ABB
ABB Leitungsschutzschalter – im Handwerk auch Sicherungsautomat, LS-Schalter oder kurz Automat genannt – aus den Reihen S200 (6 kA) und S200M (10 kA): 1-polig als S201 und S201M, 2-polig als S202 und 3-polig als S203 und S203M, mit Charakteristik B, C oder K und Bemessungsströmen von 1 bis 63 A. Ergänzt wird das Programm durch die FI-Schutzschalter F204 Typ A mit 30 mA sowie selektiv mit 300 mA, die Phasenschienen PS3 und den Hilfsschalter S2C. Elektrofachbetriebe, Facility Management, Hausverwaltungen, Industrie, Hotellerie und Gastronomie bestücken damit Unterverteilungen für Hallenbeleuchtung, Maschinen und Großküche – und dieselbe Profi-Qualität sichert zu Hause Elektroherd, Durchlauferhitzer und Wallbox in der Garage ebenso ab wie die Licht- und Steckdosenkreise in Wohnzimmer, Küche, Badezimmer, Keller und Hobbyraum. Auswahl und Einbau übernimmt die Elektrofachkraft.
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Energieeffizienz
- Zwei Reihen, ein Raster: Die Reihe S200 schaltet Kurzschlussströme bis 6 kA, die Reihe S200M bis 10 kA. Beide belegen je Pol eine Teilungseinheit von 17,5 mm auf der Tragschiene TH35, sind nach IP20 geschützt, haben Schraubklemmen, gehören zur Energiebegrenzungsklasse 3 und sind laut ABB für 20.000 elektrische Schaltspiele ausgelegt.
- Charakteristik nach Last: B löst im Kurzschlussfall ab dem 3- bis 5-fachen Nennstrom unverzögert aus und ist Standard für Licht- und Steckdosenkreise. C (5- bis 10-fach) verkraftet die hohen Einschaltströme vieler LED-Treiber, Motoren und Werkstattmaschinen. K schützt Motoren und Transformatoren mit besonders feinfühligem Überlastschutz.
- Polzahl nach Stromkreis: S201 und S201M sichern einen Wechselstromkreis, der S202 zwei Leiter gemeinsam, S203 und S203M einen Drehstromverbraucher wie Elektroherd, Durchlauferhitzer, Wallbox oder Maschine – bei einem Fehler schalten alle drei Außenleiter gemeinsam ab.
- Breite Stromstaffel: 1, 2, 4 und 6 A für Steuer- und Signalkreise, 10 bis 20 A für Licht und Steckdosen, 25 bis 63 A für Drehstromgeräte, Unterverteilungen und Hallenzuleitungen – vom Schaltschrank in der Produktion bis zum Sicherungskasten im Einfamilienhaus.
- Personenschutz und Verdrahtung aus einer Hand: FI-Schutzschalter F204 A-40/0.03 (40 A, 30 mA, Typ A) für Endstromkreise, F204 A S-40/0.3 als selektiver 300-mA-Gruppenschutz, Phasenschienen PS3/60 und PS3/12FI für die saubere Einspeisung und der Hilfsschalter S2C-H6-02R für die Meldung der Schaltstellung.
- Profi-Schutz für Objekt und Zuhause: Ob Lichtband in Lager und Logistik, Kombidämpfer in der Hotelküche, Praxis, Büro oder Werkstatt – oder Küche, Badezimmer, Garage mit Wallbox, Keller und Hobbyraum daheim: Dieselben ABB-Geräte übernehmen Überlast-, Kurzschluss- und Fehlerstromschutz, geplant, installiert und geprüft von der Elektrofachkraft.
1. Charakteristik wählen: B, C oder K?
Die Charakteristik legt fest, ab welchem Vielfachen des Nennstroms der Schalter ohne Verzögerung abschaltet. B ist die Standardwahl für Licht- und Steckdosenkreise in Wohnung, Büro, Praxis und Hotelzimmer und erfüllt die vorgeschriebene Abschaltzeit auch bei langen Leitungen am leichtesten. C nimmt die Elektrofachkraft, wenn hohe Einschaltströme einen B-Automaten fälschlich auslösen würden – etwa bei vielen LED-Leuchten mit elektronischem Treiber, Kompressoren oder Werkstattmaschinen. K ist für Motoren, Pumpen und Transformatoren ausgelegt.
Alle Leitungsschutzschalter2. Bemessungsstrom und Polzahl an Leitung und Verbraucher anpassen
Der Nennstrom richtet sich nach der Strombelastbarkeit der Leitung, nicht nach dem Verbraucher allein: Er darf die zulässige Belastung von Querschnitt und Verlegeart nie überschreiten. Klassisch sind B16 für 1,5 mm² Kupfer bei üblicher Verlegung, B13 für 1,5 mm² in wärmegedämmten Wänden und bis 20 A für 2,5 mm². Drehstromgeräte wie Elektroherd, Durchlauferhitzer, Wallbox oder Maschine bekommen einen 3-poligen S203, ein einzelner Licht- oder Steckdosenkreis einen 1-poligen S201.
Zur Elektroinstallation3. LED-Beleuchtung absichern – Einschaltstrom und Leuchtenzahl je Automat
LED-Treiber ziehen beim Einschalten für Sekundenbruchteile einen Spitzenstrom, der ein Vielfaches des Betriebsstroms beträgt. Hängen zu viele Leuchten an einem Kreis, löst der Automat beim Einschalten aus, obwohl die Dauerlast unkritisch ist. Die Datenblätter von Lichtbändern, Hallen- und Panelleuchten nennen deshalb die maximale Stückzahl je B16 oder C16 – diese Zahl gehört in die Planung der Stromkreise für Halle, Lager, Markt und Büro.
Ratgeber: Lichtband & Hallenleuchten wählen4. Verteiler komplettieren: FI-Schutz, Phasenschiene und Reihenklemmen
Ein Leitungsschutzschalter schützt die Leitung, aber nicht den Menschen vor kleinen Fehlerströmen. Steckdosenkreise bis 32 A, Badezimmer und Außenbereiche brauchen deshalb zusätzlich einen FI-Schutzschalter mit 30 mA, etwa den F204 A-40/0.03. Mit einer Phasenschiene speisen Sie FI und nachgeschaltete Automaten sauber und berührungsgeschützt ein, Reihenklemmen auf der Tragschiene ordnen die abgehenden Leitungen.
Ratgeber: WAGO-Reihenklemmen TOPJOB SABB S200 und S200M: Aufbau, Typenschlüssel und Schaltvermögen 6 kA oder 10 kA
Die ABB-Leitungsschutzschalter in dieser Kategorie gehören zu den Reihen S200 und S200M, die in Zählerschränken, Unterverteilungen und Schaltschränken weit verbreitet sind. Der Typenschlüssel ist leicht zu lesen: Die letzte Ziffer nach S20 nennt die Polzahl – S201 ist 1-polig, S202 2-polig, S203 3-polig.
| Code | Bedeutung | Praxis |
|---|---|---|
| M | 10 kA statt 6 kA Bemessungsschaltvermögen | Leistungsstärkere Reihe, z. B. S201M oder S203M |
| S203-B16 | 3-polig, Charakteristik B, 16 A | Hinter dem Bindestrich folgen Charakteristik und Nennstrom |
| S201-C10 | 1-polig, Charakteristik C, 10 A | Gleiches Schema für alle Typen der Reihe |
| TE | 17,5 mm je Pol | Montage auf der Tragschiene TH35 |
Der Einbau ist in beliebiger Lage möglich, die Geräte arbeiten laut ABB bei Umgebungstemperaturen von -25 bis +55 °C, sind nach IP20 fingersicher, haben Schraubklemmen und erfüllen die Energiebegrenzungsklasse 3. Das Schaltvermögen gibt an, welchen Kurzschlussstrom der Schalter noch sicher abschalten kann.
In Wohngebäuden und kleineren Gewerbeobjekten genügen meist 6 kA – die Technischen Anschlussbedingungen der Netzbetreiber verlangen für Stromkreisverteiler in der Regel genau diesen Mindestwert samt Energiebegrenzungsklasse 3. 10 kA wählt die Elektrofachkraft dort, wo nahe am Trafo, an der Hauptverteilung oder in Industrie und Gewerbe höhere Kurzschlussströme zu erwarten sind.
Charakteristik B, C und K: So löst ein Leitungsschutzschalter aus
Jeder Leitungsschutzschalter arbeitet mit zwei Auslösern. Der thermische Auslöser, ein Bimetall, reagiert verzögert auf Überlast: Bei den Charakteristiken B und C darf der Schalter nach DIN EN 60898-1 mit dem 1,13-fachen Nennstrom eine Stunde lang nicht auslösen, beim 1,45-fachen muss er innerhalb einer Stunde abschalten.
Der elektromagnetische Auslöser trennt bei Kurzschluss praktisch sofort – und genau hier unterscheiden sich die Charakteristiken.
Charakteristik B
3–5 × InB löst ab dem 3- bis 5-fachen Nennstrom aus – der Standard für Endstromkreise.
Charakteristik C
5–10 × InC löst ab dem 5- bis 10-fachen Nennstrom aus.
Charakteristik K
8–14 × InK ist nach DIN EN 60947-2 spezifiziert, schaltet im Kurzschlussfall erst bei etwa 8- bis 14-fachem Nennstrom ab und hat einen engeren Überlastbereich mit Prüfströmen von 1,05 und 1,2 × In – ideal für Motoren, Pumpen und Trafos mit hohen Anlaufströmen, die im Dauerbetrieb eng überwacht werden sollen.
Abschaltbedingung
0,4 s im TN-SystemWarum B trotzdem der Standard ist: Ein Endstromkreis bis 32 A muss bei Körperschluss innerhalb von 0,4 s abschalten. Ein B16 braucht dafür sicher mindestens 80 A Fehlerstrom (Schleifenimpedanz höchstens rund 2,9 Ω), ein C16 verlangt 160 A und damit höchstens rund 1,4 Ω.
Bei langen Leitungen in Halle, Hof oder Nebengebäude wird das schnell knapp. Deshalb misst die Elektrofachkraft die Schleifenimpedanz nach dem Einbau.
Bemessungsstrom richtig wählen: Querschnitt, Verlegeart und typische Absicherungen
Ein Leitungsschutzschalter schützt in erster Linie die Leitung vor Überhitzung. Sein Nennstrom darf deshalb die Strombelastbarkeit des Kabels nie überschreiten, die nach DIN VDE 0298-4 von Querschnitt, Verlegeart, Häufung und Umgebungstemperatur abhängt. Typische Zuordnungen aus der Praxis, die im Einzelfall immer die Elektrofachkraft festlegt:
- 1,5 mm² Kupfer: B16 bei Verlegung auf oder im Putz, B13 bei Verlegung in wärmegedämmten Wänden oder bei starker Häufung – typisch für Lichtkreise in Wohnzimmer, Schlafzimmer, Hotelzimmer und Büro.
- 2,5 mm² Kupfer: bis 20 A, häufig für Steckdosenkreise in Küche, Werkstatt und Hobbyraum oder für einzelne leistungsstarke Geräte.
- Elektroherd und Kochfeld: klassisch 3-polig mit 16 A, etwa mit dem S203-B16 als Herdsicherung.
- Durchlauferhitzer und Wallbox: 3-polig nach Herstellerangabe, zum Beispiel 16 A für eine 11-kW-Wallbox oder 32 bis 40 A für einen elektronischen Durchlauferhitzer mit 21 bis 24 kW, jeweils mit dem passenden Querschnitt.
- Steuer- und Signalkreise: 1, 2, 4 oder 6 A mit Charakteristik C, etwa für Steuertrafos, Schütze, Klingel- und Netzteilkreise im Schaltschrank.
Mit 25 bis 63 A sichert der S203 oder S203M zudem Zuleitungen zu Unterverteilungen, Großküchengeräten, Werkzeugmaschinen und Hallenbeleuchtung ab.
LED-Beleuchtung im Objekt: Einschaltstrom, C-Charakteristik und Leuchtenzahl je Automat
Mit der Umrüstung auf LED hat sich die Absicherung der Lichtstromkreise verändert. Ein LED-Treiber nimmt im Betrieb nur wenig Leistung auf, lädt beim Einschalten aber seine Kondensatoren und zieht dabei für weniger als eine Millisekunde einen Spitzenstrom von oft 30 bis über 100 A. Schalten zwanzig Lichtbandeinsätze in einem Lager gleichzeitig ein, addieren sich diese Spitzen – und ein B16 löst aus, obwohl die Dauerlast nur einen Bruchteil seiner 16 A beträgt.
Die Datenblätter von Lichtbandsystemen, Hallenleuchten und Panels nennen deshalb die maximale Leuchtenanzahl je Leitungsschutzschalter, getrennt für B- und C-Charakteristik und verschiedene Nennströme; bei den Lichtbandeinsätzen in unserem Sortiment sind es etwa 8 bis 22 Stück an einem B16, bei Hallenleuchten teils nur 5. Für die Planung gibt es drei Stellschrauben:
Verteilen
Leuchten auf mehrere Automaten und Außenleiter verteilen.
C-Automat
Zu einem C-Automaten wechseln, sofern die Abschaltbedingung erfüllt bleibt.
Einschaltstrombegrenzer
Einen Einschaltstrombegrenzer vorschalten.
Für die Absicherung spielt die Lichtfarbe übrigens keine Rolle – ob warmweiße Downlights mit 2.700 bis 3.000 K im Hotelflur oder neutralweiße bzw. kaltweiße Lichtbänder mit 4.000 K (beides dieselbe Farbtemperatur) im Lager, entscheidend ist allein der Einschaltstrom des Treibers. Zu Hause sind solche Fehlauslösungen seltener, können aber bei vielen Einbauspots in Küche und Wohnzimmer an einem Kreis ebenfalls auftreten.
FI-Schutzschalter F204 Typ A: 30 mA für Personenschutz, 300 mA selektiv
Leitungsschutzschalter reagieren erst auf Ströme weit über dem Nennstrom – für den Schutz vor gefährlichen Körperströmen ist ein Fehlerstrom-Schutzschalter zuständig. Er vergleicht die hin- und zurückfließenden Ströme und trennt, sobald ein Teil über einen Menschen oder einen Isolationsfehler zur Erde abfließt.
F204 Typ A
Der ABB F204 A-40/0.03 löst bei 30 mA aus, ist 4-polig mit 40 A Bemessungsstrom und erfasst als Typ A Wechsel- und pulsierende Gleichfehlerströme. Nach DIN VDE 0100-410 ist ein solcher zusätzlicher Schutz für Steckdosenstromkreise bis 32 A und für Endstromkreise im Außenbereich vorgeschrieben, nach DIN VDE 0100-701 für alle Stromkreise im Badezimmer.
→ Pflicht für Steckdosen, Außenbereich und Bad
F204 A S selektiv
Der F204 A S-40/0.3 ist dagegen ein selektiver, zeitverzögerter Schalter mit 300 mA: Er sitzt als Gruppenschutz vor nachgeschalteten 30-mA-Schaltern und dient dem Brandschutz, ohne bei einem Fehler im Endstromkreis gleich mit auszulösen.
→ Gruppenschutz vor 30-mA-Schaltern
Wichtig für die Planung: Ein FI-Schalter hat keinen eigenen Überstromschutz, seine 40 A müssen durch die Vorsicherung oder die Belastung der nachgeschalteten Kreise eingehalten werden. Verteilen Sie die Stromkreise auf mehrere FI, damit ein Fehler im Keller nicht die ganze Wohnung oder das ganze Büro dunkel macht.
Für Ladepunkte gilt eine Besonderheit: Ein Typ A genügt dort nur, wenn die Wallbox eine eigene Erkennung glatter Gleichfehlerströme ab 6 mA besitzt. Die Prüftaste sollte regelmäßig betätigt werden; das Intervall nennt die Herstelleranleitung.
Verteiler sauber aufbauen: Phasenschienen PS3, Hilfsschalter S2C und Reihenklemmen
In einer professionellen Verteilung werden Automaten nicht einzeln mit Drahtbrücken verbunden, sondern über eine Phasenschiene gespeist.
PS3/60
60 TE · 230/400 V ACDie ABB PS3/60 verteilt die drei Außenleiter über 60 Teilungseinheiten – genug für eine komplette Reihe einpoliger S201 auf einer Tragschiene.
PS3/12FI
12 TE · FI-GruppeDie kurze PS3/12FI mit 12 Teilungseinheiten ist die Ausführung für einen Fehlerstrom-Schutzschalter mit den direkt dahinter angeordneten Automaten.
S2C-H6-02R
8,8 mm · 2 ÖffnerDer Hilfsschalter S2C-H6-02R wird seitlich an einen Leitungsschutzschalter angebaut und meldet laut Typschlüssel über zwei Öffnerkontakte die Schaltstellung an Gebäudeleittechnik, SPS oder Störmeldezentrale – ein Muss für Rechenzentren, Kühlhäuser, Pumpenstationen und alle Anlagen, in denen ein unbemerkt abgeschalteter Stromkreis teuer wird.
Reihenklemmen
Push-inFür die abgehenden Leitungen empfehlen sich Reihenklemmen auf derselben Tragschiene, etwa die Push-in-Klemmen von WAGO.
Beide Schienen sind laut Hersteller nach IEC/EN 60947-1 gekennzeichnet; für den sicheren Kontakt sollten Schiene und Schutzgeräte aus demselben System stammen. Rechtlich wichtig: Nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung dürfen Arbeiten an der Kundenanlage hinter der Hausanschlusssicherung nur Netzbetreiber oder eingetragene Elektroinstallationsbetriebe ausführen.
Profi-Qualität vom Gewerbeobjekt bis ins eigene Zuhause
Für Elektrofachbetriebe, Facility Management und Hausverwaltungen zählt vor allem eines: dass der defekte oder neu benötigte Automat exakt dem verbauten Typ entspricht und schnell da ist. Weil Typenschlüssel, Teilungseinheit und Tragschienenmontage innerhalb der ABB-Reihen S200 und S200M einheitlich sind, lässt sich ein Gerät meist 1:1 durch denselben Typ ersetzen, ohne Abdeckung oder Verdrahtung anzupassen.
Gastgewerbe
In der Hotellerie und Gastronomie sichern 3-polige Automaten Kombidämpfer, Spülmaschinen und Kühlzellen.
Industrie
In Industrie, Lager und Logistik schützen sie Hallenbeleuchtung, Rolltore und Maschinen.
Büro & Kommune
In Büro, Praxis und Kommune sichern sie Arbeitsplätze, Server und Außenbeleuchtung.
Dieselbe Profi-Technik sorgt im eigenen Zuhause für Sicherheit: beim Umbau der Küche mit neuem Kochfeld, bei der Modernisierung des Badezimmers mit vorgeschriebenem FI-Schutz, bei der Wallbox in der Garage, bei Werkstattmaschinen im Keller oder Hobbyraum und bei der Nachrüstung eines FI-Schalters in älteren Altbau-Verteilungen ohne Fehlerstromschutz.
Planung, Einbau, Messung und Dokumentation übernimmt dabei immer die Elektrofachkraft – sie bestimmt Charakteristik, Nennstrom und Schaltvermögen passend zu Leitung, Netz und Verbraucher. Alle weiteren Automaten finden Sie unter Leitungsschutzschalter, das komplette Material zwischen Verteiler und Leuchte unter Elektroinstallation.
Vergleich: ABB Leitungsschutzschalter vs. Schmelzsicherung (Neozed / Diazed)
| Merkmal | ABB Leitungsschutzschalter (S200 / S200M) | Schmelzsicherung (Neozed / Diazed) |
|---|---|---|
| Nach dem Auslösen | Fehler beheben, Schalthebel wieder einlegen – fertig | Sicherungseinsatz ersetzen, Ersatz muss vorrätig sein |
| Auslöseverhalten | Thermisch und magnetisch, wählbar als Charakteristik B, C oder K | Schmelzleiter mit festem Zeit-Strom-Verhalten je Betriebsklasse |
| Drehstromverbraucher | S203 trennt alle drei Außenleiter gemeinsam | Jeder Einsatz löst einzeln aus, ein Motor kann auf zwei Phasen weiterlaufen |
| Bemessungsschaltvermögen | 6 kA (S200) oder 10 kA (S200M) | Typisch 50 kA – deshalb oft als Vorsicherung eingesetzt |
| Platz und Montage | 17,5 mm je Pol auf der Tragschiene TH35, Einspeisung über Phasenschiene PS3 | Sicherungssockel oder Sicherungslasttrennschalter plus Ersatzteile |
| Freischalten für Arbeiten | Schalthebel aus, Schaltstellung sichtbar | Einsatz herausdrehen oder Lasttrennschalter öffnen |
| Zustandsmeldung | Hilfsschalter S2C-H6-02R seitlich nachrüstbar | Nur über Kennmelder am Einsatz sichtbar |
| Personenschutz | Kombinierbar mit FI-Schutzschalter F204 Typ A 30 mA | Altanlagen mit Schmelzsicherungen oft ohne FI-Schutz |
| Folgekosten | Keine Verbrauchsteile | Neue Einsätze nach jeder Auslösung |




























































