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Entladungslampen – im Fachhandel auch HID-Lampen (High Intensity Discharge) oder Hochdruck-Entladungslampen genannt – erzeugen ihr Licht mit einem Lichtbogen in einem gasgefüllten Brenner und liefern aus sehr kompakter Bauform enorme Lichtströme. Hier finden Sie Halogen-Metalldampflampen (Philips MASTERColour CDM, Osram Powerball HCI und Powerstar HQI), Natriumdampflampen (Osram Vialox NAV, Philips MASTER SON, Sylvania SHP), Weißlicht-Natriumdampf (Philips MASTER SDW) sowie die auslaufenden Quecksilberdampflampen HQL und HPL – von 20 bis 2.000 W, mit Sockeln wie G12, G8.5, RX7s, Fc2, E27 und E40. Im gewerblichen Einsatz in Industrie- und Lagerhallen, Ladenbau, Hotellerie, Sportstätten sowie Straßen- und Parkplatzbeleuchtung sichern Sie damit die 1:1-Nachbestückung bestehender Anlagen ohne Leuchtenumbau. Zu Hause tauschen Sie die Lampe im Deckenfluter im Wohnzimmer, im Hofstrahler an Garage und Einfahrt, in der Leuchte über Hobbyraum und Werkbank, über dem Aquarium oder im Gewächshaus. Wichtig: Jede Entladungslampe braucht ein passendes Vorschaltgerät – Lampentyp und Leistung müssen exakt zur Leuchte passen.
Produktvergleich
Energieeffizienz
- Drei Lampenfamilien, drei Lichtcharaktere: Halogen-Metalldampflampen (CDM, HCI, HQI, MHN, HRI) liefern brillantes Weißlicht mit Ra 80 bis über 90, Hochdruck-Natriumdampflampen (NAV, SON, SHP) goldgelbes Licht um 2.000 K mit der höchsten Lichtausbeute, Quecksilberdampflampen (HQL, HPL) sind Auslauftechnik für den Bestand.
- Typenschild der alten Lampe 1:1 übernehmen: Lampentyp, Leistung, Sockel und Bauform (T = Röhre, TC = kompakt, TD/TS = zweiseitig gesockelt, E = Ellipsoid) müssen exakt stimmen. Das Vorschaltgerät ist auf genau eine Wattzahl und einen Lampentyp ausgelegt – eine 70-W-Lampe am 150-W-Gerät wird überlastet.
- Ohne Betriebsgerät kein Licht: Metalldampf- und Natriumdampflampen brauchen ein Vorschaltgerät (KVG oder EVG) und ein Zündgerät mit mehreren Kilovolt Zündspannung – oder einen eingebauten Zünder (Kennung /I). Quecksilberdampflampen starten ohne Zündgerät am konventionellen Vorschaltgerät.
- Lichtfarbe am Farbcode ablesen: 830/930 = warmweiß (3.000 K) für Verkauf, Gastronomie, Hotellerie und Wohnzimmer, 842/942 = neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.000–4.200 K) für Halle, Werkstatt, Garage und Hobbyraum, Daylight-Typen (/D) über 5.000 K für Sport- und Messehallen. Die 9 vorne steht für Ra 90 und mehr.
- Profi-Licht vom Objekt bis nach Hause: Ob 2.000-W-Flutlicht im Stadion, 400-W-Hallenstrahler im Lager, CDM-Strahler im Modehaus oder Hotelfoyer – oder daheim die Stablampe im Deckenfluter im Wohnzimmer, der Hofstrahler an Garage und Einfahrt, die Aquarienleuchte oder die Pflanzenlampe im Gewächshaus: Mit der Originallampe bleibt das Lichtbild so, wie die Leuchte geplant wurde.
- Bestand versorgen, Zukunft planen: Für Wartung und Gruppentausch führen wir Markenlampen von Philips, Osram, Sylvania, Radium und BLV. Wer eine Anlage modernisiert, prüft parallel den LED-Ersatz: Die Anschlussleistung sinkt häufig um 40 bis 60 %, das Licht ist sofort da, und die Wartungsintervalle werden deutlich länger.
- Entladungslampen Ersatz im Überblick: Für Entladungslampen warmweiß (ca. 3.000 K, 830) und Entladungslampen neutralweiß kaltweiß (4.000 K, 840 – dieselbe Lichtfarbe) wählen Sie Typ, Wattzahl und Sockel exakt nach Leuchte. Entladungslampen dimmbar sind nur mit passendem Vorschaltgerät bedingt möglich; der LED-Umbau mit Retrofit oder neuem Hallenstrahler ist meist die wirtschaftlichere Dauerlösung.
- Hochdruck-Entladungslampen (HQI/HCI/CDM, NAV/SON) für Industrie, Hallen, Shopbeleuchtung und Hofanlagen: Exakt nach Wattage, Sockel (E40, E27, G12, RX7s) und Vorschaltgerät wählen oder wirtschaftlich auf moderne LED-Hochleistungsleuchtmittel umrüsten.
1. Lampentyp am Kürzel erkennen
Die Typbezeichnung auf Lampe oder Leuchtenschild verrät die Familie: CDM, HCI, HQI, MHN, HRI, RCC und HIT stehen für Halogen-Metalldampf, NAV, SON, SHP und RNP für Natriumdampf, SDW für Weißlicht-Natriumdampf, HQL und HPL für Quecksilberdampf. Für viele Typen gibt es direkte Gegenstücke anderer Hersteller – eine Philips CDM-T 70W/830 und eine Osram HCI-T 70W/830 WDL sind beispielsweise beide warmweiße 70-W-Metalldampflampen mit keramischem Brenner und Sockel G12. Die Betriebsdaten im Datenblatt gleichen Sie trotzdem ab.
Ratgeber: Gasentladungslampen & HID2. Sockel, Bauform und Leistung abgleichen
Einseitig gesockelte Brenner stecken in G12 (Röhre T), G8.5 (kompakt TC) oder in GU6.5 und PGJ5 (Mini-Typen), zweiseitig gesockelte Stablampen in RX7s (70 und 150 W), RX7s-24 (150 W) oder Fc2 (250 und 400 W). Großkolben mit Schraubsockel nutzen E27 oder E40, als matt beschichteter Ellipsoid (E) oder klare Röhre (T). Die Leistung muss exakt der alten Lampe entsprechen, denn Vorschaltgerät und Leuchte sind auf genau diese Wattzahl ausgelegt.
Ratgeber: Lampensockel-Übersicht3. Vorschaltgerät und Zündgerät prüfen
Auf dem Vorschaltgerät oder dem Leuchtenschild stehen Lampentyp und Leistung, für die es zugelassen ist. Metalldampf- und Natriumdampflampen gleicher Wattzahl unterscheiden sich in Lampenstrom, Brennspannung und Zündanforderung – setzen Sie deshalb nur den freigegebenen Typ ein. Elektronische Vorschaltgeräte wie die Osram Powertronic PTi übernehmen Zündung und Stabilisierung in einem Gerät, halten die Lichtfarbe konstanter und schalten eine Lampe am Lebensende ab. Einbau und Umrüstung übernimmt eine Elektrofachkraft.
Ratgeber: Vorschaltgeräte EVG, KVG, VVG4. Lichtfarbe und Farbwiedergabe nach Einsatz wählen
Für Modegeschäfte, Frischetheken, Hotellerie, Gastronomie und das Wohnzimmer passt warmweißes Metalldampflicht mit 3.000 K (830/930), für Werkstatt, Lager, Garage und Hobbyraum neutralweißes bzw. kaltweißes Licht mit rund 4.000–4.200 K (842/942). Natriumdampf mit rund 2.000 K und einer Farbwiedergabe um Ra 20 bis 25 ist ideal, wo Effizienz zählt und Farben zweitrangig sind – Straßen, Parkplätze, Hafen- und Lagerflächen. Elite-Typen und 9xx-Codes erreichen Ra 90 und mehr für anspruchsvolle Auslagen.
Ratgeber: Farbwiedergabeindex erklärtWas sind Entladungslampen? Funktionsprinzip und HID-Familien im Überblick
Anders als Glüh- und Halogenlampen besitzen Entladungslampen keinen Glühdraht. Zwischen zwei Elektroden in einem Brenner aus Quarzglas oder Keramik zündet ein Lichtbogen, der Edelgas und Metalldämpfe zum Leuchten anregt.
Bei Hochdruck-Entladungslampen (HID) steigt der Druck im Brenner nach dem Zünden stark an – so entsteht sehr viel Licht auf kleinstem Raum. Deshalb sind HID-Lampen seit Jahrzehnten Standard, wo große Flächen aus großer Höhe ausgeleuchtet werden. In dieser Kategorie finden Sie alle wichtigen Familien:
- Halogen-Metalldampflampen – Philips MASTERColour CDM und MHN, Osram Powerball HCI und Powerstar HQI, Radium HRI und Ceraball RCC, BLV Eurostar: Weißlicht mit guter bis sehr guter Farbwiedergabe.
- Natriumdampf-Hochdrucklampen – Osram Vialox NAV, Philips MASTER SON und SON-T, Sylvania SHP, Radium RNP: goldgelbes Licht und Spitzenwerte bei der Lichtausbeute.
- Weißlicht-Natriumdampf – Philips MASTER SDW-T und SDW-TG mit 2.500 K für stimmungsvolles Licht in Verkauf und Gastronomie.
- Quecksilberdampflampen – Osram HQL und Philips HPL zur Versorgung bestehender Anlagen.
Daneben führen wir Speziallampen wie Osram Lok-it!, HTI, XBO und HXP für Bühne, Projektion, Mikroskopie und Messtechnik sowie Pflanzenlampen wie Osram Vialox PLANTASTAR und Philips MASTER GreenPower.
Lampenkürzel und Farbcodes entschlüsseln: 830, 930, 842, 942, WDL, NDL und D
Die Typbezeichnung ist der wichtigste Schlüssel zum richtigen Ersatz.
Die Buchstaben nach dem Familiennamen beschreiben die Bauform: T steht für eine einseitig gesockelte Röhre (meist G12 oder E40), TC für eine kompakte Röhre mit G8.5, TD und TS für zweiseitig gesockelte Stablampen (RX7s, RX7s-24, Fc2), E für den Ellipsoidkolben mit matter Beschichtung, R und R111 für Reflektorlampen mit festem Abstrahlwinkel.
Bei Philips MASTERColour und Osram Powerball folgt nach dem Schrägstrich ein dreistelliger Farbcode: Die erste Ziffer nennt die Farbwiedergabe (8 = Ra ab 80, 9 = Ra ab 90), die beiden folgenden die Farbtemperatur in Hundert Kelvin.
- 830 und 930 – warmweiß (3.000 K): brillantes, warmes Licht für Mode, Lebensmittel, Hotellerie, Gastronomie und das Wohnzimmer.
- 842 und 942 – neutralweiß bzw. kaltweiß (rund 4.200 K): klares, sachliches Licht für Halle, Werkstatt, Büro, Garage und Hobbyraum. Neutralweiß und kaltweiß (Cool White) bezeichnen im Lichthandel dieselbe Lichtfarbe um 4.000 K.
- 825 und 828 – sehr warmes Weiß (2.500–2.800 K): Philips SDW und CityWhite für Gastronomie, Altstadtgassen und Fußgängerzonen.
Osram kennzeichnet die Lichtfarben zusätzlich mit Buchstaben: WDL (Warm de Luxe) entspricht warmweiß, NDL (Neutral de Luxe) neutralweiß, D oder D Pro steht für tageslichtähnliches Daylight-Licht über 5.000 K. Natriumdampflampen tragen meist keinen Farbcode, ihr Licht liegt bei rund 2.000 K.
Vorschaltgerät, Zündgerät und Sockel: So gelingt der 1:1-Austausch
HID-Lampen arbeiten nie direkt am 230-V-Netz. Zwischen Netz und Lampe sitzen ein Vorschaltgerät, das den Lampenstrom begrenzt, und bei Metalldampf- und Natriumdampflampen ein Zündgerät, das den Lichtbogen mit Impulsen von mehreren Kilovolt startet. Konventionelle Systeme bestehen aus Drossel (KVG), Zündgerät und Kompensationskondensator;
elektronische Vorschaltgeräte wie die Osram Powertronic PTi vereinen alles in einem Gerät, halten die Lichtfarbe stabiler und schalten eine verbrauchte Lampe ab. Entscheidend ist, dass Lampentyp und Leistung exakt zum Betriebsgerät passen: Eine 70-W-Lampe am 150-W-Gerät wird überlastet und kann platzen, eine 150-W-Lampe am 70-W-Gerät erreicht nie ihre Nennwerte.
Einige Natriumdampflampen gibt es mit eingebautem Zünder (Kennung /I, etwa Osram Vialox NAV-E 70W/I oder Philips SON 70W I) oder für ein externes Zündgerät (/E). Die Philips MASTERColour CDM-E MW und CDM-T MW sind laut Artikelbezeichnung als Ersatz für HPI-Lampen mit 250 bzw. 400 W ausgelegt.
Beim Wechsel gilt: Leuchte freischalten, ausgebrannte Lampe vollständig abkühlen lassen und den neuen Glaskolben nur mit Handschuh oder sauberem Tuch anfassen, denn Hautfett auf dem Quarzglas verkürzt die Lebensdauer. Tausch oder Nachrüstung des Vorschaltgeräts übernimmt eine Elektrofachkraft.
Anlaufzeit, Wiederzündung, Lebensdauer und Sicherheit im Betrieb
Wer Entladungslampen plant oder wartet, sollte ihr Betriebsverhalten kennen. Nach dem Einschalten brauchen HID-Lampen einige Minuten, bis sie ihren vollen Lichtstrom erreichen. Nach dem Ausschalten oder einem kurzen Netzausfall muss der heiße Brenner erst abkühlen, bevor er neu zündet – bei Metalldampflampen häufig 10 bis 15 Minuten.
Die Sylvania SHP-TS Twin Arc besitzt zwei Brenner: Nach einer kurzen Unterbrechung zündet der kühle zweite Brenner nahezu sofort – ein Vorteil für Parkplätze und Sicherheitsbereiche. Für häufiges Schalten oder Bewegungsmelder sind HID-Lampen grundsätzlich ungeeignet.
Halogen-Metalldampflampen dürfen nur in geschlossenen Leuchten mit Schutzglas betrieben werden, sofern der Hersteller sie nicht ausdrücklich für offene Leuchten freigibt, weil der Brenner am Lebensende bersten kann und UV-Strahlung entsteht; Ausführungen mit UV-Block reduzieren den UV-Anteil zusätzlich.
Bei der Lebensdauer kennzeichnet Osram langlebige Natriumdampflampen mit Super 4Y und Super XT 8Y, Philips mit PIA Plus und APIA Plus Xtra. Im Gewerbe lohnt der Gruppentausch: Werden alle Lampen eines Bereichs zum geplanten Termin gewechselt, bleiben Lichtfarbe und Helligkeit einheitlich, und Hubarbeitsbühne oder Gerüst kommen nur einmal zum Einsatz.
Natriumdampf, CityWhite und Pflanzenlicht: Straße, Industrie und Gewächshaus
Natriumdampf-Hochdrucklampen sind die Effizienzmeister unter den klassischen Leuchtmitteln: Eine Osram Vialox NAV-T Super XT mit 400 W erzeugt laut Artikeldaten 56.500 Lumen, das sind rund 140 Lumen pro Watt. Ihr goldgelbes Licht prägt Straßen, Parkplätze, Industrieflächen, Häfen und angestrahlte Fassaden.
Die Bauform entscheidet über die passende Leuchte: NAV-E, SON und die beschichteten SHP-Typen mit mattem Ellipsoidkolben gehören in Leuchten mit großflächiger Optik, die klaren Röhren NAV-T, SON-T und SHP-T/TS in Leuchten mit präzisem Reflektor.
Wo Menschen Farben sicher erkennen sollen – in Innenstädten, an Bahnhöfen oder in Wohnstraßen –, setzen Kommunen und Stadtwerke auf keramische Metalldampflampen wie Philips MASTER CityWhite CDO und MASTER CosmoWhite CPO mit warmweißem 2.800-K-Licht.
In Gartenbau und Gewächshaus sind Osram Vialox PLANTASTAR und Philips MASTER GreenPower speziell für die Assimilationsbelichtung von Pflanzen entwickelt – im Einsatz bei Gärtnereien ebenso wie bei Hobbygärtnern im eigenen Gewächshaus oder Wintergarten.
Metalldampflicht im Objekt – Profi-Qualität auch für Ihr Zuhause
Keramische Halogen-Metalldampflampen wie Philips MASTERColour CDM-T, CDM-TC, CDM-R111 und CDM-Tm Mini oder Osram Powerball HCI bündeln viel Licht in einem kleinen Brenner und halten ihre Lichtfarbe über die Lebensdauer stabil. Das macht sie zum Klassiker für Strahler in Modehäusern, Lebensmittelmärkten, Autohäusern, Hotelfoyers, Restaurants, Museen und auf Messeständen.
Für die großen Flächen in Lager, Produktionshalle und Sporthalle sorgen Osram Powerstar HQI-T und HQI-E, Philips MHN und Radium HRI mit 250 bis 2.000 W; die 2.000-W-Typen mit Sockel K12s oder E40 laufen überwiegend an 400 V in Stadion- und Flutlichtanlagen.
Dieselbe Profi-Qualität zahlt sich zu Hause aus: Hochwertige Deckenfluter im Wohnzimmer oder Esszimmer und Wandstrahler im Loft arbeiten teils mit einer 70- oder 150-W-Stablampe (RX7s, RX7s-24), Hof- und Fassadenstrahler an Garage, Einfahrt und Gartenhaus häufig mit HQI-TS oder HCI-TS.
In Hobbyraum und Werkstatt sorgt neutralweißes 942-Licht für kontrastreiche Sicht, und Meerwasser-Aquarianer schätzen die BLV Eurostar mit 8.800 K. Wer die Originallampe nachkauft, behält Lichtbild, Lichtfarbe und Sicherheit der Leuchte unverändert.
Quecksilberdampf, Entsorgung und der Umstieg auf LED
Quecksilberdampf-Hochdrucklampen wie Osram HQL und Philips HPL erfüllen die EU-Ökodesign-Anforderungen nicht mehr und dürfen seit April 2015 in der EU nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; verfügbare Restbestände dienen der Versorgung bestehender Anlagen.
Auch die Quecksilber-Ausnahmen der RoHS-Richtlinie für Metalldampf- und Natriumdampflampen sind befristet, langfristig ist also mit einem kleineren Angebot zu rechnen. Ausgebrannte Entladungslampen gehören wegen des Quecksilbergehalts der meisten Typen nie in den Hausmüll, sondern zum Wertstoffhof oder zu den Sammelstellen des Handels.
Für die Zukunftsplanung lohnt eine einfache Rechnung: Eine 400-W-Natriumdampflampe zieht mit konventionellem Vorschaltgerät rund 440 W aus dem Netz. Bei 4.000 Betriebsstunden im Jahr und 25 Cent pro Kilowattstunde kostet ein einziger Lichtpunkt so rund 440 Euro Strom jährlich.
Ein passender LED-Hallenstrahler oder LED-Retrofit braucht für vergleichbares Nutzlicht oft nur die Hälfte, ist sofort hell, lässt sich schalten und je nach Modell dimmen und senkt den Wartungsaufwand deutlich. Wer kurzfristig nachbestückt, findet hier die Originallampe; wer modernisiert, findet die Alternativen unter LED-Ersatz für Entladungslampen und LED-Hallenleuchten.
Entladungslampen Ersatz finden: Entladungslampen warmweiß oder neutralweiß kaltweiß richtig wählen
Wer Entladungslampen Ersatz sucht, steht zuerst vor der Lichtfarbfrage – und die Schreibweisen im Alltag sind vielfältig. Entladungslampen warmweiß (etwa 2.700–3.000 K, im Handel auch warmweiss geschrieben) erzeugen ein gemütliches, goldgelbes Licht und eignen sich für Schaufenster, Gastronomie-Außenbereiche, Fassadenanstrahlung, aber auch für private Carports, Hofeinfahrten und Gartenhallen.
Typische Vertreter sind Metalldampflampen mit Farbcode 830 sowie Natriumdampflampen (ca. 2.000 K), die mit ihrem sehr warmen Gelbton vor allem Straßen- und Wegebeleuchtung prägen.
Entladungslampen neutralweiß kaltweiß bezeichnen dieselbe Lichtfarbe: 4.000 K, Farbcode 840 bzw. 942 bei Keramik-Brennern. Neutralweiß und kaltweiß (oft auch kaltweiss getippt) sind also keine zwei Stufen, sondern Synonyme. Tageslichtweiß mit 6.500 K ist dagegen eine deutlich kühlere, eigene Klasse.
Neutralweiß ist der Standard in Werkhallen, Lagern, Parkdecks, Kfz-Werkstätten und Sportstätten, weil Farben natürlich erkennbar bleiben und das Auge bei Arbeitsaufgaben weniger ermüdet. Zuhause bewährt es sich in Garage, Keller, Hobbyraum und Werkstatt.
- Typ beibehalten: Lampentyp (z. B. HQI, HCI, CDM), Wattzahl und Sockel (E27 Fassung, E40, G12, RX7s und weitere Stecksockel-Varianten) müssen zu Leuchte und Vorschaltgerät passen.
- Brennlage prüfen: Viele Lampen sind nur für horizontale oder vertikale Brennlage freigegeben.
- Farbwiedergabe: Ra 80–90 für Verkauf und Gastronomie, für Lagerhallen genügt oft ein niedrigerer Wert.
Notieren Sie vor der Bestellung die Angaben auf der alten Lampe und dem Typenschild der Leuchte – damit gelingt der Entladungslampen Ersatz im ersten Anlauf, ohne Rücksendung.
Entladungslampen dimmbar? Vorschaltgerät, Umbau auf LED und Verbot von HQL
Die Frage nach Entladungslampen dimmbar taucht vor allem bei Hallen- und Ladenbeleuchtung auf, wenn die Lichtleistung nach Tageszeit oder Belegung angepasst werden soll. Die ehrliche Antwort: Klassische Hochdruck-Entladungslampen lassen sich mit einem normalen Phasenanschnittdimmer nicht regeln.
Eine Leistungsreduktion ist nur bei ausdrücklich freigegebenen Lampentypen (häufig Keramik-Metalldampf) in Verbindung mit einem elektronischen, dimmbaren Vorschaltgerät möglich – meist bis etwa 50 % Leistung, wobei sich Lichtfarbe und Lebensdauer verändern können.
Bei Natriumdampflampen ist eine Stufenschaltung über spezielle Vorschaltgeräte üblich. Prüfen Sie immer die Herstellerfreigabe von Lampe UND Vorschaltgerät.
Wer echte stufenlose Dimmung möchte, kommt am Umbau auf LED kaum vorbei. LED-Hallenstrahler und Retrofit-Lampen lassen sich per 1–10 V oder DALI regeln, schalten ohne Aufwärmzeit und sparen deutlich Energie.
Beim Umbau gilt: Bei Retrofit-Lampen wird das Vorschaltgerät entweder überbrückt oder bleibt (je nach Produktfreigabe) im Kreis; ein neuer Hallenstrahler bringt seinen eigenen LED Driver mit. Den Schaltplan der Leuchte sollte nur eine Elektrofachkraft ändern – die Arbeiten am 230-V-Netz sind kein Heimwerkerthema.
- Verbot-Fragen: Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL) dürfen seit 2015 nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; als Ersatz dienen Metalldampf- oder Natriumdampflampen gleicher Leistungsklasse beziehungsweise LED.
- Objekt: Hallen, Parkhäuser, Tankstellen und Sportstätten sparen durch LED Wartungsintervalle und Gerüstkosten.
- Privat: Garage, Hofbeleuchtung, Hobbyraum und Werkstatt profitieren von Sofortlicht und Dimmbarkeit.
Vergleichen Sie vor jedem Umbau Restlebensdauer, Energiepreis und Brenndauer pro Jahr – so sehen Sie, ob sich der Entladungslampen Ersatz durch denselben Typ oder die Umrüstung schneller amortisiert.
Wartung im Bestand: Worauf Elektrohandwerk und Facility Management beim Kauf von Entladungslampen achten müssen
In Produktionshallen, Logistikzentren, Einzelhandelsgeschäften, Sportstätten sowie an privaten Hofeinfahrten und großen Gartenanlagen sind Hochdruck-Entladungslampen (HID) vielfach in bestehenden Leuchten mit konventionellem (KVG/VVG) oder elektronischem Vorschaltgerät (EVG) installiert.
Damit der 1:1-Lampenwechsel reibungslos und betriebssicher gelingt, müssen im Facility Management wie auch im privaten Gebäudebestand vier Parameter exakt mit dem bisherigen Leuchtmittel übereinstimmen: die elektrische Systemleistung (z. B. 35 W, 70 W, 150 W, 250 W oder 400 W), die Entladungstechnologie (Halogen-Metalldampflampe HQI/HCI/CDM vs. Natriumdampflampe NAV/SON), der Lampensockel (wie E27, E40, G12, G8.5 oder RX7s) sowie die Freigabe für offene oder geschlossene Leuchten mit Schutzglas.
Keramische Metalldampfbrenner bieten dabei eine brillante Farbwiedergabe (Ra 80 bis Ra > 90) für Verkaufsräume, Schaufenster und Galerien in warmweiß (3.000 K, Code 830/930) oder sachlichem neutralweiß und kaltweiß (4.000–4.200 K, Code 840/942), während Natriumdampflampen (2.000 K) für Nebeldurchdringung auf Werksgeländen und Parkplätzen stehen.
Passende Komponenten zur Instandhaltung finden Sie unter Vorschaltgeräte.
Wirtschaftlicher Vergleich: Klassische HID-Entladungslampe vs. moderne LED-Umrüstung im Dauerbetrieb
Während eine einzelne Entladungslampe als Ersatzteil für eine intakte Bestandsleuchte kurzfristig geringe Anschaffungskosten verursacht, lohnt sich bei hohen jährlichen Brennstunden in Gewerbe, Kommunen, Werkstätten und privaten Garagenhöfen fast immer die Gegenrechnung mit moderner LED-Beleuchtung.
Klassische Metalldampf- und Natriumdampflampen benötigen nach dem Einschalten 2 bis 5 Minuten Anlaufzeit bis zum vollen Lichtstrom und lassen sich nach einer kurzen Netzunterbrechung erst nach einer Abkühlphase von bis zu 15 Minuten wieder zünden (Heißwiederzündung nur mit speziellen Systemen).
Zudem sinkt der Lichtstrom über die Lebensdauer merklich ab, und das Vorschaltgerät verbraucht zusätzliche Verlustleistung.
Moderne LED-Retrofit-Hochleistungslampen mit E27- oder E40-Sockel sowie komplette LED-Hallenstrahler und LED-Fluter liefern dagegen 100 % Sofortlicht ohne Aufwärmzeit, sparen je nach Anlage 50 bis 70 % Stromkosten, sind mit Bewegungsmeldern im Außenbereich, Hofeinfahrt oder Lagerhalle kombinierbar und stehen in warmweiß (3.000 K), neutralweiß und kaltweiß (4.000 K) sowie tageslichtweiß (6.500 K) zur Verfügung.
Entladungslampe oder LED-Ersatz? Der direkte Vergleich
| Merkmal | Entladungslampe (Metalldampf / Natriumdampf) | LED-Ersatz (Retrofit / Hallenstrahler) |
|---|---|---|
| Lichterzeugung | Lichtbogen im gasgefüllten Brenner aus Quarzglas oder Keramik | Halbleiterchips mit Treiberelektronik |
| Lichtausbeute | Metalldampf rund 80–110 lm/W, Natriumdampf bis rund 140 lm/W (Lampenwert ohne Vorschaltgerät) | Aktuelle LED-Hallenstrahler häufig 140–180 lm/W (Systemwert) |
| Betriebsgerät | Vorschaltgerät plus Zündgerät oder EVG zwingend, exakt auf Typ und Leistung abgestimmt | Treiber integriert; Retrofits je nach Modell am vorhandenen Vorschaltgerät oder mit Überbrückung laut Hersteller |
| Anlauf und Wiederzündung | Mehrere Minuten bis zur vollen Helligkeit, heiß oft 10–15 Minuten Wartezeit | Sofort volles Licht, beliebig schaltbar |
| Farbwiedergabe | Metalldampf Ra 80 bis über 90, Natriumdampf rund Ra 20–25, Weißlicht-Natriumdampf SDW über Ra 80 | Meist Ra 80, Profi-Modelle Ra 90 und mehr |
| Lichtfarben | Natriumdampf rund 2.000 K, Metalldampf warmweiß 3.000 K, neutral-/kaltweiß rund 4.200 K, Daylight über 5.000 K | Warmweiß 3.000 K, neutral-/kaltweiß 4.000 K, tageslichtweiß 6.500 K |
| Dimmen und Sensorik | Nur mit Spezialsystemen, für häufiges Schalten und Bewegungsmelder ungeeignet | Passende Modelle dimmbar und für Präsenz- und Bewegungsmelder geeignet |
| Quecksilber und Entsorgung | Meist quecksilberhaltig, getrennte Sammlung vorgeschrieben | Quecksilberfrei, Rückgabe als Elektroaltgerät |
| Stärke im Bestand | 1:1-Nachbestückung ohne Leuchtenumbau, originales Lichtbild | Senkt Strom- und Wartungskosten, Prüfung oder Umbau der Leuchte erforderlich |
| Lichtfarbe und Schreibweise (warmweiß / warmweiss, neutralweiß / kaltweiß / kaltweiss) | Entladungslampen warmweiß: ca. 2.700–3.000 K (830; Natriumdampf ca. 2.000 K). Entladungslampen neutralweiß kaltweiß: 4.000 K (840 bzw. 942) – eine einzige Lichtfarbe. | LED-Ersatz wahlweise in 2.700 K, 3.000 K, 4.000 K (neutralweiß = kaltweiß) oder 6.500 K tageslichtweiß. |
| Dimmbarkeit und Ersatz (Entladungslampen dimmbar, Entladungslampen Ersatz) | Entladungslampen dimmbar nur bedingt: freigegebener Typ plus dimmbares Vorschaltgerät, meist bis ca. 50 %. Ersatz nur mit gleichem Typ, gleicher Wattzahl und gleichem Sockel. | Stufenlos dimmbar per 1–10 V oder DALI, Sofortlicht ohne Aufwärmzeit; Umbau mit Retrofit oder neuem Hallenstrahler inklusive LED Driver. |
| Schaltfestigkeit & Bewegungsmelder-Eignung | Sofort 100 % Lichtstrom ohne Aufwärmphase; uneingeschränkt für Präsenz- und Bewegungsmelder geeignet | 2–5 Min. Anlaufzeit und bis zu 15 Min. Abkühlzeit vor Wiederzündung; ungeeignet für häufiges Schalten |
| Farbwiedergabe & Lichtfarben-Auswahl | Konstant Ra ≥ 80 in warmweiß (3.000 K), neutralweiß/kaltweiß (4.000 K) und tageslichtweiß (6.500 K) ohne Farbdrift | Je nach Typ stark schwankend (NAV ca. Ra 20 gelborange; HCI/CDM Ra 80–95 mit möglicher Farbverschiebung im Alter) |































































