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Vorschaltgeräte (KVG, VVG, EVG)

Vorschaltgeräte – je nach Bauart als EVG (elektronisches Vorschaltgerät), KVG (konventionelles) oder VVG (verlustarmes Vorschaltgerät) bezeichnet – zünden Leuchtstoff- und Entladungslampen und begrenzen danach den Lampenstrom; LED-Treiber übernehmen dieselbe Aufgabe für LED-Module. Hier finden Sie Markengeräte von Philips, Osram und LEDVANCE: EVG für T8-, T5- und Kompaktleuchtstofflampen (Philips HF-P, HF-S, HF-R, HF-M, Osram QTP5, QTi, QT-FIT), dimmbare Ausführungen mit DALI, 1–10 V oder Touch DIM, elektronische und magnetische Vorschaltgeräte samt Zündgeräten für Metalldampf- und Natriumdampflampen (Osram Powertronic, Philips HID-PV, BSN, BHL) sowie LED-Treiber und Netzteile der Serien Philips Xitanium und CertaDrive, Osram OPTOTRONIC und LEDVANCE OT FIT. Elektrobetriebe, Facility Management und Leuchtenbau ersetzen hier defekte Geräte in Büro, Lager, Industriehalle, Praxis, Hotel, Gastronomie und Tiefgarage 1:1 – und genauso finden Sie das passende Ersatz-EVG für die Lichtleiste in der Küche, die Spiegelleuchte im Badezimmer oder die Wannenleuchte in Keller, Garage und Hobbyraum.

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EVG · KVG · LED-TreiberFür Leuchtstoff-, Entladungslampen & LED-Module
Philips · Osram · LEDVANCEMarkengeräte der Lichthersteller
DALI · 1–10 VDimmbare EVG & LED-Treiber für Lichtsteuerung
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  • Drei Bauprinzipien, eine Aufgabe: KVG und VVG begrenzen den Lampenstrom mit einer magnetischen Drossel und brauchen einen Starter bzw. bei Entladungslampen ein Zündgerät. Das EVG zündet die Lampe selbst und betreibt sie mit Hochfrequenz – ohne Starter, ohne Anlaufflackern und ohne sichtbares 100-Hz-Flimmern.
  • Rund ein Fünftel weniger Strom: Eine 58-W-T8-Röhre nimmt am KVG samt Drosselverlusten rund 70 W auf, am VVG etwa 64–67 W, am EVG nur rund 55 W. Für Leuchtstofflampen dürfen seit April 2017 nur noch Vorschaltgeräte ab Effizienzklasse A2 neu in Verkehr gebracht werden – deshalb führen wir dafür ausschließlich EVG.
  • Die Typenbezeichnung entscheidet: Lampentyp (TL-D bzw. T8, TL5 bzw. T5 HE oder HO, PL- bzw. Dulux-Kompaktlampe), Leistung und Lampenzahl müssen exakt passen. Philips HF-P 258 steht für 2 × 58 W T8, Osram QTP5 2x49 für zwei T5-HO-Röhren mit 49 W. T5-Röhren laufen ausschließlich am EVG.
  • Dimmen und Lichtsteuerung: Dimmbare EVG wie Osram QTi DALI DIM, Osram QTi DIM und Philips HF-R (1–10 V) oder Philips HF-Ri TD (Touch DIM und DALI) sowie DALI-2-LED-Treiber binden Leuchten an Präsenzmelder, Tageslichtregelung und Gebäudeautomation an.
  • HID und LED aus einer Hand: Elektronische Vorschaltgeräte für Halogen-Metalldampf- und Natriumdampflampen (Osram Powertronic PTI und PT-FIT, Philips HID-PV und HID-DV PROG), magnetische KVG (Philips BSN, BHL, BHD) mit passenden Zündgeräten sowie Konstantstrom- und Konstantspannungs-Treiber für LED-Module und LED-Streifen.
  • Profiqualität für Objekt und Zuhause: Ausgelegt für den Dauerbetrieb in Büro, Lager, Werkstatt, Hotel, Praxis und Tiefgarage – und genauso das richtige Ersatzteil für die Lichtleiste in der Küche, die Spiegelleuchte im Badezimmer oder die Wannenleuchte in Keller, Garage und Hobbyraum. Der Einbau gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.

1. Lampe und Leuchte genau bestimmen

Notieren Sie Lampentyp, Leistung und Anzahl der Lampen pro Leuchte – etwa 2 × 58 W T8, 1 × 49 W T5 HO oder 1 × 26 W Dulux D/E mit vier Stiften. Die Angaben stehen auf der Röhre und auf dem Typenschild des alten Geräts, ebenso das Schaltbild. Vergleichen Sie zusätzlich Bauform und Einbaumaße: Lange, schmale Geräte passen in Lichtbänder und Rasterleuchten, kompakte Ausführungen in Downlights und Spiegelleuchten.

Leuchtstoffröhren ansehen

2. KVG, VVG oder EVG?

Steckt in der Leuchte eine schwere Drossel und sitzt außen ein Starter, arbeitet sie mit KVG oder VVG. Der zeitgemäße Ersatz für Leuchtstofflampen ist ein EVG: Es spart rund ein Fünftel Strom, startet ohne Flackern und schont die Röhren. Beim Wechsel entfallen Starter und Kompensationskondensator, die Verdrahtung ändert sich – diesen Umbau übernimmt eine Elektrofachkraft.

Ratgeber: EVG, KVG, VVG & Starter

3. Entladungslampen: Technik und Leistung abgleichen

Metalldampf- und Natriumdampflampen brauchen ein Betriebsgerät, das exakt zu Lampentechnik und Leistung passt: Philips HID-PV C für keramische CDM-Lampen, HID-PV Base und HID-DV PROG für SON, CDO und CPO, Osram Powertronic für 35, 70 und 150 W. Magnetische KVG wie Philips BSN oder BHL benötigen je nach Lampe ein separates Zündgerät wie das Philips SND58, elektronische HID-Geräte zünden selbst.

Ratgeber: Metalldampflampe HQI/CDM-T

4. LED-Treiber: Strom, Spannung und Schnittstelle prüfen

Beim Treibertausch zählen Ausgangsstrom bzw. Ausgangsspannung, nicht nur die Watt: Konstantstrom-Treiber wie Philips Xitanium oder LEDVANCE OT FIT versorgen LED-Module etwa mit 350, 700 oder 1.050 mA, Konstantspannungs-Netzteile wie Philips CertaDrive oder Osram OPTOTRONIC liefern 12 oder 24 V für LED-Streifen. Danach Dimmschnittstelle (DALI, 1–10 V, Phasenabschnitt), Bauform und Schutzart vergleichen.

Ratgeber: LED-Treiber & Netzteil

KVG, VVG und EVG: So arbeiten Vorschaltgeräte – und warum heute das EVG Standard ist

Einmal gezündet, würde der Strom in Leuchtstoff- und Entladungslampen ohne Begrenzung so lange steigen, bis die Lampe zerstört ist. Das Vorschaltgerät stellt deshalb die Zündspannung bereit und begrenzt danach den Lampenstrom.

KVG, VVG und EVG im Vergleich
GerätFunktionsprinzipNetzaufnahme 58-W-T8-Röhre
KVGKonventionelles Vorschaltgerät: im Kern eine Drosselspule aus Kupferwicklung und Eisenkern; zusammen mit dem Starter heizt es die Elektroden vor und erzeugt beim Öffnen des Starterkontakts den Zündimpuls.rund 70 W samt Drosselverlusten
VVGVerlustarmes Vorschaltgerät nach demselben Prinzip, aber mit mehr Kupfer und besserem Elektroblech und damit geringeren Eigenverlusten.etwa 64 bis 67 W
EVGElektronisches Vorschaltgerät: richtet die Netzspannung gleich und betreibt die Lampe mit Hochfrequenz im Kilohertzbereich – ohne Starter, ohne das typische Anlaufflackern und ohne sichtbares 100-Hz-Flimmern.nur rund 55 W

Der Effizienzunterschied ist erheblich, weil die Röhre im Hochfrequenzbetrieb bei gleichem Lichtstrom mit weniger Lampenleistung auskommt. Nach der Ökodesign-Verordnung (EG) Nr. 245/2009 dürfen für Leuchtstofflampen seit April 2017 nur noch Vorschaltgeräte der Effizienzklasse A2 oder besser neu in Verkehr gebracht werden – klassische KVG und VVG erreichen diese Werte nicht. Vorhandene Anlagen dürfen weiterlaufen. Für Leuchtstofflampen führen wir deshalb ausschließlich EVG, magnetische KVG nur noch für Hochdruck-Entladungslampen.

Typenbezeichnung lesen: das passende EVG für T8, T5 und Kompaktleuchtstofflampen

Ein EVG ist immer auf Lampentyp, Lampenleistung und Lampenanzahl abgestimmt – ein Gerät für zwei 36-W-Röhren betreibt weder eine einzelne 58-W-Röhre noch eine T5-Lampe zuverlässig. Die Typenbezeichnungen verraten die Zuordnung:

Philips

HF-P · HF-S · HF-R · HF-E · HF-B

Philips HF-P, HF-S, HF-R, HF-E und HF-B: Die Ziffern nennen Lampenzahl und Leistung – HF-P 258 steht für 2 × 58 W, HF-S 118/136 für 1 × 18 oder 1 × 36 W. TL-D bezeichnet T8-Röhren, TL5 die schlanken T5-Röhren, PL-L, PL-C, PL-T und PL-S Kompaktleuchtstofflampen.

Osram

QTP5 · QTi · QT-FIT · QTP-Optimal

Osram QTP5, QTi, QT-FIT und QTP-Optimal: Hier steht die Lampenzahl vor dem x – QTP5 2x49 betreibt zwei T5-HO-Röhren mit 49 W, QT-FIT8 1x58-70 eine T8-Röhre mit 58 oder 70 W. Geräte für Kompaktleuchtstofflampen wie QT-ECO, QT-M oder QTP-DL nennen die passenden Dulux-Typen direkt im Namen.

Multiwatt

HF-Pi · QTi

Multiwatt-Geräte: Philips HF-Pi und viele Osram QTi decken mehrere Leistungen einer Lampenfamilie ab, etwa T5 mit 28, 35, 49 oder 54 W. Das vereinfacht die Ersatzteilhaltung.

Kompaktleuchtstofflampen

Sockel · Stiftzahl · Leistung

Zweistift-Lampen mit eingebautem Starter (etwa G24d oder GX24d) laufen nur am KVG, Vierstift-Lampen (bei Osram mit dem Zusatz /E, etwa G24q, GX24q oder 2G7) sind für den EVG-Betrieb ausgelegt; einzelne Dulux L und F bis 36 W laufen laut Hersteller auch am KVG mit externem Starter.

Wichtig für die Auswahl: T5-Röhren laufen ausschließlich am EVG, T8-Röhren an KVG, VVG oder EVG. Bei T5 unterscheiden sich die Linien HE (High Efficiency, 14 bis 35 W) und HO (High Output, 24 bis 80 W) – das Gerät muss zur Linie passen. Maßgeblich ist immer das Datenblatt der Lampe.

Dimmbare EVG und Lichtsteuerung: DALI, 1–10 V, Touch DIM und Warmstart

In Büros, Schulen, Praxen und Konferenzräumen lohnt sich ein dimmbares EVG doppelt: Tageslichtabhängige Regelung und Präsenzmelder senken den Verbrauch noch einmal deutlich, und das Licht lässt sich an Bildschirmarbeit oder Besprechung anpassen.

1–10 V ist die analoge Steuerung über zwei zusätzliche Steuerleitungen, etwa bei Philips HF-R und Osram QTi DIM. DALI ist digital und adressierbar: Jedes Gerät lässt sich einzeln ansprechen, in Gruppen und Szenen einbinden und meldet Lampenausfälle zurück – Beispiele sind Osram QTi DALI DIM und Philips HF-R TD.

Touch DIM erlaubt bei Philips HF-Ri TD und vielen DALI-Geräten das Dimmen über einen handelsüblichen Taster an 230 V, ohne Lichtsteuerungsanlage – praktisch im Bestand und für die Lichtvoute im Wohnzimmer oder die Deckenleuchte im Homeoffice. Wichtig: Ein 1–10-V-Gerät reagiert nicht auf DALI-Befehle und umgekehrt. Für die Lampenlebensdauer ist außerdem der Warmstart entscheidend.

Häufiges Schalten

Warmstart-EVG

Hochwertige EVG heizen die Elektroden vor dem Zünden kurz vor; das macht sie unempfindlich gegen häufiges Schalten, wie es im Treppenhaus, im Hausflur, in Sanitärräumen oder mit Bewegungsmeldern vorkommt.

→ Erste Wahl bei kurzen Schaltzyklen

Lange Brenndauer

Kaltstart-EVG

Geräte mit Kaltstart sind günstiger, passen aber eher zu Leuchten mit langen Brenndauern, etwa in Lager oder Produktion.

→ Sinnvoll im Dauerbetrieb

Vorschaltgeräte für Entladungslampen: Powertronic, HID-PV, KVG und Zündgeräte

Halogen-Metalldampflampen (Osram HCI und HQI, Philips CDM, CDO und CPO) und Natriumdampf-Hochdrucklampen (SON, NAV) brauchen ein exakt auf Lampentechnik und Leistung abgestimmtes Betriebsgerät.

Elektronisch

Elektronische HID-Vorschaltgeräte wie Osram Powertronic PTI, PT-FIT und PTo oder Philips HID-PV C und HID-PV m für keramische CDM-Lampen erzeugen die Zündspannung selbst, halten die Lampenleistung bei Netzschwankungen stabil, sorgen für eine gleichmäßigere Lichtfarbe von Lampe zu Lampe und schalten defekte Lampen am Lebensende ab.

Programmierbar

Die programmierbaren Philips HID-DV PROG Xt für SON, CDO und CPO bis 250 W zielen auf Straßen- und Außenbeleuchtung, etwa mit Leistungsabsenkung in der Nacht. Achten Sie auf das Kürzel I oder S: I steht für unabhängige Geräte mit Zugentlastung zur Montage außerhalb der Leuchte, S für Einbaugeräte.

Magnetisch

Magnetische KVG wie Philips BSN für Natriumdampflampen sowie BHL und BHD für Halogen-Metalldampflampen großer Leistung bis 2.000 W, teils für 380–415 V, bleiben in Hallen, Sportstätten und Außenanlagen gefragt. Sie brauchen je nach Lampe ein separates Zündgerät wie das Philips SND58 (35 bis 600 W) oder SND57 sowie einen Kondensator zur Blindstromkompensation.

Lampe, Vorschaltgerät und Zündgerät müssen in Typ und Leistung übereinstimmen. Für die weiße Natriumdampflampe SDW-T führen wir die zugehörigen Philips-Controller HID-CSLS.

LED-Treiber und Netzteile: Konstantstrom oder Konstantspannung?

Rund die Hälfte der Geräte in dieser Kategorie sind LED-Treiber – die Betriebsgeräte für LED-Module in Panels, Downlights, Hallen- und Straßenleuchten.

350 · 700 · 1.050 mA

Konstantstrom

Konstantstrom-Treiber wie Philips Xitanium mit den Linien Xi LP, Xi FP und Xi SR, LEDVANCE OT FIT, OTi DALI und DALI Performance oder Osram OPTOTRONIC OTe und OTp liefern einen festen oder einstellbaren Strom, etwa 350, 700 oder 1.050 mA, innerhalb eines Spannungsfensters. Viele lassen sich per NFC, DIP-Schalter oder Software auf den Modulstrom einstellen.

→ Für LED-Module in Leuchten

12 · 24 V

Konstantspannung

Konstantspannungs-Netzteile wie Philips CertaDrive, Philips Xitanium LED-Transformer oder Osram OPTOTRONIC OT 30/12 und LEDVANCE OT 130/24 liefern 12 oder 24 V Gleichspannung für LED-Streifen, Vouten und Möbelbeleuchtung.

→ Für LED-Streifen und Vouten

Beim Ersatz eines Treibers gilt: Ausgangsstrom bzw. Ausgangsspannung müssen zum Modul passen, die Nennleistung muss die Modulleistung mit Reserve abdecken, und die Dimmschnittstelle – DALI-2, 1–10 V, Phasenabschnitt oder Bluetooth mit Casambi – muss zur vorhandenen Steuerung passen. Konstantstrom- und Konstantspannungsgeräte sind nicht gegeneinander austauschbar.

Dazu kommen lineare Zhaga-Treiber für Hallen und Lager sowie Netzteile bis 500 W für Flutlicht-Hochmastleuchten. Ob Hotelflur, Supermarkt oder Unterbauleuchte in der eigenen Küche: Der passende Treiber entscheidet über flimmerfreies Licht und eine lange Lebensdauer des LED-Moduls.

Auf LED umrüsten: Vorschaltgerät behalten, überbrücken oder tauschen?

Viele Anlagen wechseln auf LED, denn die meisten T5- und T8-Leuchtstoffröhren dürfen seit dem 25. August 2023 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; vorhandene Röhren dürfen weiterlaufen. Für die Umrüstung gibt es drei Wege:

  • Leuchte mit KVG oder VVG: eine LED-Röhre für den KVG-Betrieb einsetzen und den Glimmstarter durch einen LED-Starter bzw. Dummy-Starter ersetzen – die Drossel bleibt in der Leuchte.
  • Leuchte mit EVG: eine LED-Röhre für den EVG-Betrieb wählen, deren Kompatibilitätsliste Ihr Gerät ausdrücklich nennt.
  • Netzbetrieb mit 230 V: Vorschaltgerät ausbauen und die Leuchte direkt an Netzspannung verdrahten – dauerhaft ohne Vorschaltverluste, aber ein Umbau der Leuchte, der in die Hände einer Elektrofachkraft gehört.

Für Leuchten mit Metall- oder Natriumdampflampen gibt es LED-Ersatzlampen, die je nach Modell am vorhandenen Vorschaltgerät laufen oder einen Umbau auf Netzbetrieb erfordern – auch hier entscheidet das Datenblatt. Bei der Lichtfarbe haben Sie mit LED die freie Wahl:

2.700–3.000 K · Warmweiß4.000 K · Neutralweiß / Kaltweiß6.000–6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

827/8302.700–3.000 K

warmweiß (2.700–3.000 K, Code 827/830) für Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Hotelzimmer und Gastraum.

Neutralweiß / Kaltweiß

8404.000 K

neutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840 – beide Begriffe, englisch Cool White, meinen exakt dieselbe Lichtfarbe) für Büro, Praxis, Küche, Badezimmer, Keller und Hausflur.

Tageslichtweiß

860/8656.000–6.500 K

tageslichtweiß (6.000–6.500 K, Code 860/865) für Werkstatt, Garage, Hobbyraum und Prüfplätze.

Wer eine intakte Leuchtstoffanlage weiter nutzt, spart mit einem neuen EVG gegenüber dem KVG sofort Energie.

Profiqualität für Objekt und Zuhause: Einsatzbereiche und sicherer Einbau

Elektrohandwerk, Facility Management und Hausverwaltungen ersetzen defekte EVG in Rasterleuchten, Lichtbändern und Feuchtraum-Wannenleuchten von Büros, Schulen, Arztpraxen, Hotels, Großküchen, Lagerhallen, Werkstätten und Tiefgaragen 1:1 durch das baugleiche oder das vom Hersteller genannte Nachfolgegerät – idealerweise mit demselben Gerätetyp für alle Leuchten einer Anlage, damit Lichtbild und Ersatzteilhaltung einheitlich bleiben. Jeder vermiedene Störungseinsatz und jede Röhre, die am EVG länger hält, senkt die Wartungskosten.

Dieselbe Markenqualität steckt in vielen Leuchten zu Hause: in der Lichtleiste unter dem Küchenoberschrank, in der Spiegelleuchte im Badezimmer oder am Schminkspiegel, in der Wannenleuchte in Keller, Garage und Hobbyraum oder in der Deckenleuchte im Hausflur. Bleibt die Röhre dort trotz neuem Leuchtmittel dunkel, blinkt sie ständig oder brummt die Leuchte hörbar, ist oft das Vorschaltgerät die Ursache.

Zur Sicherheit: Vorschaltgeräte werden in der Leuchte fest verdrahtet und führen Netzspannung; in EVG können Kondensatoren auch nach dem Abschalten noch kurz geladen sein. Der Tausch ist deshalb Aufgabe einer Elektrofachkraft, die Schutzklasse, Leitungsanschluss, zulässige Umgebungstemperatur (ta) und maximale Gehäusetemperatur (tc) des neuen Geräts prüft.

Vergleich: EVG vs. KVG/VVG

Typische Werte am Beispiel einer 58-W-T8-Leuchtstoffröhre – exakte Werte und freigegebene Lampen je Gerät laut Datenblatt
MerkmalEVG (elektronisch)KVG / VVG (magnetisch)
AufbauElektronik mit Gleichrichter und Hochfrequenz-Wechselrichter, leicht und kompaktDrosselspule aus Kupferwicklung und Eisenkern, schwer
ZündungIntegriert, kein Starter nötig; Warmstart schont die ElektrodenSeparater Starter (Leuchtstofflampe) bzw. Zündgerät (Entladungslampe)
Systemleistung bei 58-W-T8Rund 55 WRund 70 W (KVG) bzw. 64–67 W (VVG)
Betriebsfrequenz und FlimmernHochfrequenz im Kilohertzbereich, flimmerfrei, kein Stroboskopeffekt50 Hz Netzfrequenz, 100-Hz-Flimmern, Stroboskopeffekt an rotierenden Maschinen möglich
LeistungsfaktorHoch (typisch λ über 0,95), keine Kompensation nötigUnkompensiert niedrig (cos φ um 0,5), Kompensationskondensator nötig
Lampenlebensdauer und SchaltfestigkeitLänger; mit Warmstart auch bei häufigem SchaltenKürzer; Starterverschleiß und Flackern beim Zünden
DimmbarkeitDimmbare Varianten mit DALI, 1–10 V oder Touch DIMFür Leuchtstofflampen praktisch nicht dimmbar
Verhalten bei defekter LampeAutomatische Abschaltung am LampenlebensendeDefekte Röhre flackert oder zündet immer wieder neu
Verfügbarkeit für LeuchtstofflampenStandard für Neuanlage und ErsatzSeit April 2017 kein Neu-Inverkehrbringen mehr; bei uns KVG nur noch für Entladungslampen

Häufige Fragen zu Vorschaltgeräten (EVG, KVG, VVG) und LED-Treibern

Was ist ein Vorschaltgerät und wofür braucht man es?
Ein Vorschaltgerät ist das Betriebsgerät zwischen Netz und Lampe. Leuchtstoff- und Entladungslampen können nicht direkt an 230 V betrieben werden: Nach dem Zünden würde der Strom unbegrenzt ansteigen und die Lampe zerstören. Das Vorschaltgerät stellt deshalb die Zündspannung bereit – beim KVG zusammen mit Starter oder Zündgerät – und begrenzt anschließend den Lampenstrom auf den Nennwert. LED-Module brauchen mit dem LED-Treiber ein vergleichbares Betriebsgerät, das konstanten Strom oder konstante Spannung liefert. Ohne passendes Vorschaltgerät startet die Lampe nicht, flackert oder fällt vorzeitig aus.
Was ist der Unterschied zwischen KVG, VVG und EVG?
KVG (konventionelles Vorschaltgerät) und VVG (verlustarmes Vorschaltgerät) sind magnetische Drosseln, die mit 50 Hz arbeiten und einen Starter bzw. bei Entladungslampen ein Zündgerät benötigen; das VVG hat dank mehr Kupfer und besserem Eisenkern geringere Eigenverluste. Das EVG (elektronisches Vorschaltgerät) zündet die Lampe selbst und betreibt sie mit Hochfrequenz – flimmerfrei, leise und sparsamer. Am Beispiel einer 58-W-T8-Röhre: rund 70 W Systemleistung am KVG, etwa 64–67 W am VVG und rund 55 W am EVG.
Welches EVG passt zu meiner Leuchtstoffröhre?
Sie brauchen drei Angaben: Lampentyp (T8, T5 HE, T5 HO oder Kompaktleuchtstofflampe mit Sockel), Lampenleistung und Anzahl der Lampen pro Leuchte. Diese stehen auf der Röhre und auf dem Typenschild des alten Geräts. In der Typenbezeichnung finden Sie die Zuordnung wieder: Philips HF-R 236 TL-D bedeutet 2 × 36 W T8, Osram QTP5 1x49 eine T5-HO-Röhre mit 49 W. Wichtig: T5-Röhren laufen nur am EVG, und HE- und HO-Röhren brauchen jeweils ein passendes Gerät. Im Zweifel nennt das Datenblatt des EVG alle freigegebenen Lampen.
Kann ich ein KVG oder VVG durch ein EVG ersetzen?
Ja, bei Leuchtstoffleuchten ist das der übliche Weg und spart rund ein Fünftel Strom. Beim Umbau werden Drossel, Starter und gegebenenfalls der Kompensationskondensator entfernt und das EVG nach dem Schaltbild auf dem Gerät neu verdrahtet; ein Zweilampen-EVG kann dann beide Röhren einer Leuchte betreiben. Weil dabei die Leuchtenverdrahtung geändert wird, gehört die Arbeit in die Hände einer Elektrofachkraft. Für Leuchtstofflampen führen wir bewusst nur noch EVG, da KVG und VVG dafür seit April 2017 nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden dürfen.
Brauche ich bei einem EVG noch einen Starter?
Nein. Das EVG übernimmt Vorheizen und Zünden selbst. Ist nach dem Umbau auf EVG noch eine Starterfassung in der Leuchte, bleibt sie leer und wird bei der Neuverdrahtung stillgelegt. Starter brauchen nur Leuchten mit KVG oder VVG – und LED-Röhren im KVG-Betrieb, bei denen statt des Glimmstarters ein LED-Starter (Dummy-Starter) eingesetzt wird. Passende Starter finden Sie unter Starter für Leuchtstoffröhren.
Woran erkenne ich ein defektes Vorschaltgerät?
Typische Anzeichen: Eine neue, nachweislich intakte Röhre bleibt dunkel, nur die Enden glühen, die Lampe blinkt ständig oder schaltet nach kurzer Zeit ab, die Leuchte brummt deutlich oder riecht verschmort. Prüfen Sie zuerst das Einfache: Sitzt die Röhre richtig, und wurde bei KVG-Leuchten der Starter getauscht? Bleibt der Fehler, ist meist das Vorschaltgerät die Ursache – bei EVG häufig nach vielen Betriebsjahren durch gealterte Kondensatoren oder hohe Temperaturen in der Leuchte. Verfärbte oder verschmorte Geräte sofort spannungsfrei schalten und durch eine Elektrofachkraft tauschen lassen.
Welche dimmbaren Vorschaltgeräte gibt es – was bedeuten DALI, 1–10 V und Touch DIM?
Dimmbare EVG und LED-Treiber werden über eine Steuerschnittstelle geregelt. 1–10 V ist analog und einfach, etwa bei Philips HF-R oder Osram QTi DIM. DALI bzw. DALI-2 ist digital, adressierbar und meldet Störungen zurück – ideal für Büros, Schulen und Gebäudeautomation, zum Beispiel mit Osram QTi DALI DIM oder LEDVANCE OTi DALI. Touch DIM nutzt einen normalen Taster an 230 V: kurz drücken schaltet, lang drücken dimmt – praktisch für Nachrüstungen und im Wohnbereich. Mit einem gewöhnlichen Phasenabschnitt-Dimmer lassen sich EVG für Leuchtstofflampen in der Regel nicht dimmen.
Was passiert mit dem Vorschaltgerät, wenn ich auf LED-Röhren umrüste?
Das hängt von der LED-Röhre ab. LED-Röhren für den KVG-Betrieb nutzen die vorhandene Drossel weiter; der Starter wird durch einen LED-Starter ersetzt. LED-Röhren für den EVG-Betrieb laufen nur an Geräten, die in der Kompatibilitätsliste des Herstellers stehen. Bei 230-V-Röhren wird das Vorschaltgerät ausgebaut und die Leuchte direkt an Netzspannung verdrahtet – ein Leuchtenumbau für die Elektrofachkraft. Ein defektes EVG lässt sich entweder durch ein passendes neues EVG ersetzen oder beim Umbau auf Netzbetrieb ganz entfernen. Details zeigt unser Ratgeber Leuchtstoffröhre durch LED-Röhre ersetzen.
Welches Vorschaltgerät brauche ich für Metalldampf- oder Natriumdampflampen?
Lampentechnik und Leistung müssen exakt passen. Für keramische Halogen-Metalldampflampen (Philips CDM, Osram HCI) eignen sich elektronische Geräte wie Philips HID-PV C oder Osram Powertronic PTI und PT-FIT; sie zünden die Lampe selbst. Für Natriumdampflampen (SON, NAV) gibt es elektronische Geräte wie Philips HID-PV Base oder HID-DV PROG und magnetische KVG wie Philips BSN. Am KVG brauchen Metall- und Natriumdampflampen zusätzlich ein Zündgerät, etwa das Philips SND58 für 35 bis 600 W, sowie einen Kompensationskondensator. Die Leistungsangabe auf Lampe und Gerät muss übereinstimmen.
Wie wähle ich den richtigen LED-Treiber als Ersatz?
Lesen Sie am alten Treiber oder am LED-Modul ab, ob Konstantstrom (Angabe in mA, z. B. 350, 700 oder 1.050 mA) oder Konstantspannung (12 V oder 24 V) gefordert ist – beides ist nicht austauschbar. Bei Konstantstrom muss der Treiber den Modulstrom liefern und die Modulspannung in seinem Ausgangsfenster abdecken; viele Philips-Xitanium- und LEDVANCE-OT-FIT-Treiber lassen sich per NFC oder DIP-Schalter auf den passenden Strom einstellen. Bei Konstantspannung darf die Summe aller angeschlossenen LED-Streifen die Nennleistung nicht überschreiten – planen Sie rund 10–20 % Reserve ein. Zum Schluss Dimmschnittstelle, Bauform und Schutzart vergleichen, etwa IP20 für den Einbau in Innenleuchten oder IP66 für den Außenbereich.