Was ist ein Lichtbandsystem? Aufbau aus Tragschiene, Durchgangsverdrahtung und LED-Einsatz

Ein Lichtbandsystem besteht aus zwei Ebenen: der fest montierten Schiene und den eingeklickten Leuchteneinsätzen. Aneinandergereiht entsteht eine durchgehende Lichtlinie – ideal für Gänge, Regalzonen, Montagelinien und Verkaufsflächen.

Tragschiene

Energy Rail

Die Tragschiene – bei LEDVANCE Energy Rail genannt – wird an der Decke befestigt oder abgehängt und führt die Stromversorgung über die gesamte Strecke.

Durchgangsverdrahtung

5 × 2,5 mm²

Die Durchgangsverdrahtung der klassischen TruSys Energy Rail 1500 hat fünf Adern mit je 2,5 mm² auf rund 1,54 m Länge, für TruSys FLEX gibt es 5- und 8-polige Schienen in Nennlängen von 0,6 m bis 4,5 m.

LED-Einsatz

Geräteträger

Die LED-Leuchteneinsätze, im Fachhandel auch Geräteträger genannt, werden werkzeuglos eingeklickt und über einen Steckanschluss kontaktiert. Der LED-Treiber sitzt bereits im Einsatz, ein separates Vorschaltgerät ist nicht nötig.

Systemtreue

Kompatibilität

Tragschiene und Einsatz müssen zur selben Baureihe gehören. Klassisches TruSys und TruSys FLEX sind unterschiedliche Generationen, Komponenten fremder Hersteller passen in der Regel nicht – die Kompatibilität steht im Datenblatt des jeweiligen Artikels.

Der große Vorteil gegenüber Einzelleuchten: Nur die Schiene wird einmal fest verdrahtet, alle Leuchten lassen sich später versetzen, ergänzen oder gegen eine andere Optik tauschen, ohne neu zu verkabeln.

TruSys klassisch, Performance, FLEX und Universal: die Linien im Vergleich

Im Sortiment führen wir vier Lichtband-Linien von LEDVANCE und zwei Artikel von Philips. Sie unterscheiden sich in Effizienz, Schutzart und Ausstattung:

Lichtband-Linien im Vergleich
LinieEckdatenAusstattung & Optiken
TruSys (klassisch)IP20, 53 W, 1,53 m Länge, 5.700 bis 7.200 lm bei rund 105 bis 135 lm/W, 75.000 Stunden Lebensdauer (L70/B50)Einsätze aus silbernem Aluminium in 3.000, 4.000 und 6.500 K, jeweils dimmbar und nicht dimmbar; Narrow (25°), Wide (105°), Wallwasher (45°) und Shelf (2×35°)
TruSys Performance35, 50 oder 70 W in 4.000 K, bis 11.200 lm bei 160 lm/WWeißes Stahlgehäuse; Very Narrow (30°), Narrow (60°), Wide (90°) und Very Wide (120°), wahlweise mit DALI
TruSys FLEXIP40, Stoßfestigkeit IK04, 35, 50 oder 70 W, 5.600 bis 12.100 lm bei bis zu 175 lm/W, 100.000 Stunden (L70/B50)Aktuelle Generation; zusätzlich Double-Asymmetric-Optik (2×30°), Wallwasher (40°) und opale Abdeckung – als Standard-, DALI-2- oder Notlicht-Ausführung
TruSys UniversalFünf wählbare Leistungsstufen von 41 bis 73 W (7.380 bis 12.400 lm), bis 180 lm/W, 120.000 Stunden LebensdauerMulti-Lumen-Einsatz
PhilipsMaxos unify: 65 W, 10.500 lm, 162 lm/WDimmbare Maxos unify sowie ein Geräteträger der Baureihe LL121X, beide in 4.000 K

Welche Linie passt, entscheidet oft die Umgebung: IP20 genügt für saubere, trockene Hallen und Märkte, IP40 schützt zusätzlich gegen Fremdkörper ab 1 mm – gegen Wasser schützen beide Schutzarten nicht.

Die richtige Optik: Very Narrow, Narrow, Wide, Very Wide, Regal und Wallwasher

Der Abstrahlwinkel entscheidet, ob das Licht auf dem Boden, im Regal oder an der Wand ankommt. Als Faustregel gilt: Je höher die Montage und je schmaler der Gang, desto enger die Optik.

Very Narrow & Narrow

25° – 60°

Very Narrow (30°) bündelt den Lichtstrom für sehr hohe Hallen und schmale Hochregalgänge, Narrow (25° beim klassischen TruSys, 60° bei Performance und FLEX) eignet sich für hohe Hallen und Fahrwege.

Wide & Very Wide

90° – 120°

Wide (90° bzw. 105°) ist die Allround-Optik für Verkaufsflächen, Werkstätten und Produktionsbereiche mittlerer Höhe, Very Wide (120°) verteilt das Licht flächig unter niedrigeren Decken.

Regaloptiken

2×30° / 2×35°

Die Regaloptiken – Double Asymmetric mit 2×30° bei FLEX, Shelf mit 2×35° beim klassischen TruSys – lenken das Licht gezielt auf beide Regalfronten statt auf den Gangboden; so bleiben Etiketten und Preisschilder bis in die unteren Fächer lesbar.

Wallwasher & Opal

40° / 45°

Wallwasher (40° bzw. 45°) beleuchten Wände, Warenträger und Wandregale gleichmäßig von oben bis unten. Die opale Abdeckung (FLEX Wide Opal) ist die Wahl, wenn Blendung ein Thema ist, etwa bei niedriger Montagehöhe.

Für Bildschirmarbeitsplätze im Büro gilt zusätzlich ein Blendwert von UGR 19 oder besser – dort sind Büroleuchten oder LED-Panels meist die bessere Lösung.

Lichtband planen: Lux-Richtwerte, Überschlagsrechnung und Stromkreise

Am Anfang steht die Frage, wie viel Licht die Aufgabe braucht. Die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 nennt unter anderem 50 bis 200 lx für Lagerbereiche je nach Such- und Leseaufgabe, 300 lx für Versand, Verpackung, Verkaufsräume und Kfz-Werkstätten sowie 500 lx für Büroarbeitsplätze und feine Montage.

Für einen ersten Überschlag hilft die Wirkungsgradmethode: benötigter Lichtstrom = Beleuchtungsstärke × Fläche ÷ (Raumnutzungsgrad × Wartungsfaktor).

Beispiel: Eine Lagerhalle mit 600 m² soll 300 lx erhalten. Mit einem typischen Nutzungsgrad von 0,6 und einem Wartungsfaktor von 0,8 ergeben sich 300 × 600 ÷ 0,48 = 375.000 lm – also rund 31 FLEX-Einsätze mit je 12.100 lm, verteilt auf mehrere parallele Lichtbänder. Für Arbeitsstätten mit Prüfpflicht und für Ausschreibungen ersetzt das keine Lichtberechnung, etwa mit DIALux.

Elektrisch erlaubt eine 5-polige Durchgangsverdrahtung (L1, L2, L3, N, PE) drei getrennte Stromkreise – praktisch für Schaltgruppen, gleichmäßige Lastverteilung auf die Phasen oder einen eigenen Kreis für eine reduzierte Nachtbeleuchtung. 8-polige Schienen bieten zusätzliche Adern, etwa für eine DALI-Steuerleitung; die Belegung steht im Datenblatt.

Wie viele Einsätze an einen Leitungsschutzschalter dürfen, gibt der Hersteller wegen des Einschaltstroms je Artikel an – bei der FLEX Wallwasher sind es zum Beispiel bis zu 22 an einem B16- und 27 an einem C16-Automaten. Montage und Anschluss gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

Leuchtstoff-Lichtband auf LED umrüsten: Retrofit-Röhre oder neuer Leuchteneinsatz?

Viele Hallen, Märkte und Werkstätten arbeiten noch mit Leuchtstoff-Lichtbändern für T8-Röhren mit 1×58 W oder 2×58 W. Seit Ende August 2023 dürfen T8-Leuchtstoffröhren in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden, Restbestände werden knapper. Zwei Wege führen zu LED:

Schnell

LED-Röhre als Retrofit

Der schnelle Weg ist die LED-Röhre als Retrofit in der vorhandenen Leuchte.

→ Sinnvoll, wenn Leuchtenkörper und Verdrahtung noch in gutem Zustand sind.

Nachhaltig

Neuer LED-Einsatz

Ein LED-Einsatz ersetzt Röhre, Starter, Vorschaltgerät und Reflektor in einem Schritt. LEDVANCE nennt TruSys FLEX und Universal ausdrücklich als direkten Ersatz für Leuchten mit Leuchtstofflampen.

→ Tausch der Geräteträger: der nachhaltigere Weg.

Zum Vergleich: Eine 58-W-T8-Röhre liefert rund 5.200 lm, also etwa 90 lm/W – noch ohne die Verluste in Vorschaltgerät und Reflektor. Ein FLEX-Einsatz mit 50 W bringt 8.600 lm bei bis zu 175 lm/W. Dazu kommt der Wartungsvorteil: 100.000 Stunden bis L70/B50 entsprechen im Zweischichtbetrieb mit rund 4.000 Betriebsstunden pro Jahr rechnerisch etwa 25 Jahren, Röhren- und Starterwechsel per Hubsteiger entfallen.

Ob eine vorhandene Tragschiene eines anderen Herstellers weiter genutzt werden kann, muss vor Ort anhand von Profil und Verdrahtung geprüft werden; im Zweifel wird die Schiene mitgetauscht. Bei häufig geschalteten Bereichen punkten die Einsätze zusätzlich mit bis zu 100.000 Schaltzyklen und sofort voller Helligkeit.

DALI-2, Notlicht und die Lichtfarben 830, 840 und 865

Mit DALI-2 wird das Lichtband Teil des Lichtmanagements: Die DALI-Einsätze der FLEX-Reihe unterstützen laut LEDVANCE die Datenprofile nach DALI Part 251, 252 und 253 und lassen sich mit Präsenzmeldern und tageslichtabhängiger Regelung kombinieren – in nur zeitweise befahrenen Lagergängen spart das zusätzlich Energie.

Für Rettungswege bietet TruSys FLEX Notlicht-Einsätze (EM) mit eingebauter LiFePO4-Batterie, 3 Stunden Betriebsdauer und automatischem Selbsttest mit Kontroll-LED; sie fügen sich nahtlos in die Allgemeinbeleuchtung ein, separate Notleuchten unter dem Band entfallen. Für Gebäude mit zentraler Batterieanlage sind viele FLEX-Treiber für den Betrieb mit Gleichspannung (0 Hz) zertifiziert. Planung, Prüfung und Dokumentation der Sicherheitsbeleuchtung bleiben Sache von Fachplaner und Elektrofachbetrieb.

Bei der Lichtfarbe stehen drei Stufen zur Wahl:

3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß / Kaltweiß6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

8303.000 K

Warmweiß, 3.000 K (Code 830): freundliches, einladendes Licht für Verkaufsflächen, Showrooms und Bereiche mit Kundenkontakt.

Neutralweiß / kaltweiß

8404.000 K

Neutralweiß / kaltweiß, 4.000 K (Code 840): Beide Begriffe – englisch Cool White – bezeichnen exakt dieselbe Farbtemperatur von 4.000 Kelvin. Das sachliche Arbeitslicht ist der Standard für Lager, Produktion, Werkstatt, Büro, Garage und Hobbyraum.

Tageslichtweiß

8656.500 K

Tageslichtweiß, 6.500 K (Code 865): kühles, kontrastreiches Licht für Prüf- und Kontrollplätze, Logistikzentren und Bereiche mit hohen Sehanforderungen – nicht zu verwechseln mit kaltweiß (4.000 K).

Alle Einsätze dieser Kategorie erreichen laut Datenblatt eine Farbwiedergabe von mindestens Ra 80, wie sie für die meisten Arbeitsplätze gefordert ist.

Profi-Licht für Halle, Handel und Werkstatt – und für Garage, Hobbyraum und Keller zu Hause

Lichtbandsysteme sind Arbeitslicht für Profis – und funktionieren privat überall dort, wo viel gleichmäßiges Licht gefragt ist.

Industrie, Logistik & Handel

In Industrie und Produktion beleuchten sie Montagelinien, in Logistik und Hochregallagern Fahrwege und Regalfronten, in Supermärkten, Discountern und Baumärkten Gänge und Warenträger, in Kfz-Werkstätten Hebebühnen und Teilelager.

Facility Management

Facility Management und Hausverwaltungen profitieren von der Systembauweise: Gleiche Serie, gleiche Lichtfarbe und gleiche Optik über Jahre nachbestellbar, defekte Einsätze in Minuten getauscht. Ein Hinweis für Sporthallen: Die FLEX-Linsen sind laut Hersteller nicht ballwurfsicher.

Garage, Hobbyraum & Keller

In der Doppelgarage beim Schrauben am eigenen Auto oder Wohnmobil, in der Hobbywerkstatt an der Hobelbank, im trockenen Keller, im Hobbyraum oder im großen Vorratsraum. Zwei FLEX-Einsätze mit je 6.000 lm in 4.000 K bringen eine 18-m²-Garage überschlägig auf rund 250 bis 300 lx, also auf Werkstattniveau.

Wichtig: IP20 und IP40 sind nur für trockene Räume gedacht. Für feuchte Garagen, Carports, Tiefgaragen und Waschküchen sind LED-Feuchtraumleuchten mit höherer Schutzart die richtige Wahl. Für Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer oder Küche ist ein Hallenlichtband zu hell und zu technisch – dort passen Wand- und Deckenleuchten deutlich besser.

Vergleich: LED-Lichtbandsystem vs. Leuchtstoff-Lichtband (T8)

Technischer und wirtschaftlicher Direktvergleich für Halle, Lager, Handel, Werkstatt und Garage
MerkmalLED-Lichtbandsystem (TruSys, Maxos)Leuchtstoff-Lichtband (T8-Röhren)
AufbauTragschiene mit Durchgangsverdrahtung + steckbarer LED-Einsatz mit integriertem TreiberTragschiene + Geräteträger mit Vorschaltgerät, Starter und 1–2 Leuchtstoffröhren
Lichtausbeuterund 105–135 lm/W (TruSys klassisch), 160 lm/W (Performance), bis 175 lm/W (FLEX), bis 180 lm/W (Universal)T8-Röhre 58 W allein rund 90 lm/W, zusätzlich Verluste in Vorschaltgerät und Reflektor
Lichtstrom je 1,5-m-Einsatzca. 5.600 bis 12.400 lm, je nach Serie und Leistungsstufeca. 5.200 lm je 58-W-Röhre, 2×58 W rund 10.400 lm vor Leuchtenverlusten
Lebensdauer40.000 bis 120.000 h je Serie, FLEX 100.000 h (L70/B50)Röhrenwechsel nach etwa 20.000 h, Starter und Vorschaltgeräte zusätzlich
SchaltverhaltenSofort volle Helligkeit, bis zu 100.000 SchaltzyklenStartverzögerung, häufiges Schalten verkürzt die Röhrenlebensdauer
Optiken25° bis 120°, Regal 2×30°/2×35°, Wallwasher 40°/45°, opalMeist fester Reflektor oder Raster, Optikwechsel nur per Leuchtentausch
SteuerungDALI-2-Varianten für Präsenz- und TageslichtregelungNur mit dimmbarem EVG; KVG-Anlagen nicht dimmbar
NotlichtEM-Einsätze mit LiFePO4-Akku (3 h) und Selbsttest, viele Treiber zentralbatterietauglich (0 Hz)Separate Notleuchten oder nachgerüstete Notlichtmodule
VerfügbarkeitAktuelle Serien, Einsätze einzeln nachrüstbarT8-Leuchtstoffröhren dürfen seit August 2023 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden

Häufige Fragen zu Lichtbandsystemen

Was ist ein Lichtbandsystem und woraus besteht es?
Ein Lichtbandsystem erzeugt eine durchgehende Lichtlinie aus zwei Komponenten: einer Tragschiene mit Durchgangsverdrahtung, die an der Decke befestigt oder abgehängt wird, und LED-Leuchteneinsätzen (Geräteträgern), die werkzeuglos in die Schiene geklickt werden. Der LED-Treiber sitzt im Einsatz, ein separates Vorschaltgerät ist nicht nötig. Weil nur die Schiene fest verdrahtet wird, lassen sich Leuchten später versetzen, ergänzen oder gegen eine andere Optik tauschen. Typische Einsatzorte sind Industriehallen, Hochregallager, Supermärkte, Baumärkte und Werkstätten.
Passt jeder Leuchteneinsatz in jede Tragschiene?
Nein. Tragschiene und Einsatz müssen zur selben Baureihe gehören. Klassisches TruSys (silberne Aluminium-Einsätze, IP20) und TruSys FLEX (weißes Stahlgehäuse, IP40) sind eigene Systemgenerationen, und Schienen anderer Hersteller passen in der Regel nicht. Welche Kombination zulässig ist, steht im Datenblatt des jeweiligen Artikels. Planen Sie Schiene und Einsätze deshalb immer als zusammengehöriges System und bleiben Sie bei Erweiterungen in derselben Serie.
Welche Optik brauche ich für Halle, Regalgang oder Verkaufsfläche?
Je höher die Montage und je schmaler der Gang, desto enger die Optik. Very Narrow (30°) und Narrow (25° beim klassischen TruSys, 60° bei FLEX und Performance) bündeln das Licht für hohe Hallen und Hochregalgänge. Wide (90° bzw. 105°) und Very Wide (120°) leuchten Werkstatt, Produktion und Verkaufsfläche gleichmäßig aus. Für Regale gibt es Double Asymmetric (2×30°) und Shelf (2×35°), die beide Regalfronten bis in die unteren Fächer beleuchten, für Wände und Wandregale den Wallwasher (40° bzw. 45°).
Wie viele Lichtband-Einsätze brauche ich für meine Halle?
Für einen Überschlag rechnen Sie: Lichtstrom = Beleuchtungsstärke × Fläche ÷ (Nutzungsgrad × Wartungsfaktor). Beispiel: 600 m² Lagerhalle mit 300 lx, Nutzungsgrad 0,6 und Wartungsfaktor 0,8 ergeben 375.000 lm – das sind rund 31 TruSys-FLEX-Einsätze mit je 12.100 lm oder etwa 44 Einsätze mit je 8.600 lm. Richtwerte liefert die ASR A3.4, etwa 50–200 lx im Lager, 300 lx für Versand und Kfz-Werkstatt und 500 lx im Büro. Für Arbeitsstätten mit Prüfpflicht oder Ausschreibungen ersetzt der Überschlag keine Lichtberechnung, zum Beispiel mit DIALux.
Kann ich ein altes Leuchtstoff-Lichtband auf LED umrüsten?
Ja, auf zwei Wegen. Schnell geht es mit einer T8-LED-Röhre als Retrofit in der vorhandenen Leuchte, wenn Leuchtenkörper und Verdrahtung noch gut sind. Nachhaltiger ist der Tausch der Geräteträger gegen LED-Einsätze: LEDVANCE nennt TruSys FLEX und Universal ausdrücklich als direkten Ersatz für Leuchten mit Leuchtstofflampen. Ob eine vorhandene Tragschiene eines anderen Herstellers weiter genutzt werden kann, muss eine Elektrofachkraft anhand von Profil und Verdrahtung prüfen; sonst wird die Schiene mitgetauscht. Da T8-Leuchtstoffröhren seit August 2023 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden dürfen, lohnt die Planung jetzt.
Was bedeuten IP20 und IP40 – darf ein Lichtband in Garage oder Keller?
Die erste Ziffer beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper: IP20 schützt gegen Fingerberührung (ab 12,5 mm), IP40 zusätzlich gegen Fremdkörper ab 1 mm. Die zweite Ziffer 0 bedeutet bei beiden: kein Schutz gegen Wasser. Ein Lichtband mit IP20 oder IP40 gehört deshalb in trockene Räume – in eine trockene Garage, Hobbywerkstatt oder einen trockenen Keller passt es gut. Für feuchte Garagen, Carports, Tiefgaragen oder Waschküchen wählen Sie LED-Feuchtraumleuchten mit höherer Schutzart.
Sind Lichtbandsysteme dimmbar und mit DALI steuerbar?
Das hängt von der Ausführung ab. Beim klassischen TruSys gibt es jeden Einsatz als dimmbare und als nicht dimmbare Variante, TruSys Performance und FLEX gibt es mit DALI beziehungsweise DALI-2. Die DALI-2-Einsätze der FLEX-Reihe unterstützen laut LEDVANCE die Datenprofile nach Part 251, 252 und 253 und lassen sich mit Präsenzmeldern und Tageslichtregelung kombinieren. Dafür brauchen Sie eine DALI-fähige Steuerung; ohne Steuersignal leuchten die Einsätze in der Regel mit voller Leistung. TruSys Universal ist nicht dimmbar, bietet aber fünf fest wählbare Leistungsstufen von 41 bis 73 W.
Wie funktioniert Notlicht im Lichtband?
TruSys FLEX gibt es als Notlicht-Ausführung (EM) mit eingebauter LiFePO4-Batterie: Bei Stromausfall übernimmt der Einsatz die Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege und Antipanikbereiche für 3 Stunden, ein automatischer Selbsttest zeigt das Ergebnis über eine Kontroll-LED an. Weil die Notlicht-Einsätze im selben Lichtband sitzen, entfallen separate Notleuchten. Für Gebäude mit Zentralbatterieanlage sind viele FLEX-Treiber zusätzlich für den Betrieb mit Gleichspannung (0 Hz) zertifiziert. Planung, Prüfung und Dokumentation der Sicherheitsbeleuchtung übernehmen Fachplaner und Elektrofachbetrieb.
Welche Lichtfarbe passt: warmweiß, neutralweiß, kaltweiß oder tageslichtweiß?
Warmweiß (3.000 K, Code 830) schafft eine einladende Atmosphäre auf Verkaufsflächen und in Showrooms. Neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840) – beide Begriffe, englisch Cool White, bezeichnen exakt dieselbe Lichtfarbe von 4.000 Kelvin – ist das Standard-Arbeitslicht für Lager, Produktion, Werkstatt, Büro, Garage und Hobbyraum. Tageslichtweiß (6.500 K, Code 865) eignet sich für Prüfplätze, Logistik und Bereiche mit hohen Sehanforderungen. Innerhalb eines Raums sollten alle Einsätze dieselbe Lichtfarbe und Serie haben, damit das Lichtband einheitlich wirkt.
Wer montiert ein Lichtband und wie viele Einsätze passen an eine Sicherung?
Montage der Tragschiene und Netzanschluss gehören in die Hände einer Elektrofachkraft; das spätere Einklicken und Tauschen der Einsätze erfolgt werkzeuglos. Wie viele Einsätze an einen Leitungsschutzschalter dürfen, bestimmt vor allem der Einschaltstrom – der Hersteller nennt den Wert je Artikel im Datenblatt. Bei der TruSys FLEX Wallwasher sind es zum Beispiel bis zu 22 Einsätze an einem B16- und 27 an einem C16-Automaten, bei der Philips Maxos unify bis zu 20 an einem B16-Automaten. Mit einer 5-poligen Schiene lassen sich die Einsätze zusätzlich auf drei Phasen verteilen.