Vorschaltgeräte (KVG, VVG, EVG)
Vorschaltgeräte – je nach Bauart als EVG (elektronisches Vorschaltgerät), KVG (konventionelles) oder VVG (verlustarmes Vorschaltgerät) bezeichnet – zünden Leuchtstoff- und Entladungslampen und begrenzen danach den Lampenstrom; LED-Treiber übernehmen dieselbe Aufgabe für LED-Module. Hier finden Sie Markengeräte von Philips, Osram und LEDVANCE: EVG für T8-, T5- und Kompaktleuchtstofflampen (Philips HF-P, HF-S, HF-R, HF-M, Osram QTP5, QTi, QT-FIT), dimmbare Ausführungen mit DALI, 1–10 V oder Touch DIM, elektronische und magnetische Vorschaltgeräte samt Zündgeräten für Metalldampf- und Natriumdampflampen (Osram Powertronic, Philips HID-PV, BSN, BHL) sowie LED-Treiber und Netzteile der Serien Philips Xitanium und CertaDrive, Osram OPTOTRONIC und LEDVANCE OT FIT. Elektrobetriebe, Facility Management und Leuchtenbau ersetzen hier defekte Geräte in Büro, Lager, Industriehalle, Praxis, Hotel, Gastronomie und Tiefgarage 1:1 – und genauso finden Sie das passende Ersatz-EVG für die Lichtleiste in der Küche, die Spiegelleuchte im Badezimmer oder die Wannenleuchte in Keller, Garage und Hobbyraum.
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Energieeffizienz
- Drei Bauprinzipien, eine Aufgabe: KVG und VVG begrenzen den Lampenstrom mit einer magnetischen Drossel und brauchen einen Starter bzw. bei Entladungslampen ein Zündgerät. Das EVG zündet die Lampe selbst und betreibt sie mit Hochfrequenz – ohne Starter, ohne Anlaufflackern und ohne sichtbares 100-Hz-Flimmern.
- Rund ein Fünftel weniger Strom: Eine 58-W-T8-Röhre nimmt am KVG samt Drosselverlusten rund 70 W auf, am VVG etwa 64–67 W, am EVG nur rund 55 W. Für Leuchtstofflampen dürfen seit April 2017 nur noch Vorschaltgeräte ab Effizienzklasse A2 neu in Verkehr gebracht werden – deshalb führen wir dafür ausschließlich EVG.
- Die Typenbezeichnung entscheidet: Lampentyp (TL-D bzw. T8, TL5 bzw. T5 HE oder HO, PL- bzw. Dulux-Kompaktlampe), Leistung und Lampenzahl müssen exakt passen. Philips HF-P 258 steht für 2 × 58 W T8, Osram QTP5 2x49 für zwei T5-HO-Röhren mit 49 W. T5-Röhren laufen ausschließlich am EVG.
- Dimmen und Lichtsteuerung: Dimmbare EVG wie Osram QTi DALI DIM, Osram QTi DIM und Philips HF-R (1–10 V) oder Philips HF-Ri TD (Touch DIM und DALI) sowie DALI-2-LED-Treiber binden Leuchten an Präsenzmelder, Tageslichtregelung und Gebäudeautomation an.
- HID und LED aus einer Hand: Elektronische Vorschaltgeräte für Halogen-Metalldampf- und Natriumdampflampen (Osram Powertronic PTI und PT-FIT, Philips HID-PV und HID-DV PROG), magnetische KVG (Philips BSN, BHL, BHD) mit passenden Zündgeräten sowie Konstantstrom- und Konstantspannungs-Treiber für LED-Module und LED-Streifen.
- Profiqualität für Objekt und Zuhause: Ausgelegt für den Dauerbetrieb in Büro, Lager, Werkstatt, Hotel, Praxis und Tiefgarage – und genauso das richtige Ersatzteil für die Lichtleiste in der Küche, die Spiegelleuchte im Badezimmer oder die Wannenleuchte in Keller, Garage und Hobbyraum. Der Einbau gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
1. Lampe und Leuchte genau bestimmen
Notieren Sie Lampentyp, Leistung und Anzahl der Lampen pro Leuchte – etwa 2 × 58 W T8, 1 × 49 W T5 HO oder 1 × 26 W Dulux D/E mit vier Stiften. Die Angaben stehen auf der Röhre und auf dem Typenschild des alten Geräts, ebenso das Schaltbild. Vergleichen Sie zusätzlich Bauform und Einbaumaße: Lange, schmale Geräte passen in Lichtbänder und Rasterleuchten, kompakte Ausführungen in Downlights und Spiegelleuchten.
Leuchtstoffröhren ansehen2. KVG, VVG oder EVG?
Steckt in der Leuchte eine schwere Drossel und sitzt außen ein Starter, arbeitet sie mit KVG oder VVG. Der zeitgemäße Ersatz für Leuchtstofflampen ist ein EVG: Es spart rund ein Fünftel Strom, startet ohne Flackern und schont die Röhren. Beim Wechsel entfallen Starter und Kompensationskondensator, die Verdrahtung ändert sich – diesen Umbau übernimmt eine Elektrofachkraft.
Ratgeber: EVG, KVG, VVG & Starter3. Entladungslampen: Technik und Leistung abgleichen
Metalldampf- und Natriumdampflampen brauchen ein Betriebsgerät, das exakt zu Lampentechnik und Leistung passt: Philips HID-PV C für keramische CDM-Lampen, HID-PV Base und HID-DV PROG für SON, CDO und CPO, Osram Powertronic für 35, 70 und 150 W. Magnetische KVG wie Philips BSN oder BHL benötigen je nach Lampe ein separates Zündgerät wie das Philips SND58, elektronische HID-Geräte zünden selbst.
Ratgeber: Metalldampflampe HQI/CDM-T4. LED-Treiber: Strom, Spannung und Schnittstelle prüfen
Beim Treibertausch zählen Ausgangsstrom bzw. Ausgangsspannung, nicht nur die Watt: Konstantstrom-Treiber wie Philips Xitanium oder LEDVANCE OT FIT versorgen LED-Module etwa mit 350, 700 oder 1.050 mA, Konstantspannungs-Netzteile wie Philips CertaDrive oder Osram OPTOTRONIC liefern 12 oder 24 V für LED-Streifen. Danach Dimmschnittstelle (DALI, 1–10 V, Phasenabschnitt), Bauform und Schutzart vergleichen.
Ratgeber: LED-Treiber & NetzteilKVG, VVG und EVG: So arbeiten Vorschaltgeräte – und warum heute das EVG Standard ist
Einmal gezündet, würde der Strom in Leuchtstoff- und Entladungslampen ohne Begrenzung so lange steigen, bis die Lampe zerstört ist. Das Vorschaltgerät stellt deshalb die Zündspannung bereit und begrenzt danach den Lampenstrom.
| Gerät | Funktionsprinzip | Netzaufnahme 58-W-T8-Röhre |
|---|---|---|
| KVG | Konventionelles Vorschaltgerät: im Kern eine Drosselspule aus Kupferwicklung und Eisenkern; zusammen mit dem Starter heizt es die Elektroden vor und erzeugt beim Öffnen des Starterkontakts den Zündimpuls. | rund 70 W samt Drosselverlusten |
| VVG | Verlustarmes Vorschaltgerät nach demselben Prinzip, aber mit mehr Kupfer und besserem Elektroblech und damit geringeren Eigenverlusten. | etwa 64 bis 67 W |
| EVG | Elektronisches Vorschaltgerät: richtet die Netzspannung gleich und betreibt die Lampe mit Hochfrequenz im Kilohertzbereich – ohne Starter, ohne das typische Anlaufflackern und ohne sichtbares 100-Hz-Flimmern. | nur rund 55 W |
Der Effizienzunterschied ist erheblich, weil die Röhre im Hochfrequenzbetrieb bei gleichem Lichtstrom mit weniger Lampenleistung auskommt. Nach der Ökodesign-Verordnung (EG) Nr. 245/2009 dürfen für Leuchtstofflampen seit April 2017 nur noch Vorschaltgeräte der Effizienzklasse A2 oder besser neu in Verkehr gebracht werden – klassische KVG und VVG erreichen diese Werte nicht. Vorhandene Anlagen dürfen weiterlaufen. Für Leuchtstofflampen führen wir deshalb ausschließlich EVG, magnetische KVG nur noch für Hochdruck-Entladungslampen.
Typenbezeichnung lesen: das passende EVG für T8, T5 und Kompaktleuchtstofflampen
Ein EVG ist immer auf Lampentyp, Lampenleistung und Lampenanzahl abgestimmt – ein Gerät für zwei 36-W-Röhren betreibt weder eine einzelne 58-W-Röhre noch eine T5-Lampe zuverlässig. Die Typenbezeichnungen verraten die Zuordnung:
Philips
HF-P · HF-S · HF-R · HF-E · HF-BPhilips HF-P, HF-S, HF-R, HF-E und HF-B: Die Ziffern nennen Lampenzahl und Leistung – HF-P 258 steht für 2 × 58 W, HF-S 118/136 für 1 × 18 oder 1 × 36 W. TL-D bezeichnet T8-Röhren, TL5 die schlanken T5-Röhren, PL-L, PL-C, PL-T und PL-S Kompaktleuchtstofflampen.
Osram
QTP5 · QTi · QT-FIT · QTP-OptimalOsram QTP5, QTi, QT-FIT und QTP-Optimal: Hier steht die Lampenzahl vor dem x – QTP5 2x49 betreibt zwei T5-HO-Röhren mit 49 W, QT-FIT8 1x58-70 eine T8-Röhre mit 58 oder 70 W. Geräte für Kompaktleuchtstofflampen wie QT-ECO, QT-M oder QTP-DL nennen die passenden Dulux-Typen direkt im Namen.
Multiwatt
HF-Pi · QTiMultiwatt-Geräte: Philips HF-Pi und viele Osram QTi decken mehrere Leistungen einer Lampenfamilie ab, etwa T5 mit 28, 35, 49 oder 54 W. Das vereinfacht die Ersatzteilhaltung.
Kompaktleuchtstofflampen
Sockel · Stiftzahl · LeistungZweistift-Lampen mit eingebautem Starter (etwa G24d oder GX24d) laufen nur am KVG, Vierstift-Lampen (bei Osram mit dem Zusatz /E, etwa G24q, GX24q oder 2G7) sind für den EVG-Betrieb ausgelegt; einzelne Dulux L und F bis 36 W laufen laut Hersteller auch am KVG mit externem Starter.
Wichtig für die Auswahl: T5-Röhren laufen ausschließlich am EVG, T8-Röhren an KVG, VVG oder EVG. Bei T5 unterscheiden sich die Linien HE (High Efficiency, 14 bis 35 W) und HO (High Output, 24 bis 80 W) – das Gerät muss zur Linie passen. Maßgeblich ist immer das Datenblatt der Lampe.
Dimmbare EVG und Lichtsteuerung: DALI, 1–10 V, Touch DIM und Warmstart
In Büros, Schulen, Praxen und Konferenzräumen lohnt sich ein dimmbares EVG doppelt: Tageslichtabhängige Regelung und Präsenzmelder senken den Verbrauch noch einmal deutlich, und das Licht lässt sich an Bildschirmarbeit oder Besprechung anpassen.
1–10 V ist die analoge Steuerung über zwei zusätzliche Steuerleitungen, etwa bei Philips HF-R und Osram QTi DIM. DALI ist digital und adressierbar: Jedes Gerät lässt sich einzeln ansprechen, in Gruppen und Szenen einbinden und meldet Lampenausfälle zurück – Beispiele sind Osram QTi DALI DIM und Philips HF-R TD.
Touch DIM erlaubt bei Philips HF-Ri TD und vielen DALI-Geräten das Dimmen über einen handelsüblichen Taster an 230 V, ohne Lichtsteuerungsanlage – praktisch im Bestand und für die Lichtvoute im Wohnzimmer oder die Deckenleuchte im Homeoffice. Wichtig: Ein 1–10-V-Gerät reagiert nicht auf DALI-Befehle und umgekehrt. Für die Lampenlebensdauer ist außerdem der Warmstart entscheidend.
Warmstart-EVG
Hochwertige EVG heizen die Elektroden vor dem Zünden kurz vor; das macht sie unempfindlich gegen häufiges Schalten, wie es im Treppenhaus, im Hausflur, in Sanitärräumen oder mit Bewegungsmeldern vorkommt.
→ Erste Wahl bei kurzen Schaltzyklen
Kaltstart-EVG
Geräte mit Kaltstart sind günstiger, passen aber eher zu Leuchten mit langen Brenndauern, etwa in Lager oder Produktion.
→ Sinnvoll im Dauerbetrieb
Vorschaltgeräte für Entladungslampen: Powertronic, HID-PV, KVG und Zündgeräte
Halogen-Metalldampflampen (Osram HCI und HQI, Philips CDM, CDO und CPO) und Natriumdampf-Hochdrucklampen (SON, NAV) brauchen ein exakt auf Lampentechnik und Leistung abgestimmtes Betriebsgerät.
Elektronisch
Elektronische HID-Vorschaltgeräte wie Osram Powertronic PTI, PT-FIT und PTo oder Philips HID-PV C und HID-PV m für keramische CDM-Lampen erzeugen die Zündspannung selbst, halten die Lampenleistung bei Netzschwankungen stabil, sorgen für eine gleichmäßigere Lichtfarbe von Lampe zu Lampe und schalten defekte Lampen am Lebensende ab.
Programmierbar
Die programmierbaren Philips HID-DV PROG Xt für SON, CDO und CPO bis 250 W zielen auf Straßen- und Außenbeleuchtung, etwa mit Leistungsabsenkung in der Nacht. Achten Sie auf das Kürzel I oder S: I steht für unabhängige Geräte mit Zugentlastung zur Montage außerhalb der Leuchte, S für Einbaugeräte.
Magnetisch
Magnetische KVG wie Philips BSN für Natriumdampflampen sowie BHL und BHD für Halogen-Metalldampflampen großer Leistung bis 2.000 W, teils für 380–415 V, bleiben in Hallen, Sportstätten und Außenanlagen gefragt. Sie brauchen je nach Lampe ein separates Zündgerät wie das Philips SND58 (35 bis 600 W) oder SND57 sowie einen Kondensator zur Blindstromkompensation.
Lampe, Vorschaltgerät und Zündgerät müssen in Typ und Leistung übereinstimmen. Für die weiße Natriumdampflampe SDW-T führen wir die zugehörigen Philips-Controller HID-CSLS.
LED-Treiber und Netzteile: Konstantstrom oder Konstantspannung?
Rund die Hälfte der Geräte in dieser Kategorie sind LED-Treiber – die Betriebsgeräte für LED-Module in Panels, Downlights, Hallen- und Straßenleuchten.
Konstantstrom
Konstantstrom-Treiber wie Philips Xitanium mit den Linien Xi LP, Xi FP und Xi SR, LEDVANCE OT FIT, OTi DALI und DALI Performance oder Osram OPTOTRONIC OTe und OTp liefern einen festen oder einstellbaren Strom, etwa 350, 700 oder 1.050 mA, innerhalb eines Spannungsfensters. Viele lassen sich per NFC, DIP-Schalter oder Software auf den Modulstrom einstellen.
→ Für LED-Module in Leuchten
Konstantspannung
Konstantspannungs-Netzteile wie Philips CertaDrive, Philips Xitanium LED-Transformer oder Osram OPTOTRONIC OT 30/12 und LEDVANCE OT 130/24 liefern 12 oder 24 V Gleichspannung für LED-Streifen, Vouten und Möbelbeleuchtung.
→ Für LED-Streifen und Vouten
Beim Ersatz eines Treibers gilt: Ausgangsstrom bzw. Ausgangsspannung müssen zum Modul passen, die Nennleistung muss die Modulleistung mit Reserve abdecken, und die Dimmschnittstelle – DALI-2, 1–10 V, Phasenabschnitt oder Bluetooth mit Casambi – muss zur vorhandenen Steuerung passen. Konstantstrom- und Konstantspannungsgeräte sind nicht gegeneinander austauschbar.
Dazu kommen lineare Zhaga-Treiber für Hallen und Lager sowie Netzteile bis 500 W für Flutlicht-Hochmastleuchten. Ob Hotelflur, Supermarkt oder Unterbauleuchte in der eigenen Küche: Der passende Treiber entscheidet über flimmerfreies Licht und eine lange Lebensdauer des LED-Moduls.
Auf LED umrüsten: Vorschaltgerät behalten, überbrücken oder tauschen?
Viele Anlagen wechseln auf LED, denn die meisten T5- und T8-Leuchtstoffröhren dürfen seit dem 25. August 2023 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; vorhandene Röhren dürfen weiterlaufen. Für die Umrüstung gibt es drei Wege:
- Leuchte mit KVG oder VVG: eine LED-Röhre für den KVG-Betrieb einsetzen und den Glimmstarter durch einen LED-Starter bzw. Dummy-Starter ersetzen – die Drossel bleibt in der Leuchte.
- Leuchte mit EVG: eine LED-Röhre für den EVG-Betrieb wählen, deren Kompatibilitätsliste Ihr Gerät ausdrücklich nennt.
- Netzbetrieb mit 230 V: Vorschaltgerät ausbauen und die Leuchte direkt an Netzspannung verdrahten – dauerhaft ohne Vorschaltverluste, aber ein Umbau der Leuchte, der in die Hände einer Elektrofachkraft gehört.
Für Leuchten mit Metall- oder Natriumdampflampen gibt es LED-Ersatzlampen, die je nach Modell am vorhandenen Vorschaltgerät laufen oder einen Umbau auf Netzbetrieb erfordern – auch hier entscheidet das Datenblatt. Bei der Lichtfarbe haben Sie mit LED die freie Wahl:
Warmweiß
827/8302.700–3.000 Kwarmweiß (2.700–3.000 K, Code 827/830) für Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer, Hotelzimmer und Gastraum.
Neutralweiß / Kaltweiß
8404.000 Kneutralweiß bzw. kaltweiß (4.000 K, Code 840 – beide Begriffe, englisch Cool White, meinen exakt dieselbe Lichtfarbe) für Büro, Praxis, Küche, Badezimmer, Keller und Hausflur.
Tageslichtweiß
860/8656.000–6.500 Ktageslichtweiß (6.000–6.500 K, Code 860/865) für Werkstatt, Garage, Hobbyraum und Prüfplätze.
Wer eine intakte Leuchtstoffanlage weiter nutzt, spart mit einem neuen EVG gegenüber dem KVG sofort Energie.
Profiqualität für Objekt und Zuhause: Einsatzbereiche und sicherer Einbau
Elektrohandwerk, Facility Management und Hausverwaltungen ersetzen defekte EVG in Rasterleuchten, Lichtbändern und Feuchtraum-Wannenleuchten von Büros, Schulen, Arztpraxen, Hotels, Großküchen, Lagerhallen, Werkstätten und Tiefgaragen 1:1 durch das baugleiche oder das vom Hersteller genannte Nachfolgegerät – idealerweise mit demselben Gerätetyp für alle Leuchten einer Anlage, damit Lichtbild und Ersatzteilhaltung einheitlich bleiben. Jeder vermiedene Störungseinsatz und jede Röhre, die am EVG länger hält, senkt die Wartungskosten.
Dieselbe Markenqualität steckt in vielen Leuchten zu Hause: in der Lichtleiste unter dem Küchenoberschrank, in der Spiegelleuchte im Badezimmer oder am Schminkspiegel, in der Wannenleuchte in Keller, Garage und Hobbyraum oder in der Deckenleuchte im Hausflur. Bleibt die Röhre dort trotz neuem Leuchtmittel dunkel, blinkt sie ständig oder brummt die Leuchte hörbar, ist oft das Vorschaltgerät die Ursache.
Zur Sicherheit: Vorschaltgeräte werden in der Leuchte fest verdrahtet und führen Netzspannung; in EVG können Kondensatoren auch nach dem Abschalten noch kurz geladen sein. Der Tausch ist deshalb Aufgabe einer Elektrofachkraft, die Schutzklasse, Leitungsanschluss, zulässige Umgebungstemperatur (ta) und maximale Gehäusetemperatur (tc) des neuen Geräts prüft.
Vergleich: EVG vs. KVG/VVG
| Merkmal | EVG (elektronisch) | KVG / VVG (magnetisch) |
|---|---|---|
| Aufbau | Elektronik mit Gleichrichter und Hochfrequenz-Wechselrichter, leicht und kompakt | Drosselspule aus Kupferwicklung und Eisenkern, schwer |
| Zündung | Integriert, kein Starter nötig; Warmstart schont die Elektroden | Separater Starter (Leuchtstofflampe) bzw. Zündgerät (Entladungslampe) |
| Systemleistung bei 58-W-T8 | Rund 55 W | Rund 70 W (KVG) bzw. 64–67 W (VVG) |
| Betriebsfrequenz und Flimmern | Hochfrequenz im Kilohertzbereich, flimmerfrei, kein Stroboskopeffekt | 50 Hz Netzfrequenz, 100-Hz-Flimmern, Stroboskopeffekt an rotierenden Maschinen möglich |
| Leistungsfaktor | Hoch (typisch λ über 0,95), keine Kompensation nötig | Unkompensiert niedrig (cos φ um 0,5), Kompensationskondensator nötig |
| Lampenlebensdauer und Schaltfestigkeit | Länger; mit Warmstart auch bei häufigem Schalten | Kürzer; Starterverschleiß und Flackern beim Zünden |
| Dimmbarkeit | Dimmbare Varianten mit DALI, 1–10 V oder Touch DIM | Für Leuchtstofflampen praktisch nicht dimmbar |
| Verhalten bei defekter Lampe | Automatische Abschaltung am Lampenlebensende | Defekte Röhre flackert oder zündet immer wieder neu |
| Verfügbarkeit für Leuchtstofflampen | Standard für Neuanlage und Ersatz | Seit April 2017 kein Neu-Inverkehrbringen mehr; bei uns KVG nur noch für Entladungslampen |

















































