Entladungslampen · Metallhalogenid · CDM / HCI / HQI · G12 · RX7s · E40

Halogen-Metalldampflampen

Halogen-Metalldampflampen – auch Metallhalogenidlampen, im Fachhandel kurz HQI-Lampen oder CDM-Lampen genannt – erzeugen ihr Licht durch eine Gasentladung in einem kleinen Brenner aus Keramik oder Quarzglas. Das Ergebnis ist brillantes, präzise lenkbares Weißlicht mit einer Farbwiedergabe von Ra 80 bis über 90 und einer Lichtausbeute, die eine Halogenlampe um ein Vielfaches übertrifft. Hier finden Sie Philips MASTERColour CDM-T, CDM-TD, CDM-TC und CDM-Tm Mini, Osram HCI (Powerball) und Osram Powerstar HQI sowie Lampen von Radium, BLV, Patron und Thorgeon von 20 bis 400 W – mit den Sockeln G12, G8.5, GU6.5, RX7s, RX7s-24, Fc2, E27 und E40. Im Objekt sind sie seit Jahren gesetzt: in Ladenbau und Modeboutiquen, Hotellerie und Gastronomie, Autohäusern, Industrie- und Lagerhallen, Sporthallen sowie in der Fassaden- und Flutlichtbeleuchtung. Dieselbe Profi-Qualität brauchen Sie zu Hause, wenn der Deckenfluter im Wohnzimmer, der Strahler über dem Esszimmer-Tisch, der Fluter an Garage, Einfahrt und Garten oder das Arbeitslicht im Hobbyraum eine neue Lampe braucht. Lichtfarben: warmweiß (3.000 K, Code 830/930), neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.000–4.200 K, Code 842/942) und tageslichtweiß (Daylight).

20–400 WVon der CDM-Tm Mini bis zur 400-W-Hallenlampe
G12 · RX7s · G8.5 · E40 · Fc2Dazu GU6.5, RX7s-24 und E27
Ra 80 bis über 90Codes 8xx und 9xx, Elite-Typen mit Ra 90+
Philips · OsramDazu Radium, BLV, Patron und Thorgeon
0 kaufbare Artikel auf dieser Seite

Auf dieser Seite sind derzeit keine kaufbaren Artikel verfügbar.

Zur ersten Seite der Kategorie

Entladungslampen: kurz erklärt

Entladungslampen: NAV, HQL oder HQI?

NAV mit gelblichem Licht und Zündgerät, HQL mit Drossel ohne Zündgerät, HQI mit kräftigen Farben. Umverdrahten nur durch eine Elektrofachkraft; quecksilberhaltige Lampen zur Sammelstelle. Animation mit Musik, rund 80 Sekunden. Zum Ratgeber · Video einzeln ansehen

  • Keramik oder Quarz – das Kürzel verrät es: CDM (Philips MASTERColour) und HCI (Osram Powerball) arbeiten mit einem keramischen Brenner, der die Lichtfarbe über die Lebensdauer stabiler hält und Ra 80 bis über 90 erreicht. HQI (Osram Powerstar) sowie MHN und HPI (Philips) nutzen den bewährten Quarzbrenner, vor allem in Hallen-, Fluter- und Außenleuchten.
  • Sockel und Länge exakt abgleichen: G12 (Röhre CDM-T), G8.5 (kompakte CDM-TC und HCI-TC), GU6.5 (CDM-Tm Mini), RX7s und RX7s-24 (zweiseitig: CDM-TD, HCI-TS, HQI-TS, MHN-TD), Fc2 (zweiseitig, 250 und 400 W) sowie E27 und E40 für Großkolben wie HQI-T, HQI-E und HPI-T Plus. Wichtig: RX7s-Metalldampf ist kein R7s-Halogenstab.
  • Ohne Vorschaltgerät kein Licht: Jede Metalldampflampe braucht ein auf Typ und Wattzahl abgestimmtes Betriebsgerät – ein konventionelles Vorschaltgerät (KVG) mit Zündgerät oder ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG). Die Leistung bleibt beim Tausch identisch: Aus 70 W wird wieder 70 W, aus 400 W wieder 400 W.
  • Lichtfarbe nach Einsatz wählen: Warmweiß (3.000 K, Code 830/930, Osram WDL) für Mode, Hotel, Restaurant, Wohnzimmer und Esszimmer, neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.000–4.200 K, Code 842/942, Osram NDL – neutralweiß und kaltweiß meinen bei 4.000 K dieselbe Lichtfarbe) für Werkstatt, Autohaus, Lager, Garage und Hobbyraum, tageslichtweiß (Osram D, Daylight) für Sporthallen, Flutlicht und Fassaden.
  • Anlaufzeit und Wiederzündung einplanen: Nach dem Einschalten vergehen einige Minuten bis zur vollen Helligkeit, nach dem Ausschalten oder einem kurzen Netzausfall zündet die Lampe erst nach dem Abkühlen wieder. Metalldampflicht ist deshalb ideal für lange Brenndauern und ungeeignet für Bewegungsmelder und häufiges Schalten.
  • Profi-Licht für Objekt und Zuhause: Im Ladenbau, in Hotellerie und Gastronomie, in Lager- und Sporthallen und an Fassaden setzen Hausverwaltungen, Elektrobetriebe und Facility Manager auf exakt gleiche Ersatztypen und planbaren Gruppenwechsel. Dieselben Markenlampen passen in den Deckenfluter im Wohnzimmer, den Strahler über dem Esstisch und den Fluter an Garage, Hof und Garten.

1. Typenkürzel und Brennertechnik ablesen

Die Bezeichnung steht auf dem Lampenkolben, auf dem Leuchtenschild oder auf dem Vorschaltgerät. CDM und HCI bedeuten Keramikbrenner, HQI, MHN und HPI Quarzbrenner. Die Buchstaben danach beschreiben die Bauform: T für die einseitig gesockelte Röhre, TD bzw. TS für zweiseitig gesockelte Stablampen, TC für die Kompaktform, Tm für die Mini-Bauform und E für den Ellipsoidkolben. Viele Typen haben Gegenstücke anderer Hersteller – die Philips CDM-TD 70W/942 und die Osram HCI-TS 70W/942 NDL sind beide neutralweiße 70-W-Keramiklampen mit Sockel RX7s.

Ratgeber: Gasentladungslampen & HID

2. Sockel, Länge und Leistung abgleichen

Einseitige Brenner stecken in G12, G8.5 oder GU6.5, zweiseitige Stablampen in RX7s, RX7s-24 oder Fc2, Großkolben in E27 oder E40. Bei zweiseitigen Lampen entscheidet die Länge über den Sitz zwischen den Kontakten – nutzen Sie dafür den Filter Lampenlänge und die technischen Daten. Die Wattzahl muss exakt der alten Lampe entsprechen, denn Vorschaltgerät, Zündgerät und Leuchte sind auf genau diese Leistung ausgelegt.

Ratgeber: Lampensockel-Übersicht

3. Vorschaltgerät und Zündgerät prüfen

Auf dem Betriebsgerät stehen Lampentyp und Leistung, für die es zugelassen ist. Am KVG sitzt zusätzlich ein Zündgerät, das den Hochspannungsimpuls zum Starten liefert; ein EVG übernimmt Zündung und Stabilisierung in einem Gerät, arbeitet flimmerfrei und schaltet eine verbrauchte Lampe ab. Manche Kompakttypen wie die CDM-Tm Mini sind nur für EVG freigegeben. Metalldampf- und Natriumdampflampen gleicher Wattzahl sind nicht austauschbar. Umbau und Austausch des Betriebsgeräts übernimmt eine Elektrofachkraft.

Ratgeber: Vorschaltgeräte EVG, KVG, VVG

4. Lichtfarbe und Farbwiedergabe festlegen

Die dreistellige Kennung zeigt beides: Die erste Ziffer steht für die Farbwiedergabe (8 = Ra 80–89, 9 = Ra 90 und mehr), die beiden letzten mal 100 für die Farbtemperatur. 830 und 930 sind warmweiß für Boutique, Hotel-Lobby, Restaurant und Wohnzimmer, 842 und 942 neutralweiß bzw. kaltweiß für Autohaus, Werkstatt, Lager, Garage und Hobbyraum. Bei Osram stehen WDL für warmweiß, NDL und N für neutralweiß und D für tageslichtweiß. Innerhalb eines Raums immer denselben Typ und dieselbe Lichtfarbe einsetzen.

Ratgeber: Farbwiedergabeindex erklärt

Metallhalogenidlampe, HQI oder CDM: So funktioniert eine Halogen-Metalldampflampe

Eine Halogen-Metalldampflampe ist eine Hochdruck-Entladungslampe (HID, High Intensity Discharge). In einem kleinen, gasdichten Brenner brennt ein Lichtbogen zwischen zwei Elektroden. Die Füllung besteht aus Edelgas, Quecksilber und Metallhalogeniden – Verbindungen verschiedener Metalle mit Jod oder Brom.

„Halogen“ im Namen

Metallhalogenide

Mit einer Halogenglühlampe hat die Lampe nichts zu tun: Das „Halogen“ im Namen meint die Verbindungen im Brenner. Sobald der Brenner heiß ist, verdampfen die Halogenide, und die Metallatome strahlen in vielen Spektrallinien.

Weißes Licht

Farbwiedergabe

Zusammen ergibt das weißes Licht mit guter Farbwiedergabe – deutlich natürlicher als das gelbe Licht der Natriumdampflampe oder das bläuliche der Quecksilberdampflampe.

Quarzbrenner

HQI · MHN · HPI

Der klassische Quarzbrenner steckt in Osram Powerstar HQI, Philips MHN und Philips HPI und ist bei großen Leistungen von 250 und 400 W in Hallen und Flutlicht verbreitet.

Keramikbrenner

CDM · HCI

Der Keramikbrenner der Philips MASTERColour CDM und der Osram HCI (Powerball) verträgt höhere Temperaturen, hält die Lichtfarbe über die Lebensdauer stabiler und streut weniger von Lampe zu Lampe. Deshalb hat er sich in Shop- und Akzentbeleuchtung durchgesetzt.

Auch die Effizienz überzeugt: Die 400-W-Lampen in unserem Sortiment liefern 32.500 bis 36.000 Lumen, die 250-W-Typen 18.000 bis 20.500 Lumen – rund 70 bis 90 Lumen pro Watt, ein Vielfaches einer Halogenlampe.

Bauformen und Sockel: G12, G8.5, GU6.5, RX7s, Fc2, E27 und E40 im Überblick

Welche Lampe in Ihre Leuchte passt, bestimmen Bauform, Sockel, Länge und Leistung. In dieser Kategorie finden Sie diese Gruppen:

Sockel und Bauformen der Halogen-Metalldampflampen
SockelBauform & TypenPraxis
G12G12 – einseitig gesockelte Röhre (T): Philips CDM-T mit 35, 70 und 150 W sowie CDM-T EliteDer Klassiker in Schienen- und Einbaustrahlern für Boutiquen, Hotels und Restaurants
G8.5G8.5 – Kompaktform (TC): Philips CDM-TC mit 35 und 70 W, CDM-TC Elite und Osram HCI-TC mit 50 WKleine, präzise Strahler
GU6.5GU6.5 – Mini-Bauform (Tm): Philips CDM-Tm Mini mit 20 WSehr kompakte Strahler am elektronischen Vorschaltgerät
RX7sRX7s und RX7s-24 – zweiseitig gesockelt (TD/TS): Philips CDM-TD und MHN-TD, Osram HCI-TS und HQI-TS mit 70 und 150 WFluter, Anstrahler und Deckenfluter
Fc2Fc2 – zweiseitig, große Leistung: Lampen mit 250 und 400 W und 18.000 bis 36.000 LumenFlutlicht, Sporthallen und Fassaden
E27 / E40E27 und E40 – Schraubsockel: Osram HCI-TT mit 70 W, Osram Powerstar HQI-T, HQI-BT und das beschichtete Ellipsoid HQI-E mit 250 und 400 W sowie Philips HPI-T Plus 250 WHallen-, Industrie- und Außenleuchten

Achtung Verwechslungsgefahr: Zweiseitige RX7s-Metalldampflampen sehen einem R7s-Halogenstab ähnlich, sind aber nicht austauschbar. Ein Halogenstab läuft direkt an 230 V und ist meist 78 oder 118 mm lang, die Metalldampflampe braucht ein Vorschaltgerät und hat eigene Längen – bei 70 W meist um 114 bis 117 mm. Die exakte Länge zeigt der Filter Lampenlänge.

Betrieb: Vorschaltgerät, Zündgerät, Anlaufzeit und Schutzglas

Eine Metalldampflampe darf nie direkt am Netz betrieben werden.

KVG

Konventionelles Vorschaltgerät

Am konventionellen Vorschaltgerät (KVG) begrenzt eine Drossel den Strom, ein separates Zündgerät liefert zum Start einen Hochspannungsimpuls von mehreren Kilovolt, und ein Kondensator kompensiert die Blindleistung.

→ Drei Bauteile: Drossel, Zündgerät, Kondensator

EVG

Elektronisches Vorschaltgerät

Ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG), etwa aus den Serien Osram Powertronic oder Philips HID-PrimaVision, übernimmt alles in einem Gerät. Es hält die Lampenleistung konstant, arbeitet flimmerfrei, stabilisiert die Lichtfarbe, spart Verlustleistung und schaltet eine verbrauchte Lampe ab.

→ Einige Kompakttypen wie die CDM-Tm Mini sind ausschließlich für EVG freigegeben.

Zwei Eigenheiten sollten Sie kennen: Nach dem Zünden braucht die Lampe einige Minuten, bis Helligkeit und Lichtfarbe ihren Endwert erreichen. Nach dem Ausschalten oder einem kurzen Netzausfall ist der Innendruck so hoch, dass sie erst nach dem Abkühlen – je nach Typ bis etwa 15 Minuten – wieder zündet. Außerdem gibt das Datenblatt die zulässige Brennlage vor; zweiseitig gesockelte Stablampen arbeiten typischerweise waagerecht mit begrenzter Neigung.

Viele Metalldampflampen dürfen nur in geschlossenen Leuchten mit intaktem Schutzglas betrieben werden. Der UV-Block-Quarz der Philips MASTERColour reduziert die UV-Strahlung, ersetzt aber nicht die Schutzabdeckung, wenn das Datenblatt sie verlangt. Arbeiten an Betriebsgeräten und Verdrahtung übernimmt eine Elektrofachkraft.

Lichtfarben und Farbcodes 830, 930, 842, 942 und 645 sowie Osram WDL, NDL und D

Die Kennung im Artikelnamen verrät Lichtfarbe und Farbwiedergabe: Die erste Ziffer steht für die Farbwiedergabestufe – 8 bedeutet Ra 80–89, 9 Ra 90 und mehr, 6 Ra 60–69 –, die beiden letzten Ziffern mal 100 ergeben die Farbtemperatur in Kelvin. Osram nutzt zusätzlich Buchstaben:

3.000 K · Warmweiß4.000–4.200 K · Neutralweiß / Kaltweiß6.000–6.500 K · Tageslichtweiß

Warmweiß

830 / 930 · WDL3.000 K

Warmweiß, 3.000 K (Code 830/930, Osram WDL): brillantes, warmes Licht, in dem Holz, Leder, Textilien und Backwaren gut wirken – für Modehandel, Hotel-Lobby, Restaurant und Bar, zu Hause für Wohnzimmer und Esszimmer.

Neutralweiß / Kaltweiß

842 / 942 · NDL, N4.000–4.200 K

Neutralweiß bzw. kaltweiß, rund 4.000–4.200 K (Code 842/942, Osram NDL und N): Neutralweiß und kaltweiß (Cool White) bezeichnen bei 4.000 K exakt dieselbe Lichtfarbe; die 42er-Typen liegen mit 4.200 K knapp darüber. Klares Licht für Autohaus, Showroom, Werkstatt, Lager und Produktion, privat für Garage, Hobbyraum und Hof.

Tageslichtweiß

Osram DDaylight

Tageslichtweiß (Osram D, Daylight): kühles Licht für Sporthallen, Flutlicht, Fassaden und Werbeanlagen.

Hallenlicht (645 · Ra 60–69): Code 645 (etwa Philips HPI-T Plus): Ra 60–69 – wirtschaftliches Hallen- und Industrielicht, wo Farbtreue zweitrangig ist.

Die Elite-Typen der Philips CDM-T und CDM-TC sowie die 9xx-Codes erreichen Ra 90 und mehr und eignen sich für anspruchsvolle Auslagen, Galerien und Juweliere.

Einsatz im Objekt – und zu Hause in Wohnzimmer, Garage und Garten

Der winzige, fast punktförmige Brenner erzeugt brillantes Licht mit Glanzpunkten, das sich im Reflektor präzise bündeln lässt.

Handel, Gastro & Halle

Darum ist Metalldampflicht im Ladenbau und in Modeboutiquen, an Theken und in Schaufenstern, in Hotellerie und Gastronomie, in Autohäusern und Showrooms sowie in Lager-, Produktions- und Sporthallen verbreitet.

Fassade & Außenfläche

Mit RX7s- und Fc2-Flutern werden Fassaden, Denkmäler, Werbeanlagen und Parkplätze angestrahlt. Hausverwaltungen, Elektrobetriebe und Facility Manager profitieren von der hohen Lichtausbeute bei langen Brenndauern und davon, dass wir dieselben Typen über Jahre nachliefern.

Zu Hause

Dieselbe Profi-Qualität steckt häufiger zu Hause, als viele denken: in hochwertigen Deckenflutern im Wohnzimmer mit RX7s-Lampen, in Schienen- und Pendelstrahlern über dem Esszimmer-Tisch oder auf der Galerie eines Lofts, in Flutern an Garage, Einfahrt, Hof und Garten sowie als kräftiges Arbeitslicht im Hobbyraum oder in der Werkstatt. Setzen Sie dort einfach den exakt gleichen Typ wieder ein.

Ehrlicherweise gilt aber auch: Für Räume, in denen das Licht oft und kurz geschaltet wird – Badezimmer, Hausflur mit Bewegungsmelder oder Keller –, ist eine Metalldampflampe wegen Anlaufzeit und Wiederzündung die falsche Wahl; dort ist LED die bessere Lösung.

Wartung, Gruppenwechsel und Entsorgung

Mit zunehmender Brenndauer sinkt der Lichtstrom, und vor allem Quarzlampen verschieben ihre Lichtfarbe ins Rosa oder Grünliche. In Verkaufsräumen fallen solche Unterschiede sofort auf.

  • Gruppenwechsel: Bewährt hat sich, alle Lampen eines Raums oder einer Halle gemeinsam zu tauschen, sobald die im Datenblatt genannte Nutzlebensdauer erreicht ist. Das sorgt für einheitliche Lichtfarbe, spart bei hohen Decken wiederholte Einsätze mit Hubarbeitsbühne und senkt das Ausfallrisiko.
  • Lebensende erkennen: Typische Zeichen sind sinkende Helligkeit, Farbverschiebung, Flackern oder wiederholtes Aus- und Wiedereinschalten.
  • Zeitnah tauschen: Am KVG sollten Sie solche Lampen zeitnah tauschen, denn ein gealterter Brenner kann im Extremfall platzen – ein Grund für die Schutzglaspflicht vieler Typen.
  • Vorrat anlegen: Für Objekte mit vielen Brennstellen empfiehlt sich ein kleiner Vorrat gleicher Ersatzlampen aus derselben Serie.
  • Entsorgung: Metalldampflampen enthalten Quecksilber und gehören nicht in den Hausmüll, sondern zur Sammelstelle oder zum Wertstoffhof; Gewerbebetriebe nutzen die Rücknahmesysteme für Altlampen. Mehr dazu im Ratgeber Leuchtmittel richtig entsorgen.

Marken im Sortiment und der Weg zu LED

Philips

MASTERColour · MHN · HPI

Den größten Teil unseres Sortiments stellt Philips mit MASTERColour CDM-T, CDM-T Elite, CDM-TD, CDM-TC, CDM-TC Elite und CDM-Tm Mini sowie MHN-TD und HPI-T Plus.

Osram

HCI · Powerstar HQI

Osram ist mit den Keramiklampen HCI-TS, HCI-TC und der langlebigen HCI-TT SUPER 4Y vertreten, dazu mit den Quarzlampen Powerstar HQI-T, HQI-BT, HQI-E und HQI-TS Excellence.

Weitere Marken

Fc2 · E40

Ergänzend führen wir Lampen von Radium, BLV, Patron und Thorgeon, darunter zweiseitige Fc2-Lampen und E40-Lampen mit 250 und 400 W.

Bestand oder LED?

1:1-Ersatz

Für Bestandsanlagen ist der 1:1-Ersatz meist die wirtschaftlichste Lösung, denn Leuchte, Reflektor und Betriebsgerät bleiben erhalten. Bei Neuplanung, sehr langen Brenndauern oder häufigem Schalten lohnt der Blick auf LED.

Für E40- und E27-Großkolben gibt es Retrofit-Lampen; bei vielen muss das Vorschaltgerät überbrückt werden – ein Leuchtenumbau, den eine Elektrofachkraft ausführt und dokumentiert. Oft ist eine neue LED-Hallenleuchte oder ein LED-Fluter die sauberere Lösung. Passende Alternativen finden Sie unter LED-Ersatz für Entladungslampen, Betriebsgeräte unter Vorschaltgeräte, Trafos und Treiber.

Vergleich: Halogen-Metalldampflampe vs. LED-Alternative

Technischer und wirtschaftlicher Vergleich für Ladenbau, Halle, Außenanlage und Zuhause
MerkmalHalogen-Metalldampflampe (CDM / HCI / HQI)LED-Alternative (Retrofit oder LED-Leuchte)
LichterzeugungGasentladung im Keramik- oder QuarzbrennerLED-Chips mit Leuchtstoff, Treiber in Lampe oder Leuchte
BetriebsgerätZwingend: KVG mit Zündgerät oder EVG, abgestimmt auf Typ und WattzahlLED-Leuchte mit eigenem Treiber; Retrofit oft nur nach Überbrückung des Vorschaltgeräts durch eine Elektrofachkraft
LichtausbeuteRund 70–90 lm/W im Sortiment (400 W mit 32.500–36.000 lm), zuzüglich Verluste des VorschaltgerätsBei aktuellen LED-Leuchten in der Regel höher – Wert laut Datenblatt
Einschalten und WiederzündungEinige Minuten Anlaufzeit, Wiederzündung erst nach Abkühlung (je nach Typ bis etwa 15 Minuten)Sofort volle Helligkeit, beliebig oft schaltbar, sensorgeeignet
FarbwiedergabeRa 80–89 (8xx), Ra 90 und mehr (9xx, Elite), Ra 60–69 (645)Meist Ra 80, Premium-Modelle Ra 90 und mehr
Lichtpunkt und OptikSehr kompakter Brenner, brillantes und präzise lenkbares Licht im ReflektorRetrofit verändert oft die Lichtverteilung im alten Reflektor; LED-Leuchten sind als Gesamtsystem optimiert
AlterungLichtstromrückgang und Farbverschiebung, Gruppenwechsel empfohlenLangsamer Lichtstromrückgang, Lichtfarbe weitgehend stabil
Leuchte und SicherheitViele Typen nur in geschlossenen Leuchten mit SchutzglasKein Hochdruckbrenner, keine Schutzglaspflicht aus Berstgründen
EntsorgungQuecksilberhaltig, Sammelstelle oder RücknahmesystemQuecksilberfrei, Rückgabe als Elektroaltgerät

Häufige Fragen zu Halogen-Metalldampflampen (HQI, CDM, HCI)

Was ist eine Halogen-Metalldampflampe und wie funktioniert sie?
Eine Halogen-Metalldampflampe – auch Metallhalogenidlampe – ist eine Hochdruck-Entladungslampe. In einem kleinen Brenner aus Keramik oder Quarzglas brennt ein Lichtbogen in einer Füllung aus Edelgas, Quecksilber und Metallhalogeniden, also Verbindungen von Metallen mit Jod oder Brom. Die verdampften Metalle strahlen in vielen Spektrallinien, die zusammen weißes Licht mit guter Farbwiedergabe ergeben. Mit einer Halogenglühlampe hat sie nichts zu tun – das „Halogen“ im Namen bezieht sich auf die Halogenide im Brenner. Die Lampen sind sehr effizient: Die 400-W-Typen in unserem Sortiment liefern 32.500 bis 36.000 Lumen.
Was bedeuten CDM, HCI, HQI, MHN und HPI?
Das sind Typbezeichnungen der Hersteller. CDM (Philips MASTERColour) und HCI (Osram Powerball) stehen für Lampen mit keramischem Brenner, HQI (Osram Powerstar) sowie MHN und HPI (Philips) für Lampen mit Quarzbrenner. Die Buchstaben danach beschreiben die Bauform: T für die einseitig gesockelte Röhre, TD bzw. TS für die zweiseitig gesockelte Stablampe, TC für die Kompaktform, Tm für die Mini-Bauform und E für den Ellipsoidkolben. Viele Typen haben direkte Gegenstücke – die Philips CDM-TD 70W/942 und die Osram HCI-TS 70W/942 NDL sind beide neutralweiße 70-W-Keramiklampen mit Sockel RX7s. Länge und Betriebsgerät gleichen Sie vor dem Tausch trotzdem im Datenblatt ab.
Keramik oder Quarz – kann ich eine HQI-Lampe durch eine CDM- oder HCI-Lampe ersetzen?
Keramikbrenner (CDM, HCI) halten die Lichtfarbe über die Lebensdauer stabiler, streuen weniger von Lampe zu Lampe und erreichen eine höhere Farbwiedergabe – ideal dort, wo Farben verkaufen. Ein Umstieg von Quarz auf Keramik ist in vielen Fällen möglich, wenn Sockel, Leistung und Länge übereinstimmen und der Hersteller den Betrieb am vorhandenen Vorschaltgerät und Zündgerät freigibt; diese Angabe steht im Datenblatt der neuen Lampe. Bei großen Leistungen von 250 und 400 W in Hallen- und Flutlichtanlagen ist der bewährte Quarzbrenner (HQI, HPI) weiterhin die übliche Wahl.
Brauche ich ein Vorschaltgerät und ein Zündgerät – und geht auch ein EVG?
Ja, ohne Betriebsgerät geht es nicht: Eine Metalldampflampe darf nie direkt an 230 V angeschlossen werden. Üblich ist entweder ein konventionelles Vorschaltgerät (KVG) mit separatem Zündgerät und Kompensationskondensator oder ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG), das Zündung und Stabilisierung übernimmt. Beide müssen zu Lampentyp und Wattzahl passen. Ein EVG arbeitet flimmerfrei, hält die Lichtfarbe stabiler, spart Verlustleistung und schaltet verbrauchte Lampen ab. Manche Kompakttypen wie die Philips CDM-Tm Mini sind nur für EVG freigegeben. Austausch und Umbau des Betriebsgeräts übernimmt eine Elektrofachkraft.
Warum braucht die Lampe Minuten bis zur vollen Helligkeit und zündet nach dem Ausschalten nicht sofort wieder?
Nach dem Zünden müssen sich Brenner und Füllung erst aufheizen, bis die Metallhalogenide vollständig verdampft sind – das dauert einige Minuten, in denen Helligkeit und Lichtfarbe ihren Endwert erreichen. Im heißen Zustand ist der Innendruck so hoch, dass der Zündimpuls nicht ausreicht. Die Lampe zündet deshalb erst nach dem Abkühlen wieder, je nach Typ nach bis zu etwa 15 Minuten. Das gilt auch nach einem kurzen Netzausfall. Für Räume mit Bewegungsmelder oder häufigem Schalten, etwa Hausflur, Keller oder Treppenhaus, ist LED deshalb die bessere Wahl.
Was bedeuten 830, 930, 942, 645 sowie WDL, NDL und D?
Bei den Zifferncodes steht die erste Ziffer für die Farbwiedergabe (8 = Ra 80–89, 9 = Ra 90 und mehr, 6 = Ra 60–69), die beiden letzten mal 100 für die Farbtemperatur. 830 und 930 sind warmweiß mit 3.000 K – für Boutique, Hotel, Restaurant, Wohnzimmer und Esszimmer. 842 und 942 sind neutralweiß mit rund 4.200 K; neutralweiß und kaltweiß (Cool White) bezeichnen bei 4.000 K dieselbe Lichtfarbe – passend für Autohaus, Werkstatt, Lager, Garage und Hobbyraum. Osram kennzeichnet warmweiß mit WDL, neutralweiß mit NDL oder N und tageslichtweiß mit D (Daylight). 645 steht für wirtschaftliches Hallenlicht mit Ra 60–69.
Passt eine RX7s-Metalldampflampe in einen R7s-Halogenfluter – oder umgekehrt?
Nein. Beide sind zweiseitig gesockelte Stablampen und sehen sich ähnlich, funktionieren aber völlig unterschiedlich. Ein R7s-Halogenstab läuft direkt an 230 V und ist meist 78 oder 118 mm lang. Eine RX7s-Metalldampflampe braucht ein Vorschaltgerät mit Zündgerät, ist bei 70 W meist rund 114 bis 117 mm lang und darf häufig nur hinter Schutzglas betrieben werden. Ein Tausch zwischen beiden Systemen ist weder technisch noch sicherheitlich zulässig. Wer einen alten Halogen- oder Metalldampffluter loswerden will, greift am besten zu einem modernen LED-Fluter.
Woran erkenne ich das Lebensende einer Metalldampflampe – und wie entsorge ich sie?
Typische Zeichen sind sinkende Helligkeit, eine Farbverschiebung ins Rosa oder Grünliche, Flackern oder wiederholtes Aus- und Wiedereinschalten. Ein EVG schaltet eine verbrauchte Lampe in der Regel ab, am KVG sollten Sie sie zeitnah tauschen, weil ein gealterter Brenner im Extremfall platzen kann. In Verkaufsräumen und Hallen empfiehlt sich der Gruppenwechsel aller Lampen eines Raums für eine einheitliche Lichtfarbe. Metalldampflampen enthalten Quecksilber und gehören nicht in den Hausmüll, sondern zur Sammelstelle oder zum Wertstoffhof; Betriebe nutzen die Rücknahmesysteme für Altlampen.
Kann ich eine Metalldampflampe durch LED ersetzen?
Ja, auf zwei Wegen. Für E40- und E27-Großkolben gibt es LED-Retrofitlampen; bei vielen muss das Vorschaltgerät überbrückt werden – das ist ein Leuchtenumbau, den eine Elektrofachkraft ausführt und dokumentiert. Die sauberere Lösung ist oft eine neue LED-Leuchte, etwa eine LED-Hallenleuchte oder ein LED-Fluter, die als Gesamtsystem geprüft ist. In funktionierenden Anlagen mit wenigen Brennstunden oder präzise ausgerichteten Reflektoren ist der 1:1-Ersatz der Metalldampflampe dagegen oft wirtschaftlicher. Alternativen finden Sie unter LED-Ersatz für Entladungslampen.
Kann ich Halogen-Metalldampflampen auch zu Hause einsetzen?
Ja, überall dort, wo die Leuchte dafür gebaut ist. Typische Beispiele sind hochwertige Deckenfluter im Wohnzimmer mit RX7s-Lampen, Schienen- oder Pendelstrahler über dem Esstisch mit warmweißen G12- oder G8.5-Lampen (830/930) sowie Fluter an Garage, Einfahrt, Hof und Garten oder das Arbeitslicht im Hobbyraum mit neutralweißen Typen (842/942). Sie erhalten bei uns dieselben Markenlampen von Philips und Osram, die auch in Boutiquen, Hotels und Hallen im Einsatz sind. Setzen Sie immer exakt denselben Typ mit gleicher Wattzahl wieder ein. Für Badezimmer, Flur oder Keller mit häufigem Schalten ist LED die bessere Wahl.