Hochdruck-Entladungslampen (HID) · Metalldampf · Natriumdampf · Quecksilberdampf

Entladungslampen

Entladungslampen – im Fachhandel auch HID-Lampen (High Intensity Discharge) oder Hochdruck-Entladungslampen genannt – erzeugen ihr Licht mit einem Lichtbogen in einem gasgefüllten Brenner und liefern aus sehr kompakter Bauform enorme Lichtströme. Hier finden Sie Halogen-Metalldampflampen (Philips MASTERColour CDM, Osram Powerball HCI und Powerstar HQI), Natriumdampflampen (Osram Vialox NAV, Philips MASTER SON, Sylvania SHP), Weißlicht-Natriumdampf (Philips MASTER SDW) sowie die auslaufenden Quecksilberdampflampen HQL und HPL – von 20 bis 2.000 W, mit Sockeln wie G12, G8.5, RX7s, Fc2, E27 und E40. Im gewerblichen Einsatz in Industrie- und Lagerhallen, Ladenbau, Hotellerie, Sportstätten sowie Straßen- und Parkplatzbeleuchtung sichern Sie damit die 1:1-Nachbestückung bestehender Anlagen ohne Leuchtenumbau. Zu Hause tauschen Sie die Lampe im Deckenfluter im Wohnzimmer, im Hofstrahler an Garage und Einfahrt, in der Leuchte über Hobbyraum und Werkbank, über dem Aquarium oder im Gewächshaus. Wichtig: Jede Entladungslampe braucht ein passendes Vorschaltgerät – Lampentyp und Leistung müssen exakt zur Leuchte passen.

20–2.000 WVom 20-W-Shopstrahler bis zum 2.000-W-Flutlicht
bis rund 140 lm/WNatriumdampf – Metalldampf mit Ra bis über 90
G12 · G8.5 · RX7s · Fc2 · E27 · E40die häufigsten Sockel im Sortiment
Philips · Osram · Sylvaniadazu Radium, BLV, Patron, Thorgeon und Bäro

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  • Große AuswahlViele Varianten
  • Technische Datenje Produkt angegeben
  • KompatibilitätVorschaltgerät nötig

Wichtig: Entladungslampen (Metalldampf, Natrium, Quecksilber) benötigen ein passendes Vorschaltgerät und teils ein Zündgerät. Prüfen Sie Lampentyp, Leistung und Fassung.

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  • Drei Lampenfamilien, drei Lichtcharaktere: Halogen-Metalldampflampen (CDM, HCI, HQI, MHN, HRI) liefern brillantes Weißlicht mit Ra 80 bis über 90, Hochdruck-Natriumdampflampen (NAV, SON, SHP) goldgelbes Licht um 2.000 K mit der höchsten Lichtausbeute, Quecksilberdampflampen (HQL, HPL) sind Auslauftechnik für den Bestand.
  • Typenschild der alten Lampe 1:1 übernehmen: Lampentyp, Leistung, Sockel und Bauform (T = Röhre, TC = kompakt, TD/TS = zweiseitig gesockelt, E = Ellipsoid) müssen exakt stimmen. Das Vorschaltgerät ist auf genau eine Wattzahl und einen Lampentyp ausgelegt – eine 70-W-Lampe am 150-W-Gerät wird überlastet.
  • Ohne Betriebsgerät kein Licht: Metalldampf- und Natriumdampflampen brauchen ein Vorschaltgerät (KVG oder EVG) und ein Zündgerät mit mehreren Kilovolt Zündspannung – oder einen eingebauten Zünder (Kennung /I). Quecksilberdampflampen starten ohne Zündgerät am konventionellen Vorschaltgerät.
  • Lichtfarbe am Farbcode ablesen: 830/930 = warmweiß (3.000 K) für Verkauf, Gastronomie, Hotellerie und Wohnzimmer, 842/942 = neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.000–4.200 K) für Halle, Werkstatt, Garage und Hobbyraum, Daylight-Typen (/D) über 5.000 K für Sport- und Messehallen. Die 9 vorne steht für Ra 90 und mehr.
  • Profi-Licht vom Objekt bis nach Hause: Ob 2.000-W-Flutlicht im Stadion, 400-W-Hallenstrahler im Lager, CDM-Strahler im Modehaus oder Hotelfoyer – oder daheim die Stablampe im Deckenfluter im Wohnzimmer, der Hofstrahler an Garage und Einfahrt, die Aquarienleuchte oder die Pflanzenlampe im Gewächshaus: Mit der Originallampe bleibt das Lichtbild so, wie die Leuchte geplant wurde.
  • Bestand versorgen, Zukunft planen: Für Wartung und Gruppentausch führen wir Markenlampen von Philips, Osram, Sylvania, Radium und BLV. Wer eine Anlage modernisiert, prüft parallel den LED-Ersatz: Die Anschlussleistung sinkt häufig um 40 bis 60 %, das Licht ist sofort da, und die Wartungsintervalle werden deutlich länger.

1. Lampentyp am Kürzel erkennen

Die Typbezeichnung auf Lampe oder Leuchtenschild verrät die Familie: CDM, HCI, HQI, MHN, HRI, RCC und HIT stehen für Halogen-Metalldampf, NAV, SON, SHP und RNP für Natriumdampf, SDW für Weißlicht-Natriumdampf, HQL und HPL für Quecksilberdampf. Für viele Typen gibt es direkte Gegenstücke anderer Hersteller – eine Philips CDM-T 70W/830 und eine Osram HCI-T 70W/830 WDL sind beispielsweise beide warmweiße 70-W-Metalldampflampen mit keramischem Brenner und Sockel G12. Die Betriebsdaten im Datenblatt gleichen Sie trotzdem ab.

Ratgeber: Gasentladungslampen & HID

2. Sockel, Bauform und Leistung abgleichen

Einseitig gesockelte Brenner stecken in G12 (Röhre T), G8.5 (kompakt TC) oder in GU6.5 und PGJ5 (Mini-Typen), zweiseitig gesockelte Stablampen in RX7s (70 und 150 W), RX7s-24 (150 W) oder Fc2 (250 und 400 W). Großkolben mit Schraubsockel nutzen E27 oder E40, als matt beschichteter Ellipsoid (E) oder klare Röhre (T). Die Leistung muss exakt der alten Lampe entsprechen, denn Vorschaltgerät und Leuchte sind auf genau diese Wattzahl ausgelegt.

Ratgeber: Lampensockel-Übersicht

3. Vorschaltgerät und Zündgerät prüfen

Auf dem Vorschaltgerät oder dem Leuchtenschild stehen Lampentyp und Leistung, für die es zugelassen ist. Metalldampf- und Natriumdampflampen gleicher Wattzahl unterscheiden sich in Lampenstrom, Brennspannung und Zündanforderung – setzen Sie deshalb nur den freigegebenen Typ ein. Elektronische Vorschaltgeräte wie die Osram Powertronic PTi übernehmen Zündung und Stabilisierung in einem Gerät, halten die Lichtfarbe konstanter und schalten eine Lampe am Lebensende ab. Einbau und Umrüstung übernimmt eine Elektrofachkraft.

Ratgeber: Vorschaltgeräte EVG, KVG, VVG

4. Lichtfarbe und Farbwiedergabe nach Einsatz wählen

Für Modegeschäfte, Frischetheken, Hotellerie, Gastronomie und das Wohnzimmer passt warmweißes Metalldampflicht mit 3.000 K (830/930), für Werkstatt, Lager, Garage und Hobbyraum neutralweißes bzw. kaltweißes Licht mit rund 4.000–4.200 K (842/942). Natriumdampf mit rund 2.000 K und einer Farbwiedergabe um Ra 20 bis 25 ist ideal, wo Effizienz zählt und Farben zweitrangig sind – Straßen, Parkplätze, Hafen- und Lagerflächen. Elite-Typen und 9xx-Codes erreichen Ra 90 und mehr für anspruchsvolle Auslagen.

Ratgeber: Farbwiedergabeindex erklärt

Was sind Entladungslampen? Funktionsprinzip und HID-Familien im Überblick

Anders als Glüh- und Halogenlampen besitzen Entladungslampen keinen Glühdraht. Zwischen zwei Elektroden in einem Brenner aus Quarzglas oder Keramik zündet ein Lichtbogen, der Edelgas und Metalldämpfe zum Leuchten anregt.

Bei Hochdruck-Entladungslampen (HID) steigt der Druck im Brenner nach dem Zünden stark an – so entsteht sehr viel Licht auf kleinstem Raum. Deshalb sind HID-Lampen seit Jahrzehnten Standard, wo große Flächen aus großer Höhe ausgeleuchtet werden. In dieser Kategorie finden Sie alle wichtigen Familien:

Metalldampf

CDM · HCI · HQI

Halogen-Metalldampflampen – Philips MASTERColour CDM und MHN, Osram Powerball HCI und Powerstar HQI, Radium HRI und Ceraball RCC, BLV Eurostar: Weißlicht mit guter bis sehr guter Farbwiedergabe.

Natriumdampf

NAV · SON · SHP

Natriumdampf-Hochdrucklampen – Osram Vialox NAV, Philips MASTER SON und SON-T, Sylvania SHP, Radium RNP: goldgelbes Licht und Spitzenwerte bei der Lichtausbeute.

Weißlicht-Natrium

SDW-T · SDW-TG

Weißlicht-Natriumdampf – Philips MASTER SDW-T und SDW-TG mit 2.500 K für stimmungsvolles Licht in Verkauf und Gastronomie.

Quecksilberdampf

HQL · HPL

Quecksilberdampflampen – Osram HQL und Philips HPL zur Versorgung bestehender Anlagen.

Daneben führen wir Speziallampen wie Osram Lok-it!, HTI, XBO und HXP für Bühne, Projektion, Mikroskopie und Messtechnik sowie Pflanzenlampen wie Osram Vialox PLANTASTAR und Philips MASTER GreenPower.

Lampenkürzel und Farbcodes entschlüsseln: 830, 930, 842, 942, WDL, NDL und D

Die Typbezeichnung ist der wichtigste Schlüssel zum richtigen Ersatz. Die Buchstaben nach dem Familiennamen beschreiben die Bauform: T steht für eine einseitig gesockelte Röhre (meist G12 oder E40), TC für eine kompakte Röhre mit G8.5, TD und TS für zweiseitig gesockelte Stablampen (RX7s, RX7s-24, Fc2), E für den Ellipsoidkolben mit matter Beschichtung, R und R111 für Reflektorlampen mit festem Abstrahlwinkel.

Bei Philips MASTERColour und Osram Powerball folgt nach dem Schrägstrich ein dreistelliger Farbcode: Die erste Ziffer nennt die Farbwiedergabe (8 = Ra ab 80, 9 = Ra ab 90), die beiden folgenden die Farbtemperatur in Hundert Kelvin. Osram kennzeichnet die Lichtfarben zusätzlich mit Buchstaben:

Farbcodes und Lichtfarb-Kürzel entschlüsselt
CodeLichtfarbePraxis
830 / 9303.000 K830 und 930 – warmweiß (3.000 K): brillantes, warmes Licht für Mode, Lebensmittel, Hotellerie, Gastronomie und das Wohnzimmer.
842 / 942rund 4.200 K842 und 942 – neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.200 K): klares, sachliches Licht für Halle, Werkstatt, Büro, Garage und Hobbyraum. Neutralweiß und kaltweiß (Cool White) bezeichnen im Lichthandel dieselbe Lichtfarbe um 4.000 K.
825 / 8282.500–2.800 K825 und 828 – sehr warmes Weiß (2.500–2.800 K): Philips SDW und CityWhite für Gastronomie, Altstadtgassen und Fußgängerzonen.
WDLwarmweißWDL (Warm de Luxe) entspricht warmweiß.
NDLneutralweißNDL (Neutral de Luxe) entspricht neutralweiß.
D / D Proüber 5.000 KD oder D Pro steht für tageslichtähnliches Daylight-Licht über 5.000 K.

Natriumdampflampen tragen meist keinen Farbcode, ihr Licht liegt bei rund 2.000 K.

Vorschaltgerät, Zündgerät und Sockel: So gelingt der 1:1-Austausch

HID-Lampen arbeiten nie direkt am 230-V-Netz. Zwischen Netz und Lampe sitzen ein Vorschaltgerät, das den Lampenstrom begrenzt, und bei Metalldampf- und Natriumdampflampen ein Zündgerät, das den Lichtbogen mit Impulsen von mehreren Kilovolt startet.

KVG

Konventionelles System

Konventionelle Systeme bestehen aus Drossel (KVG), Zündgerät und Kompensationskondensator.

→ Bewährt – Lampentyp und Leistung exakt abgleichen

EVG

Elektronisches Vorschaltgerät

Dagegen vereinen elektronische Vorschaltgeräte wie die Osram Powertronic PTi alles in einem Gerät, halten die Lichtfarbe stabiler und schalten eine verbrauchte Lampe ab.

→ Stabilere Lichtfarbe, automatische Abschaltung

Entscheidend ist, dass Lampentyp und Leistung exakt zum Betriebsgerät passen: Eine 70-W-Lampe am 150-W-Gerät wird überlastet und kann platzen, eine 150-W-Lampe am 70-W-Gerät erreicht nie ihre Nennwerte.

Einige Natriumdampflampen gibt es mit eingebautem Zünder (Kennung /I, etwa Osram Vialox NAV-E 70W/I oder Philips SON 70W I) oder für ein externes Zündgerät (/E). Die Philips MASTERColour CDM-E MW und CDM-T MW sind laut Artikelbezeichnung als Ersatz für HPI-Lampen mit 250 bzw. 400 W ausgelegt.

Beim Wechsel gilt: Leuchte freischalten, ausgebrannte Lampe vollständig abkühlen lassen und den neuen Glaskolben nur mit Handschuh oder sauberem Tuch anfassen, denn Hautfett auf dem Quarzglas verkürzt die Lebensdauer. Tausch oder Nachrüstung des Vorschaltgeräts übernimmt eine Elektrofachkraft.

Anlaufzeit, Wiederzündung, Lebensdauer und Sicherheit im Betrieb

Wer Entladungslampen plant oder wartet, sollte ihr Betriebsverhalten kennen. Nach dem Einschalten brauchen HID-Lampen einige Minuten, bis sie ihren vollen Lichtstrom erreichen. Nach dem Ausschalten oder einem kurzen Netzausfall muss der heiße Brenner erst abkühlen, bevor er neu zündet – bei Metalldampflampen häufig 10 bis 15 Minuten.

Die Sylvania SHP-TS Twin Arc besitzt zwei Brenner: Nach einer kurzen Unterbrechung zündet der kühle zweite Brenner nahezu sofort – ein Vorteil für Parkplätze und Sicherheitsbereiche. Für häufiges Schalten oder Bewegungsmelder sind HID-Lampen grundsätzlich ungeeignet.

Hinweis: Halogen-Metalldampflampen dürfen nur in geschlossenen Leuchten mit Schutzglas betrieben werden, sofern der Hersteller sie nicht ausdrücklich für offene Leuchten freigibt, weil der Brenner am Lebensende bersten kann und UV-Strahlung entsteht; Ausführungen mit UV-Block reduzieren den UV-Anteil zusätzlich.

Bei der Lebensdauer kennzeichnet Osram langlebige Natriumdampflampen mit Super 4Y und Super XT 8Y, Philips mit PIA Plus und APIA Plus Xtra. Im Gewerbe lohnt der Gruppentausch: Werden alle Lampen eines Bereichs zum geplanten Termin gewechselt, bleiben Lichtfarbe und Helligkeit einheitlich, und Hubarbeitsbühne oder Gerüst kommen nur einmal zum Einsatz.

Natriumdampf, CityWhite und Pflanzenlicht: Straße, Industrie und Gewächshaus

Natriumdampf-Hochdrucklampen sind die Effizienzmeister unter den klassischen Leuchtmitteln: Eine Osram Vialox NAV-T Super XT mit 400 W erzeugt laut Artikeldaten 56.500 Lumen, das sind rund 140 Lumen pro Watt. Ihr goldgelbes Licht prägt Straßen, Parkplätze, Industrieflächen, Häfen und angestrahlte Fassaden.

Straße & Industrie

Die Bauform entscheidet über die passende Leuchte: NAV-E, SON und die beschichteten SHP-Typen mit mattem Ellipsoidkolben gehören in Leuchten mit großflächiger Optik, die klaren Röhren NAV-T, SON-T und SHP-T/TS in Leuchten mit präzisem Reflektor.

Innenstadt & Wohnstraße

Wo Menschen Farben sicher erkennen sollen – in Innenstädten, an Bahnhöfen oder in Wohnstraßen –, setzen Kommunen und Stadtwerke auf keramische Metalldampflampen wie Philips MASTER CityWhite CDO und MASTER CosmoWhite CPO mit warmweißem 2.800-K-Licht.

Gartenbau & Gewächshaus

Osram Vialox PLANTASTAR und Philips MASTER GreenPower sind speziell für die Assimilationsbelichtung von Pflanzen entwickelt – im Einsatz bei Gärtnereien ebenso wie bei Hobbygärtnern im eigenen Gewächshaus oder Wintergarten.

Metalldampflicht im Objekt – Profi-Qualität auch für Ihr Zuhause

Keramische Halogen-Metalldampflampen wie Philips MASTERColour CDM-T, CDM-TC, CDM-R111 und CDM-Tm Mini oder Osram Powerball HCI bündeln viel Licht in einem kleinen Brenner und halten ihre Lichtfarbe über die Lebensdauer stabil.

Objekt & Handel

CDM · HCI

Der Klassiker für Strahler in Modehäusern, Lebensmittelmärkten, Autohäusern, Hotelfoyers, Restaurants, Museen und auf Messeständen.

Halle & Stadion

250 bis 2.000 W

Für die großen Flächen in Lager, Produktionshalle und Sporthalle sorgen Osram Powerstar HQI-T und HQI-E, Philips MHN und Radium HRI mit 250 bis 2.000 W; die 2.000-W-Typen mit Sockel K12s oder E40 laufen überwiegend an 400 V in Stadion- und Flutlichtanlagen.

Wohnen & Außen

70 / 150 W

Hochwertige Deckenfluter im Wohnzimmer oder Esszimmer und Wandstrahler im Loft arbeiten teils mit einer 70- oder 150-W-Stablampe (RX7s, RX7s-24), Hof- und Fassadenstrahler an Garage, Einfahrt und Gartenhaus häufig mit HQI-TS oder HCI-TS.

Hobby & Aquaristik

942 · 8.800 K

In Hobbyraum und Werkstatt sorgt neutralweißes 942-Licht für kontrastreiche Sicht, und Meerwasser-Aquarianer schätzen die BLV Eurostar mit 8.800 K.

Dieselbe Profi-Qualität zahlt sich zu Hause aus: Wer die Originallampe nachkauft, behält Lichtbild, Lichtfarbe und Sicherheit der Leuchte unverändert.

Quecksilberdampf, Entsorgung und der Umstieg auf LED

Quecksilberdampf-Hochdrucklampen wie Osram HQL und Philips HPL erfüllen die EU-Ökodesign-Anforderungen nicht mehr und dürfen seit April 2015 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; verfügbare Restbestände dienen der Versorgung bestehender Anlagen.

Auch die Quecksilber-Ausnahmen der RoHS-Richtlinie für Metalldampf- und Natriumdampflampen sind befristet, langfristig ist also mit einem kleineren Angebot zu rechnen. Ausgebrannte Entladungslampen gehören wegen des Quecksilbergehalts der meisten Typen nie in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder zu den Sammelstellen des Handels.

Für die Zukunftsplanung lohnt eine einfache Rechnung: Eine 400-W-Natriumdampflampe zieht mit konventionellem Vorschaltgerät rund 440 W aus dem Netz.

Beispielrechnung: Stromkosten pro Lichtpunkt
GrößeWertPraxis
Lampe400 WNatriumdampflampe
Systemrund 440 Winkl. konventionellem Vorschaltgerät
Brenndauer4.000 Betriebsstunden im Jahrtypischer Gewerbebetrieb
Strompreis25 Cent pro KilowattstundeRechenbasis
Ergebnisrund 440 Euro Strom jährlichfür einen einzigen Lichtpunkt

Ein passender LED-Hallenstrahler oder LED-Retrofit braucht für vergleichbares Nutzlicht oft nur die Hälfte, ist sofort hell, lässt sich schalten und je nach Modell dimmen und senkt den Wartungsaufwand deutlich. Wer kurzfristig nachbestückt, findet hier die Originallampe; wer modernisiert, findet die Alternativen unter LED-Ersatz für Entladungslampen und LED-Hallenleuchten.

Entladungslampe oder LED-Ersatz? Der direkte Vergleich

Orientierungswerte für Planung, Wartung und Nachbestückung – verbindliche Werte stehen je Artikel im Datenblatt.
MerkmalEntladungslampe (Metalldampf / Natriumdampf)LED-Ersatz (Retrofit / Hallenstrahler)
LichterzeugungLichtbogen im gasgefüllten Brenner aus Quarzglas oder KeramikHalbleiterchips mit Treiberelektronik
LichtausbeuteMetalldampf rund 80–110 lm/W, Natriumdampf bis rund 140 lm/W (Lampenwert ohne Vorschaltgerät)Aktuelle LED-Hallenstrahler häufig 140–180 lm/W (Systemwert)
BetriebsgerätVorschaltgerät plus Zündgerät oder EVG zwingend, exakt auf Typ und Leistung abgestimmtTreiber integriert; Retrofits je nach Modell am vorhandenen Vorschaltgerät oder mit Überbrückung laut Hersteller
Anlauf und WiederzündungMehrere Minuten bis zur vollen Helligkeit, heiß oft 10–15 Minuten WartezeitSofort volles Licht, beliebig schaltbar
FarbwiedergabeMetalldampf Ra 80 bis über 90, Natriumdampf rund Ra 20–25, Weißlicht-Natriumdampf SDW über Ra 80Meist Ra 80, Profi-Modelle Ra 90 und mehr
LichtfarbenNatriumdampf rund 2.000 K, Metalldampf warmweiß 3.000 K, neutral-/kaltweiß rund 4.200 K, Daylight über 5.000 KWarmweiß 3.000 K, neutral-/kaltweiß 4.000 K, tageslichtweiß 6.500 K
Dimmen und SensorikNur mit Spezialsystemen, für häufiges Schalten und Bewegungsmelder ungeeignetPassende Modelle dimmbar und für Präsenz- und Bewegungsmelder geeignet
Quecksilber und EntsorgungMeist quecksilberhaltig, getrennte Sammlung vorgeschriebenQuecksilberfrei, Rückgabe als Elektroaltgerät
Stärke im Bestand1:1-Nachbestückung ohne Leuchtenumbau, originales LichtbildSenkt Strom- und Wartungskosten, Prüfung oder Umbau der Leuchte erforderlich

Häufige Fragen zu Entladungslampen (HID, Metalldampf, Natriumdampf)

Was ist eine Entladungslampe und wie funktioniert sie?
Eine Entladungslampe erzeugt Licht ohne Glühdraht: Zwischen zwei Elektroden in einem Brenner aus Quarzglas oder Keramik brennt ein Lichtbogen, der Gas und Metalldämpfe zum Leuchten anregt. Bei Hochdruck-Entladungslampen (HID) steigt der Druck im Brenner nach dem Zünden stark an, wodurch sehr viel Licht aus kleiner Bauform entsteht. Dazu zählen Halogen-Metalldampflampen (z. B. Philips CDM, Osram HCI und HQI), Natriumdampflampen (Osram NAV, Philips SON, Sylvania SHP) und Quecksilberdampflampen (HQL, HPL). Sie werden vor allem in Hallen, Läden, Sportstätten und in der Außenbeleuchtung eingesetzt.
Was ist der Unterschied zwischen Metalldampf-, Natriumdampf- und Quecksilberdampflampe?
Halogen-Metalldampflampen liefern weißes Licht in warmweiß (3.000 K, Code 830/930) oder neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.200 K, Code 842/942) mit einer Farbwiedergabe von Ra 80 bis über 90 – ideal für Verkauf, Hotellerie, Hallen und Sport. Natriumdampflampen leuchten goldgelb mit rund 2.000 K, erreichen bis rund 140 lm/W, geben Farben aber nur eingeschränkt wieder (um Ra 20 bis 25) – typisch für Straße, Parkplatz und Industrie. Quecksilberdampflampen sind die älteste und am wenigsten effiziente Technik und werden nur noch als Ersatz für bestehende Anlagen geführt.
Was bedeuten HQI, HCI, CDM, NAV, SON und HQL – und welche Typen sind vergleichbar?
Die Kürzel sind Herstellerbezeichnungen der Lampenfamilien: HQI (Osram, Quarzbrenner), HCI (Osram, Keramikbrenner) und CDM (Philips, Keramikbrenner) sind Halogen-Metalldampflampen, ebenso MHN (Philips) und HRI (Radium). NAV (Osram), SON (Philips) und SHP (Sylvania) sind Natriumdampflampen, HQL (Osram) und HPL (Philips) Quecksilberdampflampen. Gleiche Familie, gleiche Leistung, gleicher Sockel und gleiche Bauform sind in der Regel austauschbar – etwa Philips CDM-T 70W/830 und Osram HCI-T 70W/830 WDL (beide G12) oder Philips SON-T und Osram NAV-T mit 250 W und E40. Prüfen Sie zur Sicherheit die Betriebsdaten im Datenblatt.
Brauche ich für eine Entladungslampe ein Vorschaltgerät und ein Zündgerät?
Ja. Keine HID-Lampe darf direkt am 230-V-Netz betrieben werden. Das Vorschaltgerät begrenzt den Lampenstrom, ein Zündgerät startet bei Metalldampf- und Natriumdampflampen den Lichtbogen mit mehreren Kilovolt. Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) wie die Osram Powertronic PTi erledigen beides in einem Gerät. Manche Natriumdampflampen haben einen eingebauten Zünder (Kennung /I). Quecksilberdampflampen starten ohne separates Zündgerät am konventionellen Vorschaltgerät. Welche Kombination freigegeben ist, steht auf dem Leuchtenschild bzw. im Datenblatt; Arbeiten am Betriebsgerät übernimmt eine Elektrofachkraft.
Kann ich eine andere Wattzahl oder einen anderen Lampentyp in meine Leuchte setzen?
Nein, nicht ohne Weiteres. Das Vorschaltgerät ist auf eine Leistung und einen Lampentyp abgestimmt: Eine 70-W-Lampe am 150-W-Gerät wird überlastet und kann platzen, eine 150-W-Lampe am 70-W-Gerät erreicht nie ihre Nennwerte. Auch Natriumdampf-, Metalldampf- und Quecksilberdampflampen gleicher Wattzahl sind nicht beliebig tauschbar, weil sich Lampenstrom, Brennspannung und Zündung unterscheiden. Eine Ausnahme sind ausdrücklich dafür entwickelte Typen wie die Philips MASTERColour CDM-T MW und CDM-E MW, die laut Artikelbezeichnung HPI-Lampen mit 250 bzw. 400 W ersetzen. Im Zweifel gilt der Typ, der auf dem Leuchtenschild steht.
Warum braucht meine Entladungslampe Minuten bis zur vollen Helligkeit und zündet nach dem Ausschalten nicht sofort?
Das ist physikalisch normal. Nach dem Zünden müssen sich Brenner und Füllung erst erwärmen, bis der volle Druck und damit der volle Lichtstrom erreicht ist – das dauert einige Minuten. Nach dem Ausschalten ist der Druck im heißen Brenner so hoch, dass das Zündgerät den Lichtbogen nicht sofort neu starten kann; bei Metalldampflampen dauert die Abkühlung häufig 10 bis 15 Minuten. Für Anwendungen, in denen das Licht nach einem kurzen Netzausfall schnell wieder da sein muss, gibt es Lösungen wie die Sylvania SHP-TS Twin Arc mit zwei Brennern – oder den Umstieg auf LED.
Meine Lampe geht immer wieder an und aus oder flackert – was bedeutet das?
Bei Natriumdampf- und Metalldampflampen ist das ein typisches Zeichen für das Lebensende. Mit zunehmendem Alter steigt die Brennspannung, bis das Vorschaltgerät die Lampe nicht mehr halten kann: Sie erlischt, kühlt ab, zündet neu und geht nach einigen Minuten wieder aus. Dieses Zyklieren belastet Zündgerät und Vorschaltgerät, deshalb sollte die Lampe zeitnah getauscht werden. Elektronische Vorschaltgeräte erkennen den Zustand und schalten ab. Bleibt das Problem mit einer neuen Lampe bestehen, sollte eine Elektrofachkraft Zündgerät, Kondensator und Verdrahtung prüfen.
Darf ich eine Metalldampflampe in einer offenen Leuchte ohne Schutzglas betreiben?
Nur wenn der Hersteller die Lampe ausdrücklich für offene Leuchten freigibt. Standardmäßig dürfen Halogen-Metalldampflampen nur in geschlossenen Leuchten mit Schutzglas betrieben werden, weil der Brenner am Lebensende bersten kann und der Lichtbogen UV-Strahlung erzeugt. Ausführungen mit UV-Block reduzieren den UV-Anteil, ersetzen aber nicht das vorgeschriebene Schutzglas der Leuchte. Ein beschädigtes oder fehlendes Schutzglas sollte vor dem Lampentausch ersetzt werden – im Laden, in der Halle ebenso wie beim Hofstrahler an der eigenen Garage.
Sind Quecksilberdampflampen (HQL, HPL) noch erlaubt – und wie entsorge ich Entladungslampen?
Quecksilberdampf-Hochdrucklampen erfüllen die EU-Ökodesign-Anforderungen nicht mehr und dürfen seit April 2015 nicht mehr neu in der EU in Verkehr gebracht werden. Vorhandene Restbestände dürfen weiter verkauft und genutzt werden, um bestehende Anlagen zu versorgen – für Neuplanungen ist LED die zukunftssichere Wahl. Ausgebrannte Entladungslampen enthalten meist Quecksilber und gehören nie in den Hausmüll: Geben Sie sie unzerbrochen beim Wertstoffhof oder an einer Sammelstelle des Handels ab. Mehr dazu im Ratgeber Leuchtmittel richtig entsorgen.
Kann ich Entladungslampen durch LED ersetzen – und lohnt sich das?
In vielen Fällen ja. Es gibt LED-Retrofits mit E27- oder E40-Sockel, die je nach Modell am vorhandenen Vorschaltgerät laufen oder nach Überbrückung direkt an 230 V – die Vorgaben des Herstellers sind dabei verbindlich, Umbauten übernimmt eine Elektrofachkraft. Alternativ ersetzen komplette LED-Hallenleuchten die alte Anlage. Wirtschaftlich zählt die Systemleistung: Eine 400-W-Natriumdampflampe zieht mit konventionellem Vorschaltgerät rund 440 W; bei 4.000 Stunden im Jahr und 25 Cent pro kWh sind das rund 440 Euro Strom je Lichtpunkt. LED braucht für vergleichbares Nutzlicht oft nur die Hälfte. Passende Produkte finden Sie unter LED-Ersatz für Entladungslampen.