Highbay · UFO · Low Bay · LED-Hallenstrahler für Lager, Produktion, Werkstatt & Sporthalle

LED-Hallenleuchten

LED-Hallenleuchten – auch als Highbay-Leuchten, LED-Hallenstrahler oder in runder Bauform als UFO-Hallenleuchten gesucht – bringen aus großer Höhe gebündeltes, gleichmäßiges Licht auf Boden, Regal und Werkbank. Sie sind die moderne Alternative zu alten HQL-, HQI- und Natriumdampf-Hallenstrahlern und kommen für vergleichbares Licht meist mit weniger als der Hälfte der Anschlussleistung aus. In Logistik, Lager, Produktion, Kfz-Werkstatt, Sporthalle, Landwirtschaft und Bauhof zählen Dauerbetrieb, Wartungsarmut und schnelle Amortisation – dieselbe Profi-Qualität bewährt sich aber auch privat: in der Hobbywerkstatt, der hohen Doppelgarage mit Hebebühne, in Scheune oder Reithalle. Hier finden Sie Markenleuchten von LEDVANCE, Philips, EVN und Modee mit 63 bis 225 W, 9.300 bis 36.200 Lumen, Abstrahlwinkeln von 60° bis 120°, Schutzart bis IP66, vielen DALI-dimmbaren Modellen und den Lichtfarben neutralweiß / kaltweiß (4.000 K) und tageslichtweiß (5.700–6.500 K).

63–225 WLeistungsklassen vom Low Bay bis zur Großhalle
9.300–36.200 lmLichtausbeute bis über 180 lm/W
60° bis 120°Enge Optik für Hochregal, breite für offene Hallen
IP65 · IP66 · IK10Staubdicht, strahlwasserfest, stoßfest (je Modell)
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Lichtband oder Hallenleuchte?

Lichtband oder Hallenleuchte?

Lichtband für Licht in Linien mit tauschbaren Einsätzen, Hallenleuchte kompakt und einzeln abgehängt. Je höher die Montage, desto enger die Optik; im Lager 50–200 lx, im Versand 300 lx (ASR A3.4). Anschluss durch eine Elektrofachkraft. Animation mit Musik, rund 105 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Highbay, UFO oder Low Bay: Hallenleuchten bündeln sehr hohen Lichtstrom in einem kompakten Gehäuse. Im Sortiment reichen sie von 9.300 bis 36.200 lm bei 63 bis 225 W; für niedrigere Hallen und Verkaufsflächen gibt es mit der LEDVANCE Low Bay Flex 1500 eine eigene Low-Bay-Lösung.
  • Planen nach Lux statt nach Watt: Die ASR A3.4 verlangt im Lager je nach Lagergut 50, 100 oder 200 lx, in Versand und Verpackung 300 lx. Mit einer Lichtausbeute von rund 115 bis über 180 lm/W brauchen LED-Hallenleuchten dafür meist weniger als die Hälfte der Leistung alter HQL- oder HQI-Strahler.
  • Optik passend zur Montagehöhe: 60° und 70° (bei Philips: NB) bündeln das Licht für große Höhen und Hochregalgänge, 90° bis 120° (Philips: WB) verteilen es gleichmäßig über offene Flächen in niedrigeren Hallen. Die genaue Anordnung liefert die Lichtberechnung.
  • Lichtfarbe nach Tätigkeit: Neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840 – beides dieselbe Lichtfarbe) für Werkstatt, Montage, Verkauf und Sporthalle, tageslichtweiß (5.700–6.500 K, Code 857/865) für Produktion, Logistik und Prüfbereiche. Warmweiß (2.700–3.000 K) ist bei Hallenleuchten unüblich.
  • Robust und steuerbar: IP65 und IP66 für staubige, feuchte und mit Wasser gereinigte Hallen, IK10 bei Staplerverkehr, DALI- oder 1–10-V-Dimmung, Sensorvarianten, Constant Light Output (CLO) und umschaltbare Leistungsstufen – dazu die maximale Leuchtenzahl je B16-Automat aus dem Datenblatt beachten.
  • Vom Logistikzentrum bis zur Hobbywerkstatt: Was in Industrie, Kfz-Werkstatt, Landwirtschaft und Kommune im Dauerbetrieb überzeugt, lohnt sich auch privat in Hobbywerkstatt, Großgarage mit Hebebühne, Scheune oder Reithalle ab etwa 3,5 bis 4 m Deckenhöhe. Für die normale Garage, Keller und Hobbyraum sind Feuchtraumleuchten die bessere Wahl.

1. Montagehöhe und Leuchtenkonzept klären

Messen Sie die mögliche Montagehöhe unter Trägern, Kranbahnen und Oberlichtern und notieren Sie die Nutzung je Zone: Lagergang, Kommissionierung, Werkbank oder offene Fläche. Für große Höhen und offene Flächen mit wenigen Aufhängepunkten ist die Hallenleuchte ideal, für niedrigere Hallen eine Low Bay. Wo Licht in langen Linien über Regalen oder Werkbänken gebraucht wird, kann ein Lichtband die bessere Wahl sein.

Ratgeber: Lichtband oder Hallenleuchte?

2. Lichtbedarf in Lux und Lumen berechnen

Den Mindestwert für Ihre Tätigkeit nennt die ASR A3.4: 50 bis 200 lx im Lager, 300 lx in Versand und Verpackung, für Werkstatt- und Montagearbeiten mehr. Eine erste Schätzung liefert die Formel Lux × Fläche ÷ (Raumwirkungsgrad × Wartungsfaktor). Teilen Sie das Ergebnis durch den Lichtstrom einer Leuchte, erhalten Sie die ungefähre Leuchtenzahl; die exakte Planung liefert eine Lichtberechnung mit Herstellerdaten.

Ratgeber: Wie viel Lumen pro m²?

3. Abstrahlwinkel und Lichtfarbe festlegen

Je höher die Montage und je schmaler die Gänge, desto enger die Optik: 60° oder 70° für große Höhen und Hochregalgänge, 90° bis 120° für niedrigere, offene Hallen. Bei der Lichtfarbe ist neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, beides dieselbe Lichtfarbe) der Allrounder für Werkstatt und Sporthalle, tageslichtweiß (5.700–6.500 K) wird in Produktion und Logistik geschätzt.

Ratgeber: Abstrahlwinkel erklärt

4. Schutzart, Steuerung und Anschluss prüfen

In staubigen, feuchten oder nass gereinigten Hallen sind IP65 oder IP66 sinnvoll, bei Staplerverkehr und in Sporthallen eine hohe Stoßfestigkeit wie IK10. Klären Sie, ob DALI, 1–10 V oder ein Sensor gewünscht ist, und planen Sie wegen des hohen Einschaltstroms die maximale Leuchtenzahl je Leitungsschutzschalter laut Datenblatt ein. Montage und Anschluss in großer Höhe übernimmt eine Elektrofachkraft.

Ratgeber: IP-Schutzart & Schutzklasse

Highbay, UFO oder Low Bay: Bauformen, Montagehöhen und Leistungsklassen

Eine LED-Hallenleuchte ist eine kompakte, sehr lichtstarke Einzelleuchte, die von der Decke oder einem Träger abgehängt wird und ihr Licht gezielt nach unten lenkt. Im Fachhandel heißt sie meist Highbay, umgangssprachlich auch LED-Hallenstrahler.

UFO-Hallenleuchte

RUND · ZENTRALER KÜHLKÖRPER

Die runde Bauform mit zentralem Kühlkörper – etwa die LEDVANCE Highbay UFO, die Modee Premium Line UFO oder die runden Leuchten von EVN – nennt man UFO-Hallenleuchte.

Kompakte Highbay

ECKIG · AB 5 BIS 6 M

Daneben gibt es kompakte, eckige Gehäuse wie die LEDVANCE High Bay Compact oder die Philips BY120P bis BY122P. Highbay-Leuchten spielen ihre Stärke ab etwa 5 bis 6 m bis weit über 10 m aus.

Low Bay

3 BIS 6 M

Für Montagehöhen von etwa 3 bis 6 m ist die Low Bay gedacht, hier die LEDVANCE Low Bay Flex 1500 mit 73 W und 11.680 lm. Eine feste Grenze gibt es nicht, entscheidend sind Optik, Lichtstrom und Sehaufgabe.

Leistungsklassen

63–225 W

Die Modelle dieser Kategorie decken 63 bis 225 W und 9.300 bis 36.200 Lumen ab und erreichen eine Lichtausbeute von rund 115 bis über 180 lm/W.

Aufgehängt werden sie an Haken oder Öse, Seil, Kette oder Montagebügel; mit meist rund 1 bis 5 kg Gewicht ist die Montage an Stahlträger, Trapezblech oder Holzbalken unkompliziert.

Wie viel Licht braucht die Halle? Lux nach ASR A3.4, Leuchtenanzahl und Blendung

Für die Auswahl zählt nicht die Wattzahl, sondern die Beleuchtungsstärke in Lux auf der Arbeitsebene. In Deutschland nennt die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 Mindestwerte je Tätigkeit, die DIN EN 12464-1 vergleichbare Wartungswerte:

Beleuchtungsstärke je Tätigkeit
LuxBereichPraxis
50 lxLager mit gleichartigem, großteiligem Lagergut:50 lx
100 / 200 lxLager mit Suchaufgabe:100 lx, mit Leseaufgaben wie Etiketten und Lieferscheinen 200 lx
300 lxVersand und Verpackung:300 lx; Werkstatt- und Montagearbeiten je nach Feinheit deutlich mehr
200–500 lxSporthallen nach DIN EN 12193:rund 200 lx für Training und Schulsport bis 500 lx und mehr für höhere Wettkampfklassen

Für eine erste Abschätzung genügt das Wirkungsgradverfahren: benötigter Lichtstrom = Lux × Fläche ÷ (Raumwirkungsgrad × Wartungsfaktor). Ein Beispiel mit angenommenen Werten: Eine Werkstatt mit 15 × 20 m soll 300 lx erhalten. Mit einem Raumwirkungsgrad von 0,5 und einem Wartungsfaktor von 0,8 ergibt sich 300 × 300 ÷ 0,4 = 225.000 lm – also rund neun Hallenleuchten mit je etwa 26.000 lm, wie sie die 150-W-Modelle von LEDVANCE liefern.

Wie gleichmäßig das Licht zwischen Regalen und Maschinen ankommt, zeigt erst die Lichtberechnung mit den Lichtverteilungsdaten des Herstellers. Auch die Blendung zählt: Für Lagerbereiche ist ein UGR-Richtwert von 25 üblich, über Arbeitsplätzen mit feinen Sehaufgaben sollte er niedriger liegen.

Abstrahlwinkel 60°, 70°, 90°, 110° oder 120°: die richtige Optik für Höhe und Regalgänge

Bei gleichem Lichtstrom entscheidet die Optik, wo das Licht ankommt.

60° / 70° · NB

Enge Optik

Enge Optiken mit 60° oder 70° – etwa bei LEDVANCE High Bay V, High Bay DALI und High Bay P oder bei der Philips BY122P mit der Kennung NB (Narrow Beam) – bündeln das Licht für große Montagehöhen und schmale Hochregalgänge.

→ Leuchtenabstand eher bis zur einfachen Montagehöhe

90° bis 120° · WB

Breite Optik

Breite Optiken mit 90° bis 120° – die 110°- und 115°-Varianten von LEDVANCE, die Modee UFO mit 120° oder Philips-Modelle mit WB (Wide Beam) – verteilen das Licht weich über offene Flächen in niedrigeren Hallen, sodass die Lichtkegel benachbarter Leuchten gleichmäßig ineinanderlaufen.

→ Leuchtenabstand etwa das Ein- bis Anderthalbfache der Montagehöhe

Den Durchmesser des Lichtkegels überschlagen Sie mit 2 × Montagehöhe × tan(halber Winkel): Eine 60°-Leuchte in 10 m Höhe erzeugt einen Kegel von rund 11,5 m, eine 110°-Leuchte in 6 m Höhe einen von rund 17 m. Die Abstände oben gelten als grobe Richtwerte.

Zwischen hohen Regalen gehören die Leuchten über die Gänge, damit auch Etiketten in den unteren Fächern ausgeleuchtet werden; für lange Regalzeilen ist oft ein Lichtbandsystem mit Regaloptik die bessere Lösung.

Lichtfarbe und Farbwiedergabe: neutralweiß, kaltweiß oder tageslichtweiß in der Halle

Der dreistellige Code im Artikelnamen verrät Farbwiedergabe und Farbtemperatur: Die erste Ziffer steht für den Farbwiedergabeindex (8 = Ra 80 bis 89), die beiden folgenden mal 100 ergeben die Kelvinzahl.

2.700–3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß / Kaltweiß5.700 / 6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

827 / 8302.700–3.000 K

Warmweiß (2.700–3.000 K, Code 827/830) gehört in Gastraum, Hotel und Wohnbereich und spielt bei Hallenleuchten praktisch keine Rolle.

Neutralweiß = Kaltweiß

8404.000 K

Code 840 bedeutet 4.000 K – diese Lichtfarbe heißt im Lichthandel sowohl neutralweiß als auch kaltweiß (Cool White); beide Begriffe meinen exakt dieselbe Farbtemperatur. Sie wirkt klar, aber nicht kühl und ist der Standard für Werkstatt, Montage, Verkaufshalle und Sporthalle.

Tageslichtweiß

857 / 8655.700 / 6.500 K

Code 857 (5.700 K) und 865 (6.500 K) stehen für tageslichtweiß: kühleres, kontrastreiches Licht, das in Produktion, Logistik und Prüfbereichen geschätzt wird.

Die LEDVANCE High Bay Compact GEN2 und die Philips BY030P sind laut Typbezeichnung zwischen 4.000, 5.000 und 6.500 K umschaltbar – praktisch für Elektrobetriebe, die eine Leuchte für mehrere Projekte bevorraten.

An Lackier- und Farbprüfplätzen reicht Ra 80 meist nicht, dort sind Leuchten ab Ra 90 gefragt. Mischen Sie in einer Halle keine Lichtfarben: Wer bei Erweiterung oder Austausch dieselbe Serie nachbestellt, erhält ein einheitliches Lichtbild.

Schutzart, Stoßfestigkeit und Temperatur: IP23, IP65, IP66 und IK10 richtig lesen

Die IP-Schutzart beschreibt mit zwei Ziffern den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser.

IP23

TROCKENE HALLEN

IP23 wie bei der Low Bay Flex 1500 schützt gegen Fremdkörper ab 12,5 mm und Sprühwasser – ausreichend für trockene, saubere Hallen und Verkaufsflächen.

IP65 / IP66

STAUBDICHT · STRAHLWASSER

IP65 bedeutet staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser, IP66 zusätzlich gegen starkes Strahlwasser. Damit eignen sich die meisten Leuchten dieser Kategorie für staubige Werkhallen, Holz- und Metallbearbeitung, ungeheizte Lagerhallen, Landwirtschaft sowie Wasch- und Fahrzeughallen; gezielte Hochdruckreinigung aus kurzer Distanz deckt IP66 jedoch nicht ab.

IK10

20 JOULE

Die Stoßfestigkeit IK10, die viele Modelle der LEDVANCE High Bay V tragen, steht für 20 Joule Schlagenergie – ein Argument bei Staplerverkehr und Kranbahnen. In Sporthallen ersetzt IK10 allerdings nicht den Nachweis der Ballwurfsicherheit nach DIN 18032-3; ist er für das Modell nicht belegt, gehört ein geprüfter Ballschutzkorb dazu.

Temperatur

−20 / −30 BIS +50 °C

Achten Sie außerdem auf den zulässigen Umgebungstemperaturbereich laut Datenblatt, bei vielen Hallenleuchten etwa −20 bzw. −30 bis +50 °C – entscheidend für Kühlhallen und für die Montage unter einem im Sommer aufgeheizten Hallendach.

Mehr dazu im Ratgeber IP-Schutzart und Schutzklasse.

Steuerung und Wirtschaftlichkeit: DALI, Sensor, CLO und der Umstieg von HQL und HQI

Viele Leuchten dieser Kategorie sind über DALI dimmbar und lassen sich mit Präsenz- und Tageslichtsteuerung koppeln: Selten begangene Lagergänge dimmen herunter, bei viel Oberlicht regelt das System nach. Die Modee Premium Line UFO gibt es mit 1–10-V-Schnittstelle und Sensor – eine einfache Lösung für Hallen ohne Bussystem.

Die LEDVANCE High Bay DALI CLO (Constant Light Output) hält den Lichtstrom über die Lebensdauer konstant, indem der Treiber die Leistung mit zunehmender Betriebszeit nachregelt; Modelle mit zwei Leistungsangaben wie 75 W/53 W oder dem Zusatz Multi Lumen lassen sich je nach Datenblatt auf eine niedrigere Leistungsstufe einstellen.

Am meisten lohnt die Umrüstung, wo noch HQL-, HQI- oder Natriumdampf-Hallenstrahler hängen; Quecksilberdampflampen dürfen seit April 2015 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden.

Rechenbeispiel: Ein Beispiel mit angenommenen Werten: 20 Hallenstrahler mit je rund 430 W Anschlussleistung einschließlich Vorschaltgerät werden durch LED-Hallenleuchten mit je 150 W ersetzt. Bei 3.000 Betriebsstunden und 0,25 €/kWh sinken die Stromkosten um 20 × 0,28 kW × 3.000 h × 0,25 €/kWh = 4.200 € pro Jahr – eingesparte Lampenwechsel mit dem Hubsteiger noch nicht eingerechnet.

Einen schnellen Leuchtmitteltausch ermöglichen LED-Ersatzlampen für Entladungslampen; bei alten Leuchten mit vergilbtem Reflektor ist die komplette LED-Hallenleuchte meist die sauberere Lösung. Wegen des hohen Einschaltstroms der LED-Treiber nennt das Datenblatt die maximale Leuchtenzahl je Leitungsschutzschalter – bei leistungsstarken Modellen teils nur rund fünf Stück an einem B16-Automaten.

Profi-Hallenlicht für Gewerbe und Kommune – und für Hobbywerkstatt, Großgarage und Scheune zu Hause

Gewerbe & Kommune

Im Objekt sind LED-Hallenleuchten das Arbeitspferd der Beleuchtung: in Logistikzentren und Hochregallagern, Produktions- und Montagehallen, Kfz-Werkstätten und Waschhallen, Bau- und Großhandelsmärkten, auf Bauhöfen und in Feuerwehrhäusern, in Sport- und Reithallen sowie in Maschinenhallen der Landwirtschaft. Die Datenblätter nennen häufig 100.000 Stunden und mehr Lebensdauer (L70/B50); teure Lampenwechsel in großer Höhe entfallen weitgehend.

Privat mit hoher Decke

Dieselbe Profi-Qualität lohnt sich privat überall dort, wo die Decke höher ist als im Wohnhaus: in der Hobbywerkstatt, der Doppel- oder Großgarage mit Hebebühne, in Scheune, Wohnmobil- oder Bootshalle. Ab etwa 3,5 bis 4 m Montagehöhe passt eine kleinere UFO-Leuchte wie die LEDVANCE Highbay UFO mit 80 W oder ein 100-W-Modell von Modee oder EVN – mit neutralweißem bzw. kaltweißem Licht zum Schrauben oder tageslichtweißem Licht für Detailarbeit.

Niedrige Räume

In der normalen Garage mit 2,50 m Deckenhöhe, im Keller oder Hobbyraum wäre eine Hallenleuchte überdimensioniert und würde blenden; dort sind LED-Feuchtraumleuchten die bessere Wahl, für Wohnzimmer, Küche und Flur LED-Panels und Deckenleuchten.

Im Sortiment führen wir LEDVANCE mit High Bay DALI (auch als CLO), High Bay P, High Bay V, High Bay Compact, Compact V und Compact GEN2, Highbay UFO und Low Bay Flex, Philips mit BY120P, BY121P und BY122P in der Ausführung G5 sowie BY030P, EVN mit runden Hallenleuchten mit 100 und 200 W und Modee mit der Premium Line UFO, auch mit Sensor.

Montage und Festanschluss in großer Höhe gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

Vergleich: LED-Hallenleuchte vs. Hallenstrahler mit Entladungslampe (HQL/HQI)

Technischer und wirtschaftlicher Direktvergleich für Lager, Produktion, Werkstatt, Sporthalle und Hobbyhalle
MerkmalLED-Hallenleuchte (Highbay / UFO)Hallenstrahler mit HQL-/HQI-Lampe
Anschlussleistung für vergleichbares Lichtca. 150–200 W400-W-Lampe plus Verluste im Vorschaltgerät
Lichtausbeuterund 115 bis über 180 lm/W (Leuchte, je Modell)HQL rund 50–60 lm/W, HQI rund 80–90 lm/W (nur Lampe, vor Reflektorverlusten)
EinschaltenSofort volle Helligkeit, beliebig oft schaltbarAnlaufzeit von mehreren Minuten, Wiederzündung erst nach Abkühlung
Dimmen & SteuerungDALI, 1–10 V, Sensor, Constant Light Output (je Modell)Praktisch nicht oder nur mit Spezialtechnik
Lebensdauer laut Datenblatthäufig 100.000 h und mehr (L70/B50)je nach Lampe rund 6.000 bis 20.000 h
LichtfarbenNeutral-/kaltweiß (4.000 K), tageslichtweiß (5.700–6.500 K), teils umschaltbarJe Lampe festgelegt, verändert sich mit dem Alter
Schutzart & StoßfestigkeitMeist IP65/IP66, viele Modelle IK10Abhängig von Reflektor und Abdeckung, häufig offen
Quecksilber & EntsorgungQuecksilberfreiQuecksilberhaltig; HQL seit 2015 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht
Wartung in großer HöheSelten, kein Lampen- oder ZünderwechselRegelmäßige Lampenwechsel mit Hubarbeitsbühne

Häufige Fragen zu LED-Hallenleuchten (Highbay, UFO, Low Bay)

Was ist eine LED-Hallenleuchte (Highbay) und ab welcher Raumhöhe lohnt sie sich?
Eine LED-Hallenleuchte, auch Highbay oder LED-Hallenstrahler genannt, ist eine kompakte, sehr lichtstarke Leuchte, die von der Decke abgehängt wird und ihr Licht gebündelt nach unten lenkt. In runder Bauform heißt sie UFO-Hallenleuchte. Als grobe Orientierung spielen Highbay-Leuchten ihre Stärke ab etwa 5 bis 6 m Montagehöhe aus, für etwa 3 bis 6 m gibt es Low-Bay-Leuchten wie die LEDVANCE Low Bay Flex 1500. Eine feste Grenze gibt es nicht – entscheidend sind Optik, Lichtstrom und die Tätigkeit unter der Leuchte.
Welche LED-Hallenleuchte ersetzt einen 400-W-HQL- oder HQI-Hallenstrahler?
In vielen Hallen genügt eine LED-Hallenleuchte mit rund 150 bis 200 W und etwa 26.000 bis 36.000 lm, um einen 400-W-Hallenstrahler zu ersetzen. Der Grund: Die LED bringt ihr Licht ohne Reflektorverluste gezielt nach unten, und alte Entladungslampen verlieren mit den Jahren deutlich an Helligkeit. Zur alten Anschlussleistung kommen außerdem die Verluste des Vorschaltgeräts hinzu. Ob die Leuchtenzahl 1:1 bleiben kann, zeigt eine Lichtberechnung. Quecksilberdampflampen (HQL) dürfen seit April 2015 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden – der Umstieg auf LED lohnt sich deshalb doppelt.
Wie viele Hallenleuchten brauche ich für meine Halle?
Eine erste Schätzung liefert die Formel: benötigter Lichtstrom = Lux × Fläche ÷ (Raumwirkungsgrad × Wartungsfaktor). Beispiel mit angenommenen Werten: Ein Lager mit 20 × 30 m und Leseaufgaben braucht nach ASR A3.4 200 lx. Mit 0,5 und 0,8 ergeben sich 200 × 600 ÷ 0,4 = 300.000 lm, also rund 15 Leuchten mit je 20.000 lm oder 12 Leuchten mit je etwa 26.000 lm. Wie gleichmäßig das Licht zwischen Regalen ankommt und wie die Leuchten verteilt werden, zeigt erst die Lichtberechnung mit den Daten des Herstellers.
Welcher Abstrahlwinkel passt: 60°, 70°, 90°, 110° oder 120°?
Je höher die Montage und je schmaler die Gänge, desto enger die Optik. 60° und 70° bündeln das Licht für große Höhen und Hochregalgänge, 90° bis 120° verteilen es gleichmäßig über offene Flächen in niedrigeren Hallen. Bei Philips stehen NB (Narrow Beam) für enge und WB (Wide Beam) für breite Optiken. Den Durchmesser des Lichtkegels überschlagen Sie mit 2 × Montagehöhe × tan(halber Winkel): Eine 60°-Leuchte erzeugt in 10 m Höhe einen Kegel von rund 11,5 m. Mehr im Ratgeber Abstrahlwinkel.
Wie hell muss eine Lagerhalle, Werkstatt oder Sporthalle beleuchtet sein?
Die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 nennt für Lagerräume 50 lx bei gleichartigem, großteiligem Lagergut, 100 lx mit Suchaufgabe und 200 lx mit Leseaufgaben, für Versand und Verpackung 300 lx. Werkstatt- und Montagearbeiten brauchen je nach Feinheit deutlich mehr, ein Büroarbeitsplatz liegt zum Vergleich bei 500 lx. Für Sporthallen gilt die DIN EN 12193: je nach Sportart und Wettkampfklasse von rund 200 lx für Training und Schulsport bis 500 lx und mehr. Den verbindlichen Wert für Ihre Tätigkeit legt die Lichtplanung fest.
Welche Lichtfarbe ist für die Halle besser: neutralweiß, kaltweiß oder tageslichtweiß?
Neutralweiß und kaltweiß bezeichnen dieselbe Lichtfarbe: 4.000 K, Code 840 (englisch Cool White). Sie wirkt klar, aber nicht kühl und ist der Allrounder für Werkstatt, Montage, Verkaufshalle, Sporthalle und Hobbywerkstatt. Tageslichtweiß mit 5.700 K (Code 857) oder 6.500 K (Code 865) wirkt kühler und kontrastreicher und ist in Produktion, Logistik und Prüfbereichen beliebt. Warmweiß (2.700–3.000 K) ist bei Hallenleuchten unüblich. Einige Modelle wie die LEDVANCE High Bay Compact GEN2 lassen sich zwischen mehreren Lichtfarben umschalten.
IP65, IP66 oder IP23 – welche Schutzart brauchen Hallenleuchten?
Für trockene, saubere Hallen und Verkaufsflächen reicht IP23 wie bei der LEDVANCE Low Bay Flex 1500. In staubigen, feuchten oder mit dem Wasserstrahl gereinigten Hallen – Holz- und Metallbearbeitung, Landwirtschaft, Wasch- und Fahrzeughallen – sind IP65 (staubdicht, strahlwassergeschützt) oder IP66 (zusätzlich gegen starkes Strahlwasser) die richtige Wahl; gezielte Hochdruckreinigung aus kurzer Distanz deckt auch IP66 nicht ab. Bei Staplerverkehr ist eine hohe Stoßfestigkeit wie IK10 sinnvoll. Für Sporthallen muss die Ballwurfsicherheit nach DIN 18032-3 nachgewiesen sein, sonst gehört ein geprüfter Ballschutzkorb dazu.
Sind LED-Hallenleuchten dimmbar und mit Bewegungsmelder steuerbar?
Viele Modelle, etwa die LEDVANCE High Bay DALI und High Bay P, sind über DALI dimmbar und lassen sich in ein Lichtmanagement mit Präsenz- und Tageslichtsteuerung einbinden. Die Modee Premium Line UFO gibt es mit 1–10-V-Schnittstelle und integriertem Sensor. Leuchten mit dem Zusatz CLO halten den Lichtstrom über die Lebensdauer konstant, Modelle mit Multi Lumen oder zwei Leistungsangaben lassen sich je nach Datenblatt auf eine niedrigere Stufe einstellen. Modelle mit dem Hinweis nicht dimmbar, etwa die High Bay Compact GEN2, laufen ohne Dimmfunktion.
Eignet sich eine Hallenleuchte auch für Garage, Hobbywerkstatt oder Scheune zu Hause?
Ja, wenn die Decke hoch genug ist. In der Hobbywerkstatt, einer Doppel- oder Großgarage mit Hebebühne, in Scheune, Reithalle oder Wohnmobilhalle ab etwa 3,5 bis 4 m Montagehöhe ist eine kleinere UFO-Leuchte mit 80 bis 100 W eine starke Lösung – mit neutralweißem bzw. kaltweißem Licht (4.000 K) zum Schrauben oder tageslichtweißem Licht für Detailarbeit. In einer normalen Garage mit 2,50 m Deckenhöhe, im Keller oder Hobbyraum wäre sie dagegen überdimensioniert und würde blenden; dort passen LED-Feuchtraumleuchten besser.
Darf ich LED-Hallenleuchten selbst montieren und wie viele passen an einen Stromkreis?
Montage und Festanschluss gehören in die Hände einer Elektrofachkraft – besonders in großer Höhe, wo Hubarbeitsbühne, sichere Abhängung und gegebenenfalls ein Sicherungsseil dazugehören. Bei der Planung der Stromkreise zählt der hohe Einschaltstrom der LED-Treiber: Das Datenblatt nennt, wie viele Leuchten höchstens an einem Leitungsschutzschalter betrieben werden dürfen. Bei leistungsstarken Hallenleuchten sind das teils nur rund fünf Stück an einem B16-Automaten. Wer das übersieht, riskiert, dass die Sicherung beim Einschalten auslöst.